Rezept rustikales Krustenbrot mit Joghurt
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Joghurtkruste / Krustenbrot – einfach leckeres Brot backen

Ich bin im Brotbackfieber! Endlich hat es mich gepackt. Ich warte schon so lange darauf. 😀 Seit Jahren nehmen Malte und ich uns vor, regelmäßig Brot für uns zu backen. Wir kauften Gärbkörbchen und diverse Bücher, probierten ein paar Rezepte aus, die auch teilweise richtig gut waren. Aber wir kamen nie in die Regelmäßigkeit hinein, die wir wollten.

Selbstgebackenes Brot mit toller Kruste.

Es kam immer etwas dazwischen und dann hatten wir es wieder nicht geschafft, einen Brotteig anzusetzen und kauften das Brot am nächsten Tag beim Bäcker. Und waren wieder enttäuscht. Besonders Malte regte sich regelmäßig über die immer schlechter werdende Qualität der Bäcker auf, denn er stand jeden Morgen vor dem Laib Brot und hatte keinen Appetit mehr.

Das Brot war entweder hart und furztrocken oder am zweiten Tag weich wie Gummi. Oder es war total feucht, so dass man das Gefühl hatte es wäre gar nicht richtig durchgebacken. Oder es schimmelte nach wenigen Tagen. Irgendwas war immer und die Unzufriedenheit wurde immer größer.

Selbstgebackenes Krustenbrot.

Nachdem mir eine Freundin wieder so von ihrem Brot vorschwärmte, ließ ich mir das Rezept geben. Ich wollte es nochmal ausprobieren! Endlich regelmäßig Brot für die Familie backen! Das Rezept wurde mir als sehr einfach und simpel beschrieben und ich kann sagen – stimmt! Wir hatten sogar alle Zutaten im Haus und ich konnte sofort starten. Das Ergebnis war bombastisch. Die ganze Wohnung duftete, das Brot sah köstlich aus und ich war gespannt. Würde es denn schmecken? Kann so wenig Arbeit ein gutes Brot hervorbringen? Jaaahaaa, kann es! Wir aßen das Brot an diesem Tag fast komplett auf. 😀

Seit dem backe ich es regelmäßig alle zwei bis drei Tage. Länger hält der Laib hier nicht. Und wir alle lieben es, wenn ich es vom Timing her schaffe und das Brot pünktlich zum Abendbrot fertig ist. Dann essen wir es noch leicht warm nur mit Butter bestrichen und ein paar Salzflocken oben drauf. Wir wundern uns immer wieder einen ab, wie lecker das doch ist und wie gut es uns schmeckt.

Brot backen muss nicht schwer sein.

Wer regelmäßig sein Brot selbst backt und schon fortgeschritten ist und mit Sauerteig backt, den wird dieses Brot wahrscheinlich nicht so abholen, wie es uns abgeholt hat. Aber genau dieses Denken, dass man für gutes Brot mehr Wissen und Erfahrung braucht, hat mich immer abgehalten weiter Rezepte auszuprobieren. Mir war das immer zu viel Wissenschaft, für die ich gerade keine Zeit und Nerven hatte. Jetzt denke ich nicht mehr, jetzt wiege ich einfach die Zutaten ab, lasse meine Küchenmaschine den Teig kneten und bin fertig. Und am Ende kommt ein wunderbares Brot heraus.

Es ist außen herrlich knusprig, ohne das die Kruste so hart ist, dass man Angst um seine Zähne haben muss. Die Krume, also das Innere, ist dabei wunderbar weich, feinporig und hat für uns die genau richtige Feuchtigkeit – nicht zu viel, nicht zu wenig. Das Brot schmeckt auch noch am zweiten Tag, sollte es nicht eh schon am Ersten komplett vernichtet werden. Wir. Lieben. Es!

Brotteig.

Kurz noch etwas zu den Zutaten, bevor ich dir sage, dass du das Rezept unbedingt ausprobieren musst. Die meisten Leute werden alle Zutaten im Haus haben. Eventuell musst du Mehl kaufen, weil du kein Roggenmehl im Haus hast. Aber vielleicht magst du auch experimentieren und tauscht das Mehl einfach aus. Ich nehme zum Beispiel grundsätzlich Dinkelmehl statt Weizenmehl und es funktioniert wunderbar.

