Rezept für ein super leckeres Buttermilchbrot mit toller Kruste

Frisch gebackenes Brot, innen noch warm herrlich duftend, dazu ein großer Klecks Butter und oben drauf eine gute Prise allerbestes Meersalz. Mal ehrlich, wenn man das nur liest entstehen doch automatisch herrliche Bilder im Kopf und der Zahn fängt an zu tropfen oder nicht? Gibt es Menschen, die frisches Brot nicht lieben? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Leider esse ich viel zu häufig Industriebrot oder Brötchen, die mal eben schnell im Ofen aufgebacken werden. Manchen davon sind gerade noch ok, aber mehr eben auch nicht. Selbst das gekaufte Brot beim Bäcker schmeckt nicht mehr wie es eigentlich schmecken sollte, weil immer mehr Bäckereien Fertigbackmischung (mit chemischen Zusätzen) für ihre Backwaren benutzen und es in meiner näheren Umgebung auch keine guten Bäckereien mehr gibt. Um den nächsten guten Bäcker zu erreichen, fahre ich mit dem Auto gute 40 Minuten. Echt eine Schande.

Mein erstes selbstgebackenes Brot - ich liebe das Schätzchen!
Mein erstes selbstgebackenes Brot – ich liebe das Schätzchen!

Schon vor längerer Zeit hatte ich mir vorgenommen, mich auch endlich mal mit dem Brot backen zu beschäftigen. Auch wenn die Zeit oft knapp ist, aber einmal die Woche muss es doch möglich sein ein frischen Brot zu backen und damit die ganze Woche über Freude zu haben. Letzte Woche habe ich das Vorhaben dann endlich in die Tat umgesetzt und mein erstes Brot selbst gebacken. Schaut es euch mal an, was für eine Schönheit! 🙂

Den Teig habe ich in ein Gärkörbchen zum "gehen" gelegt.
Den Teig habe ich in ein Gärkörbchen zum “gehen” gelegt.
Das Brot hat aus allen Perspektiven eine gute Figur gemacht!
Das Brot hat aus allen Perspektiven eine gute Figur gemacht!
Die Kruste vom Buttermilchbrot war super knusprig
Die Kruste vom Buttermilchbrot war super knusprig.

Auf der Suche nach einem “relativ” einfachen Rezept auf Hefebasis, bin ich auf das Buttermilchbrot von Slava gestoßen. Das sah nicht nur optisch hübsch aus, das schien auch für einen totalen Anfänger, wie ich es bin, gut geeignet zu sein. Ich möchte mich ja langsam an das Thema Brot backen rantasten und dabei möglichst Erfolge haben, sonst ist man leicht mal gefrustet und kaut wieder auf dem ollen Industriebrot rum.

Auch im Anschnitt sah das Buttermilchbrot echt lecker aus :)
Auch im Anschnitt sah das Buttermilchbrot echt lecker aus 🙂

Slava backt das Brot in einer speziellen Backform, die ich nicht hatte. Da das Brot mit Deckel gebacken werden sollte, habe ich kurzerhand einen Bräter dafür verwendet, den ich vorher leicht gemehlt habe. Wie ihr an den Fotos oben sehen könnt, hat das auch wunderbar funktioniert. Das Brot ist wirklich absolut fantastisch geworden (Danke Slava, für das tolle Rezept!) und eigentlich viel zu gut für mein allererstes selbstgebackenes Brot. Da kann es ja fast nur noch abwärts gehen.

Wie sieht das bei dir aus? Backst du ab und zu dein Brot selbst? Gibt es noch gute Bäcker in deiner Umgebung, wo das Brot noch wie Brot schmeckt? Kennst du ein Brotrezept für Anfänger, an das ich mich mal wagen kann? Dann poste es mir doch in die Kommentare. Dankeschön!

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Bis demnächst mal wieder,

Malte.

Buttermilchbrot

10 minVorbereitung

60 minKochzeit

1 hr, 10 Gesamtzeit

Recipe Image

Zutaten

670 g Mehl (Typ 550)

75 g Dinkelmehl

75 g dunkles Weizenmehl (Typ 1050)

