Heute gibt es ein Rezept, das mich seit über zehn Jahren begeistert – die Tarte Tatin Surprise mit Kartoffeln, Tomaten und Ziegenfrischkäse! Diese herzhafte Umkehrtarte ist optisch ein echter Hingucker und geschmacklich eine wunderbare Kombination aus süß, herzhaft und cremig. Wenn du noch nie eine herzhafte Tarte Tatin gegessen hast, wird dich dieses Rezept umhauen!

Das Rezept stammt ursprünglich aus einer Frauenzeitschrift – angepriesen als „vegetarisch für Männer“. Mit sowas bekommt man uns Kerle natürlich! Meine Frau hat sich kurzerhand ans Werk gemacht und was soll ich sagen? Nach der ersten Portion habe ich direkt Nachschlag geordert. Gott, das Teil ist war auch lecker! Mittlerweile steht die Tarte fest auf unserem Speiseplan – und wir haben sie noch ein bisschen gepimpt, mit Schwarzwälder Schinken. Hat auch gar nicht weh getan, sagt sogar meine Frau!
Das Besondere an der Tarte Tatin Surprise ist die Kombination aus mehreren Komponenten: im Ofen getrocknete Kirschtomaten, weich gegarte Kartoffeln, eine herzhafte Zwiebel-Schinken-Mischung, cremiger Ziegenfrischkäse und eine süße Karamellsauce – alles unter knusprigem Blätterteig gebacken und dann gestürzt. Etwas Arbeit macht sie schon, diese wunderbare Tarte, aber der Aufwand lohnt sich absolut – das wirst du beim ersten Bissen verstehen!

Die wichtigsten Zutaten für die Tarte Tatin Surprise
Für diese herzhafte Tarte brauchst du gar nicht so viele Zutaten – das meiste davon ist schnell besorgt. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Blätterteig – aus dem Frischeregal, die Blätterteigrolle. Ich habe es nicht mit TK-Blätterteig versucht.
- Kartoffeln und Zwiebeln – die Kartoffeln werden vorab gar gekocht und in Scheiben geschnitten. Prima kann man hier auch Kartoffeln vom Vortag nehmen und sich Zeit sparen.
- Kirschtomaten – werden vorab bei niedriger Temperatur im Ofen leicht getrocknet! Du kannst auch Soft-Tomaten aus der Feinkosttheke nehmen.
- Ziegenfrischkäse – macht die Tarte schön cremig und gibt ihr eine leicht säuerliche Note, die perfekt zur süßen Karamellsauce passt.
- Schwarzwälder Schinken – ein wenig rauchig im Geschmack, was sehr gut mit den anderen Zutaten harmonisiert.
- Thymian – die frischen Blättchen geben der Tarte ein wunderbares, aromatisches Kräuteraroma.
- Zucker – für die Karamellsauce, die beim Stürzen den goldglänzenden Belag der fertigen Tarte bildet. Das ist das Herzstück dieses Gerichts!
- Butter – kommt in die Karamellsauce und macht sie schön sämig und glänzend.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.

Was ist bei der Zubereitung von Tarte Tatin Surprise zu beachten?
- Die Backform sorgfältig mit Alufolie und dann mit Backpapier auskleiden. Die Alufolie hält die Form, das Backpapier sorgt dafür, dass die Füllung beim Stürzen sauber in der Tarte bleibt und nichts herausläuft.
- Den Blätterteig in die Form legen – niemals über den äußeren Rand hinaus! Das ist wirklich wichtig: Liegt der Teig über den Rand, läuft beim Backen die Füllung heraus und das spätere Stürzen funktioniert nicht mehr.
- Den Karamell im Auge behalten. Sobald der Zucker schmilzt und goldbraun wird, sofort die Butter einrühren. Zu dunkel darf er nicht werden, sonst wird er bitter – daran bin ich leider auch schon gescheitert! 😀
- Die Tarte nach dem Backen unbedingt 5 Minuten abkühlen lassen, bevor du stürzt. Das heiße Karamell muss etwas anziehen, sonst läuft es beim Umdrehen davon.
- Beim Stürzen ein Küchentuch als Schutz nutzen! Das Karamell ist noch heiß. Einfach das Holzbrett auf die Form legen, Küchentuch drüber und mit einem schnellen, beherzten Ruck umdrehen. Eben!
- Kartoffeln vom Vortag sind ideal. Sie sind kühler, lassen sich besser in gleichmäßige Scheiben schneiden – und du sparst dir am Kochtag einiges an Zeit.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!



Sieht sie nicht wunderschön aus?
Der Moment, wenn man sie stürzt und dieser tolle Anblick einem entgegenkommt – das ist jedes Mal wieder ein kleines Highlight in meiner Herzensküche. Die Kombination aus süßem Karamell, herzhafte Kartoffeln, knackigem Schinken und cremigem Ziegenfrischkäse ist einfach unschlagbar!
Dieses Rezept steht seit über zehn Jahren auf unserem Speiseplan – und das sagt alles. Ich hoffe, du backst die Tarte Tatin Surprise bald nach. Du wirst ganz sicher nicht enttäuscht sein!

