Rezept für einen Steckrübeneintopf mit Hackbällchen
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Steckrübeneintopf mit Hackbällchen

Unglaublich, aber wahr! Da musste ich doch tatsächlich erstmal in das reife Alter von siebenund… äh… Nee, Malte! Warte mal kurz. Das wird eine sehr unvorteilhafte Einleitung. Ich fange nochmal neu an.

Steckrübeneintopf

Unglaublich, aber wahr! Ist es nicht mit das Schönste am Kochen, dass man immer wieder neue Zutaten entdecken kann? Zutaten, die man früher so gar nicht auf dem Schirm hatte? Neulich habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Steckrüben gegessen. Es gab ein Steckrübenpüree nach einem Rezept von Tim Mälzer, serviert mit ein wenig geriebenem Parmesan. Ich war vom Geschmack absolut überrascht und hätte gar nicht vermutet, wie fantastisch Steckrüben schmecken.

Weil das Püree so lecker war, hat mich die Steckrübe nicht mehr losgelassen und nur wenige Tage später köchelte auf meinem Herd ein Steckrübeneintopf leise vor sich hin. Auch hier habe ich mich ein wenig an einem Rezept von Tim Mälzer aus seinem neuen Buch “Neue Heimat” orientiert und den Eintopf mit ein paar saftigen Hackbällchen serviert. 

Steckrübeneintopf Hausmannskost

Neben den Hackbällchen gebe ich auch noch ein paar Scheiben durchwachsenen-geräucherten Speck in den Eintopf, weil es in meiner Kindheit kaum einen Eintopf oder eine Suppe gab, die ohne dicke Speckscheiben auskam. Es ist also mehr Gewohnheit als Notwendigkeit, aber eine Liebgewonnene.

Der Eintopf würde auch sehr gut komplett ohne Fleisch schmecken und eigentlich würde er sogar eine gute Gelegenheit bieten, auch mal auf Fleisch zu verzichten. Aber wie schon erwähnt, pflege ich eine liebevolle Zuneigung zu Hackbällchen, die ich nur ganz schwer ablegen kann. Beim nächsten Mal dann!

Steckrüben

Das Rezept für diesen leckeren Eintopf ist sehr einfach und du benötigst neben den Steckrüben nur noch Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln. Ich verwende als Flüssigkeit eine Gemüsebrühe und wenn es etwas “feiner” werden soll, dann ist man mit einem guten Geflügelfond auf der sicheren Seite. Wie so oft rate ich davon ab, einfach nur Wasser zu verwenden. “Mit Wasser kocht man Wäsche” – sagte Frank Rosin und da hat er ausnahmsweise mal Recht.

Falls du doch Wasser verwenden möchtest, dann empfehle ich auf jeden Fall ein paar dicke Speckscheiben mit hineinzuwerfen, um ein fleischiges-salziges Aroma in die Flüssigkeit zu bekommen. Das gibt dem Eintopf mehr geschmackliche Tiefe.

Die Zubereitung ist super einfach und ganz klassisch für Suppen und Eintöpfe. Das Gemüse wird in Fett (Rapsöl oder Butterschmalz) angedünstet und dann mit der Flüssigkeit aufgegossen. Ich gebe noch ein Lorbeerblatt mit hinein und ein Stückchen Parmesanrinde und dann kann der Eintopf leise vor sich hinköcheln, bis das Gemüse gar ist. Einfacher geht es eigentlich gar nicht mehr.

Steckrübeneintopf

Die Zubereitung der Hackbällchen ist auch ein Kinderspiel. Ich verwende gemischtes Hackfleisch, Rind- und Schweinefleisch und gebe angedünstete Zwiebelwürfel, scharfen Senf (ein Muss!), in Milch eingeweichtes Toastbrot, ein Ei, Salz und Pfeffer und ein paar Kräuter (Petersilie oder Oregano / Thymian) hinein. Das darf hier ruhig ganz einfach und bodenständig gehalten werden, wie sich das für einen Eintopf gehört. Die Bällchen werden kurz vor dem Servieren in etwas Butterschmalz saftig gebraten.