Meine ersten Brote waren ohne Backmalz, da das Fach im Supermarkt permanent leer war. Kürzlich wurde aufgefüllt und ich konnte das Malz endlich kaufen. Und ich kann dir sagen, es ist kein Must-Have für das Rezept. Die Hefe kann durch Backmalz besser arbeiten und die Porung wird anders, wenn man es benutzt. Außerdem wird die Backfarbe etwas”goldener”. Aber solltest du kein Backmalz kaufen können, ist das kein Grund das Rezept nicht auszuprobieren! Es funktioniert auch wunderbar ohne. 🙂

Brotlaib.

Wenn du noch nicht viele Brote gebacken hast und nicht weiß, was gemeint ist wenn im Rezept steht “das Brot falten”, erkläre ich es dir kurz.

  • Die Teigkugel wird etwas flach gedrückt und/oder lang gezogen und du kannst sie dann gedanklich in drei Drittel teilen.
  • Das Drittel auf der linken Seite wird über das mittlere Drittel gelegt (=gefaltet) und darüber legst du das Drittel von der rechten Seite.
  • Dann wird der Teig um 90 Grad gedreht und wieder so gefaltet. Das machst du ca. drei bis viermal, dann merkst du schon das der Teig an Spannung gewinnt.

Zum Schluss formst du eine Kugel mit der Naht nach unten und setzt sie in eine gefettete und gemehlte Form.

Ich nutze übrigens einen emaillierten, gusseisernen Topf und stelle ihn in den heißen Ofen. Es gibt auch Rezepte, die verlangen das man das Ganze in den kalten Ofen schiebt. Für dieses Brot funktioniert es super so und ich muss zum Schluss auch nicht mehr den Deckel abnehmen und das Brot bräunen.

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Die Farbe ist nach Ende der 50 Minuten Backzeit perfekt. Man kann sicher auch einen Römertopf und anderes Steingutgeschirr nehmen. Wichtig ist, dass ein Deckel dabei ist.

Selbstgebackenes Brot mit Butter.

Du siehst, es ist wirklich kein Hexenwerk leckeres Brot zu Hause zu backen, ohne dafür an der Sauerteig Universität studiert zu haben. Ich würde mich freuen, wenn du das Brot auch backst und mir dann sagst, wie lecker du es fandest. 😀

Rezept rustikales Krustenbrot mit Joghurt

Joghurtkruste / Krustenbrot

Man kann auch zu Hause einfach und mühelos leckeres Brot backen. Dieses wunderbare Krustenbrot mit Jogurt gelingt völlig unkompliziert und braucht lediglich ein wenig Zeit.
4.43 von 52 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Koch- / Backzeit 2 Stdn. 30 Min.
Gericht Brot
Land & Region Deutschland
Portionen 1 Brot

Zutaten
  

  • 350 g Mehl, 550er oder 630er
  • 150 g Roggenmehl, 1150er
  • 100 g Naturjoghurt, 3,8% Fett
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Honig, alternativ Ahornsirup
  • 1 TL Backmalz, (Rezept funktioniert auch ohne)
  • 240 g warmes Wasser, nicht heißer als 40 Grad
  • 10 g frische Hefe
  • Öl, zum Fetten
  • Brotgewürz, auf Wunsch

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten, bis auf Wasser und Hefe, in eine große Rührschüssel geben.
  • Anschließend die Hefe in dem warmen Wasser auflösen und zum Mehlgemisch geben. Mit dem Knethaken in ca. 3 Minuten zu einem glatten Teig kneten lassen. Eventuelle Teigreste mit einem Silikonschaber vom Rand zum Teig schieben. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mit einem feuchten Tuch abgedeckt 90 Minuten gehen lassen, gerne an einem warmen Ort. (Nicht heißer als 40 Grad, sonst stirbt die Hefe!)
  • Eine Form mit Deckel fetten und mehlen – Römertopf, Gusseiserner Topf etc. Den Backofen auf 240 Grad Ober/-Unterhitze vorheizen.
  • Nach Ende der Gehzeit die Arbeitsfläche leicht mehlen und den Teig aus der Schüssel schieben. Mehrmals falten. Die rund geformte Teigkugel in die Form geben und mehrmals einschneiden. Mit Deckel auf unterster Schiene 50 Minuten backen.
  • Nach 50 Minuten den Deckel abnehmen. Ist die Farbe des Brotes genehm, Form herausholen. Andernfalls noch 5 Minuten ohne Deckel weiterbacken.
  • Das Brot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und am besten noch lauwarm genießen. 🙂
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

