Du magst Paprika? Und bei Walnüssen sagst du auch nicht nein? Dann habe ich heute das Rezept für einen fantastischen Dip für dich, der dich hoffentlich so begeistern wird wie mich. Ich spreche von Muhammara, einem arabischen Dip aus gerösteten Paprika, Walnüssen und verschiedenen Gewürzen, der jedes Brot und jede Mezze-Platte veredelt.

Muhammara, ausgesprochen „m’ha-mara„, ist eine vegane, würzige Paste, deren Hauptbestandteil Paprika sind – man sieht es an der intensiven Farbe! Ich kann dir verraten, dass Paprika nicht zu meinem Lieblingsgemüse zählt, doch bei Muhammara ist das vergessen. Ich LIEBE diesen würzigen, vollmundigen Geschmack und serviere den Dip zu verschiedenen Gelegenheiten.
Der arabische Dip kann zu allen Möglichkeiten serviert werden, bei denen ein Dip gut ankommt. Zum Grillen, als Vorspeise, beim abendlichen snacken oder als Kleinigkeit, wenn Gäste da sind. Arabisches Brot oder Fladenbrot bietet sich hier natürlich an, Cracker passen auch sehr gut. Ich empfehle dir, Muhammara mit einem würzigen Käse zu essen – großartig! Ob pur oder auf Brot, bleibt dir dabei überlassen.

Die wichtigsten Zutaten für Muhammara
Am einfachsten wird es, wenn du in einem türkischen Supermarkt einkaufen gehst. Dort bekommst du easy alle benötigten Zutaten. Wer nicht solch einen Supermarkt in der Nähe hat, bekommt von mir alternative Zutaten genannt. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Paprika – Ich bevorzuge Spitzpaprika, weil sie süßer und aromatischer sind. Normale Paprika funktionieren aber auch. Es gibt auch geröstete Paprika im Glas. Ich schreibe weiter unten, warum ich sie für dieses Rezept nicht empfehle.
- Walnüsse – Glücklich sind die, mit eigenem Walnussbaum im Garten. Alle anderen kaufen bereits geschälte Walnüsse.
- Zwiebel und Knoblauch – Geben dem Dip Tiefe im Geschmack.
- Paprikamark (Biber salçası) – Für eine fruchtige Geschmacksnote sowie eine leichte Schärfe. Man kann alternativ auch etwas Tomatenmark dazu geben oder auch beides benutzen.
- Granatapfelsirup – bringt die perfekte Balance aus Süße und Säure. Alternativ kannst du einen Spritzer Zitronensaft zum Muhammara geben sowie eine Prise Zucker. Balsamicoessig funktioniert auch.
- Gewürze – Neben den Klassikern Salz und Pfeffer benutze ich Kreuzkümmel, Koriandersamen, edelsüßes und geräuchertes Paprikapulver sowie Pul Biber (Chiligewürz).
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.

Was ist beim Muhammara zu beachten?
An sich ist die Zubereitung des Dips nicht schwierig. Es gibt aber kleine Stolpersteine, vor denen ich dich bewahren möchte.
- Keine Sorge, die Paprika sollen und müssen im Ofen schwarz werden. Die Schale wird später abgezogen und die Paprika haben ihren leicht rauchigen Geschmack erhalten.
- Lasse die heißen Paprikahälften unbedingt abgedeckt in einer Schüssel abkühlen. So „schwitzt“ die Schale und lässt sich ganz einfach abziehen. Ich beginne immer an der spitzen Seite und kann so meist alles in einem Zug abziehen.
- Die Paprikahälften sollten gut abtropfen, bevor du sie in den Mixer gibst. So muss der Dip später nicht mit Semmelbrösel angedickt werden, wie es in anderen Rezepten steht. Ich finde, das ist nicht nötig und verfälscht den Geschmack.
- Du kannst die Paprika auch am Tag zuvor anrösten und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.
- Wenn möglich, mörsere die Gewürze frisch. So bekommst du immer das volle Aroma.
- Würze erst, wie in meinem Rezept angegeben, und schmecke dann ab. Du kannst dann immer noch nach deinem Geschmack nachwürzen und nachschärfen.
- Der fertige Muhammara Dip hält sich luftdicht verschlossen für vier bis fünf Tage im Kühlschrank.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar! Vielen Dank.


Wenn ich das sehe, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück steht noch ein Schüsselchen im Kühlschrank und da steht mein Name drauf. 🙂
Dieser Dip ist nicht nur ein Highlight für Fans der orientalischen Küche. Ich kann dir sehr empfehlen, das Muhammara auch mal zu probieren und dich von der komplexen Geschmackswelt aus Paprika, Walnüssen und Gewürzen überraschen zu lassen. Im besten Fall schmeckt es dir so gut wie mir!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Lust auf noch mehr leckere Dip Rezepte? Dann probiere doch mal meinen Feta-Dip! Mein Dattel-Curry-Dip kommt bei Feiern immer gut an. Mit diesem Rezept machst du einen Lauch-Frischkäse-Aufstrich wie beim türkischen Feinkosthändler.

Muhammara Dip mit Paprika und Walnuss | pikant & lecker
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Rezept Zutaten
- 800 g Spitzpaprika
- 100 g Walnüsse
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Tomatenmark
- 1 El Granatapfelsirup
- 1/2 TL Kreuzkümmel, fein gemahlen
- 1/2 TL Pul Biber
- 1/2 TL Koriandersamen, fein gemahlen
- 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/2 TL Paprikapulver geräuchert
- Salz und Pfeffer
- Olivenöl
- Granatapfel und fein gehackte Petersilie für die Deko
Rezept Zubereitung
- Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Die Spitzpaprika waschen, den Strunk abschneiden und halbieren sowie entkernen. Die Hälften auf dem Backblech verteilen und mit etwas Olivenöl bestreichen.
- Das Backblech in die oberste (!) Schiene des Ofens schieben und die Paprika ca. 30 Minuten garen. Dabei wird die Schale teilweise schwarz, das ist so gewünscht.
- Die Paprikahälften in eine Schüssel geben und mit einem passenden Deckel oder Folie verschließen und für 20 Minuten abkühlen lassen. Anschließend die Schale von der Paprika abziehen.
- Während die Paprika abkühlt, die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, ohne dass sie schwarz werden. Die Walnüsse grob durch hacken und zur Seite stellen.
- Die Zwiebel und den Knoblauch würfeln. Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, die Zwiebelwürfel hinzufügen und leicht salzen. Ohne Farbe weich braten. In der letzten Minute den Knoblauch dazu geben und kurz mit anbraten. Den Pfanneninhalt zur Seite stellen und abkühlen lassen.
- Die Paprikafilets in einen Food Processor (oder Pulse Mixer o.ä.) geben, Zwiebel und Knoblauch dazu geben, die Walnüsse (bis auf einen EL für die Deko), Tomatenmark, die Gewürze sowie den Granatapfelsirup und alles durchmixen. Nicht ganz fein, es darf ruhig etwas stückig bleiben.
- Das Muhammara abschmecken und eventuell nochmal nachwürzen, je nach Gusto.
- Zum Servieren den Dip eine Stunde zuvor aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Temperatur bekommt. In eine Schale füllen und mit den restlichen Walnüssen, Granatapfelkernen und gehackter Petersilie bestreuen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Ein sehr gutes und verbreitetes Rezept im Orient. Auf jeden Fall empfehlenswert. 👍
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