Ein Leben ohne zwischendurch mal eine Currywurst zu verputzen, wenn der kleine Hunger kommt, ist für mich als Kind des Ruhrgebiets absolut undenkbar. Die Currywurst ist regionales Kulturgut und früher war man hier verdammt stolz auf seine Currywurst.

Leckere Currywurst mit fruchtiger Currysauce.

Leider ist es in meiner Stadt mittlerweile sehr schwer geworden, eine richtig gute Currywurst zu bekommen. Wie in so vielen anderen Bereichen in der Gastronomie, gilt mittlerweile zu oft das Motto “Quantität vor Qualität”. Die Wurst darf offensichtlich im Einkauf nichts mehr kosten und die Sauce kommt fast immer aus dem Eimer.

Die gute alte “Pommesbude” hat mittlerweile auch viel Konkurrenz bekommen und gerade im dicht besiedelten Ruhrgebiet, gibt es in jeder Stadt an jeder Ecke auch den Dönerladen, den Asia-Imbiss oder die Pizzabude, die von “Indisch bis Pizza” alles recht günstig verkauft. In den größeren Städten wie Düsseldorf oder Köln gibt es immer noch viele gute Läden die stolz auf ihr hausgemachtes Essen sind, aber in meiner Stadt Oberhausen sind solche “Schätze” nur noch schwer zu finden.

Currywurst mit Currysauce selbstgemacht.
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Es hat aber auch etwas Gutes, wenn der Anreiz nicht mehr so hoch ist, ständig “Essen zu gehn”. Ich kann an meinen Kochskills arbeiten und renne nicht jeden Tag los, um Fast Food zu essen und folgerichtig wie ein Hefekloß auseinander zu gehen.

Und wenn ich Lust auf eine leckere Currywurst habe und diese Lust werde ich niemals verlieren, dann koche ich sie eben selbst. Kaufe mir eine gute Wurst, am liebsten eine Thüringer Rostbratwurst und koche eine schöne Soße, mit guten Zutaten und ein bisschen Liebe.

Bei uns im Ruhrgebiet wird die Currywurst übrigens mit Darm serviert. Das gehört so. In anderen Regionen mag das anders sein, in Berlin zum Beispiel, aber im Ruhrgebiet ziehen wir der Wurst nicht die Pelle ab. Persönlich mag ich es auch viel lieber, wenn die Wurst gut gegrillt oder angebraten ist und eine leicht knusprige Außenhülle hat. Und Röstaromen sind ohnehin nie verkehrt.

Leckere, fruchtige Currysauce für Currywurst.

Kommen wir zur Sauce, dem Herzstück der Currywurst. Es gibt tausende Varianten der Currysauce und mindestens genau so viele unterschiedliche Geschmäcker. Der eine mag seine Currysauce scharf, der andere mild und für den Nächsten muss die Soße süßlich schmecken. Manche lieben die Soße nur, wenn sie stark mit Currypulver gewürzt wurde und beim Nächsten darf nur ein Hauch davon zu erahnen sein. Die wahre, echte Currysauce gibt es nicht und das ist auch gut so. Das erlaubt uns nämlich so zu kochen, wie es uns schmeckt, ohne an Regeln festhalten zu müssen.

Das würde ich aber ohnehin nicht tun, immerhin gebe ich an meine Carbonara Sauce ja auch Sahne. So. Jetzt ist es raus. Das wird demnächst ein lustiger Besuch bei meinem Lieblingsitaliener.

Zutaten für die Currysauce.

Langeweile beim Essen finde ich ziemlich schlimm und deshalb habe ich auch keine Lieblingscurrysauce. Ich koche sie immer ein bisschen anders und gebe oft die Zutaten hinein, die ich gerade im Haus habe. Wenn ich Lust auf eine fruchtige Variante habe, dann wandern mal Pflaumen oder Kirschen aus dem Glas mit in die Sauce oder gerne auch mal Apfelmus. Heute habe ich mich für Mango entschieden.

Die Mango hatte schon mal bessere Zeiten gesehen und musste dringend weg. Sie war deutlich überreif und dadurch bekommt sie oft eine leicht mehlige Konsistenz, was kein Vergnügen ist. Aber fein püriert gibt sie der Sauce eine wunderbare, üppige Süße. Überreife Früchte machen sich immer ganz prima in Soßen.

Meine Currysauce koche ich heute mit Mango.

