Laugenbrötchen selber machen – einfaches Rezept

Wer kennt sie nicht, die leckeren Laugenbrötchen? 🙂

Schon bevor mein Sohn auf der Welt war, holte ich mir ab und zu ein Laugenbrötchen oder eine Laugenbrezel beim Bäcker. Mit Kind sind sie der neue Standard für Spielplätze oder Ausflüge geworden, denn sie lassen sich problemlos transportieren und haben gegenüber Milchbrötchen oder Brötchen der Vorteil, dass sie nicht so schnell austrocknen. Durch das Salz auf der Oberfläche schmecken sie meinem Sohn auch unbelegt, was bei Brötchen nicht unbedingt der Fall ist.

Leckere Laugenbrötchen selber machen.

Heute zeige ich dir, wie du ganz einfach frische Laugenbrötchen selber machen und zu Hause backen kannst. Und alle so yeeeeah! 😀

Um es direkt vorweg zu nehmen, meine Laugenbrötchen sind quasi die Version für Hausfrauen. Beim Bäcker wird Laugengebäck mit echter Lauge gebacken und die ist nicht ganz ungefährlich. Der Bäcker trägt bei der Verwendung sogar Schutzkleidung, wie ich im Vorfeld für diesen Beitrag nachgelesen habe. So ganz ohne ist solch eine Lauge also nicht. So etwas möchte man nicht unbedingt zu Hause machen, daher mische ich uns aus Wasser und Natron etwas Ähnliches und nennen es ab jetzt, der Einfachheit halber, ebenfalls Lauge. Damit kann sich niemand verletzen und Natron kann man in jedem Supermarkt kaufen.

Für den Teig, aus dem man übrigens auch Brezeln formen kann, knete ich einen einfachen Hefeteig. Das macht mal wieder meine Küchenmaschine und ich kann dabei zusehen. Man muss sich ja nicht unnötig Arbeit machen. 🙂

Laugenbrötchen Hausfrauen Rezept

Bei der Verwendung von Hefe ist es wieder wichtig, dass sie in nicht allzu heißem Wasser aufgelöst wird. Ich empfehle eine Temperatur zwischen 37-38 Grad. Spätestens ab 40 Grad sagt die Hefe „Tschau mit V!“ und möchte nicht mehr aufgehen. Wenn du also schon mal einen Hefeteig hattest, der nicht in die Gänge kommen wollte, dann lag es vielleicht an zu hoher Temperatur beim Verarbeiten. Ich messe die Wassertemperatur immer mit dem Kerntemperaturmesser vom Mann und finde es sehr nützlich.

Würde ich mich auf mein Empfinden verlassen, wäre das Wasser immer zu heiß. Immer! 40 Grad warmes Wasser fühlt sich nämlich gar nicht so „lauwarm“ an, wie ich denke, dass es sich anfühlen muss. Du kannst ja spaßeshalber mal die Wassertemperatur messen und schauen, ob dein Empfinden richtig lag. Geht übrigens auch mit einem ganz einfachen Fieberthermometer.

Zurück zur Herstellung der Laugenbrötchen: Die Hefe wird also in etwas warmen Wasser aufgelöst, dazu kommt etwas Zucker. Das Ganze kommt zum Mehl und Salz in die Rührschüssel, etwas Butter kommt dazu, sie macht den Teig geschmeidiger.

Das alles lasse ich in 5 Minuten zu einem schönen Teig kneten, den ich dann in 9 gleich große Teile teile. Der Monk in mir wiegt den Teig ab und teilt ihn dann grammgenau auf. Wenn du ein gutes Augenmaß hast, kannst du das natürlich auch ohne Waage machen. Die Teigportionen falte und schleife ich dann zu Kugeln. Wie das funktioniert, kannst du in diesem Beitrag sehen: Knusprige Frühstücksbrötchen (die Fotos unter „rund wirken“). Das geht ganz schnell von der Hand und ist bei nur 9 Bröchen flott erledigt.

Der Teig hat dann 30 Minuten Zeit um zu entspannen und aufzugehen. Zum Ende der Gehzeit kann der Backofen auf 190 Grad aufgeheizt werden und die (falsche) Lauge fertig gestellt werden. Das geht ganz einfach. Anderthalb Liter Wasser aufkochen, vom Herd nehmen, das Natron hinein schütten und sich freuen, wie sehr das schäumt. 😀 Den Topf wieder aufsetzen, damit das Wasser heiß bleibt, aber nicht mehr kocht und das wars.

Leckere Laugenbrötchen backen.

