Ich rieche ihn förmlich, sobald ich nur an ihn denke: den Duft von warmem Hefeteig und süßen, reifen Zwetschgen, der sich beim Backen durchs Haus zieht. Ich liebe die Kombination aus Hefeteig und Obst und der Zwetschgendatschi gehört für mich zu den leckersten Kuchen, die man zu dieser Jahreszeit backen kann. Mein Rezept möchte ich dir unbedingt vorstellen, weil ich im Freundeskreis immer sehr viel Lob mit diesem Kuchen einheimse.

Ich erinnere mich tatsächlich noch genau an mein erstes Stück Zwetschgendatschi. Meine Mutter ging nur selten aus dem Haus und noch seltener unter Menschen. Nur für gelegentliche Arztbesuche verließ sie die Wohnung und nahm mich immer mit. Irgendwann machten wir auf dem Rückweg in einer Bäckerei halt und meine Mutter bestellte zwei Stück Zwetschgendatschi. Jedes mit einem riesigen Klecks Sahne! Dieser Moment war so selten und schön, dass er mir bis heute geblieben ist.
Natürlich muss ich immer an diesen Moment in meiner Kindheit denken, wenn ich den Zwetschdatschi backe. Er ist bestimmt auch deshalb ein Lieblingskuchen, aber er wäre es wahrscheinlich ohnehin geworden. Der herrliche Hefeteig, die saftigen Zwetschgen und die knusprigen Streusel schmecken so wunderbar, wie könnte man da widerstehen? Einfach ein genialer Blechkuchen für die ganze Familie!

Wichtige Zutaten für den Zwetschgendatschi
Die Zutaten sind heute eigentlich selbsterklärend. Das ist ein klassischer Hefeteig und Streuselteig. Wer häufig backt, kennt die Zutaten ohnehin. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Zwetschgen – reif und aromatisch sollten sie sein und trotzdem noch ein bisschen fest im Fruchtfleisch. Also auf keinen Fall matschige Zwetschgen kaufen.
- Frische Hefe – Ich backe Hefeteig am liebsten mit frischer Hefe und bilde mir ein, dass mein Teig dadurch fluffiger wird. Trockenhefe funktioniert auch und hat den Vorteil, dass du keinen Vorteig zubereiten musst.
- Mehl – Ich schwöre auf das gute alte Weizenmehl vom Typ 405. Für beides: Hefeteig und Butterstreusel. Mit Weizenmehl Typ 550 oder Dinkelmehl Typ 630 schmeckt es auch.
- Zucker, Butter, Milch – die heilige Dreifaltigkeit beim Backen.
- Zimt – ich gebe gerne ein wenig Zimt in die Butterstreusel und finde, das schmeckt absolut köstlich.
- Brauner Zucker – wird mit dem Zimt vermischt und kommt zusätzlich noch auf die Zwetschgen.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung des Zwetschgendatschi
Ich weiß aus dem vielen Feedback, das ich von meinen Lesern bekomme, das Hefeteig nicht gerade der beliebteste Teig ist. Er neigt anscheinend dazu, manchmal etwas zickig zu sein. Wobei ich das wirklich nicht bestätigen kann. Ich habe super Erfahrungen mit Hefeteig gemacht und ich verspreche dir, mein Zwetschgendatschi wird dir mit meinen Tipps sicher gelingen.
- Hefeteig ist empfindlich! Also erwärme die Milch nur leicht (handwarm) und niemals über 37 Grad. Sonst stirbt die Hefe ab und der Teig geht nicht mehr auf.
- Lasse den Vorteig auf jeden Fall gute 15 Minuten ruhen, damit die Hefe ausreichend Zeit zum Starten bekommt.
- Knete den Hefeteig mit der Küchenmaschine 10 Minuten, bis er glatt und glänzend ist. Mit der Hand kannst du die doppelte Zeit rechnen. So entwickelt sich das Gluten optimal und der Teig wird schön locker.
- Gib gerne etwas Zitronenschale in den Hefeteig. Das gibt eine feine, frische Note, die gut zu den Zwetschgen passt.
- Die Butter für die Streusel sollte kalt sein, weil sich Mehl, Zucker und Butter so besser zu krümeligen Streuseln verbinden und nicht zu einem klebrigen Teig.
- Schneide die Zwetschgen nach dem Halbieren noch einmal vertikal in der Mitte ein. Dadurch verdunstet beim Backen mehr Flüssigkeit und der Teig weicht nicht so schnell durch.

