Gemüse

Tarte Tatin Surprise

Tarte Tatin Surprise - unglaublich lecker

Vor ein paar Tagen, als die leckeren Albóndigas auf den Tisch kamen, gab es als Beilage eine Tarte Tatin “Surprise”. Das Rezept stammt ursprünglich aus einer Frauenzeitschrift, aus welcher, hat meine Frau mittlerweile vergessen.

Ausgesucht hat meine Frau das Rezept damals, weil es mit der Überschrift “vegetarisch für Männer” angepriesen wurde. Sie fand das lustig; ich wollte nur noch schnell weglaufen. Tarte Tatin war für mich bis dahin auch kein Begriff, vegetarisch schon. Neee, lass ma sein Schatz!

Sie ließ es natürlich nicht sein und hat die Tarte gleich am nächsten Tag gebacken. Als sie das Ding auf den Tisch stellte, sah das echt mal richtig gut aus. Kann man(n) natürlich nicht einfach zugeben, deswegen habe ich die ganz langen Zähne ausgepackt, nach der ersten Portion den Widerstand aufgegeben und Nachschlag geordert. Gott, das Teil ist aber auch lecker!

Tarte Tatin Surprise - unglaublich lecker

Mittlerweile ist die Tarte Tatin Surprise fest auf den Speiseplan gewandert und sie wurde auch ein bisschen modifiziert, gepimpt quasi, mit Schwarzwälder Schinken. :eyebrows: Hat auch gar nicht weh getan und schmeckt jetzt noch besser, sagt sogar meine Frau.

Die Tarte Tatin Surprise wird mit den Zutaten belegt
Die Tarte Tatin Surprise wird mit den Zutaten belegt. Sieht das nicht schon sehr lecker aus?

So sieht die verpackte Tarte Tatin Surprise aus.

So kommt die Tarte Tatin Surprise aus dem Ofen

Ein echtes Gedicht - die Tarte Tatin Surpise.

So lecker, echt! Ich könnte sie jeden Tag essen und notfalls auch ohne den Schinken. Die Tarte schmeckt süß, saftig, cremig, kross – die müsst ihr unbedingt mal backen!


Zubereitung • Tarte Tatin Surprise •

Eine ca. 22 cm Durchmesser Backform mit Backpapier auslegen.

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Den Backofen auf 130° C vorheizen. Kirschtomaten halbieren, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen, salzen, pfeffern, mit Olivenöl beträufeln und in den Backofen geben. Dort dürfen sie jetzt 45 Minuten trocknen.

Kartoffeln schälen, 25 Minuten in kochendem Salzwasser garen, danach in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Jetzt den Schinken mit einem EL Olivenöl bei mittlerer Hitze in der Pfanne braten und nach 2-3 Minuten die Zwiebeln dazugeben und leicht bräunen.

Einen kleinen Topf mit dem Zucker und der Butter erhitzen und ständig mit dem Kochlöffel rühren, bis ein leckeres Karamell entsteht. Dunkel soll es sein, aber nicht schwarz, also gut aufpassen. Das gilt auch für mich, staatlich geprüfter Karamellverbrenner! Ist das Karamell fertig, wird es vorsichtig in die Backform gegossen und gleichmäßig am Boden verteilt. Darauf kommen die Thymianblättchen, die natürlich vorher noch abgezupft werden.

Jetzt werden die Kartoffelscheiben auf dem Karamellboden verteilt, gesalzen und gepfeffert. Danach werden die Zwiebeln, die Tomaten und der Speck über die Kartoffeln gegeben. Zum Schluss werden kleine Flocken vom Ziegenfrischkäse drumherum verteilt.

Nun fehlt nur noch der Deckel in Form des Blätterteigs. Dieser wird über die Tartefüllung gelegt und der Teigrand wird vorsichtig zwischen Backform und Füllung gesteckt. Geschafft!

Den Backofen auf 200° C vorheizen und die Tarte 25 Minuten backen. Danach die Hitze auf 180° C verringern und die Tarte weitere 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, endlos lange 5 Minuten abkühlen lassen, stürzen und dann ran an das Baby.

