Rezept für Marmorkuchen mit Schokoglasur

Saftiger Marmorkuchen mit Schokoglasur

Marmorkuchen – wie ich ihn liebe! Gibt es eigentlich einen vergleichbaren Kuchen, der ähnliche viele Erinnerungen an die eigene Kindheit auslöst? Hat nicht jeder von uns als Kind den Marmorkuchen von Mama oder Oma geliebt? Meine erster Lieblingskuchen war ein Marmorkuchen und ich habe mich als Kind immer gewundert, wie Mama dieses schöne Muster im Kuchen hinbekommt. Und dann erst dieser schöne Geschmack! Hach, so schöne Erinnerungen. 🙂

Saftiger Marmorkuchen

Bei uns am Tisch gab es immer richtig glückliche Gesichter, wenn Mamas Marmorkuchen auf dem Tisch stand. Sie hat ihn meistens in der Kastenform gebacken und an Geburtstagen hat sie die Kugelhupfform ausgepackt und den Marmorkuchen immer mit einer dicken Schicht Schokolade überzogen. Neben dem Zitronenkuchen war der Marmorkuchen der mit Abstand beliebteste Geburtstagkuchen bei uns Zuhause.

Marmorkuchen – mein Lieblingskuchen aus der Kindheit

Meine Mutter war eine sehr gute Bäckerin und sie hat eigentlich jede Woche gebacken. Meistens natürlich an den Wochenenden, da sie unter der Woche schon reichlich mit dem Haushalt, 4 Kindern und dem täglichen Kochen zu tun hatte. Aber am Sonntag roch die Wohnung immer nach Kuchen oder leckeren Waffeln. Wir haben damals in einer Wohnsiedlung gelebt und ich habe immer viele Freunde mit nach Hause gebracht. Und Mamas Marmorkuchen war unter meinen Freunden echt legendär.

Marmorkuchen mit Schokolade

Als ich irgendwann von Zuhause auszog, gab es keinen frisch gebackenen Marmorkuchen mehr in meinem Leben. Ich habe ihn vermisst und ab und zu als Fertigprodukt gekauft. Da schmeckte er abhängig von der gekauften Marke von ganz ok bis ganz merkwürdig, aber natürlich niemals so gut wie Zuhause. Aber damals hatte ich mich dem Backen und Kochen einfach nichts zu tun und der gekaufte Kuchen war eben besser als gar kein Kuchen.

Letzte Woche gab es im Kindergarten meines Sohnes zum Nachtisch für die Kids ein großes Stück Marmorkuchen und der kleine Räuber musste mir auf dem Heimweg vom Kindergarten unbedingt davon erzählen. Wenn es um Süßes geht, ist sein Mitteilungsbedürfnis schlicht grenzenlos. Er war richtig begeistert von dem Kuchen und meinte:

„Papa! So einen Marmorkuchen, den musst du auch mal backen. Vielleicht heute?“

Marmorkuchen Teig

Wenn du Papa oder Mama bist, dann weißt du ja, wie wunderschön es ist in strahlende Kinderaugen zu blicken. Und mein kleiner Schatz strahlt wirklich immer übers ganze Gesicht, wenn wir ihn überraschen. Dieses pure Glück und diese kindliche Freude zu sehen, lässt mein Herz immer wieder aufs Neue schneller schlagen. Dafür würde ich auch 10 Marmorkuchen im Monat backen. DAS darf er nur niemals erfahren!

Auf jeden Fall kennst du jetzt den Grund für das heutige Marmorkuchen Rezept, welches nicht von mir stammt, sondern aus dem sehr schönen Backbuch „Jeannys Lieblingskuchen“. Das Buch ist grandios und enthält so viel tolle Rührkuchen, dass es eigentlich zu meiner ersten Wahl geworden ist, wenn ich schnell mal etwas Backen möchte und nicht lange nach einem Rezept suchen will.

Man kann ja ohnehin niemals genug tolle Rührkuchenrezepte kennen, oder? Ich liebe Rührkuchen, weil die sogar bei mir gelingen und ich bin wirklich nicht der talentierteste Bäcker. Aber alle Zutaten in die Rührschüssel zu kippen und die Maschine rühren zu lassen, schaffe sogar ich. Rührkuchen sind die Besten!

Marmorkuchen

Der Teig für einen Marmorkuchen ist natürlich auch ein Rührteig und deswegen ist dieser Kuchen so einfach in der Zubereitung. Zudem kann man wirklich nichts dabei falsch machen und eigentlich gelingt der Marmorkuchen immer. Das einzige was bei einem Marmorkuchen falsch laufen kann, ist eine zu kurze oder zu lange Backzeit. Dann wird er entweder matschig und feucht im Innern oder zu trocken. Aber wenn man ein Auge auf den Ofen und die Temperatur hat, dann wird man Immer mit einem tollen Kuchen belohnt.

Die Teigzutaten bestehen aus Mehl, Backpulver, Zucker, Kakaopulver, Butter, Eier, Milch und der obligatorischen Prise Salz. Eigentlich alles Zutaten, die man immer im Haus hat. Gerade wenn man Kinder hat und regelmäßig backt.

Ich empfehle ungesüßtes Kakaopulver (Backkakao) für den Marmorkuchen

Beim Kakaopulver würde ich empfehlen, kein gesüßtes Kakaopulver zu verwenden. Es macht dann doch einen Unterschied, ob man sich das gesüßte Kakaopulver in die Milch rührt oder in den Kuchenteig gibt. Ich finde es schöner, die Menge an Zucker und damit auch die Süße des Kuchens selbst zu bestimmen und das geht mit Backkakao, der nicht oder nur wenig gesüßt wurde, immer viel einfacher und besser.

