*Dieser Beitrag enthält Werbung für Käsekompass NRW

Manchmal muss man sich bewusst an den Dingen erfreuen, die einem das Leben bietet und die man vor lauter Alltagstress schlicht übersieht. Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich auf dem Balkon und genieße einen goldenen Herbsttag. Die Sonne scheint bei 19 Grad und ich blicke auf Bäume, deren Blätter sich rubinrot verfärben. Die Vögel zwitschern im Hintergrund und neben mir steht eine Tasse mit dampfendem Kaffee.

Knusprige Dinnette mit Kürbis, Birnen und Käse.

Einen wirklich schönen Tag habe ich mir da ausgesucht, um eines der tollsten Gerichte zu verbloggen, die ich in letzter Zeit zubereitet habe. Ein Gericht, das ganz wunderbar in diese schöne, herbstliche Jahreszeit passt. Ich rede vom schwäbischen Klassiker Dinnete. Ein dünnes Fladenbrot, herzhaft-süß belegt und wirklich extra lecker.

Ich finde ja, meine Dinnete schmeckt so, wie der Herbst schmecken muss. Nach Kürbis, der ja mittlerweile als DAS Herbstgemüse angesehen wird sowie nach saftigen Birnen und roten Zwiebeln. Und sie lässt sich so einfach herstellen, die Dinnete. Übrigens sagen Freunde aus Mainz Dinnerle dazu. Und wieder andere Freunde sagen Dinnede. Und wir alle meinen das gleiche, ein köstliches Stück Fladenbrot mit herzhaftem Belag. <3

Dinnete mit Birnen und Käse
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Knuspiger Fladen aus Hefeteig

Für meine knusprig, leckeren Teigfladen bereite ich als erstes einen ganz einfachen Hefeteig zu, der nur aus frischer Hefe, Mehl und Wasser besteht. Beim Mehl kannst du jederzeit variieren und neben dem klassischen hellen Mehl, z.B. Typ 550, auch vollwertigere Mehlsorten verwenden. Dinkelmehl vom Typ 630 funktioniert auch sehr gut und auch Mehlmischungen aus z.B. Dinkel- und Vollkornmehl haben sich bei mir schon bewährt. Bei der Verwendung von Vollkornmehlen empfiehlt es sich allerdings, immr etwas mehr Flüssigkeit als im Rezept angegeben zu verwenden.

Ich backe meine Dinnete heute mit einem Weizenmehl. Da ich für meine Dinnete einen sehr kräftigen Käse wähle, brauche ich nicht auch noch zwingend ein herzhaftes bzw. kerniges (Fladen)Brot. Das darf dann ruhig etwas milder schmecken und da ist Weizenmehl immer eine gute Wahl.

Hefeteig für meine Dinnete.

Damit bin ich auch schon bei der vielleicht wichtigsten Zutaten der Dinnete, nämlich beim Käse. Für mich steht und fällt diese leckere Knusprigkeit tatsächlich mit der Auswahl des richtigen Käses. Für meinen Geschmack muss der Käse ordentlich Kraft und richtig viel Aroma haben. Je stärker der Geschmack, umso besser. Beim Backen verliert sich der Geschmack nämlich ein bisschen und wenn der Käse zu mild ist, dann schmeckt die Dinnete am Ende was flach. Mit einem intensivem Käse verdoppelt sich dagegen der Genuss.

In meinem wunderschönen Bundesland NRW kann ich beim Thema Käse aus dem Vollen schöpfen. Überall im Land wird regionaler Käse in vielen, kleinen Hofkäsereien hergestellt und das in toller Qualität und Vielfalt. Du kannst gerne mal auf der Webseite vom Käsekompass NRW nachschauen, wenn du dich für die kleinen Hofkäsereien interessierst und sie mal besuchen möchtest, um die tollen Käsesorten zu probieren. Das lohnt sich immer. 🙂

Käse ist ein tolles Lebensmittel.

Rund 150 verschiedene Käsesorten werden deutschlandweit hergestellt, vom Hartkäse bis zum Weichkäse ist alles dabei, was das Herz begehrt. Deutschland ist Käseland und das ist gut so. 🙂 Auch wenn ich einige Jährchen gebraucht habe, um dieses tolle Lebensmittel so richtig zu schätzen. In meiner Jugend war intensiver Käse für mich ein Grund davon zu laufen. Heute laufe ich ihm hinterher. Times are changing. 😀

Natürlich braucht ein richtig herzhafter Käse auch einen süßen Gegenspieler und bei mir kommen gleich zwei davon ins Spiel. Süße Birnen und der Hokkaido Kürbis. Beides hat gerade Saison und da bietet es sich ja geradezu an, sie mit dem intensiven Käse zu vermählen.

Süße Birnen und Kürbis zum herzhaften Käse

Die Birnen schneide ich sehr dünn auf und lege sie leicht fächerartig auf den Teig. Das Auge isst ja schließlich auch mit. Den Hokkaido Kürbis schneide ich ebenfalls dünn auf, mariniere ihn aber noch in Olivenöl und Kräutern, um ihm noch ein bisschen extra Aroma mitzugeben. Bei den Kräutern greife ich zu Thymian, der passt super zum Kürbis. Ebenfalls toll schmeckt auch Salbei!

Zutaten für die Dinnete.
Marinierter Hokkaido Kürbis.

Der restliche Belag besteht aus verrührtem Magerquark mit Creme Fraiche, unter den der geriebene Käse gemischt wird. Wenn man den Käse unter den Belag mischt, dann hat man auf der gesamten Fläche den schönen Käsegeschmack und der Käse gratiniert auch gleichmäßiger.

Ein bisschen Salz, aber nicht zu viel, weil der Käse schon reichlich Salz mitbringt und ordentlich Pfeffer kommt noch mit hinein und dann ist der cremige Belag auch schon fertig und es kann ans Backen gehen.