Nun werden die Brötchen einzeln oder zu zweit, je nach Größe des Topfes, in dem Natronbad versenkt. Ich stelle mir dafür einen Küchenwecker auf 30 Sekunden, nach 15 Sekunden wende ich die Teigkugeln und hole sie nach Ablauf der Zeit heraus. Kurz abtropfen lassen und dann können sie wieder auf dem Backblech Platz nehmen. Durch das Natronbad bekommen die Teiglinge eine ähnliche Farbe beim Backen wie echtes Laugengebäck.

Zum Schluss müssen die Teigkugeln noch mit einem Messer eingeritzt werden. Das ergibt dann ein schönes Muster und verhindert das Aufreißen des Teiges. Und wie es sich für Laugengebäck gehört, wird es noch mit Salz bestreut. Ich konnte kein Laugensalz im Supermarkt finden und habe dann grobes Meersalz genommen. Schmeckt ebenfalls gut, sieht halt etwas anders aus. Aber macht nichts, oder? 🙂

Einfach leckere Laugenbrötchen selber backen.

Die Laugenbrötchen backen dann 25 Minuten und gehen beim Backen nochmal schön auf. Wenn sie fertig gebacken sind, duftet es schon ganz wunderbar und die hungrige Meute wird deine Küche stürmen. 😀 Wir essen die Brötchen sehr gerne noch lauwarm, nur mit etwas Butter bestrichen. Köstlich! Malte liebt sie mit bayrischem Obatza.

Auch abgekühlt sind sie ein Genuss und persönlich gefällt mir die fluffige Konsistenz im Inneren sogar besser, als die etwas festere Konsistenz bei den Original Laugenbrötchen. Mutti weiß auch was drin ist, wenn das Kind genüsslich hinein beißt. Ist zwischendurch auch mal schön und gut fürs Gewissen. 😉

Lecker belegte Laugenbrötchen selber backen.

Sehen die Laugenbrötchen auf den Fotos nicht fast genau so schön aus, wie „echte“ Laugenbrötchen vom Bäcker? Wenn du Laugenbrötchen selber machen möchtest, dann ist das ganz sicher das beste Rezept dafür. Einfach, unkomplitziert und gelingt immer.

Ich hoffe, du hast jetzt richtig Lust aufs Nachbacken bekommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie dir genau so gut schmecken wie uns und wenn du mir Bescheid gibst, falls du die Brötchen gebacken hast. Über einen Kommentar oder eine Bewertung des Rezeptes freue ich mich immer. Dankeschön. 🙂

Laugenbrötchen selber machen – einfaches Rezept

Diese Laugenbrötchen sind ganz schnell und einfach selbst gemacht und schmecken so lecker, wie dir Laugenbrötchen beim Bäcker! Aus dem Teig lassen sich aus problemlos Bretzeln formen.
4.7 von 11 Bewertungen
Koch- / Backzeit 25 Min.
Gehzeit 30 Min.
Gericht Brot
Land & Region Deutsch
Anzahl

Personen
9 Brötchen

Zutaten
 

  • 21 g frische Hefe, = halber Würfel
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 500 g Mehl, 405er oder 550er
  • 15 g weiche Butter, Zimmertemperatur
  • 2 TL Salz
  • 75 g Natron
  • Laugensalz oder grobes Meersalz

Zubereitung
 

  • Die Hefe in lauwarmen Wasser (Nicht wärmer als 39 Grad, sonst geht die Hefe kaputt!) zerbröckeln, den Zucker dazu geben und gut verrühren, bis sich alles aufgelöst hat.
  • Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter dazu geben sowie das Hefewasser. Mit der Küchenmaschine 5 Minuten zu einem Teig kneten.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in 9 gleich große Teile teilen und zu Kugeln formen/falten. Alle Kugeln mit Abstand auf das Backblech setzen und mit einem Tuch abdecken. Für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Backofen auf 190 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
    1,5 Liter Wasser in einem mittleren Topf zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, so dass es nicht mehr kocht und das Natron hinzugeben. Achtung, es schäumt sehr!
    Die Teigkugeln einzeln oder zu zweit in das Natronbad geben und für 30 Sekunden darin baden. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, kurz abtropfen lassen und wieder auf das Blech setzen.
  • Jede Teigkugel mit einem Messer kreuzförmig tief einschneiden und mit Salz bestreuen. Eventuell nochmal mit etwas Natronbad benetzen, sollte die Oberfläche schon zu trocken sein.
  • Für 25 Minuten backen, bis sie schön braun sind. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen oder noch lauwarm genießen. 🙂