Ich werde bekloppt! Da habe ich mittlerweile über 1200 Rezepte auf meinem Foodblog veröffentlicht und was fehlt: Bratkartoffeln! Meine geliebten Bratkartoffeln. Aber manchmal ist das so. Die einfachen Dinge, die man schon hunderte Male zubereitet hat, die vergisst man. Aber heute wird es nachgeholt und ich habe dir mein Rezept für köstliche Bratkartoffeln mitgebracht.

Leckere Bratkartoffeln zuzubereiten, ist wirklich kein Hexenwerk, aber es kommt durchaus auch auf die Details an. Und darauf, wie perfekt man sie haben möchte. „Schnelle“ Bratkartoffeln, die man in einer Pfanne für 3-4 Personen brät, sind auch lecker, werden aber nicht ganz so knusprig. Die perfekten Bratkartoffeln brät man eher portionsweise.
Ich habe dir natürlich wieder weiter unten im Text ein paar Tipps zur Zubereitung aufgeschrieben. Mein Sohn sagt jedenfalls, dass ich die besten Bratkartoffeln der Welt brate und wenn ich sehe, welche Portionen er davon verdrückt, will ich ihm das mal glauben. Da frage ich mich manchmal wirklich, wo das Kind das hinsteckt. 😀

Die wichtigsten Zutaten für die Bratkartoffeln
Bratkartoffeln sind ganz sicher auch deshalb so beliebt, weil man dafür nur eine handvoll Zutaten braucht. Sie sind zwar nicht super schnell gemacht, aber dafür ist es ein leckeres und günstiges Essen. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Kartoffeln – auf jeden Fall festkochende Kartoffeln, die beim Braten nicht gleich auseinanderfallen.
- Speck – vieles ist ja immer auch Geschmackssache, aber für mich sind es keine richtigen Bratkartoffeln, wenn kein Speck drin ist. Durchwachsen-geräucherter Speck sollte es sein.
- Zwiebeln – schön kräftig angebraten, damit sie ein herzhaft, süßes Aroma entfalten.
- Petersilie – nicht zu viel (für mich), aber etwas Petersilie gehört in die Bratkartoffeln.
- Rapsöl – weil es sich hoch erhitzen lässt. Als Alternative nehme ich Butterschmalz, dann gebe ich später aber keine zusätzliche Butter an die Bratkartoffeln.
- Optional – Bratkartoffeln werden sehr gerne mit etwas Paprikapulver gewürzt. Ich bin aber klassisch unterwegs und verzichte auf das Paprikapulver. Dafür serviere ich die Bratkartoffeln immer mit einem Spiegelei.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim Braten der Bratkartoffeln zu beachten?
Eigentlich sollte man meinen, dass Bratkartoffeln ganz einfach zu machen sind. Grundsätzlich stimmt das ja auch. Aber es gibt ein paar Feinheiten, die man beachten sollte, weil die Bratkartoffeln dann einfach besser gelingen und besser schmecken.
- Du solltest die Kartoffeln auf jeden Fall vorkochen und abkühlen lassen. Das muss nicht unbedingt am Vortag geschehen. 3-4 Stündchen vorher reichen für ein schönes Ergebnis aus.
- Das Abkühlen der vorgekochten Kartoffeln ist deshalb so wichtig, weil sie im heißen Zustand in der Pfanne beim Braten auseinanderfallen würden. Und du möchtest ja Scheibchen und keine Brocken.
- Ich würde dir empfehlen, die Kartoffeln beim Vorkochen nicht gar zu kochen. Sie können noch einen festen Kern haben. Beim Braten sind sie ja doch noch mal einige Minuten in der Pfanne und garen weiter. Wenn du sie nicht gar kochst, bekommst du auf diese Weise ein wunderbares Ergebnis hin.
- Wunderbar bedeutet bei Bratkartoffeln außen knusprig und innen weich (und nicht trocken!)
- Die Kartoffelscheiben sollten nicht zusammen mit den Zwiebeln und dem Speck gebraten werden. Das austretende Wasser der Zwiebeln weicht die Kartoffeln auf. Also lieber getrennt braten, wenn deine Bratkartoffeln wirklich knusprig werden sollen.
- Perfekte Bratkartoffeln bekommt man nur hin, wenn man nicht zu viele Kartoffeln auf einmal brät. Wenn die Kartoffeln übereinanderliegen und nicht im Fett ausbraten, werden sie nicht knusprig und zu viele Kartoffeln in der Pfanne sorgen für viel Dampf, der die Kartoffelscheiben aufweicht.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
Was soll ich sagen? Das ist einfach ein leckeres Essen! Bratkartoffeln sind ja nicht umsonst so ein beliebter Klassiker und eigentlich auch deutsches Kulturgut. Herrlich, deftig und so einfach gemacht und trotzdem so gut, dass die Portion nie groß genug sein kann.
Ich finde auch das Spiegelei dazu wichtig, das im optimalen Fall ein noch flüssiges Eigelb haben sollte. Wenn sich das cremige Eigelb mit den Bratkartoffeln vermischt, bin ich im kulinarischen Himmel!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Wenn du eine Schwäche für Hausmannskost hast, schau dir auch mal meine Möhren untereinander an oder den deftigen Spitzkohl mit Hackfleisch. Richtig gut schmeckt auch mein Rahmwirsing mit Sahne.

