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Krautwickel in Tomatensauce {nach Alfons Schuhbeck}

Rezept für Krautwickel in Tomatansauce

Im Moment ist das Wetter hier im Ruhrpott richtig schön und die Sonne verwöhnt uns noch etwas mit angenehmer Wärme und dem dazu passenden blauen Himmel. Bitte noch ein paar Wochen mehr davon, lieber Wettergott. Besonders gut hast du es dieses Jahr nicht mit uns gemeint und dein Sommer war eher für den Popo die Katz. Also streng dich an!

Vor ein paar Tagen war es hier im Pott allerdings schon richtig ungemütlich und es sah so aus, als ob der Herbst schon Hallo sagt. Es war regnerisch und kalt und das hat sich auch auf meinem Teller bemerkbar gemacht. Es gab die ersten Kohlrouladen des Jahres, weil ich bei diesem Sauwetter etwas Deftiges brauchte. Im Buch “meine bayrische Küche” von Alfons Schuhbeck hatte ich ein schönes Rezept für Krautwickel in Tomatensauce entdeckt und habe mich kurzerhand daran versucht. Hier kommt das Ergebnis.

Die Krautwickeln in Tomatensauce haben mir super geschmeckt

Das hackfleisch wird gut gewürzt

Die Krautwickel ordentlich mit Farbe anbraten

Eine tolle Würzmischung sorgt für viel Geschmack

Die Krautwickel in Tomatansauce nach Alfons Schuhbeck schmecken super

Bisher habe ich Kohlrouladen immer nur mit einer klassischen Bratensauce gegessen und das man sie auch in einer Tomatensauce servieren kann, war mir neu. Da ist mir wirklich etwas entgangen, die Krautwickel in Tomatensauce schmecken nämlich absolut großartig. Ich bin wirklich begeistert von der fruchtigen Sauce und der tollen Würze, die sie durch die Beigabe der Gewürzmischung bekommen hat. Ein ganz tolles Gericht bzw. Rezept das von nun an häufiger gekocht wird.

Krautwickel in Tomatensauce {nach Alfons Schuhbeck}

1 hr, 30 Gesamtzeit

Recipe Image

Zutaten

Für die Krautwickel & Füllung:

1 Weißkohl (4 Blätter)

250 ml Geflügelbrühe

400 g Hackfleisch, gemischt (Kalb / Schwein)

60 g Toastbrot

100 ml Milch

1 kleine Zwiebel

1 Ei

1 EL Butter

1 TL scharfer Senf

Abrieb einer 1/2 Zitrone

1/2 TL Majoran

1 EL Petersilienblätter, fein gehackt

Salz und Pfeffer

1 EL Öl

Für die Sauce:

200 g passierte Tomaten

1 Möhre

1 Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt plus 2 Scheiben Knoblauch

