Deutscher Käsekuchen mit Quark

Deutscher Käsekuchen mit Quark und Mürbeteig

Zum Rezept

Irgendwo im Internet habe ich mal den Satz gelesen: „Wo Käsekuchen ist, da ist auch Hoffnung.“ Selten wurde eine Wahrheit so kurz und prägnant ausgeschrieben wie hier. 😀 Solange man am Ende des Tages ein Stückchen Käsekuchen verdrücken kann, lässt sich alles aushalten. Heute habe ich dir das Rezept für einen deutschen Käsekuchen mitgebracht!

Cremiger deutscher Käsekuchen mit Quark und Mürbeteig.

Ich habe wirklich viele Rezepte ausprobiert – mal mit Sahne, mal mit Puddingpulver, mal ohne Boden. Aber als ich dieses Rezept von Pâtissier Christian Hümbs entdeckt habe, wusste ich: Das ist er! Ein deutscher Käsekuchen, wie ich ihn liebe! Einfach zu backen, mit einer Quarkmasse, die schmeckt wie von Oma und insgesamt unglaublich gut.

Beim Boden vertraue ich allerdings lieber meinem eigenen Mürbeteig-Rezept, das ist erprobt und funktioniert immer. Die Füllung kommt dann von Christian Hümbs. Mir gefällt diese Kombi und den Lesern meines Blogs gefällt das Rezept. Es bekommt immer wieder ganz tolle Bewertungen. Wenn du Lust auf einen klassischen Käsekuchen hast, ist das dein Kuchen!

Quarkkuchen mit Mürbeteig Boden.

Die wichtigsten Zutaten für den deutschen Käsekuchen

Im Gegensatz zum amerikanischen Käsekuchen (New York Cheesecake) wird der klassische, deutsche Käsekuchen mit Quark anstatt Frischkäse gebacken. Dadurch bekommt er seine typische Konsistenz. Für das Rezept brauchst du u.a.:

  • Magerquark – Magerquark enthält weniger Feuchtigkeit als Quark mit hoher Fettstufe und ist deshalb perfekt für Käsekuchen geeignet.
  • Buttermilch – ich glaube nicht, dass Oma Buttermilch verwendet hat. Aber sie sorgt für eine tolle Frische und macht die Masse wunderbar cremig. Und es schmeckt wie früher, also hat Herr Hümbs recht!
  • Zitronenabrieb – der Klassiker in „alten“ Kuchenrezepten“. Etwas Zitronenabrieb hebt das Aroma und macht den Kuchen frischer.
  • Vanillemark oder -paste – Beides geht. Ich stehe auf echte Vanille, aber die Preise für Vanilleschoten sind fast schon unverschämt.
  • Eier – sie sorgen für die Bindung der Quarkmasse, ganz ohne Puddingpulver oder Stärke.

Für den Mürbeteig

  • Mehl und Backpulver – ich bleibe immer beim Weizenmehl Typ 405 hängen. Damit schmeckt der Boden wie früher.
  • Ei, Butter, Milch – eben die typischen Backzutaten für einen Mürbeteig.
  • Gemahlene Mandeln – sie machen den Boden extra knusprig.
  • Zucker, Vanillezucker und Salz.
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Käsekuchen, cremig und klassisch lecker.

Was ist beim Backen des Käsekuchens zu beachten?

Eigentlich ist dieser tolle Kuchen auch recht einfach zu backen und so furchtbar viel kann dabei auch gar nicht schiefgehen. Mit ein paar Tipps zur Zubereitung sowieso nicht.

