Neues Jahr, neue Rezepte! Schon lange stand ein San Sebastian Cheesecake auf meiner will-ich-machen-Liste und endlich ist es so weit! Nach einigem Tüfteln, Probieren und Probe backen kann ich euch ein Rezept zeigen, das so einfach wie fantastisch ist! Für alle, die den Käsekuchen besonders cremig lieben!

Dir sagt der Name San Sebastian Cheesecake nichts? Hast du vielleicht schon einmal vom Burnt Basque Cheesecake gehört? Beide Namen vereinen den Käsekuchen der Bar „La Viña“ in der Stadt San Sebastian. Das Besondere an diesem Käsekuchen ist, dass er mit einer ungewöhnlich hohen Temperatur gebacken wird. Dies führt dazu, dass die Oberfläche karamellisiert und dunkel wird, während das Innere unheimlich cremig bleibt.
Der San Sebastian Cheesecake kommt mit einer Handvoll Zutaten und ohne Boden aus und besticht allein durch sein cremiges Inneres. Durch das Zusammenspiel aus hoher Temperatur (260° C) und kurzer Backzeit entsteht diese wunderbar cremige Käsekuchenmasse, von der jeder träumt, der sie einmal probiert hat. Cremiger kann ein Käsekuchen nicht mehr werden!

Die wichtigsten Zutaten für San Sebastian Cheesecake
Der San Sebastian Cheesecake ist ein Käsekuchen, der mit Frischkäse und Sahne gebacken wird und daher an den New-York-Cheesecake erinnert. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Frischkäse – einfacher, vollfetter Frischkäse. Bitte kein Light-Produkt. Der Frischkäse sollte, wie auch die Eier, Zimmertemperatur haben.
- Sahne – auch hier bitte nicht beim Fett sparen und ein Ersatzprodukt verwenden. Wer San Sebastian Cheesecake backen möchte, muss die Kalorien feiern! 🙂
- Eier – am besten von glücklichen Hühnern in Größe M.
- Vanille – eine Vanilleschote für die feine Vanillenote.
- Zucker – Der Zucker karamellisiert an der Oberfläche und sorgt für den karamelligen Geschmack. Bitte nicht weglassen, es fehlt sonst etwas.
- Stärke – nur ein klein wenig, um die Masse zu stabilisieren.
- Salz – in jeden Kuchen gehört eine Prise Salz, hat meine Oma immer gesagt.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim San Sebastian Cheesecake zu beachten?
An sich gehört dieser Käsekuchen zu den einfacheren Rezepten, es gibt allerdings ein paar wertvolle Hinweise, die ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte. Wenn du diese beachtest, wird das Backen kinderleicht!
- Die Backform wird mit Backpapier ausgekleidet und das Papier ragt nach oben über die Backform hinaus. Der Cheesecake geht beim Backen auf und etwas über die Form hinaus.
- Achte darauf, dass das Backpapier nicht so hoch ist, dass es die Heizspirale an der Decke des Backofens berührt. Es verbrennt sonst!

- Ich backe den San Sebastian Cheesecake bewusst in einer kleineren Backform (Ø 20 cm), weil er schon sehr mächtig ist und ein kleines Stück genügt, um sich sehr lange, sehr satt zu fühlen.
- Wenn du eine größere oder kleinere Form nehmen möchtest, verändert sich die Backzeit. Da ich den Kuchen immer in der kleinen Form backe, kann ich dir zur veränderten Backzeit keine Angabe machen.
- Achte darauf, dass Frischkäse und Eier Zimmertemperatur haben.
- Das Originalrezept für den San Sebastian Cheesecake enthält weder Vanille noch Zitronensaft. Ich mag beides gerne im Käsekuchen, deshalb habe ich mein Rezept entsprechend angepasst.
- Der Teig für den San Sebastian Cheesecake ist sehr flüssig, auch das soll so sein. Wenn du ihn in die Backform gibst, gieße ihn durch ein Sieb. So wird die Masse besonders fein und es gibt keine störenden Stückchen (du wirst sehen, was im Sieb übrig bleibt).
- Wenn die Masse in der Springform ist, klopfe sie mehrmals auf die Arbeitsplatte, damit Luftblasen entweichen können.
- Apropos Luft – rühre den Teig mit Gefühl und nur so kurz wie möglich um, damit nicht unnötig viel Luft in den Teig gerührt wird. Bei diesem Rezept wollen wir keine Luft im Teig!
- Wenn du den Kuchen aus dem Backofen holst, wird er gerade in der Mitte noch sehr „wabbelig“ sein. Das soll und muss so! Er wird fest, wenn er abgekühlt ist. Dafür sollte er mindestens vier Stunden auf einem Kuchengitter stehen.
- Der Cheesecake fällt nach dem Backen etwas in sich zusammen, nachdem du ihn aus dem Ofen geholt hast. Das ist normal!
- Der San Sebastian Cheesecake kann auch über Nacht im Kühlschrank stehen, sollte aber mindestens eine Stunde vor dem Servieren herausgeholt werden, damit er Zimmertemperatur annehmen kann.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
Muss der San Sebastian Cheesecake nicht viel dunkler gebacken werden?
Und auch wenn es an manchen Stellen oft wiedergegeben wird – der San Sebastian Cheesecake darf nicht verbrennen! Alles, was am Kuchen schwarz ist, ist nicht essbar! Das schmeckt auch nicht! Ich habe schon oft fast schwarze San Sebastian Cheesecakes gesehen, die würde ich niemals probieren.
Wer nach Bildern aus der La Viña Bar sucht, wo der Cheesecake erfunden wurde, sieht, dass auch deren Cheesecakes nicht verbrannt werden.