1 TL Tomatenmark

1 EL Öl

1 EL kalte Butter

Salz Zucker, Cayennepfeffer

Zubereitung

    Krautwickel:
  1. Vom Weißkohl den Strunk rausschneiden, 4 einzelne Blätter entfernen und die Blätter für einige Minuten im kochenden Wasser kochen. Die Blätter sollten elastisch sein, damit du sie später gut rollen bzw. falten kannst. Bei mir hat das so knappe 5-6 Minuten gedauert. Die Blätter aus dem Wasser nehmen und die Blattrippen mit einem Messer flach schneiden und die Blätter mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Für die Füllung der Krautwickel zunächst das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in einer Schüssel in der Milch einweichen. Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter bei milder Hitze glasig anschwitzen und kurz abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Ei mit dem Senf und der Zitronenschale vermengen.
  3. Das Hackfleisch zusammen mit dem eingeweichten (vorher kurz ausgedrückten) Toastbrot, den Zwiebelwürfeln sowie der Eimischung in eine Schüssel geben und die Zutaten vermischen. Mit Salz, Pfeffer, der Petersilie und einer guten Prise Majoran würzen. An dieser Stelle brate ich einen Probeklops um sicher zu gehen, dass das Hackfleisch auch gut gewürzt ist.
  4. Wenn die Würze stimmt, jeweils ein Viertel vom Hackfleisch auf ein Kohlblatt setzen. Die Längsseiten der Blätter einschlagen und die Blätter von der schmalen Seite her aufrollen, dann mit Küchengarn binden. Nähgarn funktioniert hier auch prächtig, falls das Küchengarn beim letzten Rouladenbraten verbraucht wurde und der Dösbadel von Mann vergessen hat Neues einzukaufen.
  5. Die Krautwickel bei mittlerer Hitze in einer Pfanne in 1 EL Öl rundherum anbraten, bis alle Seiten eine schöne Bräune haben. Die Krautwickel beiseite stellen, die Pfanne vom Herd nehmen und den Bratensatz mit der Brühe ablöschen und vom Pfannenboden lösen.
  6. Tomatensauce:
  7. Die Möhre und die Zwiebel fein würfeln und die Knoblauchzehe fein hacken. In einer tiefen Pfanne die Möhre und die Zwiebel in 1 EL Öl bei mittlerer Hitze andünsten und nach 3 Minuten den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls kurz mitandünsten. Das Tomatenmark in die Pfanne geben und ebenfalls kurz mitandünsten. Den Bratensatz aus der Pfanne mit den Krautwickeln sowie die passierten Tomaten angießen, die Krautwickerl hineingeben und zugedeckt bei milder Hitze ca. 30 Minuten schmoren lassen. Nach 25 Minuten die Knoblauchscheiben zugeben, 5 Minuten in der Sauce lassen und wieder entfernen.
  8. Die Krautwickel aus der Sauce nehmen und kurz warm stellen. Piment, Koriander, Pfeffer und Zimtrinde entweder in eine Gewürzmühle füllen oder ganz fein im Mörser zerstoßen. Die Butter in der Sauce zerlassen und mit Salz, 1 Prise Zucker, Cayennepfeffer und den Gewürzen aus der Mühle bzw. aus dem Mörser würzen. Dabei langsam rantasten und vorsichtig abschmecken, damit die Gewürze am Ende die Sauce nicht dominieren. Die Krautwickel mit ordentlich Sauce servieren, dazu passt Kartoffelbrei oder Salzkartoffeln.

Hinweise

Hier die Zutaten für die Gewürzmischung: 1 TL Pimentkörner 1 TL Korianderkörner 1 TL schwarze Pfefferkörner 2-3 Zimtrindensplitter

Die Angaben sind für eine Mühle gedacht. Für den Mörser etwas weniger von allem nehmen oder die gemörserte Mischung aufheben und bei anderen Gerichten verwenden.

7.8.1.2
72
https://www.malteskitchen.de/krautwickel-tomatensauce/

Bei diesem Rezept verwendete oder empfohlene Kochbücher / Utensilien / Produkte:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