25 g frische Hefe

500 ml Buttermilch

1 EL Wasser

2 EL Olivenöl

1 1/2 TL Salz

1 TL Zucker

Zubereitung

  1. Die Buttermilch lauwarm erwärmen und die Hefe sowie den Zucker zusammen mit 1 EL Wasser in der Buttermilch auflösen. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben, kurz miteinander vermischen und die Buttermilch-Hefe-Mischung angießen.
  2. Alles miteinander vermischen und den Teig ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Ich knete den Teig in der Schüssel mit den Händen kurz an, gebe ihn dann auf die Arbeitsfläche und knete ihn dort fertig.
  3. Eine Schüssel leicht ölen und den Teig darin herumwälzen, herausnehmen und noch einmal kurz gut durchkneten. Den Teig einmal falten, zu einem ovalen Leib formen und mit Wasser bestreichen. Leicht bemehlen und zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
  4. Ich lege den Teig dazu in ein Gärkörbchen, damit er schön in Form bleibt. Das Körbchen stand jahrelang nur rum und ich bin voll happy, dass ich es jetzt endlich benutzen kann. Der Teig ist im Körbchen auch super gegangen, schön in die Höhe.
  5. Den Brotleib in eine leicht gemehlte Form mit Deckel geben (siehe oben), in den kalten Ofen schieben und die Temperatur im Ofen auf 240°C Ober- und Unterhitze einstellen. Das Brot auf der untersten Schiene mit Deckel für ca. 60 Minuten backen und die letzten 7-10 Minuten evtl. den Deckel entfernen, falls das Brot noch nicht perfekt gebräunt ist. Das ist abhängig vom Ofen und von der Backform, die verwendet wird.

Hinweise

Der Teig sollte ca. 30 Minuten gehen.

7.8.1.2
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https://www.malteskitchen.de/buttermilchbrot/

Lust auf noch mehr leckeren Hefeteig?

über

Ich koche mit viel Leidenschaft und liebe die einfache Küche. Schnell und lecker schließen sich nicht aus und genau das versuche ich auf meinem Blog zu zeigen. Neben meiner Leidenschaft für das Kochen bin ich glücklicher Papa des tollsten Jungen auf der Welt und ein unverbesserlicher Optimist.

13 Kommentare zu “Buttermilchbrot

  1. Wow :wub:
  2. Das Brot sieht super aus. Wenn du aber an den "echten Brotgeschmack" willst, führt mMn kein Weg an einem ordentlichen Sauerteig vorbei. Dann brauchst du nämlich auch weniger Hefe, was man auch wiederum schmeckt. Bei mir im Blog findest du ein super Bauernbrot. Sieht erstmal nach ein bisschen Arbeit aus, ist es aber nicht. Man brauch nur ein wenig Zeit - wie für jedes gute Brot. Ansonsten mal auf dem ploetzblog stöbern. Das ist meine Brot-Rezept-Adresse Nr. 1
    • Ich hab mir das Rezept von deinem Bauernbrot gerade mal angeschaut und ich glaube, ich wage mich die Tage da mal ran. Das kein Weg am Sauerteig vorbeiführt, hatte ich in den letzten Tage auch immer mal wieder gelesen. Ich habe da aber auch Bock drauf und wollte das irgendwann angehen. Ich denke mal, dein Rezept wäre ein guter Start. Erspart mir jetzt auch das Suchen, Danke dir :biggrin:
  3. Ich will das jetzt! Viele Liebe Grüße, Claudia
  4. Lieber Malte, dein Brot sieht ja ganz fantastisch aus, meinen Glückwunsch. Du wirst sehen, wenn du einmal mit dem Brot backen angefangen hast, wirst du nie wieder damit aufhören. Ich wünsche gutes Gelingen! Grüsse, Eva
  5. Hallo, spät aber doch, noch einen Tipp... backe seit letztem Jahr überwiegend unser Brot selbst, eben weil ich die Qualität vom gekauften Brot nur noch geärgert hat. Unser Standardbrot ist das 5-Minuten-Brot von Anita *olleshimmelsglitzerding* :) solltest du mal probieren. Ich nutze Balsamico statt Obstessig und Dinkelmehl :). LG Remisa
  6. Dietrich
    Das Brot kam sehr gut raus, danke fuer das Rezept. Habe ein paar Aenderungen an der Mehlkombination gemacht, ich nahm “bread flour” und “whole wheat”, die Deutschen Mehlarten sind hier (Canada) nicht so leicht zu bekommen, man nimmt halt aehnliches. Dazu habe ich sunflower seeds in den Teig gegeben und in einem Dutch Oven mit Deckel gebacken. Ich hatte Brot noch nie in einem kalten Ofen angefangen, bin positiv ueberrascht. Dies wird in Zukunft zu meinem Grundrezepten gehoeren.
  7. Hallo, kann man das Brot auch mit normaler Milch machen? Ich mag nämlich absolut keine Buttermilch... Oder schmeckt man die gar nicht raus? Danke und Grüße :-)
    • Hallo Caro, da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Bisher habe ich es immer nur mit Buttermilch gebacken. Ich könnte mir aber gut Joghurt statt Buttermilch vorstellen, falls du Joghurt lieber magst.
  8. Ursula Steinke
    Hallo Malte, ich würde gerne Dein Buttermilchbrot nachbacken. Kannst Du mir bitte noch sagen, welche Form die Form für diese Menge an Teig haben sollte? Oft benutze ich auch einen ovalen Bräter (22 cm Innenmaß). Wäre das ausreichend?

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