Siehst du, wie cremig die Käsekuchenmasse ist? Ein wahrer Traum! Man kann einfach mit dem Löffel darin versinken und sich dem Geschmack der leicht karamellisierten Oberfläche mit der cremigen Masse hingeben. Jeder Löffel ist hier der reinste Genuss, den man sich im trubeligen Alltag ruhig mal gönnen sollte.
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Jetzt bist du scharf auf noch mehr Käsekuchen-Rezepte? Du sollst sie bekommen! Wie wäre es mit Omas Käsekuchen mit Baiserhaube (Tränenkuchen)? Oder magst du doch lieber den klassischen deutschen Käsekuchen mit Boden? Richtig lecker sind die Käsekuchen-Muffins mit Streuseln.

San Sebastian Cheesecake – der cremigste Käsekuchen der Welt
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 600 g Frischkäse, Zimmertemperatur
- 150 g Zucker
- 400 ml Sahne
- 1 Vanillestange
- 4 Eier, Größe M, Zimmertemperatur
- 20 g Stärke
- 1 Prise Salz
- 1-2 EL Zitronensaft und/oder Abrieb, optional
Rezept Zubereitung
- Eine Lage Backpapier mit den Händen zusammenknüllen und wieder entfalten, anschließend in die Springform legen. Das Papier gut in die Rundung drücken und nach oben etwas abstehen lassen, da der Kuchen leicht über die Form hinaus aufgeht.
- Die Form in den Backofen stellen (mittlere Schiene) und schauen, ob das Backpapier die Brennstäbe an der Decke berührt – dann etwas kürzer schneiden, sonst verbrennt das Backpapier!
- Die Vanilleschote halbieren und das Mark auskratzen. Vanilleschote zusammen mit 200 ml Sahne in einen Topf geben, erhitzen (muss nicht kochen) und für 10 Minuten ziehen lassen. Die Vanilleschote entfernen und restliche 200 ml Sahne in den Topf geben (so kühlt die Sahen schneller ab, zur Weiterverarbeitung).
- Den Backofen auf 260 Grad (Ja, wirklich so hoch!) Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Frischkäse zusmamen mit Zucker und Salz in eine große Schüssel geben und verrühren. Die Eier in einer extra Schüssel aufschlagen und verrühren, anschließend zum Frischkäse geben und mit einem Schneebesen unterrühren. Die Stärke auf die Masse sieben und mit dem Schneebesen verrühren.
- Anschließend die Sahne in die Schüssel gießen und alles sachte verrühren, sodass sich möglichst wenig Luftblasen bilden. Wir wollen nicht absichtlich Luft einrühren! Die Masse ist sehr flüssig, das ist richtig so.Optional den Zitronensaft hinzufügen.
- Ein passendes feines Sieb über die Springform halten und die Frischkäsemasse hineingießen. Die Form mehrmals auf die Arbeitsplatte klopfen, so entweicht Luft aus der Masse.
- Die Springform in den Backofen stellen und für 30 Minuten backen. Den Cheesecake in den letzten Minuten im Auge behalten, damit er nicht schwarz wird. Wenn möglich, den Ofen während des Backvorgangs nicht öffnen!
- Den Cheesecake aus dem Ofen nehmen. Die Mitte wird noch sehr flüssig aussehen, dass ist gewollt! Die Springform auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Danach den Käsekuchen aus der Springform nehmen, vorsichtig das Backpapier entfernen und auf einen Kuchenteller setzen.
- Wer mag, kann den Kuchen nach dem Abkühlen über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am besten bekommt ihm ein kalter Raum. Siehe Tipps oben!
- Wenn der San Sebastian Cheesecake im Kühlschrank stand, mindestens eine Stunde vor dem Servieren herausnehmen, damit er Temperatur annehmen kann.
Anmerkungen
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Mega lecker, bester Cheesecake ever
Absolut Mega bester Cheesecake ever
Herzlichen Dank für das tolle Feedback, Evelin. 🙂 Wir sind gerade auch komplett verliebt in den Cheesecake!
Der beste Cheesecake, den ich je gegessen habe
Ich muss ehrlich gestehen, ich bin auch leicht süchtig nach diesem Cheesecake. Ich glaube, wir backen ihn nächste Woche direkt noch einmal. Ich freue mich wirklich sehr, dass er dir so gut geschmeckt hat, Petra. 🙂
Cremiger geht nicht!
Super lecker. Vielen Dank für das Rezept. Ich mag übrigens auch sehr gerne etwas Zitronengeschmack im Käsekuchen. Allerdings gebe ich anstatt Zitronensaft, der taucht übrigens in Deinem Rezept nicht mehr auf, abgeriebene Zitronenschale dazu. Das ist weniger sauer, gibt aber ein wunderbares zartes Aroma ab. Die letzten 8 Minuten habe ich, da der Kuchen anfing dunkel zu werden, einfach mit Alufolie abgedeckt, und habe da, meiner Meinung nach 😉, die perfekte Bräunung erreicht.
Nochmals vielen Dank, den gibt’s bestimmt öfters.
Ich mag Schale und Saft auch ganz gerne. 🙂 Da wir den Kuchen aber durch ein Sieb gießen, macht der Abrieb hier keinen Sinn. Aber an sich geht Käsekuchen mit Zitrone immer. <3 Freut mich, dass dir der Kuchen geschmeckt hat. 🙂
Ich danke für das Rezept und werde es zum ersten Geburtstag meines Enkelsohnes backen. Liebe Grüße Lovelettergirl
Dein Enkelsohn wird garantiert begeistert sein. Der Kuchen schmeckt wirklich fantastisch. 🙂
Sehr lecker
Ich freue mich sehr, dass dir der Cheesecake so gut schmeckt, Martina. Ganz lieben Dank für deine tolle Bewertung. 🙂