Klassische Bratkartoffeln mit Speck & Zwiebeln
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Rezept Zutaten
- 1 kg Kartoffeln, festkochend
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 100 g Speck, durchwachsen-geräuchert
- 40 g Butter
- 2 EL Petersilie, fein gehackt
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
- Rapsöl
Rezept Zubereitung
- Die festkochenden Kartoffeln im gesalzenen Wasser vorkochen, aber nicht komplett gar kochen. Die Kartoffeln dürfen im Kern noch etwas fest sein. So behalten sie beim Braten besser ihre Form.
- Kartoffeln abgießen und abkühlen lassen. Dann pellen und in Scheiben schneiden. Den Speck in Scheiben und die Zwiebel in feine Streifen schneiden.
- Eine (oder zwei, bei zwei Portionen) große Pfanne aufsetzen, bei etwas über mittlerer Hitze heiß werden lassen und so viel Öl in die Pfanne geben, bis der Boden bedeckt ist.
- Die Kartoffelscheiben am besten portionsweise von beiden Seiten braten, bis sie beidseitig richtig schön braun und knusprig geworden sind. Perfekt werden die Kartoffeln, wenn sie nebeneinander und nicht übereinander in der Pfanne liegen. Die gebratenen Kartoffeln herausnehmen und, wenn möglich, nebeneinander auf einen großen Teller / Platte legen.
- Das überschüssige Fett aus der Pfanne entfernen und den Speck bei mittlerer Hitze knusprig auslassen. Sobald er knusprig geworden ist, die Zwiebeln zufügen und unter Rühren kräftig anbraten, bis sie Röststoffe bekommen.
- Du kannst natürlich auch eine dritte Pfanne benutzen und Speck und Zwiebeln braten, während die Kartoffeln braten.
- Die Butter in die Pfanne zum Speck / Zwiebeln geben und aufschäumen lassen. Sobald kein Wasser (der Butter) mehr in der Pfanne ist, die Kartoffelscheiben in die Pfanne geben und noch einmal 2-3 Minuten braten. Dabei 1-2 Mal durchschwenken.
- Die gehackte Petersilie untermischen und die Bratkartoffeln mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Servieren.
Anmerkungen
- Die Mengenangaben beziehen sich auf zwei Portionen, bei denen die Bratkartoffeln als Hauptspeise serviert werden.
- Als Beilage für 4 Portionen würde ich 1,2 kg Kartoffeln und 160 g Speck empfehlen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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