Saftiger versunkener Apfelkuchen

Versunkener Apfelkuchen – einfach, fein und lecker

Die Zeit rast und jetzt steht schon der Herbst mitten in der Tür. Die Herbstzeit ist für mich die mit Abstand beste Zeit für leckere Apfelkuchen. Apfelkuchen Rezepte kann man ja grundsätzlich gar nicht genug kennen und mein versunkener Apfelkuchen ist ein echter Klassiker. Den hat schon meine Oma für uns Kinder gebacken und auch Maltes Mutter hat ihn damals regelmäßig aus dem Ofen geholt. Er ist auch einfach unglaublich lecker und dazu noch ziemlich einfach zu backen.

Saftiger versunkener Apfelkuchen.

Eigentlich läuten wir die Apfelsaison immer mit einem Besuch bei unserem Bauern in der Umgebung ein. Wir schnappen uns unseren Sohn und pflücken selbst die schönsten Äpfel vom Baum. Bei unserem Bauern gibt es immer ein paar Sorten zur Auswahl und es macht wirklich Spaß, sich seine Äpfel selbst zu pflücken. Außerdem kann unser Sohn auf diese Weise direkt sehen, wo die Äpfel herkommen und das sie nicht im Supermarkt wachsen.

Wann gibt es die ersten deutschen Äpfel?

In Deutschland werden die ersten deutschen Äpfel Ende Juli / Anfang August geerntet. Diese Äpfel eignen sich aber nicht unbedingt zum Einlagern. Die Haupternte findet dann im September statt und kann sich auch schon mal bis in den November ziehen. Viele Äpfel aus der Haupternte werden eingelagert und sind dann auch das ganze Jahr über als deutsche Äpfel verfügbar.

Leckerer Apfelkuchen aus Rührteig.

Dieses Jahr haben wir unglücklicherweise die Termine zum Äpfel pflücken bei unserem Bauern verpasst. Wir hatten so einen schönen Spätsommer und sind im September noch auf der Luftmatratze durchs Freibad gepaddelt. Und die Idee bei hochsommerlichen Temperaturen Äpfel zu pflücken, hat mich dann doch nicht so angemacht. Dann gab es noch einen letzten Termin zum Pflücken Anfang Oktober, doch da Waren wir gerade im Urlaub. Schade, irgendwie fehlt mir das.

Äpfel

Das wir dieses Jahr keine Äpfel gepflückt haben hat aber immerhin den Vorteil, dass ich nicht wieder kiloweise Äpfel in kürzester Zeit verarbeiten muss. Normalerweise ist mein Sohn beim Pflücken sehr fleissig und pflückt die Äpfel bis zum Umfallen. Er findet immer noch einen Apfel mehr, der soooo schön ist und unbedingt auch noch in unseren Korb muss. Und noch einen. Und noch einen, der noch viiiieeel schöner ist, als der zuvor. Zack, noch ein Kilo mehr. Und jedes Mal denke ich mir, wir hätten uns doch die Schubkarre mitnehmen sollen. 😀

Zwischendurch darf man natürlich auch mal einen Apfel vom Baum naschen und ich finde es gerade auch für Kinder wichtig zu sehen, woher das Obst kommt, das Mutti ihnen jeden Tag aufschneidet. Die Äpfel wachsen nicht im Supermarkt in der Kiste, sondern kommen vom Baum! Mittlerweile ist mein Sohn auch alt genug um zu verstehen, wieviel Arbeit so eine Apfelernte ist und wie aufwändig es ist, Äpfel zu lagern, damit wir sie das ganze Jahr über kaufen können. Doch am besten schmecken sie eben ganz frisch!

Welcher Apfel eignet sich für den Apfelkuchen?

Apfelsorten gibt es so viele wie Sand am Meer. In den deutschen Supermärkten sind vielleicht zehn davon vertreten. Wenn man beim Bauern einkauft, findet man nochmal ein paar andere, die es nicht im Supermarkt gibt. Dort habe ich zum Beispiel auch schon Äpfel gesehen, die auch Allergiker vertragen. Für den versunkenen Apfelkuchen kannst du im Grunde jeden Apfel nehmen. Egal ob Elstar, Gala oder einen Boskoop, sie alle schmecken wunderbar in diesem Apfelkuchen.

Äpfel für den versunkenen Apfelkuchen.

Zu unseren Lieblingssorten, die sich prima zum Backen eignen, gehören auf jeden Fall Elstar und Jonagold mit ihrem süß-säuerlichen Aroma. Sie haben beide eine schöne Struktur und zerfallen nicht komplett beim Backen. Gerade Malte mag es sehr, wenn der Apfel noch ein wenig Konsistenz hat. Er darf aber natürlich auch nicht zu fest sein und später noch knurpsen. Das mag ich nämlich überhaupt nicht.

