Rezept für ein Cote de Boeuf mit Sauce Bearnaise
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Côte de Boeuf mit Sauce Béarnaise, Kartoffelbrei und grünen Erbsen

Dieser Beitrag enthält Werbung für Château Boeuf®

Mit meinem heutigen Rezept führe ich eine ganz alte und längst vergessene Tradition fort und zwar die Tradition des Sonntagsbratens. Wenn du kein ganz junger Hüpfer mehr sein solltest, zwar immer noch total knackig, aber doch schon ein bisschen gereift, dann hast du vielleicht noch Erinnerungen an den guten alten Sonntagsbraten.

Saftiger Cote de Boeuf Rinderbraten

Erinnerungen an alte Zeiten, als es nicht jeden Tag Fleisch gab und die richtig großen Fleischstücke den Sonn- und Feiertagen vorbehalten waren. Ich habe diese Tradition noch miterlebt und meine Mama war als klassische Hausfrau, die sich um den Haushalt und die Kinder kümmerte, während Papa arbeiten ging und das Geld verdiente, ein großer Fan des Sonntagsbratens. Sie hat das wirklich gelebt und zelebriert.

Unter der Woche gab es zwar auch mal Fleisch, aber meistens die günstigeren Stücke. Mal ein paniertes Kotelett, ganz oft Frikadellen und ab und zu auch mal Schnitzel. Leckere Würstchen kamen zwischendurch auch mal auf den Tisch, aber niemals, wirklich niemals gab es unter der Woche einen Rinderbraten oder Schweinebraten. Selbst Gulasch war ein Sonntagsessen, war doch im Gulasch das “teure” Rindfleisch enthalten.

Cote de Boeuf von Chateau Boeuf

Die Sonntage waren dementsprechend echte Festtage und wenn unter der Woche sehr oft die halbe Familie ausgeflogen war und nicht jeder beim Mittagessen am Tisch saß, galt das nicht für die Wochenenden. Den leckeren Braten mit Soße wollte sich keiner entgehen lassen.

Das waren schöne Zeiten. Das Mittagessen hatte noch eine andere Bedeutung und generell nahm man sich mehr Zeit für das Miteinander am Tisch. Mama war unsere Heldin und wir haben von ihrem guten Essen geschwärmt. Sie war im Gegenzug glücklich, ihre Familie wenigstens an einem Tag der Woche versammeln zu können.

Seit letztem Jahr verbindet mich eine Partnerschaft mit dem französischen Fleischproduzenten Château Boeuf® und wenn du regelmäßig bei mir vorbeischaust, dann hast du vielleicht schon ein paar meiner Rezepte entdeckt, die ich mit dem Fleisch von Château Boeuf® zubereitet habe. Falls nicht, verlinke ich sie dir mal eben.

Leckere Fleischgerichte mit dem Fleisch von Chateau Boeuf

Frankreich verfügt über eine große Tradition in Sachen Fleischproduktion und gilt als ein Land mit den besten Fleischrassen weltweit. Das Fleisch von Château Boeuf® stammt ausschließlich von Fleischrassen (keine Milchkühe!) und die Tiere werden artgerecht in kleinbäuerlichen und überwiegend familiären Betrieben gehalten. Und das schmeckt man.

Alle paar Wochen überlege ich mir mit dem guten Fleisch von Château Boeuf® ein neues, schönes Rezept und dieses Mal wollte ich unbedingt die Tradition des Sonntagsbratens aufgreifen. Dafür habe ich ein fantastisches Stück Fleisch ausgesucht und zwar das Côte de Boeuf.

Hochrippe bzw. Cote de Boeuf

Das Côte de Boeuf ist bei uns in Deutschland auch als Hochrippe bekannt oder als Ochsenkotelett, wenn es nicht als Braten zugeschnitten wird, sondern als dickes Steak. Als Braten ist es ein echtes Königsstück und eine absolute Besonderheit. Es wird am Knochen gegart und sieht wirklich majestätisch aus.

Für mich ist dieses Stück der Inbegriff des Sonntagsbratens und wenn man es zubereitet, dann sollte man möglichst viele liebe Menschen am Tisch versammeln, weil man am Ende ein kapitales Stück Fleisch servieren kann. Unter 3 kg würde ich bei diesem schönen Stück gar nicht erst anfangen.

