Jetzt dauert es nicht mehr lange und dann beginnt wieder die Saison der Weihnachtsmärkte. Endlich wieder Glühwein und die ein oder andere Leckerei. Im vergangenen Jahr habe ich die Maronen vom Weihnachtsmarkt für mich entdeckt. Die habe ich früher eigentlich immer ignoriert, aber mein Sohn wollte sie letztes Jahr probieren. Ihm haben sie nicht so gut geschmeckt. Mir dafür umso mehr.

Was mir allerdings gar nicht schmeckt, sind die Preise auf dem Weihnachtsmarkt. Dort wird alles Jahr für Jahr immer teurer und bei manchen Preisen schlackert man wirklich mit den Ohren. Die gerösteten Maronen sind mir auch zu teuer und deshalb mache ich sie einfach selbst zu Hause, denn das geht ganz einfach im Backofen oder Airfryer. Dafür braucht man offen gesagt nicht mal ein Rezept. So einfach funktioniert das.
Auf dem Weihnachtsmarkt sieht das natürlich immer nach sehr viel Arbeit und pompös aus, wenn die Maronen dort in diesem großen Bottich geröstet werden. Zu Hause geht das dagegen kinderleicht von der Hand und dauert auch nicht lange und das Ergebnis ist nicht schlechter. Am aufwendigsten ist das Einritzen der Schale, aber auch dafür gibt es Hilfsmittel, die ich dir weiter unten verlinkt habe.

Wichtige Zutaten für die Maronen aus dem Backofen
Jetzt kommt es, aufgepasst, die wichtigste Zutat für die Maronen aus dem Backofen bzw. der Heißluftfritteuse sind Maronen. Darüber hinaus ist es auch die einzige Zutat, die du benötigst. 😀
- Natürlich brauchst du frische Maronen, also keine vorgegarten aus der Packung. Du bekommst sie in der Gemüseabteilung im Supermarkt oder hast das Glück und weißt, wo eine Edelkastanie steht, bei der du die Maronen selbst sammeln kannst.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung der Maronen im Backofen
Geröstete Maronen gelingen jedem! Das behaupte ich jetzt einfach mal so. Es gibt verschiedene Rezepte im Internet und ich habe zwei, drei tatsächlich ausprobiert und habe jetzt für mich persönlich die beste Zubereitungsart gefunden. Wichtig ist:
- Die Maronen sollten in jedem Fall 4 bis 6 Stunden in einer großen Schüssel mit Wasser eingeweicht werden. Die Konsistenz der gebackenen Maronen wird dadurch deutlich besser. Außen knusprig, innen weich und cremig.
- Maronen, die beim Einweichen nach oben steigen und an der Oberfläche schwimmen, kannst du ohne schlechtes Gewissen wegschmeißen. Sie sind nicht mehr genießbar oder haben Würmer.
- Die Maronen sollten kreuzweise eingeschnitten werden, damit sie beim Backen aufgehen. Ritze die Schale an der gewölbten Seite kreuzweise ein. Dadurch kann der Dampf beim Garen entweichen und die Maronen platzen dir nicht unkontrolliert im Ofen auf. Außerdem lassen sie sich so besser schälen.
- Du kannst ein Messer für das Einschneiden nehmen oder einen Maronenschneider, wobei ich persönlich den Maronenschneider bevorzuge. Die Schale ist hart und glatt, und beim Messer ist Vorsicht angesagt, damit du dir nicht in die Finger schneidest. Mit dem Maronenschneider geht es hingegen ganz einfach.
- Maronenschneider zum einfachen Öffnen von Maronen, mit gezackten Edelstahl-Klingen, ideal für die Gastronomie oder private Haushalte
- Anwendung: einmal zudrücken und Maronen sind mit einem Kreuz-Schnitt versehen, dieses ermöglicht ein einfaches Ablösen der Schale nach dem Rösten
- Die Maronen brauchen ca. 25 bis 30 Minuten im Backofen. Verlass dich hier aber lieber auf die Optik als auf die Uhr: Sie sind fertig, wenn sich die Schalen leicht geöffnet haben und/oder die Maronen dunkel zu werden beginnen.
- Wenn du einen Airfryer hast, genügen 160 Grad für ca. 15- 20 Minuten (abhängig von der Größe der Maronen). Aber auch hier solltest du zum Ende der Garzeit unbedingt nachschauen, wie weit die Maronen schon sind.
- Die Maronen lassen sich am besten noch heiß schälen und noch warm genießen.
- Übrigens heißen Maronen in der Schweiz und in Österreich Mar(r)oni und bei uns sind sie einfach unter Esskastanien bekannt.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
So schnell holt man sich das Weihnachtsmarkt-Feeling nach Hause. Ein Backblech mit gerösteten Maronen, dazu selbstgemachter Glühwein, Kerzenlicht und Weihnachtslieder. Das ist einfach schön und gemütlich und gerade bei den niedrigen Temperaturen da draußen herrlich muckelig. Und was man durch selbstgemachte Maronen und selbstgemachten Glühwein erst an Geld sparen kann. Wow!

Einen habe ich noch: Maronen zählen zwar zu den Nüssen, enthalten sie viel weniger Fett. Meine Waage freut das. 🙂
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Wenn du auf den Geschmack der Maronen gekommen bist, probiere als Nächstes unbedingt meine Maronensuppe mit Champignons und Haselnüssen. Köstlich, sage ich dir. Maronen passen, z.B. als Püree, auch wunderbar als Beilage zu einem festlichen Essen wie zu meinen Entenkeulen im Backofen oder meiner zarten Entenbrust aus dem Ofen.

Maronen aus dem Backofen / Airfryer
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Verwendetes Zubehör
- Maronenschneider
Rezept Zutaten
- 500 g Maronen, frisch
Rezept Zubereitung
- Die Maronen, wenn möglich, für 4-6 Stunden in einer großen Schüssel mit Wasser einweichen.
- Maronen, die nach oben steigen und an der Oberfläche schwimmen, können weggeworfen werden. Sie sind nicht genießbar.
- Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Nach dem Einweichen die Maronen trocken tupfen und mit einem Maroneschneider oder einem Maronenmesser die Schale an der gewölbten Seite kreuzweise einritzen. Vorsicht mit dem Messer, ich empfehle den Maronenschneider.
- Die Maronen auf das Backblech legen und für 25-30 Minuten garen, bis sie alle die Schalen leicht geöffnet haben und/oder beginnen, dunkel zu werden.
- Im Airfryer genügen 160 Grad für 20 Minuten.
- Die heißen Maronen von der Schale befreien und genießen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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