Mein versunkener Apfelkuchen ist übrigens nicht nur unwiderstehlich lecker, sondern auch noch total einfach zu backen. Das ist so ein typischer Kuchen, der einfach immer gelingt, auch wenn man kein Backprofi ist. Ein versunkener Apfelkuchen ist daher definitiv der richtige Kuchen für alle, die keine Lust auf viel Gedöns beim Backen haben. Einfach einen Rührteig herstellen, Äpfel schneiden und ab dafür. Das Rezept macht wirklich kaum Arbeit und am Ende steht ein sehr hübsches Ergebnis auf dem Tisch.

Warum heißt der versunkene Apfelkuchen eigentlich versunkener Apfelkuchen?

Ganz einfach, weil die Äpfel im Teig versinken. Wer hätte das gedacht! 😀 Der Teig geht beim Backen auf und es sieht dann so aus, als würden die Äpfel darin versinken. Wenn man die Äpfel einigermaßen gerade in die Form legt, sieht das am Ende richtig hübsch aus. Und auf dem Teller hat man dann volle Lotte Apfelgeschmack.

Die Äpfel versinken im teig.

Für einen versunkenen Apfelkuchen müssen die Äpfel erst geschält und dann geviertelt werden. Dann wird das Kerngehäuse herausgeschnitten und der Apfel wird wie ein Fächer eingeschnitten. Wichtig dabei ist, dass man den Apfel nicht ganz durchschneidet, sonst hat man Apfelscheiben und die sind hier gar nicht nötig.

Man kann das Ganze normal mit einem Messer schneiden. Mir passierte es dabei aber früher häufiger, dass ich dann doch zu tief schnitt oder das die Scheiben nicht gleichmäßig dick waren. Ich habe es nicht so mit dem gleichmäßigen Schneiden und Malte bekommt immer die Krise, wenn er meine unterschiedlich großen Würfel oder Scheiben sieht. 😀 Für den versunkenen Apfelkuchen hat mir meine Oma dann irgendwann gesagt, ich soll doch einen Eierschneider für die Äpfel nehmen. Da wäre ich allein nie drauf gekommen!

Die Äpfel werden mit dem Eierschneider geschnitten.

Beim ersten Versuch habe ich dann auch direkt meinen alten Eierschneider geschrottet. 😀 Der war wirklich schon uralt und die alten Drähte fanden den Apfel zu hart und haben sich verabschiedet. Ich habe dann einen neuen gekauft und seitdem schneide ich die Äpfel für den versunkenen Apfelkuchen nur noch mit dem Eierschneider! Das geht so flott und einfach und vor allem gleichmäßig, wie ich es mit dem Messer nie selbst hinbekommen würde.

Mein versunkener Apfelkuchen besteht aus einem einfachen Rührteig

Mein versunkener Apfelkuchen besteht aus einem ganz einfachen Rührteig und dieser Rührteig ist auch das Erste was ich zubereite, wenn ich den Kuchen backe. Der Rührteig wird ganz klassisch zubereitet. Zuerst wird die Butter mit dem Zucker schaumig aufgeschlagen. Danach kommen die Eier einzeln dazu, anschließend etwas Zitronensaft. Zum Schluss werden die trockenen Zutaten, also Mehl, Backpulver, Salz und etwas Stärke miteinander gemischt und kommen dann zu den feuchten Zutaten. Die Stärke sorgt übrigens dafür, dass der Teig besonders locker und luftig wird.

Der Rührteig für den versunkenen Apfelkuchen.

So gelingt ein Rührteig immer!

Zum Schluss noch zwei Esslöffel Milch dazu und dann stimmt auch die Konsistenz. Wie bei allen Rührteigen ist es hier wichtig, dass man den Teig nicht ewig lange rührt, sondern nur so lange, bis sich alle Zutaten verbunden haben und einen homogenen Teig ergeben. Ein überrührter, also zu lange gerührter Teig, geht nicht mehr schön auf und bekommt eine merkwürdige, klebrige Konsistenz.

Den fertigen Rührteig fülle ich in eine zuvor gefettete und gemehlte Springform und beginne dann die Äpfel zu schälen. Die eingeschnittenen Apfelviertel lege ich dann kreisförmig in die Springform. Je nach Größe der Äpfel benötige ich dafür 4 oder 5 Äpfel. Wenn es kleine Äpfel sind, werden es auch mal 6 Äpfel.

Die Äpfel werden mit Zimt und Zucker bestreut.

Liegen alle Apfelstücke in der Form, ist der versunkene Apfelkuchen fast fertig und kann in den Backofen. Ich gebe zum Schluss immer noch zwei Teelöffel Zimt-Zucker Mischung über die Äpfel. Das gibt ein feines Aroma durch den Zimt und der Zucker karamellisiert leicht und bringt die Äpfelchen zum Glänzen. Und Zimt und Äpfel passen eh total gut zusammen, also ab dafür!