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Quelle: Frauenzeitschrift evtl. Glamour, meint die Frau

  • 500 g kleine Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten
  • 200 g Kirschtomaten
  • 3-4 Scheiben Schwarzwälder Schinken, zerzupft
  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • fertig ausgerollter Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 40 g Zucker
  • 10 g Butter
  • Olivenöl extra
  • 3 Zweige Thymian
  • Salz und Pfeffer

über

Ich koche mit viel Leidenschaft und liebe die einfache Küche. Schnell und lecker schließen sich nicht aus und genau das versuche ich auf meinem Blog zu zeigen. Neben meiner Leidenschaft für das Kochen bin ich glücklicher Papa des tollsten Jungen auf der Welt und ein unverbesserlicher Optimist.

11 Kommentare zu “Tarte Tatin Surprise

  1. Tartes sind superlecker, einfach und gut zur Resteverwertung. Allerdings mache ich schnell (!) einen Mürbeteig, weil ich Blätterteig zu mächtig und bröselig finde. Und wenn ein Teig-Legastheniker wie ich das hinbekommt, schaffst Du das auch :) Dann braucht man nur noch Phantasie beim Belag und hat immer ein superleckeres Essen, das man auch toll mit in die Arbeit nehmen kann am nächsten Tag. Vorausgesetzt, es ist noch was übrig :)
    • Gib mir bei Gelegenheit mal dein Mürbeteig Rezept. Ich bin nämlich Teig-Legastheniker-Legastheniker-Legastheniker-Legastheniker. Ich könnte mir auch eines ergogglen, aber wenn es am Ende nicht klappt, kann ich wenigstens sagen: Du warst es! :biggrin: "Schatz, Julia hat Schuld" - dann bin ich nämlich raus aus der Nummer :erleichtert: :zwinker:
  2. Das sieht göttlich aus :sabber:
    • Die schmeckt auch wirklich grandios. Da hat die Frau ein gutes Händchen bewiesen. Klug wie sie ist, nutzt sie das auch immer bei neuen Rezeptvorschlägen aus: "Denk an die Tarte, die wolltest du auch nicht und jetzt liebst du sie!". Raffiniertes Ding.
  3. Wozu hat "frau" einen Food-Blog? Guckst Du hier: http://germanabendbrot.wordpress.com/2011/07/15/tarte-bonne-soiree-mit-oliven-grillgemuse-und-thymian/ Oder Du gibst einfach "Tarte" in der Suchmaske im Blog ein. Ich habe eine mit Spinat, eine mit Pfifferlingen, eine mit Grillgemüse und eine mit Tomaten und Zucchini im Blog. Da ist sicher was dabei :) Viel Spaß! Und: Mürbeteig braucht Körperwärme! Also unbedingt mit den Händen kneten, bis die Masse homogen ist.
    • Da hätte ich ja auch mal von alleine drauf kommen können, einfach mal in deinem Blog zu schauen :rolleyes: Danke dir, da ist sogar ganz sicher was dabei :smile:
  4. Das ist ja eine fantastische Idee!!!
  5. Selber bin ich noch nie dazu gekommen diese Tart zu machen. Aber, ich habe einen ganz lieben Schwiegersohn und er hat genau diese Tart als Begrüßungsessen gezaubert bei unserem letzten Besuch und ich war begeistert :wub: Es hat super geschmeckt und da ich weiss, er liest hier mit, bedanke ich mich noch einmal auf diesem Weg für das tolle Essen. :wink:
  6. Barbara Wolf
    Das Original-Rezept stammt aus dem Kochbuch "Genussvoll vegetarisch" von Yotam Ottolenghi. Nicht nur dieses, sondern auch seine beiden anderen Kochbücher sind wärmstens zu empfehlen. Ein wirklicherer Star am englischen Kochhimmel. Ottolenghi bereitet einem ein völlig neues Geschmackserlebnis, YUMMIE!
    • Oh. Danke für den Hinweis und den Tip Barbara. :smile: Da schaue ich mir gleich mal seine Bücher an. Vielleicht vergrößert er ja meine Sammlung!

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