Vor ein paar Tagen war mal wieder Resteverwertung angesagt. Die Kartoffeln mussten unbedingt weg und 3 Zucchinis verirrten sich auch noch im Gemüsefach und wollten endlich ihrer Bestimmung zugeführt werden. Beim Blick in den Kühlschrank winkte mir zudem ein Stückchen Emmentaler freudig zu und da war schnell klar, es ist endlich mal wieder Zeit für einen Auflauf.

Cremiger Kartoffel-Zucchini-Auflauf.

Aufläufe sind, anders als Einläufe, eine wirklich prima Sache, weil man in einen Auflauf, anders als bei einem Einlauf, so ziemlich alles reinpacken kann. Außerdem werden sie oft mit Käse überbacken und alles was mit Käse überbacken wird, hat schon mal gute Chancen lecker zu werden. Ich bin ganz klar Team Auflauf!

Nach kurzem Blättern in meinen diversen Kochbüchern, wurde ich im Kochbuch von Johann Lafer „Gut Kochen – preiswert & schnell“ fündig und bekam Lust auf das dort aufgeführte Kartoffel-Zucchini-Gratin.

Lecker und einfach zu kochen. Der Kartoffel-Zucchini-Auflauf.
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Eigentlich fahre ich immer ganz gut mit Rezepten von Johann Lafer, da war noch nichts dabei, was mir nicht gut geschmeckt hat. Und nicht alle Rezepte von ihm sind besonders zeitaufwendig, im Gegenteil. Vieles in seinen Büchern ist auch Zuhause sehr gut nachkochbar, deswegen wird bei mir bzw. bei uns auch immer wieder gerne gelafert.

Der Kartoffel-Zucchini-Auflauf ist ebenfalls relativ easy zubereitet, wenn man einen Gemüsehobel oder ähnliches im Haus hat. Man könnte das Gemüse auch per Hand dünn schneiden, aber bei diesem Auflauf gilt; je dünner, desto besser. Genau wie beim klassischen Kartoffelauflauf auch.

Nur sehr dünne gehobelte Scheibchen werden in der angepeilten Kochzeit auch richtig schön gar und weich. Sind sie zu dick, ist im schlimmsten Fall der Käse schon dunkelbraun bis schwarz, bevor das Gemüse weich ist. Deswegen ist ein Gemüsehobel auf jeden fall eine gute Wahl.

Nachdem die Scheiben erstmal dünn gehobelt wurden, werden sie dachziegelartig in die Auflaufform geschichtet. Das ist immer der spaßige Teil, weil das wirklich hübsch aussieht. Ich finde es jedenfalls schön und freue mich beim Einschichten schon immer auf das Endergebnis. 🙂

Das Gemüse wird in die Form geschichtet.

Ich schichte meistens so ca. 5-6 Schichten übereinander und begieße jede Schicht mit der Sahne-Milch-Mischung, bevor ich die nächste Schicht anlege. So kann ich sicher sein, dass die Gemüsescheiben auch mit ausreichend Flüssigkeit bedeckt sind.

Die Flüssigkeit ist die erwähnte Sahne-Milch-Mischung (mehr Sahne, als Milch) die auf dem Herd kurz aufgekocht und ein wenig reduziert wird, bevor sie in die Auflaufform kommt.

Zum Schluss wird der Auflauf noch mit reichlich geriebenem Käse bedeckt. Der muss später richtig schön goldgelb gratinieren, dann macht der Auflauf auch mächtig Spaß.

Gebacken wird das Ganze so gute 45-60 Minuten, eben bis der Käse gratiniert und das Gemüse weich ist. Zwischendurch piekst man am besten mit einem Holzstäbchen ins Gemüse, um der Gargrad zu überprüfen. Falls der Käse zu schnell zu braun wird, kann das Gratin einfach mit Backpapier oder Alufolie abgedeckt werden.

Ich bereite dieses Kartoffel-Zucchini-Gratin nun schon seit 2015 immer wieder zu und es schmeckt uns immer noch so gut, wie am ersten Tag. Das ist ein klassisch guter Auflauf, wie ihn auch die Mama oder Oma (oder Herr Lafer) macht. Einfach, gut und lecker!

Einfach und lecker. Kartoffel-Zucchini-Gratin nach Johann Lafer Rezept.

Falls du generell eine Schwäche für Aufläufe hast, dann gefällt dir mein goldgelb überbackener Maccaroni-Auflauf bestimmt auch. Mein Blumenkohl-Lauch-Gratin in Paprika-Rahm-Sauce ist auch nicht zu verachten und der schnelle Gnocchi-Auflauf mit Paprikasauce ist bei uns ebenfalls ein Dauerbrenner.

Ich wünsche dir gutes Gelingen beim Nachkochen und einen guten Appetit. Wenn dir mein Rezept gefällt, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar und über eine Bewertung des Rezeptes (Klicke auf die Sternchen in der Rezeptvorlage, die gleich folgt) freue ich mich natürlich auch immer. Dankeschön 🙂

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Rezept für ein Kartoffel-Zucchini-Gratin nach Johann Lafer

Kartoffel-Zucchini-Gratin {nach Johann Lafer}

Resteverwertung kann so lecker sein! Das beweist dieser goldgelb überbackene Auflauf nach Johann Lafer Rezept. Kartoffeln, Zucchini, Sahne und Milch, ein paar Schalotten, ein bisschen Knoblauch und viel Käse. Da freut sich das Herz und der Gaumen.
4.36 von 173 Bewertungen
Vorbereitung 25 Min.
Koch- / Backzeit 1 Std.
Gericht Hauptgericht, Vegetarisch
Land & Region Deutschland
Portionen 4

Zutaten
  

  • 400 g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Zucchini
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 300 g Sahne
  • 100 ml Milch
  • 50 g Gruyere oder Emmentaler
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen
 

  • Die Kartoffeln (schälen) und sowie die Zucchini(s) in dünne Scheiben schneiden und beides sehr fein hobeln. Die Knoblauchzehe sowie die Schalotten fein würfeln und den Gruyere Käse raspeln.
  • Einen kleinen Topf oder kleine Pfanne aufsetzen und die Knoblauchwürfel in 1 EL Butter glasig dünsten. Die Auflaufform mit der Knoblauch-Butter-Mischung sorgfältig einpinseln und den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Für die Sauce die Sahne und die Milch in einen Topf geben, aufkochen und auf zwei Drittel einkochen lassen. Sehr kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Das Gemüse schluckt reichlich Geschmack, also mutig würzen.
  • Die Kartoffel- und Zucchinischeiben abwechselnd dachziegelartig und flach in die Auflaufform schichten. Nach jeder Lage etwas von der Sahne-Milch-Mischung über die Scheiben geben.
    Nach der letzten Lage die Schalottenwürfel sowie den geriebenen Käse über die Kartoffel- und Zucchinischeiben verteilen.
  • Die Auflaufform in den Ofen geben und für 45 Minuten garen. Nach 45 Minuten mit der Spitze eines kleinen Messers oder mit einem Holzspieß in das Gratin stechen und überprüfen, ob das Gemüse weich ist.
    Sonst noch einige Minuten länger backen und ggf. mit Backpapier abdecken, damit der Käse nicht verbrennt.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

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