Update 06.09.17

Nachdem es im Rezept doch ein paar Unklarheiten über die Mengenangaben für den Schmandkuchen gab, habe ich den Kuchen heute noch einmal neu gebacken und die Rezeptangaben aktualisiert. 🙂

Als ich 2015 diesen wunderbaren Schmandkuchen zum ersten Mal backte, konnte ich nicht ahnen das er sich zu dem vielleicht beliebtesten Rezept überhaupt auf meinem Blog entwickeln würde. Das er absolut großartig schmeckte, war sofort nach dem ersten Bissen klar und das Blechkuchen generell sehr beliebt sind, wusste ich auch. Aber das er wie ein Bombe einschlagen würde und mittlerweile Jahr für Jahr zu den am häufigsten aufgerufen Rezepten gehören würde, hat mich im Nachhinein dann doch überrascht.

Aber er ist völlig zu Recht bei euch so beliebt, weil er eben unglaublich lecker und wirklich etwas ganz besonderes ist. Wer ihn bis heute noch nicht gebacken hat, der sollte noch schnell bis zum Ende lesen und sich dann umgehend in den Einkauf der Zutaten stürzen und diesen „Fehler“ schleunigst korrigieren. Ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!

Nordhessischer Schmandkuchen

Warum etwas so richtig lecker und so beliebt ist, lässt sich manchmal nur schwer beschreiben. In Fall des Schmandkuchens ist das anders, hier ist der Fall mal sowas von klar. Ein weicher biskuitartiger und buttriger Boden, ein super-cremiger Belag mit Zitronenaroma und als Häubchen eine großzügige Portionen Zimt und Zucker. Aber Hallo! Das kann ja nur lecker sein und (fast) süchtig machen.

Ich wünschte natürlich dieser Traum von einem Blechkuchen wäre auf meinem eigenen Mist gewachsen, aber leider gehört das ganze Lob einem Herrn Mario Kotaska. Der Gute hat mit dem Teil mal richtig einen rausgehauen und ich habe das Rezept 2015 in seinem Kochbuch Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska entdeckt und es nachgebacken.

Street Food
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Von Kotaska, Mario (Autor), Brachat, Oliver (Fotograf)
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Mario Kotaska ist euch sicherlich ein Begriff, wahrscheinlich aus der TV-Show „Die Küchenchefs“ oder aus der Show „Die Kochprofis“. Mit gerade mal 33 Jahren hat er sich seinen ersten Michelin-Stern erkocht und gehört zu den Besten seiner Zunft. Auf mich macht er immer einen sehr bodenständigen Eindruck und ich finde ihn sehr sympatisch und habe mir deshalb (und weil ich ein bisschen süchtig nach Kochbüchern bin) auch damals sein Kochbuch zugelegt, durchgeblättert und mich sogleich in den Schmandkuchen verliebt.

Es sind dann doch immer wieder diese süßen Sachen, besonders leckere Kuchen, die bei mir die Liebe auf den ersten Blick erzeugen. Ein bisschen zu oft vielleicht, flüstert mir mein leicht spannendes Hemd gerade leise zu.

Leckerer Schandkuchen mit Zimt und Zucker

Damit sind wir dann auch gleich bei den Nachteilen des Schmandkuchens und da schicke ich besser mal eine Warnung voraus, nicht das ich nachher noch Ärger bekomme und mir vorgeworfen wird, ich hätte euch nichts gesagt! Also, hier kommt sie: „Achtung, Achtung!“ Dieser Kuchen eignet sich nicht zum Abnehmen! Im Gegenteil, er garantiert „Hüftgold“ pur.

Ist so. 5 Becher Schmand, ordentlich Butter, reichlich Zucker. Das ist jetzt kein Fitness-Food. Eher so die Richtung „wir geben Kalorien ein Zuhause“. Aber besser ein bisschen Hüftgold, als gar kein Reichtum und man kann ja auch Wasser dazu trinken. Das löscht ja Durst und Kalorien.

Ich habe den Kuchen nun schon etliche Male gebacken und man kann ihn auf Backpapier backen oder auf einem gebutterten Backblech. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech wird der Boden wunderbar fluffig, während er auf einem vorab gebutterten! Backblech etwas fester wird, dafür aber am Boden leicht karamellisiert. Das hat auch etwas und ist wie die fluffige Variante ebenfalls ziemlich lecker.

Ob mit oder ohne Backpapier, diese Entscheidung möchte ich euch nicht abnehmen. Vielleicht probiert ihr gleich beide Varianten aus, es sind ja nur läppische 5 Becher Schmand pro Kuchen und wir können das doch locker vertragen!

Nordhessischer Schmandkuchen mit Zimtzucker bestreut

So, ihr Naschkatzen. Ich habe auch fototechnisch alles gegeben, damit euch beim Anblick des nordhesssischen Schmandkuchen das Wasser im Mund zusammenläuft. Ihr müsst ihn einfach backen, sonst quält euch der Gedanke an dieses Schätzen auf immer und ewig und ihr werdet keine Nacht mehr in Ruhe schlafen können. Also los. Packt das Backblech aus: 🙂

Wer ihn schon Nachgebacken hat, darf mir sehr gerne einen Kommentar hinterlassen. Ihr wisst ja, dass ich mich darüber immer sehr freue und mich sehr gerne mit euch über so schöne Rezepte austausche. Und über eine Bewertung des Rezeptes (Klicke auf die Sternchen in der Rezeptvorlage, die gleich folgt) freue ich mich natürlich auch immer. Dankeschön 🙂

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Rezept Nordhessischer Schmandkuchen

Nordhessischer Schmandkuchen {nach Mario Kotaska}

Dieser Schmandkuchen war mein erster selbstgebackener Blechkuchen und er war gleich ein Volltreffer! Glück muss man haben und glücklich ist man auch, wenn man vom nordhessischen Schmandkuchen ein (oder 2-3) Stücken probiert. Ein fluffiger Boden, ein zitroniger Schmandbelag und eine dicke, fette Schicht mit Zimtzucker oben drauf.
4.26 von 136 Bewertungen
Vorbereitung 30 Min.
Koch- / Backzeit 40 Min.
Gericht Kuchen
Land & Region Deutschland
Portionen 1 Backblech

Zutaten
  

Für den Boden:

  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 130 g Zucker
  • 4 Eier, Größe M
  • 200 g weiche Butter
  • 1 Bio-Zitrone (Abrieb)
  • 6 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 5 Becher Schmand a 250 g
  • 2 Eier, Größe M
  • 125 g Zucker
  • 5 EL Speisestärke, gestrichene EL
  • 1 TL abgebriebene Zitronenschale
  • 3 EL Zitronensaft
  • Zucker und Zimt, gemischt, zum Bestreuen

Anleitungen
 

  • Den Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Butter zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Nach und nach die Eier sowie abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft zufügen und die Zutaten gut miteinander verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und mit in die Schüssel geben und zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig gleichmäßig auf ein zuvor gefettetes Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit für den Belag den Schmand mit dem Zucker, der Zitronenschale- sowie Saft, den Eiern sowie der Speisestärke verrühren.
  • Nach 20 Minuten Backzeit den Belag auf dem Kuchenboden gleichmäßig verteilen und weitere 15 Minuten backen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.

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