  • Der Mürbeteig für den Boden muss nicht vorgebacken werden. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du ihn natürlich auch vorbacken. Dafür den Teig mit Backpapier bedecken und mit Hülsenfrüchten blindbacken (15 Minuten).
  • Die Springform solltest du gut fetten und mehlen, damit sich der Käsekuchen nach dem Backen problemlos lösen lässt.
  • Wenn du die Quarkmasse zubereitest, solltest du zunächst die Butter schmelzen, damit sie beim Untermischen bereits etwas abgekühlt ist und sich gut einarbeiten lässt.
  • Die Eier müssen unbedingt nacheinander untergerührt werden. Jeweils etwa 30 Sekunden pro Ei. So wird die Masse schön homogen.
  • Nach dem Backen sollte der Kuchen zunächst im Ofen abkühlen dürfen (mindestens 30 Minuten). Am besten bei leicht geöffneter Tür. So vermeidest du Risse auf der Oberfläche.

Bei welcher Temperatur wird der Käsekuchen gebacken?

Oft wird empfohlen, einen Käsekuchen bei möglichst niedriger Ofentemperatur zu backen. 160° C und im unteren Drittel des Ofens. Meiner Erfahrung nach trifft das auf viele Rezepte auch zu. Insbesondere dann, wenn der Teig steif geschlagenes Eiweiß enthält, das hoch backt und beim Abkühlen wieder in sich zusammenfällt. Die Folge sind dann unschöne Risse im Käsekuchen.

Cremig und lecker - klassischer Käsekuchen

Der Käsekuchen nach Christian Hümbs enthält nur Quark und Eier und weder geschlagene Sahne noch steifes Eiweiß. Hier ist die Gefahr also deutlich geringer, dass der Kuchen in sich zusammenfällt. Er kann deshalb ganz wunderbar auch bei einer höheren Temperatur gebacken werden und zwar bei 190° C.

Klassischer deutschen Quarkkuchen

Wie lange sollte der Käsekuchen auskühlen?

Nach dem Backen beginnt der richtig harte Teil und zwar die endlos lange Wartezeit, bevor man das Schätzchen genießen kann. Es ist keine Frage, dass ein Käsekuchen am besten schmeckt, wenn er kalt und ausgekühlt ist.

Deshalb sollte er für mindestens 6-7 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank gestellt werden. So lange benötigt er schon, um komplett durchzukühlen.

Ein Stück Heimat - der deutsche Käsekuchen.

Was soll ich sagen? Ich habe diesen tollen deutschen Käsekuchen ja schon ein paar Mal gebacken und er schmeckt mir jedes Mal wieder richtig gut. Das ist ein klassischer und sehr leckerer Kuchen, mit einem sehr gelungenem Verhältnis aus Süße und Säure und einer schönen Konsistenz. So stelle ich mir einen Käsekuchen vor!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!

Probiere auf jeden Fall auch mal Omas Nusskuchen, der schmeckt geniale! Der Fantakuchen vom Blech weckt bei dir vielleicht auch Kindheitserinnerungen? Spätestens mit meinem saftigen Schokokuchen bekomme ich dich sicher, oder?

Deutscher Käsekuchen mit Quark

Deutscher Käsekuchen mit Quark und Mürbeteig

Ein tolles Rezept für einen klassischen Käsekuchen mit Quark und einem Boden aus Mürbeteig. Der Käsekuchen ist sehr einfach nachzubacken und er gelingt absolut immer. Dieser Käsekuchen reißt niemals ein und hat eine schöne Konsistenz.

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4,7 von 57 Bewertungen
Vorbereitung 25 Minuten
Koch- / Backzeit 1 Stunde
Zeit Gesamt 1 Stunde 25 Minuten
Gericht Kuchen
Küche Deutschland
 Anzahl
 Personen
12

Verwendetes Zubehör

Rezept Zutaten
 

Boden
  • 250 g 405er Mehl
  • 1/2 Pck Backpulver
  • 50 g gemahlene Mandeln, alternativ Haselnüsse
  • 60 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Ei, Größe M
  • 125 g weiche Butter
  • 2 EL Milch
  • 1 Prise Salz
Quarkmasse
  • 100 g Butter
  • 1 kg Magerquark
  • 190 g Zucker
  • 80 g Mehl
  • 1 Vanilleschote oder Vanillepaste
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier Größe M
  • 190 ml Buttermilch