Das war es dann auch schon. Ein einfaches, bodenständiges und sehr leckeres Gericht. Mir hat es sehr gut geschmeckt und ich habe offensichtlich ein Herz ♥ für die Steckrübe.

Steckrübeneintopf mit Hackbällchen

Eine Sache fällt mir noch ein. Meine Steckrüben waren im Abgang ganz leicht bitter und im Nachhinein habe ich gelesen, dass es nicht verkehrt ist, etwas länger gelagerte Steckrüben kurz in kochendem Wasser zu blanchieren und die Flüssigkeit wegzuschütten. Auf diese Weise lassen sich die Bitterstoffe der Steckrübe mildern. Meine Steckrüben waren aus dem Supermarkt und wenn ich den Eintopf das nächste Mal koche, dann gehe ich auf Nummer sicher und blanchiere die Steckrüben vorher. Du machst das vielleicht jetzt schon. 🙂

Viel Freunde beim Nachkochen und guten Appetit!

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Bis demnächst mal wieder,

Malte.

Portionen Gute 6 Portionen

2

Steckrübeneintopf mit Hackbällchen

25 minVorbereitung

30 minKochzeit

55 minGesamtzeit

Recipe Image

Zutaten

Steckrübeneintopf:

1 Steckrübe ca. 1 kg schwer, geschält und in 1 cm kleine Würfel geschnitten

600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln, geschält und in 2 cm kleine Würfel geschnitten

500 g Möhren, geschält und in 1 cm kleine Würfel geschnitten

2 mittlere Zwiebeln, fein gewürfelt

2 Lorbeerblätter

1 Stück Parmesanrinde (bei Bedarf)

Muskatnuss, frisch gerieben

Butterschmalz oder Rapsöl

1 Liter Gemüsebrühe

Weißweinessig (optional)

Salz und Pfeffer

Hackbällchen:

500 g gemischtes Hackfleisch

1 kleine Zwiebel, sehr fein gewürfelt

1 Ei (Größe M)

1 1/2 gehäufter TL scharfer Senf

2 Scheiben Toastbrot, entrindet und in Milch eingeweicht

2 EL fein gehackte Petersilie oder 1 EL fein gehackter Oregano

Salz und Pfeffer

Rapsöl

Zubereitung

    Hackbällchen:
  1. Eine Pfanne aufsetzen und auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel hineingeben, leicht salzen und in etwas Rapsöl glasig andünsten. Beiseite stellen und leicht abkühlen lassen. Alternativ die Zwiebelwürfelchen in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Dann in einem Sieb abgießen und beiseite stellen.
  2. Das Hackfleisch zusammen mit dem Ei, Senf, dem ausgedrückten Toastbrot, den Kräutern sowie den abgekühlten Zwiebeln in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern und alle Zutaten sorgfältig miteinander vermengen. Einen Probeklops in etwas Rapsöl braten, probieren und die Hackmasse bei Bedarf nachwürzen.
  3. Aus der Hackmasse kleine Hackbällchen formen und bei niedriger bis mittlerer Hitze in Butterschmalz braten. Vor dem Servieren kurz in die heiße Suppe legen.
  4. Steckrübeneintopf:
  5. Einen großen Topf auf mittlerer Hitze aufsetzen und heiß werden lassen. 3 EL Rapsöl hinein geben und das gewürfelte Gemüse zufügen und mit den Lorbeerblättern glasig anbraten.
  6. Die Brühe angießen, die Parmesanrinde zufügen, die Flüssigkeit leicht salzen und pfeffern. Eine gute Prise Muskatnuss zufügen und die Flüssigkeit einmal aufkochen. Die Hitze auf kleine Hitze reduzieren und den Eintopf bei leicht geöffnetem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen.
  7. Vor dem Servieren noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen und bei Bedarf mit etwas Essig abschmecken.
7.8.1.2
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https://www.malteskitchen.de/steckruebeneintopf-hackbaellchen/

Mache mit und schreibe deine Meinung.