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Tarte Tatin Surprise mit Kartoffeln, Tomaten und Ziegenfrischkäse
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Rezept Zutaten
- 1 Blätterteig, aus dem Frischeregal
- 250 g Kartoffeln
- 1 Zwiebel, geviertelt, in Scheiben geschnitten
- 100 g Kirschtomaten
- 150 g Ziegenfrischkäse
- 3 Scheiben Schwarzwälder Schinken, in dünne Schieben geschnitten
- 3 Zweige Thymian, Blätter gezupft
- 40 g Zucker
- 10 g Butter
- 3 EL Olivenöl
- schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- Salz
Rezept Zubereitung
Kirschtomaten rösten
- Den Backofen auf 130 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
- Die Kirschtomaten halbieren, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen, salzen, pfeffern, mit Olivenöl beträufeln und in den Backofen geben. Für 45 Minuten im Backofen trocknen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Tarte Tatin
- Die Kartoffeln schälen und 25 Minuten in kochendem Salzwasser garen. Danach abkühlen lassen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.
- Eine Pfanne bei mittlerer Hitze aufsetzen, heiß werden lassen und 2-3 EL Olivenöl hineingeben. Die Zwiebeln hineingeben, salzen und unter Rühren weich garen, bis sie anfangen zu bräunen. Den Schinken zufügen und 5 Minuten mitbraten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- In einem kleinen Topf den Zucker erhitzen, bis er schmilzt. Die Butter unterrühren, bis ein flüssiges Karamell entsteht. Das Karamell in die ausgekleidete Backform gießen und am Boden verteilen. Mit Thymianblättchen bestreuen.
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
- Die Kartoffelscheiben in der Tarteform verteilen, leicht salzen und pfeffern. Die Tomaten sowie die Zwiebel-Speck-Mischung über den Kartoffelscheiben verteilen und die Tarte mit kleine Flocken vom Ziegenfrischkäse belegen.
- Den Blätterteig abrollen und über die Tarteform legen. Die Tarteform mit dem Blätterteig verschließen (der Teig gehört in die Form, nicht nach aussen!)
- Die Tarte im vorgeheizten Ofen für 25 Minuten backen. Die Hitze auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze reduzieren und die Tarte weitere 15 Minuten backen. Herausnehmen und 5 Minuten abkühlen lassen.
- Die Tarte vorsichtig (heißes Karamell!) auf eine Platte oder einem Holzbrett stürzen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Das Original-Rezept stammt aus dem Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Nicht nur dieses, sondern auch seine beiden anderen Kochbücher sind wärmstens zu empfehlen. Ein wirklicherer Star am englischen Kochhimmel. Ottolenghi bereitet einem ein völlig neues Geschmackserlebnis, YUMMIE!
Oh. Danke für den Hinweis und den Tip Barbara. 🙂 Da schaue ich mir gleich mal seine Bücher an. Vielleicht vergrößert er ja meine Sammlung!
Selber bin ich noch nie dazu gekommen diese Tart zu machen.
Aber, ich habe einen ganz lieben Schwiegersohn und er hat genau diese Tart als Begrüßungsessen gezaubert bei unserem letzten Besuch und ich war begeistert :wub: Es hat super geschmeckt und da ich weiss, er liest hier mit, bedanke ich mich noch einmal auf diesem Weg für das tolle Essen. 😉
Das ist ja eine fantastische Idee!!!
Wozu hat „frau“ einen Food-Blog? Guckst Du hier: http://germanabendbrot.wordpress.com/2011/07/15/tarte-bonne-soiree-mit-oliven-grillgemuse-und-thymian/
Oder Du gibst einfach „Tarte“ in der Suchmaske im Blog ein. Ich habe eine mit Spinat, eine mit Pfifferlingen, eine mit Grillgemüse und eine mit Tomaten und Zucchini im Blog. Da ist sicher was dabei 🙂 Viel Spaß! Und: Mürbeteig braucht Körperwärme! Also unbedingt mit den Händen kneten, bis die Masse homogen ist.
Da hätte ich ja auch mal von alleine drauf kommen können, einfach mal in deinem Blog zu schauen :rolleyes: Danke dir, da ist sogar ganz sicher was dabei 🙂
Das sieht göttlich aus :sabber:
Die schmeckt auch wirklich grandios. Da hat die Frau ein gutes Händchen bewiesen.
Klug wie sie ist, nutzt sie das auch immer bei neuen Rezeptvorschlägen aus: „Denk an die Tarte, die wolltest du auch nicht und jetzt liebst du sie!“. Raffiniertes Ding.
Wie Frauen halt so sind :zwinker:
Tartes sind superlecker, einfach und gut zur Resteverwertung. Allerdings mache ich schnell (!) einen Mürbeteig, weil ich Blätterteig zu mächtig und bröselig finde. Und wenn ein Teig-Legastheniker wie ich das hinbekommt, schaffst Du das auch 🙂 Dann braucht man nur noch Phantasie beim Belag und hat immer ein superleckeres Essen, das man auch toll mit in die Arbeit nehmen kann am nächsten Tag. Vorausgesetzt, es ist noch was übrig 🙂
Gib mir bei Gelegenheit mal dein Mürbeteig Rezept. Ich bin nämlich Teig-Legastheniker-Legastheniker-Legastheniker-Legastheniker.
Ich könnte mir auch eines ergogglen, aber wenn es am Ende nicht klappt, kann ich wenigstens sagen: Du warst es! :biggrin:
„Schatz, Julia hat Schuld“ – dann bin ich nämlich raus aus der Nummer :erleichtert: :zwinker: