Suppe hat es bei mir grundsätzlich schwer und freiwillig würde sie wohl eher selten auf meinem Speiseplan landen, auch nicht im kältesten Winter. Wenn es gar nicht anders geht, dann wähle ich eine Linsensuppe (mit ordentlich Speck und Würstchen bitte) oder eine Erbsensuppe (mit ordentlich Speck und Würstchen bitte).

Meine Frau dagegen liebt Suppen und da ich meine Frau liebe, kommt ab und zu auch mal ein Süppchen auf den Tisch. Dieses Mal war es eine frische Tomatensuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver, von dem ich ja sehr großer Fan bin. Vielleicht kann Jamie mich ja zum Suppenfan machen.

Frische Tomatensuppe nach Jamie Oliver Rezept

Gefunden habe ich das Rezept für diese Tomatensuppe in seinem Kochbuch “Zu Gast bei Jamie”, das ich mir vor einiger Zeit gegönnt habe. Mittlerweile habe ich nahezu alle Bücher von Jamie und das zu Gast bei Jamie enthält viele schöne Rezepte aus seiner Heimat. Das eine so frische Tomatensuppe darunter ist, hat mich schon gewundert. Ich dachte, in England regnet es nur, wofür brauchen die eine erfrischende Suppe? 😀

Zu Gast bei Jamie: Die besten Rezepte aus dem Königreich
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Von Oliver, Jamie (Autor)
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(Stand von: 2021/09/24 11:15 pm - Details
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Das Buch ist aber ein “echter” Jamie und wer Jamie mag, der wird es auch mögen. Man sollte aber auch schon ein wenig Lust auf die Küche in anderen Ländern mitbringen, aber das ist ja klar.

Zurück zum Tomatensüppchen! Das erste Problem fängt bei der Suppe schon beim Einkauf der frischen Tomaten an, die für die Suppe verwendet werden sollen. In den Geschäften in meiner Umgebung gibt es nämlich keine richtig reifen Tomaten. In den meisten Fällen sind sie immer noch ein bisschen hart und wenig aromatisch. Deswegen habe ich für Tomatensaucen oder in diesem Fall auch für eine Suppe, immer ein paar Dosentomaten im Schrank stehen.

Irgendwann habe ich mal im Jamie Oliver Magazin gelesen, dass man San Marzano Tomaten in der Dose kaufen sollte, weil die besonders aromatisch wären. Das habe ich natürlich getestet und seitdem bin ich auch tatsächlich bei dieser Sorte Tomaten geblieben. Sie schmecken tatsächlich um Welten aromatischer und weitaus weniger “wässrig” als die Plörre in Dose für 0,39 €, die man im Supermarkt bekommt.

Mittlerweile kaufe ich sie im italienischen Feinkostgeschäft, das glücklicherweise in meiner Stadt zu Hause ist und richtig gute italienische Lebensmittel im Angebot hat. Wer nicht so viel Glück hat, der findet auf jeden Fall immer welche bei Amazon, da habe ich sie vorher auch immer bestellt.

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Das Originalrezept von Jamie habe ich von der Menge her auf 2 Personen angepasst und 500 g frische Tomaten sowie eine kleine Dose (400 ml) San Marzano Tomaten verwendet.

Gut sieht sie dann ja auch wirklich aus, die Tomatensuppe nach Jamie Oliver, das muss ich zugeben. Und ganz ehrlich, sie schmeckt und zwar richtig toll! Frisch, fruchtig, tomatig – ein bisschen süß, ein bisschen sauer – da kann man nicht meckern. Ich habe meine Portion auch mit Appetit gegessen, ordentlich Brot reingetunkt – alles prima! Wer Suppen liebt, der wird hier auf jeden Fall glücklich werden.

Sie sieht lecker aus, die frische Tomatensuppe.

Aber es ist halt trotzdem eine Suppe und obwohl ich reichlich Brot dazu gegessen habe, war ich schnell wieder hungrig und deshalb auch nicht rundum glücklich und zufrieden. Mit dem Geschmack schon, frischer kann eine Tomatensuppe nicht mehr schmecken, aber ohne echte Einlage bleibt so ein Süppchen doch eher eine Vorspeise für mich.

Deshalb gab es danach auch noch Glasgower Kartoffel-Scones mit Rührei und Räucherlachs. Die Frau hat dafür doppelt bei der Suppe zugeschlagen und fand sie toll. Ziel erreicht, alle zufrieden.

Ihr werdet es auch sein und sobald der Sommer sich wieder blicken lässt und die Temperaturen in die Höhe schnellen, ist das die perfekte Suppe zum Erfrischen!

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Rezept Tomatensuppe nach Jamie Oliver

Frische Tomatensuppe {nach Jamie Oliver}

Eine sehr fruchtige, aromatische Tomatensuppe, nach einem Rezept von Jamie Oliver. Die Suppe wird mit reifen Tomaten zubereitet die kalt zusammen mit Knoblauch und Basilikum püriert und dann gekocht werden. Zum Schluss wird sie mit Sahne verfeinert und mit Essig, Salz, Pfeffer abgeschmeckt.
4.42 von 12 Bewertungen
Vorbereitung 30 Min.
Koch- / Backzeit 30 Min.
Gericht Hauptgericht, Suppe
Portionen 4

Zutaten
  

  • 2 kg große, sehr reife Tomaten
  • 1 große Möhre
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und geviertel
  • Frisches Basilikum, ein paar Stängel und Blätter
  • 5-6 EL Sahne
  • Weißweinessig
  • Olivenöl Extra
  • Salz und Pfeffer

Anleitungen
 

  • Wie gehabt, geschnibbelt wird zuerst, damit ich alle Zutaten fertig habe und nicht hektisch werde, weil ich mittendrin plötzlich noch etwas waschen / schälen / schneiden / föhnen muss. Bei der Tomatensuppe hieß das, erst die Tomaten grob klein schneiden, Möhre schälen und grob schneiden, danach den Knoblauch schälen und vierteln. Jetzt noch die Basilikumblätter abzupfen und ein paar Stiele hacken. Fertig ist die Vorbereitung.
  • Nun kommen alle Zutaten in einem Mixer (wer keinen großen Mixer hat macht das in 2 Portionen) und werden ordentlich durchgemixt. Man kann das natürlich auch ganz gut mit dem Pürierstab machen, was ich bevorzuge. Dann brauche ich den Mixer nicht sauber zu machen.
  • Alles gemixt? Dann einen Topf aufsetzen, die pürierte Tomatenmasse in den Topf geben, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Da ich leider keine richtig reifen Tomaten hatte (die sind deutlich süßer als nicht so reife Tomaten), mache ich nun auch eine kräftige Portion Zucker in die Suppe. Die Suppe wird dann bei mittlerer Hitze 20 Minuten offen geköchelt und dickt noch ein wenig ein. Zwischendurch mal umrühren.
  • Nachdem die Suppe 20 Minuten geköchelt hat, kommt die Sahne dazu, die Suppe noch einmal kurz aufkochen lassen und dann mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Abschluss, wenn die Suppe im Teller gelandet ist, noch ein paar Spritzer gutes Olivenöl drüber geben. Als Beilage gab es frisches Brot mit richtig knuspriger Kruste.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

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