Um es direkt mal vorwegzunehmen: Ich bin kein Schwabe. Deshalb entschuldige ich mich schon mal vorab für mein Rezept, sollte ich die Spätzle nicht so zubereiten, wie man das im Schwabenländle gewohnt ist. Ich weiß, dort sind die Spätzle heilig. Ich kann das gut verstehen, weil sie wirklich sehr gut schmecken und so vielseitig sind.

Darf man zu Spätzle eigentlich Nudeln sagen oder ist das verboten? Die Zutaten sind ja schon ähnlich, wobei ich für meine frischen Nudeln eher selten Ei verwende. In jedem Fall sind Spätzle eine wunderbare Teigware, die wir regelmäßig als Beilage essen. Für die Zubereitung habe ich mir sogar einen Spätzlehobel gegönnt.
Wenn man die Spätzle nicht frisch vom Brett schabt, sondern einen Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse benutzt, dann sind es wahrscheinlich eher Knöpfle. Der Unterschied liegt dann aber eher in der Form und der tolle Geschmack bleibt gleich. Das Schaben habe ich natürlich auch mal probiert und mir dann den Hobel gekauft.

Die wichtigsten Zutaten für die Spätzle
Genau wie bei Nudeln braucht man für die Zubereitung der Spätzle / Knöpfle nur sehr wenige Zutaten. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Mehl – spezielles doppelgriffiges Mehl bekomme ich bei uns leider nicht im Supermarkt. Deshalb habe ich Weizenmehl vom Typ 405 verwendet.
- Eier – Eier braucht es reichlich. Ich habe fünf Eier auf 400 g Mehl verwendet.
- Salz – Die Spätzle werden zwar in gesalzenem Wasser gekocht, aber an den Spätzleteig gehört auch noch etwas Salz.
- Wasser – Die Menge variiert immer ein wenig und hängt vom verwendeten Mehl und den Eiern (unterschiedliches Gewicht und Größe) ab.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim Zubereiten der Spätzle zu beachten?
Eigentlich sind die Spätzle wirklich unkompliziert in der Zubereitung, aber man braucht Kraft und Ausdauer. Der Spätzleteig wird nämlich geschlagen. Das kann auch schon mal 5-8 Minuten dauern und geht ganz schön in die Arme.
- Ich würde empfehlen, zunächst das Mehl mit den Eiern und einem Teil des Wassers zu verrühren und dann das Wasser nach und nach zuzugeben, bis der Teig die richtige elastische Konsistenz bekommt.
- Beim Schlagen des Spätzleteiges hilft es, alle 30 Sekunden den Arm zu wechseln. Der Rest ist Schweiß, Blut und Tränen. 😀
- Der Spätzleteig ist fertig, wenn er Blasen wirft und eine glänzende Oberfläche bekommen hat.
- Mein heutiges Rezept ist für klassische Spätzle als Beilage gedacht. Man kann beim Teig aber auch variieren und weitere Zutaten hinzugeben, zum Beispiel gemahlene Nüsse.
- Du kannst die Spätzle mit einer Spätzlepresse oder einem Spätzlehobel ins Wasser gleiten lassen. Profis schaben sie vom Brett.
- Handhobel mit Teigschlitten zur einfachen und schnellen Herstellung von Spätzle und Knöpfle, für jede Teigkonsistenz
- Einfaches Herstellen von Knöpfle und Spätzle in Minutenschnelle durch Einfüllen von Teig in den Kunststoff-Schlitten (Fassungsvermögen ca. 250 ml) und anschließendem Hin- und Hergleiten des Schlittens auf gelochtem Hobelbrett
- Die Spätzle werden in siedendem Wasser gegart und sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche kommen.
- Ich lasse den Spätzleteig gerne 15 Minuten ruhen, weil ich finde, dass sich dadurch die Konsistenz verbessert. Er kann aber auch sofort verarbeitet werden.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Eigentlich kann ich mir meine Frage von ganz oben auch selber beantworten. Nein, Spätzle bzw. Knöpfle sind keine Nudeln. Sie haben tatsächlich eine ganz andere Konsistenz, einen ganz anderen Biss. Deshalb kann man das nicht wirklich vergleichen. Sie sind ähnlich, aber doch nicht gleich.
In jedem Fall sind sie richtig lecker und wir lieben die Spätzle als Beilage zu vielen Gerichten, ganz besonders natürlich zum Gulasch. Das ist bei uns ein echter Klassiker und es schmeckt wirklich wunderbar. Richtig toll schmecken sie auch als Käsespätzle mit geschmorten Zwiebeln.

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Hast du schon mal schwäbische Maultaschen gegessen? Die werden dir sicher schmecken!

Selbstgemachte Spätzle oder Knöpfle | Spätzleteig
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Rezept Zutaten
- 400 g Weizenmehl, Typ 405, oder doppelgriffiges Mehl
- 5 Eier, Größe M
- 1 TL Salz
- 150 ml Wasser
Optionale Zutaten (für Spätzle als Beilage)
- 30 g Butter
- Petersilie
Rezept Zubereitung
- Das Mehl und Salz in einer großen Schüssel verrühren. Die Eier und 120 ml Wasser mit einem Holzlöffel unterrühren, bis der Teig schwer und zäh geworden ist und nur zäh vom Löffel läuft. Gggfls. das restliche Wasser zufügen.
- Den Teig kräftig mit dem Holzlöffel schlagen und rühren, bis er anfängt, Blasen zu werfen und eine glänzende Oberfläche bekommt. Das kann zwischen 5 und 8 Minuten dauern.
- Den Teig entweder 15 Minuten ruhen lassen (empfohlen) oder direkt verarbeiten. Dafür gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, damit es siedet.
- Den Spätzleteig in den Spätzlehobel oder die Spätzlepresse geben und ins Wasser hobeln / pressen. Portionsweise arbeiten und Spätzle, die an die Oberfläche kommen, mit dem Schaumlöffel herausnehmen und in ein Sieb geben. So verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.
Spätzle als Beilage
- Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze aufsetzen, die Butter in die Pfanne geben und aufschäumen lassen. Die Spätzle 3-4 Minuten in der Butter braten. Bei Bedarf gehackte Petersilie zugeben und unterschwenken.
Anmerkungen
- Ich serviere die Spätzle als Beilage und rechne ca. 100 g Spätzle pro Person. Das Rezept reicht für 4 Portionen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Ich koche zwar nicht so gerne aber es ist auch wichtig und es macht Spass
Warum kochst du nicht so gerne? Fehlt dir die Zeit dazu? 🙂
Das Rezept werde ich mal so versuchen.Hört sich Klasse an.
Das freut mich, Andrea. Dann hoffe ich mal, dass dir meine Schpätzle schmecken werden. 🙂