Cremige Sauce für den Belag, mit viel Käse.

Heute backe ich meine leckeren Dinnete mal wieder ganz klassisch auf dem Backblech. Allerdings ohne Backpapier als Unterlage, damit der Teig auch am Boden knusprig wird. Darüber hinaus schiebe ich das Backblech bereits beim Vorheizen des Ofens mit in den Ofen, damit es aufheizen kann. Je heißer das Backblech, umso kürzer die Backzeit, umso saftiger der Belag.

Die Backzeit für die Dinnete sollte ungefähr 10-12 Minuten betragen. Dann ist sie herrlich knusprig und auch der Käse sollte leicht gratiniert sein. Dann muss man noch 5 Minuten warten, um sich nicht den Mund zu verbrennen und gibt dann am besten direkt vor dem Servieren noch einige Kürbiskerne für einen schönen Crunch über die Dinnete. Knusper ist immer gut!

Gleich wird gebacken.

Und dann heißt es reinbeißen und glücklich und zufrieden sein. Das schmeckt so gut! Es ist wirklich so, so lecker. Es knuspert und kracht, es ist herrlich cremig, wunderbar herzhaft und gleichzeitig leicht süß und fruchtig. Ein schönes Beispiel dafür, wie gut die einfachen Dinge des Lebens sein können. 🙂

Knusprig und lecker. Meine Dinnete mit Käse, Birnen und Kürbis.

Es würde mich sehr freuen, wenn ich dich neugierig auf meine Dinnete gemacht habe und wenn du Lust bekommst, sie einmal nachzubacken. Du wirst ganz bestimmt nicht enttäuscht werden und Freude daran haben.

Für dein Feedback zu meinem Rezept bin ich wie immer sehr dankbar. Auch über eine Bewertung des Rezeptes (Klicke auf die Sterne in der folgenden Rezeptanleitung), würde ich mich sehr freuen. Dankeschön!

Viel Freude beim Nachbacken!

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Rezept für eine knusprige Dinnete mit Kürbis, Birnen und Käse

Knusprige Dinnete mit Birnen, Kürbis und Käse

So schmeckt der Herbst! Meine Dinnete ist so knusprig und lecker. Zusammen mit würzigem Käse, süßen Birnen, herzhaften Zwiebeln und Kürbis ergibt das eine tolle Kombination. Der Teig lässt sich ganz einfach herstellen.
4.86 von 7 Bewertungen
Koch- / Backzeit 12 Min.
Gehzeit: 2 Stdn.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Deutschland
Portionen 4 Dinnete

Zutaten
  

Hefeteig

  • 500 g Weizenmehl , Typ 550
  • 10 g frische Hefe
  • 2 TL Salz
  • 300 ml lauwarmes Wasser, nicht heißer als 40 Grad
  • etwas neutrales Öl, Sonnenblume oder Raps

Belag

  • 150 g Creme Fraiche
  • 100 g Quark
  • 150 g würziger Käse, gerieben
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2 Birnen, sehr dünn geschnitten
  • 1/4 Hokkaido Kürbis, sehr dünn geschnitten
  • 1-2 rote Zwiebeln, geachtelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 12 Zweige Thymian
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Anleitungen
 

Hefeteig

  • Mehl und Salz in einer großen Rührschüssel mischen. Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen und zum Mehl geben. Alles ca. 10 Minuten mit dem Knethaken der Küchemaschine kneten lassen. Die lange Knetzeit ist wichtig für den Teig.
  • Den Teig zu einer Kugel formen und die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Den Teig an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen.
  • Nach der ersten Gehzeit den Teig in vier gleich schwere Portionen abteilen. Die vier Portionen jeweils etwas ziehen und falten und dabei zu einer Kugel formen. Die Hände leicht einölen und den Teig abreiben, so klebt er später nicht.
  • Die Teigkugeln auf ein Backblech setzen oder in entsprechend große Schüsseln/Frischhaltedosen und abdecken. Das Teigvolumen verdoppelt sich noch einmal! Die Teigkugeln eine weitere Stunde ruhen lassen.

Belag

  • Während der Teig geht, den Belag vorbereiten. Dafür Creme Fraiche, Quark und den geriebenen Käse miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Den Kürbis waschen, vierteln, entkernen und in ca. 2 mm dünne Scheiben schneiden. Diese mit 2 EL Olivenöl, 1/2 TL Thymian, einer Prise Salz und einer Prise Muskat würzen.
  • Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen (manche Öfen haben eine Pizzastufe, dann die wählen). Ein Backblech ohne (!) Backpapier mit in den Ofen schieben und aufheizen lassen.
  • Jeweils eine Teigkugel nehmen und mit den Händen zu einem dünnen Fladen ziehen/formen. Nicht ausrollen. Der Teig ist schön elastisch und lässt sich gut formen. Auf einen gemehlten Pizzaschieber oder ein Küchenbrett legen und dort belegen.
  • Die Quark-Käse-Masse dünn auf den Teig streichen und einen fingerbreiten Rand lassen. Anschließend mit den Birnenscheiben, den Kürbisscheiben sowie der Zwiebel belegen. Den belegten Fladen auf das heiße Blech schieben und 10-12 Minuten backen.
  • Die Dinnete mit frischen Thymian und Kürbiskernen bestreuen und genießen.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Käsekompass NRW entstanden. Auf den Inhalt dieses Beitrages sowie auf die Bewertung der verwendeten Produkte wurde keinerlei Einfluss genommen und alle getroffenen Aussagen spiegeln ausschließlich meine persönliche Meinung wider. Ich bedanke mich bei meinem Sponsor für die Unterstützung von MaltesKitchen.de

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