Heute gibt es mal wieder ein Rezept aus Omas Schatzkiste und die älteren Semester unter uns werden das sicherlich noch aus ihrer Kindheit kennen. Der Ofenschlupfer, in manchen Regionen auch als Scheiterhaufen bekannt, ist ein süßer Auflauf aus alten Brötchen, kombiniert mit Milch, Äpfeln und Mandelblättchen. Ganz einfach gemacht und wirklich lecker!

Ursprünglich ist der Ofenschlupfer wahrscheinlich als Resteverwertung entstanden. Aus altbackenen Brötchen, Milch und Eiern entsteht ein süßer Auflauf, der mit wenigen Mitteln zubereitet werden kann und der kein bisschen nach Resten schmeckt. Ein einfaches Essen, wahrscheinlich früher auch ein „arme Leute“ Essen, das aber wirklich großartig schmeckt.
Ich muss nicht extra erwähnen, dass mein Sohn verrückt nach dem süßen Auflauf ist. Am liebsten mag er ihn natürlich mit selbstgemachter Vanillesoße. Da freut er sich dann oft schon Tage vorher darauf und ich kann das auch verstehen. Auch wenn der Ofenschlupfer so einfach gemacht ist und mit so simplen Zutaten auskommt, ist das Geschmacklich trotzdem etwas Besonderes, das man nicht jeden Tag isst.

Wichtige Zutaten für den Ofenschlupfer
Resteverwertung bedeutet natürlich auch, dass man hier nicht viel einkaufen braucht. Wir müssen oft nur die Brötchen am Vortag kaufen, die gibt es bei uns nämlich eher selten und kaum auf Vorrat. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Brötchen: Am besten vom Vortag oder noch älter. Altbackene Brötchen saugen die Eiermilch richtig gut auf. Alternativ geht auch schon trocken gewordenes Hefegebäck wie ein Hefezopf.
- Milch und Eier: Daraus entsteht die Eiermilch, die den Ofenschlupfer schön saftig macht.
- Zucker, Vanillezucker und Zimt: Zimt passt so gut zum Apfel, deswegen kommt etwas in meinen Scheiterhaufen.
- Äpfel: Ich nehme zum Backen gerne Boskop Äpfel. Du kannst sie schälen, musst es aber nicht.
- Rosinen: Ich finde, sie gehören hinein, meine Frau mag sie leider gar nicht. Wer sie nicht mag, lässt sie einfach weg.
- Mandelblättchen: Etwas Knuspriges muss sein und Mandelblättchen sind einfach perfekt dafür geeignet!
- Butter und Semmelbrösel: Damit sich der Auflauf gut löst und nicht kleben bleibt, wird die Form gefettet und mit Semmelbrösel ausgestreut.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.

Tipps zur Zubereitung des Ofenschlupfers
Ich weiß, dass meine Mutter den Ofenschlupfer schon aus ihrer Kindheit kannte. Das ist also wirklich ein sehr altes Gericht, dass von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Mit ein bisschen Glück wird mein Sohn das irgendwann auch für seine Kinder kochen. Schwierig ist die Zubereitung ja ohnehin nicht, ein paar Tipps gebe ich dir aber wieder mit.
- Ich nehme für meinen Ofenschlupfer altbackene Brötchen, weil sie die Eiermilch gut aufsaugen und dabei trotzdem nicht zu matschig werden, was bei frischen Brötchen viel schneller passiert.
- Während ich die Äpfel vorbereite, lasse ich die Brötchen in der Eiermilch ziehen. So saugen sie sich richtig voll und der Ofenschlupfer wird schön saftig.
- Brötchen und Flüssigkeit vermenge ich ganz vorsichtig mit den Händen. Die aufgeweichten Scheiben zerfallen schnell und sie sollten im Auflauf noch ein wenig ihre Form behalten.
- Wenn du Rosinen verwendest, weiche sie vorher in warmem Wasser oder Apfelsaft ein.
- Ich nutze gerne einen Hobel und kein Messer und hobele die Apfelscheiben schön dünn, damit sie in der Backzeit richtig weich werden. Ob mit oder ohne Schale, ist Geschmackssache. Am liebsten greife ich zu säuerlichen Äpfeln wie Boskop, weil sie die Süße gut ausbalancieren.
- Die Form fette ich mit etwas Butter ein und streue sie mit Semmelbröseln aus. So löst sich der Ofenschlupfer später besser und bekommt am Rand eine feine Kruste.
- Die Mandelblättchen solltest du im Ofen gut im Blick behalten, sie verbrennen schnell. Notfalls musst du den Auflauf locker mit Backpapier abdecken.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
Super lecker! Wirklich wunderbar im Geschmack, toll in der Konsistenz und mit Vanillesoße ein absolutes Träumchen. Ich bin ja auch ein „Süßer“ und wenn mir etwas schmeckt, dann kann ich ordentlich zulangen. Mein Sohn spendiert mir auch häufiger mal einen kritischen Blick, wenn die Portion auf meinem Teller in seinen Augen grenzwertig groß aussieht. 😀

Ich kann dich heute wieder nur mir eine Empfehlung entlassen, den Scheiterhaufen aka Ofenschlupfer mal zu probieren. Er wird dir bestimmt gut schmecken. Vielleicht kennst du ihn ja auch schon, dann schreibe mir das doch bitte mal in die Kommentare. Danke sehr!
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Du suchst noch mehr Ideen für die Apfelsaison? Dann probiere als fruchtige Beilage mein Apfelkompott oder backe meinen saftigen toskanischen Apfelkuchen. Und wer süße Aufläufe aus Brötchen mag, wird auch meinen Kirschmichel lieben.

Ofenschlupfer mit Äpfeln
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 300 g Brötchen, altbacken
- 400 ml Milch
- 4 Eier
- 60 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1/2 TL Zimt
- 400 g Äpfel
- 30 g Rosinen, optional
- 60 g Mandelblättchen
- 1 Prise Salz
- etwas Butter für die Form
- 1-2 EL Semmelbrösel für die Form
Rezept Zubereitung
- Die altbackenen Brötchen in gleichmäßige Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
- Die Rosinen in etwas warmen Wasser oder Apfelsaft einweichen.
- Milch, Eier, Zucker, Vanillezucker, Zimt und eine Prise Salz in einer Schüssel verquirlen. Über die Brötchen gießen und alles vorsichtig vermengen, sodass sich alles mit der Flüssigkeit vollsaugen kann.
- Währenddessen die Äpfel (auf Wunsch schälen), vierteln, entkernen und in dünne Scheiben hobeln.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform leicht mit Butter fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
- Eine Schicht der eingeweichten Brötchen in die Auflaufform geben. Die Hälfte der Rosinen und der Apfelscheiben darüber verteilen.
- Eine zweite Schicht Brötchen einfüllen und mit Äpfeln und Rosinen abschließen.
- Nun die Mandelblättchen gleichmäßig über allem verteilen und den Scheiterhaufen auf mittlerer Schiene für 30-35 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Dazu passt Vanillesoße.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Hi Malte,
statt Rosinen nimm doch mal getrocknete cranberries… für Nichtrosinenfans oft eine gute Alternative. Vielleicht vorher etwas einweichen in Saft…
Try it 😉
Danke für den Tipp, Sabine. Ich frage mal die Familie. 🙂
Das hat meine Omi früher auch immer gemacht. Ich habe es längst vergessen. Danke für diese schöne Erinnerung Malte 🥰
Liebe Ines, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es freut mich sehr, dass dich der Ofenschlupfer an deine Omi erinnert hat. 🙂