Heute habe ich dir mein Rezept für einen italienischen Klassiker und eines der berühmtesten Brote der Welt mitgebracht. Die Focaccia ist nicht nur in Italien beliebt, überall auf der Welt wird sie gerne gebacken. Dieses tolle Brot ist innen luftig, weich und hat gleichzeitig eine herrlich knusprige Kruste! Meine Focaccia gelingt zudem auch noch ganz ohne Kneten und macht kaum Aufwand.

Focaccia ist für mich eines dieser Brote, die man zu so vielen Gelegenheiten servieren kann. Als Beilage zum Grillen, zu Antipasti oder einfach nur so mit gutem Olivenöl und Balsamico zum Dippen. Ich schneide die Focaccia auch gerne auf und mache daraus richtig leckere Sandwiches. Mit Mozzarella, Tomaten, Rucola und Burrata – herrlich! Aus meinem Rezept bekommst du übrigens vier große Sandwiches, falls du das so planst.
Das Schöne an Focaccia ist, dass sie trotz der wenigen Zutaten so unglaublich gut schmeckt. Der Teig ist weich und luftig, die Oberfläche schön knusprig und durch den Rosmarin und die Meersalzflocken bekommt das Brot eine wunderbare Würze. Wenn du magst, kannst du die Focaccia direkt nach dem Backen noch mit Knoblauchöl bestreichen. Das gibt ihr geschmacklich noch einmal einen richtigen Kick!

Die wichtigsten Zutaten für die Focaccia
Focaccia ist ein Hefebrot und kommt mit ganz klassischen Zutaten aus: Mehl, Hefe, Wasser, Olivenöl und Salz. Das Geheimnis liegt in der Geduld beim Gehenlassen. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Weizenmehl Typ 00 – das ist ein sehr fein gemahlenes italienisches Mehl, das dem Teig seine wunderbar luftige Konsistenz gibt. Es hat einen hohen Proteinanteil. Dadurch kann der Teig das Wasser besser aufnehmen.

- Trockenhefe – ich verwende gerne Trockenhefe, weil ich sie immer auf Vorrat im Schrank habe. Frische Hefe funktioniert natürlich genauso gut. Dann brauchst du 21 g frische Hefe.
- Olivenöl – ein gutes Olivenöl ist bei italienischem Brot wirklich wichtig. Es macht den Teig geschmeidig und gibt Geschmack. Ich nehme gerne ein natives Olivenöl extra.
- Rosmarin und Meersalzflocken – die klassische Kombination für Focaccia. Der Rosmarin gibt dem Brot ein herrlich mediterranes Aroma und die groben Meersalzflocken sorgen für knusprige, salzige Momente beim Reinbeißen.
- Optional: Knoblauchöl – mein absoluter Geheimtipp! Bestreiche die gebackene Focaccia direkt nach dem Backen mit Knoblauchöl. Absolut himmlisch, sage ich dir! Wie ich es mache, schreibe ich unten im Rezept.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim Backen der Focaccia zu beachten?
Focaccia backen ist wirklich nicht schwer, aber der Teig braucht seine Zeit zum Gehen und will ein paar Mal gefaltet werden. Das klingt aufwendiger als es ist – versprochen! Hier ein paar Tipps, damit deine Focaccia garantiert gelingt:
- Das Wasser für die Hefe sollte lauwarm sein, nicht heiß. Zu heißes Wasser tötet die Hefe ab und dann geht der Teig nicht auf. Die optimale Temperatur sollte unter 40 Grad liegen.
- Das Falten des Teiges ist wichtig, damit sich das Glutengerüst entwickelt und der Teig schön elastisch wird. Feuchte deine Finger vor jedem Faltvorgang mit Wasser an, dann klebt der Teig nicht so an den Händen. Die Uhrzeiger-Technik (siehe Rezeptkarte) klingt kompliziert, ist aber kinderleicht, wenn du sie einmal gemacht hast.
- Zwischen den Faltdurchgängen muss der Teig jeweils 30 Minuten ruhen. Das ist wichtig, damit er seine luftige Struktur entwickeln kann. Plane also genug Zeit ein – insgesamt sind es etwa 3 Stunden Gehzeit.
- Wenn du den Teig in die geölte Backform gibst, darfst du ihn nicht ausrollen! Ziehe ihn vorsichtig mit den Händen in alle Richtungen, damit die Luft im Teig bleibt. Das ist das Geheimnis für eine richtig fluffige Focaccia.
- Die typischen Mulden in der Focaccia machst du, indem du deine Finger mit Olivenöl benetzt und sie dann sanft in den Teig drückst. Das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt auch dafür, dass sich in den Vertiefungen kleine Olivenöl-Seen bilden!
- Lasse die Focaccia nach dem Backen wirklich mindestens 25 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen. So kann die Feuchtigkeit entweichen und die Unterseite wird nicht labberig.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Was soll ich sagen? Diese Focaccia ist einfach wunderbar!
Der Duft, der durchs Haus zieht, während sie im Ofen backt, ist schon die halbe Miete. Und dann dieser erste Biss in das noch leicht warme Brot mit der knusprigen Kruste, dem fluffigen Inneren und diesen aromatischen Rosmarin-Nadeln – da kann man einfach nicht widerstehen!