  1. Edith sagt:
    Ich liebe Steckrüben. Früher nannte man sie hier ArmeLeuteEssen. Egal. Mir schmecken sie in allen Variationen.
    Dein Rezept ist genau so auch meins, ich mache manchmal nur statt Hackbällchen mageren Schweinebauch, da habe ich gleich auch die Brühe.

    Guten Appetit
    wünscht, Edith
    1. Malte sagt:
      Schweinebauch für die Brühe zu verwenden ist eine gute Idee. Meine Mutter hätte sicher zur dicken Rippe gegriffen, das war früher ihre Nummer 1 Fleischeinlage für Suppen und Eintöpfe. Ich finde es schön, dass die Steckrübe noch nicht ganz tot ist und das es immer noch Liebhaber für sie gibt. :)

      Liebe Grüße, Malte
  2. Birgitt Harm sagt:
    Sehr lecker das Rezept. Ich nehme gerne Cabanossi statt Hackbällchen...hmmmm
    1. Malte sagt:
      Cabanossi! Die habe ich ewig nicht mehr gegessen. Wird heute mal wieder gekauft. :)
  3. Angelika sagt:
    Hatte in meiner Abokiste Steckrüben ………… da gab es heute gleich diesen leckeren Eintopf. Ein tolles Herbstessen 👍.
  4. Barbara sagt:
    Gut, dass ich gerade auf dem Weg zum Wochenmarkt bin! Ich liebe Steckrüben. Leider ein wenig geachtetes Gemüse. Einkaufsliste ausgedruckt. So, und jetzt ab mit dem Einkaufskorb. Schönen Tach noch, Malte.
  5. Kirsten sagt:
    Ich habe gerade den Steckrübeneintopf gemacht und bin pappsatt. Der Eintopf ist superlecker und ist sehr gut angekommen. Ich habe am Tisch noch Parmesan drübergestreut, passt hervorragend. Sonst habe ich immer einen Bogen um die Steckrübe gemacht. Jetzt nicht mehr, dank diesem Rezept. Die Hackbällchen passen hervorragend, kann mir das aber auch gut mit Cabanossi vorstellen.
    1. Malte sagt:
      Das freut mich wirklich sehr Kirsten. :) Dann ist die Steckrübe ja doch noch nicht tot, wie schön! Und ja, Cabanossi passt mit Sicherheit sehr gut dazu.
  6. Susanne sagt:
    Hallo Malte,
    hab' schon öfters in Deinen Rezepten gestöbert und muß sagen.. Sie sind der Börner.. Dieser Steckrübeneintopf.. Der Hammer. Wie in meiner Kindheit bei Omma.. Wie zu Zeiten bei Muttern u wie auch seit Jahren bei mich bei. 🤗..
    Mein Vater (mittlerweile stolze 93 Jahre alt, freut sich jedes Mal auf den 1-Topf). Ich kaufe immer frisch bei uns auf dem Wochenmarkt ein und koche einen großen Pott voll für ne ganze Kompanie. Hab ihn heute nur mit Beinscheibe u dicker Rippe gekocht. Aber mit einer grooooßen Portion Steckrüben 😉.. Koch' weiterhin so gut, ich liebe Deine Rezepte..
    V lb Gr Susanne
    1. Malte sagt:
      Hallo liebe Susanne,
      dein Kommentar macht mich sehr glücklich! Vielen Dank dafür. :) Ich freue mich am meisten darüber, dass dein Papa sich auf den Eintopf freut. Ist bei meiner Mama (auch schon 86 Jahre) auch ähnlich und sowas ist schön. :)
      Viele Grüße an den Papa!
  7. Susanne sagt:
    Danke Malte.. Hab erst jetzt Deine Antwort gesehen.. Da kann man doch 1 x wieder sehen, warum die ältere Generation uns eines voraus ist, gell.. Die guten alten Gerichte.. Werde meinen Paps nachher grüßen. Der wird sich freuen. Tolle Rezepte hast Du auf Deinem Blog. 👍 Ich stöbere gern hier bei Dir.. Viele Grüße auch an Deine Ma..

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