Falls dir bisher noch kein Côte de Boeuf begegnet ist, dann schau mal im REWE Markt in deiner Nähe vorbei. Das Fleisch von Château Boeuf® gibt es dort exklusiv und wenn es mal nicht vorrätig sein sollte, dann kannst du es in deinem Markt sicher vorbestellen.

Das Cote de Boeuf wird mit Kräutern gewürzt.

Wenn man Fleisch mit so guter Qualität einkauft, muss man bei der Zubereitung nicht so viel machen und kann den Geschmack des Fleisches für sich sprechen lassen. Mein Braten wird daher auch eher zurückhaltend gewürzt, mit Salz und Pfeffer und nach dem Anbraten mit etwas Senf bestrichen. Danach bekommt der Braten eine Hülle aus Kräutern und wandert in den Ofen.

Für mich sind Kräuter bei der Zubereitung einfach unersetzlich, weil sie das Fleisch im besten Fall wunderbar unterstützen. Für mein Côte de Boeuf verwende ich Salbei und Thymian, die dem Fleisch eine tolle mediterrane Note geben.

Die Zubereitung ist super einfach. Der Braten wird von allen Seiten scharf angebraten und dann im Ofen bei möglichst niedriger Temperatur auf die gewünschte Kerntemperatur gegart. Das kann wirklich jeder und da muss niemand Angst vor haben, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Ein fantastisches Stück Fleisch - die Hochrippe vom Rind.

Das Wichtigste ist ein Kernthermometer! Die Zeiten, als man Fleisch nach der Uhr oder nach Gefühl gegart hat, sind vorbei. Ein Kernthermometer kostet nicht die Welt und sorgt dafür, dass man immer perfekt gegartes Fleisch auf dem Teller hat.

Das nächste ist die Gartemperatur, die im optimalen Fall so niedrig wie möglich sein sollte. Wenn du es absolut perfekt haben möchtest, dann wickelst du dein Fleisch nach dem Anbraten in Alufolie und garst es bei 80 Grad auf deine gewünschte Kerntemperatur. Das dauert natürlich ein paar Stunden, aber dafür ist das Ergebnis ein butterzartes Stück Fleisch.

Wenn du weniger Zeit zur Verfügung hast, dann kannst du auch 100 Grad wählen und wenn es schnell gehen soll, dann gehen zur absoluten Not auch mal 140 Grad. Ich gare mein Rindfleisch im Regelfall bei 100 Grad und auf eine Kerntemperatur von 54 bis 56 Grad.

Cote de Boeuf rosa gebraten.

Noch ein kurzes Wort zu den Beilagen und da in erster Linie zur Sauce Béarnaise. Die Sauce Béarnaise ist eine warm aufgeschlagene Buttersauce, die der Sauce Hollandaise ähnelt, jedoch Kräuter enthält. Meine Sauce Béarnaise bereite ich am liebsten mit Estragon und Petersilie zu. Ganz klassisch wird sie eher mit Estragon und Kerbel zubereitet.

Für die Sauce wird zunächst eine Reduktion aus Weißwein, Essig, Schalotten und den gehackten Kräutern hergestellt. Danach wird die Sauce mit Eigelben cremig aufgeschlagen, bevor geschmolzene Butter eingearbeitet wird. Das kann man über einem Wasserbad machen oder mit etwas mehr Geduld auch direkt im Topf, wenn man ein Auge auf die Temperatur wirft.

Klassische Sauce Bearnaise

Die Schwierigkeit liegt nämlich ausschließlich darin, dass die Temperatur nicht zu hoch sein darf, damit die Eigelbe nicht gerinnen. Dann hat man eine flockige Rührei-Sauce und das möchte man auf keinen Fall haben.

Ich kann mich leider bei der Zubereitung der Sauce nicht selbst filmen und verlinke dir deswegen heute einmal ein Video, das dir zeigt, wie die klassische Zubereitung funktioniert. Ich bereite die Sauce exakt wie in diesem Video zu und hatte noch nie Schwierigkeiten damit.

Einfach, oder? Manche Sachen klingen komplizierter, als sie sind und eine selbstgemachte Sauce Béarnaise ist die Geduld wirklich wert. Sie schmeckt um Welten besser als die Sauce aus dem Tetrapack und die Konsistenz ist wunderbar samtig und weich. Zum Verlieben lecker und zu einem rosa gegarten Stück Rindfleisch die perfekte Wahl. Du wirst begeistert sein.