Marmorkuchen mit Schokolade

Wichtig ist bei der Zubereitung des Marmorkuchens, dass die Butter mit dem Zucker schön schaumig geschlagen wird. Das erledige ich am liebsten mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer. Das Volumen der Butter muss sich dabei richtig schön vergrößern und dann wird der Kuchen später auch herrlich fluffig.

Rührteige immer nur kurz rühren, dann wird’s fluffig

Was du unbedingt auch beachten solltest und das gilt eigentlich für sämtliche Rührteige ist, dass man den Teig nicht zu lange rührt. Je länger man ihn rührt, umso weniger fluffig wird er werden. Einen Rührteig rührt man am besten nur so lange, bis sich die Zutaten so gerade miteinander verbunden haben. Sobald man das Mehl und das Backpulver zufügt, sollte man nur noch sehr kurz rühren. Dann klappt es auch mit der Fluffigkeit. 🙂

Marmorkuchen Teig

Das Tolle an einem Marmorkuchen der saftig und lecker schmeckt , ist natürlich immer auch die schöne Marmorierung. Die erreicht man am einfachsten, wenn man den Teig mit einer Gabel oder einem Löffel wellenartig durchzieht, nachdem man den hellen und den dunklen Teig übereinander in die Form gegeben hat.

Marmorkuchen mit Schokolade on Top

Ob man den Marmorkuchen „Natur“ am liebsten mag oder ob man ihm eine Schokoglasur spendieren mag, ist auf jeden Fall wieder Geschmacksache. Ich entscheide das meistens nach Tagesform und manchmal auch danach, was der Vorratsschrank hergibt. Würde ich meinen Sohn fragen, sähe der Marmorkuchen immer so aus, wie auf den Fotos. Mit dicker Schokoladenglasur überzogen.

Jeannys Lieblingskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt und Liebe
Von Horstmann, Virginia (Autor), Horstmann, Virginia (Fotograf)
Preis: 26,00 €
(Stand von: 2022/12/09 8:52 am - Details
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Die Schokoglasur kann man schon fertig kaufen oder man macht sie schnell selbst, aus Puderzucker, Wasser und dem ungesüßten Kakaopulver. Wenn man sie selbst macht, hat das wieder der Vorteil, dass man die Süße selbst bestimmen kann. So manche gekaufte Glasur ist sehr, sehr süß und das merkt man im Regelfall immer zu spät.

Saftiger Marmorkuchen

Die dicke Schokoglasur sieht ja wohl mal unglaublich lecker aus, oder? Also wer da nicht zugreifen und sich ein großes Stück abschneiden möchte, muss Kuchenallergieger sein. 😀 Ich kann bei diesem saftigen Marmorkuchen einfach nie widerstehen und habe ihn quasi schon rauf und runter gebacken. Der wird immer toll. Super saftig und eine ganz tolle Süße. Wir lieben ihn sehr.

Könntest du davon jetzt auch ein Stückchen vertragen? Dann hätt eich alles richtig gemacht und wünsche dir jetzt schon mal viel Erfolg beim Nachbacken. Lass ihn dir schmecken und wenn er die gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und eine Bewertung des Rezeptes. Herzlichen Dank dafür. 🙂

Rezept für Marmorkuchen mit Schokoglasur

Saftiger Marmorkuchen mit Schokoglasur

Der Lieblingskuchen aus meiner Kindheit! Ein saftiger Marmorkuchen mit leckerer Schokoladenglasur. Der Kuchen wird sehr schön locker und fluffig und gelingt wirklich immer. Ein ganz tolles Rezept für einen echten Kuchenklassiker.
4.5 von 67 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Koch- / Backzeit 1 Std. 15 Min.
Zeit Gesamt 1 Std. 10 Min.
Gericht Kuchen
Land & Region Deutschland
Anzahl

Personen
12

Zutaten
 

Marmorkuchen:
  • 250 g Mehl + etwas für die Form
  • 3 TL Backpulver
  • 200 g Zucker
  • 30 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 250 g weiche Butter + etwas für die Form
  • 5 Eier, Grüße M
  • 30 ml Vollmilch
  • Prise Salz
Glasur:
  • 125 g Puderzucker
  • 2,5 EL ungesüßtes Kakaopulver
  • 4-5 EL Wasser

Zubereitung
 

Marmorkuchen:
  • Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und die Gugelhupfform mit Butter ausstreichen und mit Mehl ausstäuben.
  • Das Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen und in einer zweiten Schüssel mit dem Handrührgerät (oder der Küchenmaschine) die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Nach und nach die Eier untermixen.
  • Das Mehl zum Teig geben einrühren bis sie die Zutaten gerade so vermischt haben. Den Teig halbieren und eine Hälfte vom Teig sorgfältig mit Kakao und Milch vermengen.
  • Zunächst die Hälfte des hellen Teigs in die vorab gefettete und gemehlte Form füllen, dann den Schokoladenteig daraufgeben und die restliche Hälfte vom hellen Teig darübergeben. Mit einer Gabel durch den Teig ziehen, für eine schönere Marmorierung.
  • Den Kuchen 50-60 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe machen), dann 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und danach stürzen.
Glasur:
  • Für die Glasur den Puderzucker und Kakao in eine Schüssel sieben und nach und nach das Wasser zufügen. Umrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Die Glasur über den Kuchen geben und ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur fest werden lassen.

Anmerkungen

Aus dem Kuchen bekommt man ungefähr 12 Stückchen, wobei das natürlich von der Größe der Stückchen abhängt.
Ich habe den Kuchen in einer Gugelhupfform mit 22 Zentimetern Durchmesser gebacken.