Vor ein paar Tagen habe ich ein sehr leckeres indisches Hähnchen-Curry mit Pistanzien und Joghurt gekocht und dabei neben Reis auch wieder ein selbstgemachtes Naan Brot serviert. Das Naan ist einfach perfekt dafür geeignet, auch noch die letzten köstlichen Soßenreste aufzunehmen. Das Rezept möchte ich heute unbedingt mit dir teilen und hoffe, es wird dir gefallen.

Das Naan Brot ist eine Art Fladenbrot, falls du es noch nicht kennen solltest. Es besteht aus einem Hefeteig und braucht demzufolge eine wenig Vorbereitungszeit. Die Hefe soll natürlich ihre Arbeit machen können und der Teig sollte schön aufgeben. Neben typischen Teigzutaten versteckt sich auch noch etwas Joghurt im Teig, der für einen schönen Geschmack sorgt.
Anders, als man das bei einem Brot erwarten würde, wird das Naan Brot nicht im Ofen gebacken, sondern in der Pfanne gebraten. Es wird zunächst flach ausgerollt und ohne Fett in der Pfanne gebraten. Beim Braten geht es dann noch ein wenig auf. Die Zubereitung ist, abgesehen von der Wartezeit, sehr einfach und das Naan ist die perfekte Beilage für viele indische Gerichte.

Die wichtigsten Zutaten für das Naan Brot
Für Brot braucht man ja generell nicht viele Zutaten und das ist beim Naan Brot auch nicht anders. Für das Rezept brauchst du u.a.:
- Mehl – Weizenmehl vom Typ 450 oder 505, beides funktioniert. Ich habe es auch schon mit Dinkelmehl Typ 630 gebacken.
- Hefe – ich verwende Trockenhefe, weil ich sie immer im Haus habe. Frische Hefe funktioniert auch.
- Joghurt und Milch – durch die Zugabe von beidem wird die Konsistenz des Brotes schön weich und zart.
- Rapsöl – etwas Öl macht den Teig geschmeidiger.
- Zucker und Salz – das Brot bekommt einen Hauch Süße, aber keine Sorge, es passt zu herzhaftem Essen.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim Backen des Naan Brotes zu beachten?
Wenn du schon mal mit Hefe gebacken hast, dann kennst du ja die Besonderheiten, die ein Hefeteig erfordert. Darüber hinaus gibt es eigentlich kaum etwas zu beachten und das Rezept wird dir ziemlich sicher gelingen.
- Damit der Teig richtig schön aufgeht, sollte er wenigstens 1 Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen können. Mein Backofen hat eine spezielle Funktion für Hefeteig und mein Teig ruht im Backofen bei guten 35 Grad.
- Der Teig ist direkt beim Kneten sehr klebrig, ziemlich weich und zäh. Das soll so sein und das verbessert sich durch die Gehzeit. Trotzdem bleibt es ein eher klebriger Teig.
- Wenn du den Teig zu Kugeln formst, kannst du immer ein wenig Mehl dazugeben oder deine Hände damit bestäuben. So lässt sich der Teig leichter formen.
- Das Naan wird trocken in der Pfanne gebraten. Circa 30 bis 40 Sekunden von jeder Seite. Das erste Mal wird der Teig gewendet, wenn er beginnt, Bläschen zu bilden.
- Ich würde empfehlen, mit zwei Pfannen zu arbeiten. Das geht wirklich deutlich schneller. Sonst kann es passieren, dass dir dein Kind das Brot wegisst, bevor du alle Brote gebraten hast.
- Das Naan schmeckt übrigens auch ganz fantastisch, wenn man es mit einer Knoblauch-Kräuter-Butter bestreicht. Allein der Duft vom frischen Brot mit Knoblauch ist betörend.
- Sollten nicht alle Naan Brote aufgegessen werden (schwer vorstellbar), kannst du sie am nächsten Tag nochmal in der Pfanne erwärmen. Sie schmecken dann wie frisch gebacken.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!


Das sieht doch mal richtig gut aus, oder?
Für mich ist das Naan eines der tollsten Brote überhaupt. Einfach, weil es zu so vielen Gerichten passt, weil man damit wirklich wunderbar Soßen jeglicher Art aufnehmen kann und weil es eigentlich auch ziemlich einfach zu machen ist. Ich liebe den milden Geschmack und die weiche, zarte Konsistenz des Brotes.

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Probiere das Naan doch mal mit meinem Hähnchen-Curry mit Pistazien. Es passt auch sehr gut zum Butter Chicken oder zum Chicken Tikka Masala.

Naan Brot – indisches Fladenbrot aus der Pfanne
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Rezept Zutaten
- 500 g Mehl
- 7 g Trockenhefe
- 2 EL Rapsöl
- 130 g Joghurt
- 15 g Zucker
- 15 g Salz
- 275 ml Milch
Rezept Zubereitung
- Das Mehl in eine große Schüssel geben. Eine Mulde in der Mitte formen und 2 EL Öl, Joghurt, Hefe, Zucker und Salz hineingeben. Mit einer Gabel verrühren, bis sich große Klumpen bilden, dann die Milch angießen und weiter mit der Gabel rühren, bis es nicht mehr geht. Nun mit der Hand arbeiten und einen glatten Teig kneten. Teigreste mit der Gabel oder einem Löffel von den Händen kratzen (so geht es für mich am besten) und halbwegs eine Kugel formen.
- Den Teig in der Schüssel abdecken (Ich kann eine Duschhaube sehr empfehlen!) und mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort auf gehen lassen, so dass der Teig deutlich an Volumen zugenommen hat.
- Den Teig in 12 Portionen aufteilen. Ein Stück zwischen den Händen zu einer Kugel formen und mit der Hand flach drücken. Leicht bemehlen und auf ca. 15 cm Durchmesser ausrollen.
- Eine Pfanne erhitzen (mit zwei Pfannen geht es schneller), einen Teigfladen hineingeben und bei mittlerer Hitze backen. Sobald das Naan nach ca. 30 Sekunden Blasen wirft, mit dem Pfannenwender wenden, weitere gute 30 Sekunden backen und darauf achten, dass es nicht anbrennt. Erneut wenden und 10-15 Sekunden mit dem Planenwender sanft niederdrücken.
- Wenn es jetzt aufgeht, ist das besonders gut, dann wird das Naan im Inneren sehr weich. Das Naan erneut für 10-15 Sekunden wenden, bis keine rohen, teigigen Stellen mehr zu sehen sind, dann aus der Pfanne heben.
- Gebackene Naans auf einem Kuchengitter zwischenlagern oder im leicht warmen Backofen parken, so können sie warm serviert. Den Rest des Teigs auf die gleiche Weise verarbeiten.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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