Ich hoffe, ich konnte dir Lust auf mein Rezept machen. Der Teig braucht zwar seine Zeit zum Gehen, aber die aktive Arbeit hält sich wirklich in Grenzen. Und das Ergebnis? Ein fluffiges, duftendes Brot, das nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch noch unglaublich gut aussieht!
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Schau dir auch gerne mal meine leckere Dinnete mit Kartoffeln an, die wird dir auch schmecken. Richtig lecker ist auch meine Pizza mit Parmaschinken oder meine Spargelpizza.

Focaccia mit Rosmarin | Rezept ohne Kneten
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 450 ml Wasser
- 7 g Trockenhefe
- 600 g Weizenmehl, Typ 00
- 12 g Salz
- 2 EL Olivenöl
- Rosmarin
- Meersalzflocken
Knoblauchöl
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- Meersalz
Rezept Zubereitung
- Die Trockenhefe in 450 ml lauwarmes Wasser rühren und 10 Minuten stehen lassen. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz verrühren.
- 30 ml Olivenöl und das Hefewasser zum Mehl geben und mit einem Holzlöffel verrühren, bis das Mehl das gesamte Wasser aufgenommen hat. Mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 – 45 Minuten gehen lassen (30 Min. ab Raumtemperatur von 20 °C, bei niedrigerer Temperatur 45 Min. Gehzeit).
- Eine Schüssel Wasser bereitstellen und die Finger darin anfeuchten. Nun wird der Teig viermal gefaltet. Stelle dir dazu eine Uhr vor. Du greifst den Teig bei 12 Uhr, ziehst ihn hoch und faltest ihn zur gegenüberliegenden Seite (6 Uhr). Danach greifst du den Teig auf 3 Uhr und faltest ihn zur gegenüberliegenden Seite 9 Uhr. Nun greifst du den Teig bei 6 Uhr und faltest ihn nach 12 Uhr und zum Schluss greifst du ihn bei 9 Uhr und faltest ihn zu 3 Uhr.
- Den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Danach wieder viermal falten. Erneut 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen und viermal falten. Erneut 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen und letztmalig viermal falten. Mit dem Geschirrtuch abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen.
- Den Backofen auf 220 °C Umluft oder 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform mit Olivenöl auspinseln. Den Teig in die Form füllen und dabei in alle Richtungen ziehen (Nicht ausrollen, die Luft muss im Teig bleiben!), damit er gleichmäßig verteilt in der Form liegt. Mit dem Geschirrtuch abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
- Die Finger mit Olivenöl benetzen und mit den Fingerspitzen kleine Mulden in den Teig drücken. Den Rosmarin in die Mulden drücken und den Teig mit Meersalzflocken bestreuen.
- Die Focaccia im vorgeheizten Backofen 25 Minuten backen. Eventuell in den letzten 10 Minuten mit Backpapier abdecken. Herausnehmen und sofort mit dem Knoblauchöl bestreichen oder mit 1-2 EL Olivenöl beträufeln.
- 5 Minuten in der Form ruhen lassen. Dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter mindestens 25 Minuten auskühlen lassen.
Optional: Knoblauchöl
- Den Knoblauch schälen und fein hacken. Eine Prise Meersalz auf dem Knoblauch verteilen und den Knoblauch auf einem Holzbrett mit dem Messerrücken zu einer feinen Paste reiben. Mit dem Olivenöl verrühren.
Anmerkungen
- Ich backe die Focaccia in einer Form mit den Maßen 34 x 20 cm.
- Aus der Focaccia bekommt man 4 große Sandwiches.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Moin,
die Focaccia ist wirklich lecker, innen fluffig und außen knusprig, wie sie sein soll.
Einziges Manko : Sie wollte partout nicht aus der Form.
Nächstes Mal werde ich es mit Backpapier statt Einfetten versuchen.
Erst einmal freue ich mich natürlich riesig, dass dir die Focaccia gefallen hat und geschmeckt hat, Lisa. Ganz lieben Dank für dein nettes Feedback und die tolle Bewertung. 🙂
Ich frage mich natürlich, warum sich das bei dir nicht aus der Form gelöst hat, weil das bei mir mit meiner Form echt überhaupt kein Problem ist. Das flutscht richtig raus.