Rezept Zubereitung
 

Mürbeteig Boden
  • Das Mehl mit dem Backpulver, den Haselnüssen, Zucker und Vanillezucker sowie der Prise Salz in eine große Rührschüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben und alle Zutaten miteinander vermischen.
  • Die Butter, das Ei und die Milch zufügen und in der Rührschüssel (oder auf der Arbeitsfläche) rasch zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu eine Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Die Springform (26 cm Durchmesser) mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer runden, 5mm dicken Teigplatte ausrollen. Den Boden der Springform mit dem Teig auskleiden. Dafür den leicht bemehlten Teig über ein bemehltes Nudelholz aufrollen und über der Springform abrollen.
    Aus dem Teig einen 5 cm hohen Rand formen und den Teigrand gerade abschneiden.
  • Alternativ: 200 g Teig vom Gesamtteig abnehmen und den restlichen Teig mit den Fingern in die Form drücken, bis der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Aus den 200 g Teig mit den Händen 4 Teigwürste formen. Diese auf dem Boden rundum am Rand verteilen und den Teig mit den Fingern zu einem Rand hochziehen. Den Rand gerade abschneiden.
  • Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Springform vor dem Backen im besten Fall noch einmal 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Käsekuchenmasse
  • Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Für die Quarkmasse die Butter in einem Topf bei niedriger Hitze zerlassen und leicht abkühlen lassen.
  • Den Quark, Mehl, Zucker, Vanillemark oder Paste, Zitronenabrieb sowie die Prise Salz in eine Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren. Die Eier nach und nach für jeweils 30 Sekunden unter die Masse rühren und die Buttermilch ebenfalls nach und nach unterrühren.
    Zum Schluß die flüssige Butter in einem dünnen Strahl unterrühren und die Quarkmasse in die Springform füllen.
  • Die Springform in den vorgeheizten Backofen geben und den Käsekuchen für 60 Minuten backen. Gegen Ende nachschauen, dass er nicht zu dunkel wird. Gegebenenfalls in den letzten paar Minuten mit Backpapier oder Alufolie abdecken.
  • Den Kuchen nach Ende der Backzeit 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dabei die Ofentüre einen Spalt offen lassen.
    Den Kuchen danach noch 1 Stunde in der Springform stehen lassen, dann herauslösen und für mindestens 6 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

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Das gilt nicht nur für leckeres Essen, sondern auch für tolle Rezepte. Wenn dir mein Rezept gefällt, schicke es gerne an deine Freunde und Familie!

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FAQ Käsekuchen

Damit ein Käsekuchen wunderbar cremig und saftig schmeckt, sollte er so gebacken werden, dass sein kern noch leicht weich ist. Der Käsekuchen sollte jedoch nicht mehr flüssig sein. Durch die Abkühlzeit zieht die Käsekuchenmasse weiter an und der Käsekuchen wird auch im Kern fest.

Um zu überprüfen, ob der Käsekuchen die richtig Konsistenz hat, kann man am Ende der Backzeit die Form im offen hin- und her wackeln. Wenn das Innere des Käsekuchens dabei ganz leicht wabbelt, hat er die richtige Konsistenz.

Ein Käsekuchen benötigt ca. 6-7 Stunden, um vollständig auszukühlen. Es macht daher durchaus Sinn, den Käsekuchen über Nacht im Kühlschrank stehen zu lassen.

Der Käsekuchen sollte nach dem Backen noch zwischen 30 und 60 Minuten bei leicht geöffneter Backofentüre im Backofen stehen gelassen werden. Nach ca. 1 Stunde kann er aus der Springform gelöst und abgedeckt in den Kühlschrank gestellt werden.

Beim klassische Käsekuchen besteht die Käsekuchenmasse im Regelfall zu einem Großteil aus Quark. Beim Cheesecake hingegen, besteht die Käsekuchenmasse zu einem Großteil aus Frischkäse.

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