Und dann wandert der versunkene Apfelkuchen in den Ofen. Für ca. 45 bis 50 Minuten backt er dann. Je nach Ofen kann es sein, dass du ihn im letzten Drittel der Zeit abdecken musst, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einer Stäbchenprobe kannst du am Ende überprüfen, ob der Teig durchgebacken ist. Klebt kein Teig mehr am Holzstäbchen, ist er fertig.

Saftige Äpfel und ein lockerer Teig.

Der versunkene Apfelkuchen kann dann aus dem Ofen geholt werden und auf einem Kuchengitter abkühlen. Wenn du die Form vorher gut gefettet und gemehlt hast, kannst du die Springform noch am heißen Kuchen lösen, so kühlt er dann noch schneller ab. Am besten schmeckt mein versunkener Apfelkuchen, wenn er noch leicht lauwarm serviert wird. <3

Ich habe ihn erst vor ein paar Tagen wieder gebacken, als unser Balkon (endlich) fertig renoviert war. Wir mussten den ganzen Sommer auf den Balkon verzichten und jetzt saßen wir zu dritt draußen, genossen die letzten warmen Sonnenstrahlen und aßen ein Stück noch leicht warmen Apfelkuchen mit Zimtsahne. Das war herrlich. Sahne passt dazu genau so gut wie eine Kugel Vanilleeis. Oder aber man serviert den Kuchen ganz klassisch nur mit etwas Puderzucker bestreut.

Leckerer versunkener Apfelkuchen mit saftigen Äpfeln.

Ich hoffe, dir gefällt mein versunkener Apfelkuchen und du bekommst Lust darauf, ihn auch mal zu machen. Das Rezept ist wirklich gelingsicher und ich backe ihn seit Jahren und nach diesem Rezept. Er wird immer saftig und locker und fluffig und macht einfach Spaß auf dem Teller und auf der Zunge. 🙂

Falls du Fragen zum Rezept haben solltest oder dich einfach nur über dieses tollen Kuchen austauschen möchtest, hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Falls du mein Rezept nachgemacht hast, freue mich mich auch sehr über eine nette Bewertung. Vielen Dank dafür. 🙂

Solltest du noch mehr Lust auf Apfelkuchen bekommen haben, schaue dir auch gerne den Apfelkuchen vom Blech an. Der ist ebenfalls sowas von lecker!

Saftiger versunkener Apfelkuchen

Versunkener Apfelkuchen – einfach, fein und lecker!

Dieser wunderbare versunkene Apfelkuchen ist ein Lieblingskuchen aus meine Kindheit. Meine Oma hat ihn gerne für uns gebacken, weil wir Kinder ihn liebten. Die Zubereitung ist schnell und einfach und gelingt immer. Die Äpfel bleiben saftig und der Teig wird wunderbar fluffig und locker.
4.9 von 8 Bewertungen
Vorbereitung 30 Min.
Koch- / Backzeit 45 Min.
Zeit Gesamt 1 Std. 15 Min.
Gericht Kuchen
Land & Region Deutschland
Anzahl

Personen
12

Verwendetes Zubehör

Zutaten
 

  • 4-5 Äpfel
  • 120 g zimmerwarme Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • 3 Eier, Größe M
  • 2 TL Zitronensaft
  • 160 g Mehl, 405er oder 630er
  • 2 TL Backpulver, gestrichen voll
  • 20 g Stärke, = 1 EL
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Milch
  • 2 TL Zimt-Zucker-Mischung
  • Puderzucker für die Deko

Zubereitung
 

  • Den Boden und den halben Rand einer Springform fetten und mehlen.
    Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Für den Rührteig die Butter, den braunen Zucker sowie den Vanillezucker mit einem Handmixer cremig aufschlagen.
  • Die Eier einzeln nacheinander dazu geben und fix untermixen. Anschließend den Zitronensaft dazu geben und unterrühren.
  • Mehl, Backpulver, Stärke und Salz mischen und zu dem Eier-Butter-Mix geben. Die Zutaten miteinander verrühren, dann die Milch zugeben und nur ganz kurz unterrühren, bis sich ein homogener Teig gebildet hat.
  • Den Teig in die Springform füllen und glatt streichen.
  • Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Viertelstücke in schmale Spalten einschneiden, ohne dabei den Apfel ganz durchzuschneiden. Das geht am schnellsten und einfachsten mit einem Eierschneider.
  • Die Apfelviertel auf dem Teig kreisförmig verteilen. Zimt-Zucker darüber streuen und die Form in den Backofen schieben.
  • Den Apfelkuchen für 45 Minuten backen. Eventuell im letzten Drittel mit Backpapier abdecken, sollte der Kuchen zu dunkel werden. Eine Stäbchenprobe machen, bevor der Kuchen aus dem Ofen genommen wird.
  • Den Kuchen ohne Springform auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.