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Tarte mit Kirschtomaten und Ziegenkäse

Rezept für eine Tarte mit Kirschtomaten und Ziegenkäse

Letzte Woche war die neue Ausgabe der deli im Briefkasten und in die Tomaten-Tarte auf dem Titelbild hatte ich mich sofort verliebt.
Kirschtomaten, Ziegenfrischkäse, rote Zwiebelchen und getrocknete Tomaten, das war genau mein Ding.

Noch beim Hochsteigen der Treppen schrieb ich im Kopf den Einkaufszettel und die Tarte gab es dann bereits am nächsten Tag. So schnell kann man sich Kochideen holen, müsste immer so sein!

Ein sehr saftige und cremige Tarte mit Kirschtomaten und Ziegenkäse
Normalerweise blättere ich die Zeitschrift ja erstmal ausgiebig durch und klebe mir dann kleine bunte Fähnchen an die Gerichte, die ich gerne nachkochen möchte. Auch meine Kochbücher kriegen diese kleinen Fähnchen spendiert. Irgendwann habe ich damit mal angefangen und hielt das für eine super clevere Idee. Jetzt habe ich immer 2 Päckchen von diesen Fähnchen im Schrank liegen, mit den Farben Rot, Grün, Gelb und Blau. Natürlich stehen die 4 Farben für die 4 Jahreszeiten und so kann ich immer genau sehen, welches Gericht mich beim früheren Durchblättern interessiert hat und ob es gerade in die Jahreszeit passt.

Theoretisch!

Praktisch habe ich leider das klitzekleine Problem das ich mich irgendwie und irgendwann wohl nicht mehr so recht daran erinnern konnte, welche Farbe ich für sommerliche Gerichte festgelegt hatte. Grün, weil im Sommer alles so schön Grün ist und blüht oder war es doch Rot, weil es im Sommer immer so heiß ist? Ich glaube, Rot! War Grün nicht für vegetarischen Gerichte vorgesehen, weil ich für Herbst und Winter die Farbe Blau nehmen wollte und Grün somit übrig hatte? Hmm.

Erschwerend, zu dieser wirklich weltbewegenden Problematik, hat mir meine Frau mal eine Packung Fähnchen mitgebracht, die tatsächlich die Farbe Orange enthielt! Orange? Wer macht denn sowas? Was soll Orange bitte für eine Jahreszeit sein?

Mittlerweile habe ich also auch orangene Fähnchen in meinen Zeitschriften und Büchern, die für leckere Desserts stehen! Oder doch für Getränke? Ach, verdammt.

Die Füllung der Tarte

Zurück zur Tarte, die mich beim ersten Anblick so anmachte. Ich habe mich ziemlich genau an das Rezept gehalten und ihr lediglich noch ein paar geröstete Pinienkerne spendiert, die waren zwar im Rezept der deli nicht angegeben, aber auf dem Titelbild enthalten.

Ziegenkäse, Kirschtomaten, Pinienkerne, eine gelungene Kombination.

Geschmacklich eine ganz tolle Tarte, die mir richtig gut gefallen hat. Sie ist sehr fruchtig durch die Kirschtomaten und die getrockneten Tomaten, super cremig durch den Ziegenkäse und der Eier-Käse-Sahne. Dazu die Süße der roten Zwiebeln, ziemlich lecker das Ganze.

Leider hat die Tarte jedoch ein kleines Problem, sie wird sehr schnell sabschig. Die Tomaten geben ihren Saft ab, die Eiersahne ist ohnehin schon flüssig, da hilft auch das Backen ganz nahe am Ofenboden nicht so viel. Außen knusprig, unten matschig. Gibt natürlich Schlimmeres, aber da schmollt der Perfektionist in mit trotzdem ne Runde.

Beim nächsten Mal werde ich die Tarte wohl mal mit einem Mürbeteigboden backen, den ich dann kurz vorbacken werde. Eventuell bleibt der Boden dadurch knuspriger, versuch macht klug.

Jetzt rupfe ich mal Fähnchen aus meinen Büchern und Zeitschriften und denke mir ein neues, bestimmt totsicheres System dafür aus. Ist ja genau die richtige Zeitverschwendung für einen Feiertag. Das der auf einen Samstag fällt, braucht ja auch kein Mensch. Das ist genau so überflüssig wie orange Fähnchen! So.