Als weitere Beilagen habe ich heute einen Kartoffelstampf und in Butter geschwenkte Erbsen serviert. Diese beiden Beilagen waren die Lieblingsbeilagen meiner Mutter und wir Kids haben sie auch geliebt.

Cote de Boeuf Sonntagsbraten

Auch wenn es einem in diesen Zeiten nicht immer so einfach gemacht wird, liebe ich ein gutes Stück Fleisch und dir wird es bestimmt ähnlich gehen, sonst hättest du dir meinen heutigen Beitrag nicht angeschaut. Deswegen hoffe ich natürlich, dass ich dich auch heute wieder inspirieren konnte und dass demnächst auch bei dir ein traditioneller Sonntagsbraten aufgetischt wird. Du darfst mich gerne zum Essen einladen. 😀

Guten Appetit und gutes Gelingen beim Nachkochen.

Rezept für ein Cote de Boeuf mit Sauce Bearnaise

Côte de Boeuf mit Sauce Béarnaise, Kartoffelbrei und grünen Erbsen

Mit diesem prachtvollen Côte de Boeuf vom Rind lasse ich die Tradition vom klassischen Sonntagsbraten wieder aufleben. Rosa gegartes Fleisch mit leckeren Beilagen und einer selbstgemachten Sauce Béarnaise.
5 von 2 Bewertungen
Vorbereitung 20 Min.
Zubereitung 4 Stdn.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Deutschland
Portionen 6

Zutaten
  

Côte de Boeuf

  • 3 kg Côte de Boeuf
  • 2 EL Senf, mittelscharf
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 2 Knoblauchzehen
  • 20 Blätter Salbei
  • 8 Zweige Thymian
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2-3 EL Butterschmalz

Sauce Béarnaise

  • 250 g Butter
  • 2 Schalotten, sehr fein gewürfelt
  • 4 EL gehackter Estragon
  • 2 EL gehackte Petersilie, oder Kerbel
  • 200 ml Weißwein
  • 50 ml Weißweinessig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Anleitungen
 

Côte de Boeuf

  • Den Ofen auf 100 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen.
  • Das Fleisch rundum salzen. Eine große Pfanne aufsetzen, sehr heiß werden lassen und das Butterschmalz hineingeben. Das Fleisch von allen Seiten kurz scharf anbraten und herausnehmen.
  • Die Knoblauchzehen fein würfeln und mit etwas grobem Salz mit dem Messerrücken zu einer Paste reiben. Die Knoblauchpaste in eine Schüssel geben und mit beiden Senfsorten vermischen. Das Fleisch rundum mit dem Senf einreiben und mit den Kräutern belegen. Die Kräuter mit Küchengarn fixieren.
  • Ein Kernthermometer in die Mitte des Fleisches stecken und das Fleisch im Ofen auf die gewünschte Kerntemperatur garen und nach dem Erreichen der Kerntemperatur mindestens 20 Minuten ruhen lassen. Dabei beachten, dass das Fleisch während der Ruhephase noch 2-3 Grad nachgart.

Sauce Béarnaise

  • Den Weißwein, den Essig, die fein gehackten Schalotten sowie die gehackten Kräuter in eine Pfanne / Topf geben, pfeffern und bei kleiner Hitze auf die Menge von 1 1/2 EL reduzieren. Beiseite stellen und vollständig abkühlen lassen.
  • Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und lauwarm (nicht heiß) halten, damit sie nicht wieder fest wird.
  • Die Pfanne mit der reduzierten Flüssigkeit samt Kräutern bei kleinster Hitze aufsetzen, die Eigelbe zusammen mit 1 EL Wasser hineingeben und unter ständigem Rühren erwärmen. Die Hitze kontrollieren (die Pfanne zwischendurch vom Herd nehmen, damit sie nicht zu heiß wird) und so lange Rühren, bis die Eier zu einer sehr cremigen Masse emulgiert sind.
  • Die Butter nach und nach unter die Eiermasse rühren, dabei ständig weiterrühren und die Masse nicht zu heiß werden lassen. Sobald die komplette Menge Butter eingearbeitet wurde, die Sauce Béarnaise mit Salz abschmecken.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

Dieser Beitrag wurde von Château Boeuf® gesponsert und enthält Werbung für Château Boeuf® Produkte. Auf den Inhalt dieses Beitrages sowie auf die Entwicklung des Rezeptes wurde keinerlei Einfluss genommen. Ich bedanke mich bei meinem Sponsor für die Unterstützung von MaltesKitchen.de.

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