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  1. Claudia sagt:
    Ich liebe Kohlrouladen. :wub: Viele liebe Grüße Claudia
  2. Atze sagt:
    Mega miam! Ich liebe Kohlrouladen ebenfalls. In allen erdenklichen Varianten. Man kann die ja auch mit Wirsing oder Rotkohl machen...Auch Tomatensauce dazu ist nichts neues für mich, aber die hier klingt wirklich sehr verheißungsvoll! Gab es auch schon länger nicht, wird also auch bald nachgekocht.
  3. Atze sagt:
    Ich bin ein Fan der "essen & trinken. Für jeden Tag." In der neuen hat Tim Mälzer darin ebenfalls ein Kohlrouladenrezept veröffentlicht. Interessanterweise ebenfalls mit einer Tomatensauce. Ganz interessant, sich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Rezepte anzuschauen, die recht deutlich auch die unterschiedlichen Ansätze, um nicht zu sagen "Kochphilosophien", durchschimmern lassen. Mälzer kommt gewohnt rustikal und hemdsärmlig daher. Da werden die blanchierten Kohlblätter mitsamt der Blattrippe kurzerhand mal locker zwischen zwei Küchentüchern mit einer Kasserolle plattgeklopft.. Schuhbeck ist da schon detailbeflissener und filigraner. Sowohl technisch als auch im Umgang mit den Aromen. Während Mälzer ein wenig Kohl in dünne Streifen schneidet und zusammen mit den Zwiebeln für die Hackfüllung anschwitzt (gute Idee!), gönnt Schubeck der Hackmasse etwas Zitronenabrieb. Usw... :-)
    1. Malte sagt:
      Und ist nicht das genau das tolle am Kochen? :smile: Man kann unterschiedliche Techniken, unterschiedliche Ansätze haben und am Ende sind alle glücklich, wenn das Essen lecker schmeckt. Nachdem ich in Hamburg in der Bullerei gegessen habe, bin ich ja großer Mälzer Fan. Das Essen war fantastisch und das Preis- Leistungsverhältnis war unschlagbar. Der Tim kann es und ich mag seine rustikale Art, auch beim Kochen. Vom Schuhbeck habe ich schon ein paar Gerichte nachgekocht und alles war gut. Ohne Ausnahme. Aber manchmal ist mir seine Küche zu gewürzelastig und überfordert meinen Gaumen. Da noch ein bisschen Zitronenabrieb, hier noch ein bisschen Zimt und Kardamom. Alles gut, aber eben nicht zu oft. Während Mälzers Küche eine Küche für jeden Tag ist.
  4. Atze sagt:
    Sehe ich eigentlich exakt genauso. Ich bin zur Zeit auch Mälzer-Fan, weil er sich wirklich Mühe gibt, z.B. mit dieser Heftreihe von e & t, Alltagsküche lecker in Szene zu setzen. Nur wie es der Alfons mitunter zu bunt mit den Kräutern, Gewürzen und Aromen treibt, so der Tim halt manchmal auch mit der schnoddrigen Hemdsärmeligkeit. So ist die Tomatensauce zu den ansonsten gut durchdachten Kohlrouladen eigentlich eine Frechheit. :-) Da wird Tomatensaft mit Gemüsebrühe verrührt, gesalzen und gepfeffert, mit etwas Zimt bestäubt und mit Kümmel erhitzt. Fertig ist die Plörre! :-))) Nichts, um das etwas sämiger zu machen. Und wieso der nicht gleich Gemüsesaft nimmt und mit Brühe abschmeckt,, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben... :lol: Aber grundsätzlich mag ich Mälzers Kochkunst auch sehr gerne.
    1. Malte sagt:
      Uhh, das klingt aber echt übel :lol:
  5. Atze sagt:
    So, alle hatten Bock auf Kohlrouladen, also wurden sie gemacht. Das Scuhbeckrezept als Basis habe ich mit Ideen des Mälzer-Rezepts und eigenen Erleuchtungen kombiniert. Weißkohl gab es gerade nicht, also nahm ich einen Wirsing. Von dem habe ich die einzelnen Blätter gelöst und die Blätter entlang der Blattrippe einfach mit einer Schere halbiert. Das dicke Ende der Blattrippe habe ich dann ebenfalls abgeschnitten, kleingewürfelt und später mit den Zwiebeln für die Hackmasse angeschwitzt! Die Teile haben ein feines Aroma und eine leichte Süße. Geschmacklich runden sie die Füllung sehr schön ab und volumisieren sie. So gibt es noch mehr - miam. Bei Kohlrouladen gibt es ja grundsätzlich 2 Varianten: welche mit Reis in der Hackfüllung und welche ohne, wie hier. Ich habe für 500 g Hack 125 g Langkornreis genommen. So spart man sich auch gleich die Sättigungsbeilage. :-) Statt also eines ganzen Blattes habe ich 2 hälftig übereinandergelegt und mit der Füllung aufgerollt. Geht auch sehr gut. Ansonsten bin ich streng beim Rezept geblieben. ::-) Mit der Würzmischung sollte man wirklich vorsichtig umgehen. Nicht jeder mag die benutzten Gewürze. Aber alles zusammen ist schon mega lecker!!! Wegen dem Reis würde ich die Schmorzeit um ca. 5 Minuten verlängern. Ich wollte noch eine kleingeschnittene Petersillienwurzel mit in der Sauce verarbeiten, habe die aber leider vergessen.

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