Die indische Küche ist von mir bisher weitestgehend ignoriert worden, was sicher auch daran lag, dass es in meiner Stadt noch kein gutes indisches Restaurant gab. Mittlerweile hat sich das jedoch geändert und so war ich zuletzt 3-4 Mal indisch essen und entwickle so langsam eine Vorliebe für die sehr exotisch gewürzten Speisen.

Nur die Schärfe vieler Gerichte macht mir noch zu schaffen :angry:  aber insgesamt mag ich das indische Essen sehr.

Vor ein paar Tagen stieß ich beim Durchblättern der Jubiläumsausgabe der „Zeitschrift Lecker – Das Beste aus 10 Jahren“ auf ein Rezept für ein Chicken Tikka Masala und entschied mich spontan, mein erstes selbstgemachtes indisches Gericht zu kochen. Viele weitere werden hoffentlich noch folgen.

Chicken Tikka Masala

Lecker war es, das Chicken Tikka Masala

Mein Fazit fällt ganz ok aus. Das Chicken Tikka Masala war recht lecker, fruchtig, mit einer leichten Säure und das Hühnchen war sehr zart.  Den viele Knoblauch hat man nicht rausgeschmeckt, obwohl beim Einlegen die ganze Wohnung in einen Knoblauchduft gehüllt wurde.

Allerdings war das Gericht von der Würze her ein bisschen plump / flach. Beim Inder um die Ecke schmeckte es besser, war runder und hatte mehr Tiefe. Demnächst wird also noch ein weiteres Chicken Tikka Masala Rezept ausprobiert, um einen Vergleich zu haben. Dieses hier ist ganz gut, aber ich glaube es geht noch besser.

Vielleicht kennst du ja auch ein tolles Rezept für Chicken Tikka Masala? Dann immer her damit, mein Dank ist dir gewiss!  :ovation:

[grey_box]

Zubereitung • Chicken Tikka Masala •

Am Vortag wird die Marinade für das Hühnchen hergestellt. Dazu wird der Knoblauch (5 Zehen!) und der Ingwer fein gehackt und zusammen mit 1 EL frisch gemahlenen Kreuzkümmel, 1TL Salz, 150 g Joghurt, 1 TL getrockneter Minze, 1EL Garam Masala und 3 EL Öl (ich habe Olivenöl verwendet) gründlich vermischt. Laut Rezept kommt noch ein halbes Bund Koriander in die Marinade, aber im Moment stehe ich mit diesem Kraut mal wieder auf Kriegsfuß und habe es daher weggelassen.

Das zuvor gewürfelte Hühnchen kommt in eine flache Auflaufform und wird nun mit der Joghurtmarinade vermischt, mit Klarsichtfolie abgedeckt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Am nächsten Tag den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Auflaufform mit dem Hühnchen für ca- 40 Minuten in den Ofen schieben. In der Zwischenzeit die Banane mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Einen Topf aufsetzen und 3 EL Öl, passierte Tomaten, 150 g Joghurt sowie das Bananenmus hineingeben, verrühren, aufkochen und dann bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

Nach 10 Minuten die gemahlenen Mandeln, ca. 1 TL Salz sowie die 100 ml Kokosmilch zur Sauce geben. Die Sauce kurz aufkochen und dann weitere 5 Minuten köcheln lassen. Mit einem 1/2 EL frisch gemahlenen Kreuzkümmel, 1 TL Curry, 2 TL Tandoori Masala würzen. Fertig ist die Sauce.

Sobald das Fleisch im Ofen gegart ist, wird es mit der Sauce im Topf vermischt. Wer mag, kann noch Koriander unterrühren. Serviert habe ich das Chicken mit Basmatireis.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 90 Minuten + ca. 12 Stunden Marinierzeit

Für die Marinade

  • 5 Knoblauchzehen
  • 30 g Ingwer
  • 3 EL frische Minze oder 1 TL getrocknete Minze
  • halbes Bund Koriander
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Garam Masala
  • 150 g Vollmilchjoghurt
  • 3 El Öl

Für die Sauce

  • 750 g Hähnchenbrust
  • 1 Dose (850 ml) passierte Tomaten
  • 1 reife Banane
  • 150 g Vollmilchjoghurt
  • 100 ml Kokosmilch
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 EL Kreuzkümmel
  • 1 TL Curry (laut Rezept Kurkuma)
  • 2 TL Tandoori Masala
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Öl

[/grey_box]

Anzeige