- Der Zimt in den Streuseln ist Geschmacksache und du kannst ihn weglassen. Aber Zwetschgen und Zimt passt so gut zueinander.
- Gelegentlich gebe ich Hagelzucker auf den Zwetschgendatschi und ich habe ihn auch schon mit Mandeln bestreut und gebacken. Das schmeckt auch sehr lecker.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

So ein toller Blechkuchen!
Das Verrückte ist, ich bin jedes Mal wieder beim ersten Bissen vollkommen begeistert. Der Kuchen wird und wird nicht langweilig, weil er einfach alles hat, was ich an Kuchen liebe. Der Geschmack, die Konsistenz, die damit verbundene Erinnerung. Ein perfekter Kuchen.

Mit einem großen Klecks Sahne obendrauf schmeckt er mir bis heute am besten, ganz so, wie ich ihn damals zum ersten Mal probiert habe. Dazu eine Tasse Kaffee und ein paar Minuten Gemütlichkeit und Ruhe vom stressigen Alltag. Mehr braucht man eigentlich nicht, oder? Gut, ihn mit den Menschen zu genießen, die man am stärksten vermisst, wäre noch viel schöner. Aber das ist das Leben.
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Wenn du Lust auf mehr leckeren Kuchen mit Streuseln hast, schaue dir gerne auch mal meine Zwetschgenmuffins mit Streusel oder meinen Mohnkuchen mit Streusel an. Immer wieder richtig lecker ist auch mein Zwetschgen-Crumble mit Zimtstreuseln.

Zwetschgendatschi mit Streuseln
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
Hefeteig
- 375 g Weizenmehl Typ 405
- 75 g Zucker
- 180 ml Milch
- 1/2 Würfel Frische Hefe, = 21 g
- 75 g Butter, Zimmertemperatur
- 1 Prise Salz
Streusel
- 300 g Weizenmehl Typ 405
- 150 g Zucker
- 250 g Butter, kalt
- 1/2 TL Zimt, optional
- 1 Prise Salz
Belag
- 1,5 kg Zwetschgen
- 1 EL Brauner Zucker
- 1 TL Zimt
Rezept Zubereitung
Hefeteig
- Das Mehl in eine Schüssel sieben, Zucker und Salz hinzufügen und alles vermischen. Eine Mulde formen.
- Die Milch leicht erhitzen (Nicht mehr als 40 Grad, sonst stirbt die Hefe!) und die Hefe hineinbröckeln. Mit einem Schneebesen verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
- Die Milch in die Mulde im Mehl gießen und mit einer Gabel leicht etwas Mehl vom Rand einrühren, sodass ein dünner Brei entsteht. Die Schüssel abdecken und für 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Nun die weiche Butter in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine für 10 Minuten zu einem glatten, glänzenden Teig verkneten. Den Teig in der Schüssel zu einer Kugel formen, diese abdecken und für 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Streusel
- Alle Zutaten, also Mehl, Zucker, Butter und Salz mit der Hand zu Streuseln verkneten.
Belag
- Die Streusel zubereiten und die Zwetschgen waschen und abtropfen lassen. Anschließend halbieren, dabei aber die Zwetschge nicht ganz durchschneiden, sondern so, dass man sie wie ein Buch aufklappen kann. Dabei den Kern entfernen und die beiden entstandenen Hälften noch einmal längs von oben einschneiden, so als hätte die Zwetschge Hasenohren (siehe Foto oben).
- Braunen Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel mischen und zur Seite stellen.
- Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit hohem Rand mit Backpapier auslegen und den Hefeteig darauf gleichmäßig verteilen. Die Zwetschgen in Reih und Glied leicht fächerförmig auf den Teig setzen.
- Anschließend die Zucker-Zimt Mischung auf die Zwetschgen streuen.
- Zum Schluss die Streusel gleichmäßig auf den Zwetschgen verteilen und das Backblech auf mittlerer Schiene für 40 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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