Thüringer Rostbrätel nach Schwiegermamas DDR Rezept
Köttbullar – schwedische Hackbällchen in Rahmsoße
Welches Fleisch für welchen Anlass?
Ich werde regelmäßig gefragt, welches Fleisch sich für welches Gericht am besten eignet und ich finde das eine sehr gute Frage. Denn die richtige Fleischsorte zu wählen, ist wirklich die halbe Miete. Deshalb gebe ich dir hier einen kurzen Überblick:

Rindfleisch ist meine erste Wahl für Schmorgerichte. Gulasch, Sauerbraten, Rinderschmorbraten – diese Klassiker brauchen Fleisch aus der Schulter oder der Hüfte, das reich an Bindegewebe ist. Dieses Bindegewebe schmilzt beim langen, sanften Garen und macht die Soße wunderbar sämig und das Fleisch butterzart.
Schweinefleisch ist bei uns in Deutschland das beliebteste Fleisch und das aus gutem Grund. Es ist erschwinglich, vielseitig und lässt sich auf fast jede Art zubereiten: das Schnitzel aus der Pfanne, der saftige Schweinebraten aus dem Ofen, Koteletts vom Grill oder Spareribs. Schweinefleisch ist auch dann perfekt, wenn es unter der Woche mal schnell gehen muss.

Hähnchen und Geflügel sind meine erste Wahl für Werktage, weil sich Hähnchen so schnell und einfach zubereiten lässt. Hähnchenbrust ist in 20 Minuten in der Pfanne fertig, Hähnchenschenkel werden im Backofen oder im Airfryer wunderbar saftig. Und ein ganzes Hähnchen aus dem Ofen ist bei uns immer wieder ein kleines Sonntagsessen-Highlight.
Hackfleisch ist das günstigste und vielseitigste Fleisch, das ich kenne. Aus gemischtem Hack (halb Rind, halb Schwein) lassen sich in kurzer Zeit tolle Gerichte zaubern: gefüllte Paprika, Spitzkohl mit Hackfleisch, Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf oder klassische Frikadellen. Bei Hackfleisch lohnt sich gute Qualität besonders, denn man schmeckt den Unterschied wirklich deutlich.
Pfanne, Backofen, Schmortopf oder Airfryer – welche Methode für welches Fleisch?
Die Wahl der Zubereitungsart ist mindestens genauso wichtig wie die Wahl der Fleischsorte. Ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht, dass ein gutes Stück Fleisch mit der falschen Methode trocken und zäh auf dem Teller landet. Das muss nicht sein, denn jede Methode hat ihre Stärken:

Kurzbraten in der Pfanne ist die richtige Methode für zartes, mageres Fleisch: Schnitzel, Kotelett, Hähnchenbrust, Steak und Hackfleisch. Die Pfanne muss dafür wirklich heiß sein, damit sich eine schöne Kruste bildet und der Saft im Fleisch bleibt.
Der Backofen ist ideal für größere Fleischstücke, die gleichmäßig durchgaren sollen. Schweinebraten, Hähnchenschenkel, ein ganzes Hähnchen oder der Rinderbraten. Im Backofen habe ich die Hände frei und das Fleisch gart schonend von allen Seiten.
Schmoren ist meine liebste Methode für günstiges, bindegewebsreiches Fleisch. Gulasch, Sauerbraten, Rinderschmorbraten – man bräunt das Fleisch zunächst kräftig an, gießt dann Brühe auf und lässt alles für 1,5 bis 2 Stunden bei niedriger Temperatur vor sich hinköcheln. Auf dem Herd im Topf oder im Backofen.
Die Heißluftfritteuse (Airfryer) ist seit ein paar Jahren auch bei mir in der Küche nicht mehr wegzudenken. Besonders für Hähnchen ist der Airfryer eine echte Offenbarung: Hähnchenschenkel oder Hähnchenflügel werden im Airfryer schneller fertig als im Backofen und dabei herrlich knusprig.