Genau wie Cola! Ja, richtig gelesen. In meine Currysauce gehört Coca Cola. Nicht viel, gute 100 ml, die ich geduldig köchelnd von 250 ml auf diese Menge herunterreduziere. Warum? Weils lecker schmeckt. Probiere es aus. 🙂

Neben der Cola und dem Mangopüree gebe ich etwas Tomatenketchup sowie passierte Tomaten aus der Dose mit in die Sauce und einen großen Klecks Ajvar. Insgesamt bekommt die Sauce durch diese Kombination der Zutaten eine ganz tolle fruchtige Note. Ich mag sie so gerne, dass ich sie auch schon wieder pur aus dem Topf löffeln könnte.

Mango macht die Currysauce super fruchtig.

Gewürzt bzw. aromatisiert wird meine fruchtige Currysauce mit Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln, dem obligatorischen Currypulver sowie süßem und geräuchertem Paprikapulver. Die Gewürze werden kurz mit angeschwitzt, um das letzte bisschen Aroma herauszukitzeln.

Falls du meine Currysauce nachkochen möchtest, dann verstehe die Mengenangaben der Gewürze bitte nur als Anregung. Wie oben schon erwähnt, mag jeder seine Currysauce ein bisschen anders und zudem verwendet jeder auch andere Gewürzmischungen.

Mein Currypulver ist eher mild, während so manch andere Mischung eine intensive Schärfe hat. Ein Esslöffel Currypulver kann sich dadurch mitunter im Ergebnis sehr stark unterscheiden. Wie immer beim Kochen ist das A und O das Abschmecken und natürlich schadet es nicht, wenn man seine Gewürze ein bisschen kennt. Ansonsten gilt immer das Motto: erst wenig und dann Stück für Stück etwas mehr verwenden, bis es passt.

Ich würde mich wieder sehr freuen, wenn dir mein heutiges Rezept auch gefällt und du Lust bekommen hast, dir mal wieder eine gute Currywurst zu gönnen. Wie sang schon Herbert Grönemeyer einst über diese leckere Köstlichkeit so schön:

„Gehste inne Stadt, wat macht dich da satt? ‘Ne Currywurst. Kommste vonne Schicht, wat schönret gibt et nich’, als wie Currywurst.“

Selbstgemachte Currywurst mit einfacher Currysoße.

In diesem Sinne, gutes Gelingen beim Nachkochen. 🙂

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, wenn dir mein Rezept gefällt und über eine Bewertung des Rezeptes (Klicke auf die Sternchen in der Rezeptvorlage, die gleich folgt.) freue ich mich natürlich auch immer. Dankeschön. 🙂

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Rezeüt für Currywurst mit fruchtiger Currysauce

Fruchtige Currywurst Sauce mit Mango & Ajvar

„Gehste inne Stadt, wat macht dich da satt? 'Ne Currywurst. Kommste vonne Schicht, wat schönret gibt et nich', Als wie Currywurst.“ So sang schon Herbert Grönemeyer über diese leckere Köstlichkeit. Für alle Liebhaber der Currywurst habe ich hier eine Variante mit einer super fruchtigen Currysauce. Einfach und lecker.
4.59 von 12 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Koch- / Backzeit 25 Min.
Gericht Snack
Land & Region Deutschland
Portionen 6

Zutaten
  

Currysauce

  • 250 ml Cola
  • 200 ml passierte Tomaten
  • 100 ml Tomatenketchup
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 30 g Ingwer, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 2-3 EL pürierte Mango
  • 1 EL Ajvar
  • 1 EL mildes Currypulver
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 EL brauner Zucker
  • Salz
  • Pflanzenöl

Anleitungen
 

Currysauce

  • Einen kleinen Topf aufsetzen, die Cola hineingeben und die Cola bei kleiner Hitze auf eine Menge von 100 ml reduzieren lassen.
  • Einen kleinen Topf aufsetzen und bei kleinerer Hitze heiß werden lassen. So viel Öl hineingeben, bis der Boden leicht bedeckt ist und die Zwiebeln einige Minuten glasig anschwitzen. Den Ingwer, Knoblauch sowie Currypulver und Paprikapulver zufügen und 2-3 Minuten anschwitzen. Den braunen Zucker zufügen und kurz karamellisieren lassen.
  • Die Mischung mit der reduzierten Cola ablöschen und den Tomatenketchup, die passierten Tomaten sowie den Ajvar zufügen. Die Soße bei kleinster Hitze 5 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen und das Mangopüree unterrühren. Die Sauce mit Salz abschmecken.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

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