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  1. Kerstin sagt:
    Hallo Malte, dieses Brot ist das Beste welches ich jemals gebacken habe. Es wird in die Hall of Fame aufgenommen und ich oute mich schon als Wiederholungstäterin. Das Backen in einem Emailletopf mit Deckel gibt das richtige Raumklima und die Kruste ist einmalig. Ich konnte es nicht abwarten und habe im lauwarmen Zustand schon anschneiden müssen. Einfach nur lecker. Anstelle des Honigs habe ich Rübensirup genommen und ein paar Saaten mit hinzugegeben. Ansonsten nach Rezept. Bin gespannt wie lange es hält, bevor wir zwei gierigen Mäuler es verputzt haben.
    Ganz liebe Grüße
    Kerstin
  2. Waltraud sagt:
    Wer einmal mit Sauerteig gebacken hat, nimmt keine Hefe mehr.... Und Sauerteig ist keine Hexerei, liebe Grüße
    1. Anne sagt:
      Hallo Waltraud, solche Sprüche führen dazu, dass Anfänger vom Brot backen abgehalten werden. Wir sind mit dem Hefebrot sehr glücklich. :-) Viele Grüße Anne
  3. SantaFe sagt:
    Moin Malte Habe es heute 1 : 1 gebacken, ich muß schon sagen es ist super lecker geworden! Danke für das Rezept Liebe Grüße aus Bremerhaven
    1. Malte sagt:
      Das freut mich echt! Das ist wirklich ein tolles Brot und wir backen es im Moment nur noch, weil es so lecker ist und immer gelingt. :)
  4. Bernd sagt:
    Kann auch ein normaler Kochtopf verwendet werden oder muss es ein Emailletopf sein? Danke & Grüsse
    1. Anne sagt:
      Hallo Bernd, wir haben es bisher nur mit einem gusseisernen Topf ausprobiert. Teste es doch mal und sag uns Bescheid. :-) Viele Grüße, Anne
      1. Bernd sagt:
        Hallo Anne, danke für Deine Rückmeldung. Ich habe doch noch einen Emailletopf gefunden und es ist super geworden! Liebe Grüsse Bernd
  5. Ursula sagt:
    Das Rezept klingt super! Wir möchten es heute direkt ausprobieren, besitzen aber (noch) keinen passenden Topf. Geht auch eine gläserne Auflaufform (mit Deckel natürlich :o) )? Liebe Grüße aus Hessen!
    1. Malte sagt:
      Hallo Ursula. Ich habe das Brot bisher nur im Topf gebacken, deswegen kann ich dazu leider nichts sagen. Da musst du selbst ran und es probieren. Gutes Gelingen! 😊
  6. Juanita Janko sagt:
    Tolles Brot, sehr schöne rösche Kruste. Habe noch etwas Brotgewürz dazu. Kleiner Tip von mir erst das Hefewasser in die Rührschüssel dann die restlichen Zutaten dann bleiben weniger Mehlnester und die Maschine hat es einfacher. Habe es im Gusseisernen Topf gebacken. Wann gibt es wieder ein Pastarezept ? 😁 Bleibt gesund
    1. Anne sagt:
      Hallo Juanita, ich lasse den Teig von der Bosch OptiMUM rühren, die hat keine Probleme mit Mehlnestern. Der Teig ist ruck zuck fertig geknetet. :-) Freut mich, dass es dir geschmeckt hat. Viele Grüße! :-)
  7. Anja Schier sagt:
    Hallo, Anne, heute zum 1. Mal gebacken. Super lecker. Ich habe es auf einem Pizzastein gebacken, da ich keinen passenden Topf habe. Ging super. Vielen lieben Dank für das Rezept. Lg Anja
    1. Malte sagt:
      Das ist ja perfekt Anja, dass es auch auf dem Pizzastein funktioniert. Super Tipp! Danke dir :)

      Liebe Grüße, Malte

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