Zubereitung • Tarte mit Kirschtomaten und Ziegenkäse •

Den Blätterteig ausrollen und in die Tarteform legen, dabei den Rand etwas hoch- und andrücken. Eventuell überschüssigen Teig abschneiden und den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die Tarteform für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Ofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für den Guss der Tarte 75 g Ziegenkäse, 200 ml Schlagsahne, das Ei und das Eigelb in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Füllung die getrockneten Tomaten in kleine Streifen schneiden, den Knoblauch schälen und fein würfeln sowie die rote Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden. Eine Pfanne auf kleiner Hitze aufstellen, heiß werden lassen und 2 EL Olivenöl hineingeben. Die Zwiebeln darin andünsten, bis sie weich geworden sind, das darf ruhig 15-20 Minuten dauern. Die getrockneten Tomaten, den Knoblauch und die Thymianblättchen zufügen und noch weitere 2 Minuten anschwitzen.

Die Kirschtomaten in die Pfanne geben und ein paar Mal durchschwenken, bis sie leicht angeschwitzt sind. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Füllung auf dem Boden der Tarte verteilen und den Guss darüber gießen. Ein Ofengitter direkt auf den Boden des Ofen legen und die Tarte 10 Minuten auf dem Ofengitter backen. Dann die Hitze auf 200 Grad reduzieren und die Tarte weitere 15-20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den restlichen Ziegenkäse in Scheiben schneiden und die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett auf kleiner Hitze anrösten. 10 Minuten vor Ende der Backzeit die Tarte mit dem Ziegenkäse belegen und zu Ende backen lassen. Rausnehmen und mit den Pinienkernen bestreuen, wer mag, gibt noch ein paar Thymianzweige über die Tarte.

Rezept Zutaten für 1 Tarte • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 1 Packung Blätterteig aus dem Frischeregal
  • 500 g Kirschtomaten
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 150 g Ziegenfrischkäse, als Rolle
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 1 rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
  • 6 Stiele Thymian, Blätter abgezupft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • Salz und Pfeffer

10 Kommentare zu “Tarte mit Kirschtomaten und Ziegenkäse

  1. Mooooorgeeeeen ...... Das sieht sehr lecker aus .....!! Das Problem mit den Kochbüchern kenne ich. Wie folgt gelöst .... Ich schreibe auf das Innere Kochbuchdeckblatt für was Rot, blau,grün steht!!! Simplify your life! So kann es auch je nach Kochbuch variiren. 😁☺️
    • Gute Idee! Bist du auch so verrückt nach Kochbüchern? Ich brauche bald eine Therapie, weil ich dann den Dingern nicht vorbei kommen und alle kaufen will! :biggrin:
  2. Nimm unbedingt Mürbeteig statt Blätterteig. Den kannst Du vorher blind backen. Und notfalls einen Teil der Tomaten durch getrocknete (halbgetrocknete) ersetzen. (Side note: Habe gerade einen Zwiebel-Tarte aus dem Ofen geholt ;-) Ich sag's ja, wir sind Blog-Zwillinge)
  3. Sorry, noch mal ich: Hab Dich gerade für den "Liebster Blog"-Award nominiert. Schau doch heute mal im Blog. Da findest Du ein paar Fragen u. den Aufruf dazu, mitzumachen - wenn Du magst :)
  4. Habe gestern auf dem Wochenmarkt noch schnell frische Tomaten ergattern können, bevor die Wintersaison beginnt. Am Ziegenkäse-Stand gab es außerdem leckeren Chilli-Frischkäse. Also habe ich mir noch die restlichen Zutaten besorgt und das Rezept fix nachgebacken. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert - so wie immer bei deinen Rezepten ;) Vielen Dank dafür!
    • Freut mich Marco sehr, Danke für dein Feedback. :) Die Tarte steht beimir für kommende Woche wieder auf dem Plan, dieses Mal dann mit Mürbeteigboden. Bin schon gespannt.
      • Das mit dem Mürbeteigboden werde ich auch ausprobieren. Der Blätterteig ist auch mein einziger "Kritikpunkt" an dem Rezept, weil ich normalerweise überhaupt keine Fertigprodukte verwende. Habe es aber in den Kommentaren erst zu spät gelesen und werde es beim nächsten Mal so machen :)
  5. Isst du dann nie Blätterteig oder machst du dir die Mühe ihn auch selbst herzustellen? Ich glaube, mit Mürbeteigboden wird die Tarte noch besser schmecken.
    • Ans selbst herstellen habe ich mich bisher noch nicht getraut. Dementsprechend gibt es bei uns selten bis nie Blätterteig. Aber wirklich vermissen tue ich ihn auch nicht - jedenfalls habe ich nicht wirklich viele Gerichte auf dem Schirm, bei denen es nicht auch ohne ihn geht :)

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