Endlich habe ich mir meinen ersten Ottolenghi gekauft und wenn das für dich jetzt so klingt, als hätte ich mir ein Gemälde von van Gogh gegönnt, dann ist das in KochbuchNerd-Kreisen gar nicht so weit davon entfernt. Die Kochbücher von Yotam Ottolenghi genießen einen sehr guten Ruf, anscheinend hat der Mann es echt drauf uns sein Kochbuch Jerusalam gefällt mir beim Durchblättern außergewöhnlich gut!

Als erstes Gericht habe ich mir eine Zutat rausgesucht, die nicht ganz so zu meinen Favoriten zählt und zwar die Graupe. In der Suppe mag ich sie überhaupt nicht, als Beilage wie zum Beispiel als Rotwein-Vanille-Graupen fand ich sie aber sehr lecker. Jetzt wollte ich wissen, wie sie sich als eigenständige Hauptspeise machen und habe mir dazu das Graupenrisotto mir mariniertem Feta ausgesucht. Ich bin ja großer Risotto-Fan und war dementsprechend gespannt auf das Gericht.

Graupenrisotto mit mariniertem Feta

Geschmacklich ein sehr feines Graupenrisotto

Ich will ganz ehrlich sein, ich mutiere durch dieses Graupenrisotto jetzt nicht plötzlich zum Graupenfan und ich ziehe ein schlotziges Risotto mit Arborio Reis jederzeit vor. Zudem fehlte mir auch der typische Parmesangeschmack, der einem Risotto erst die richtige Würze gibt. Wenn ich es aber nicht zwingend mit dem klassischen Risotto vergleiche, dann ist das ein sehr feines und intensiv tomatiges Gericht, das wunderbar mit dem Fetakäse harmoniert. Graupenfans werden es vermutlich lieben!

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Zubereitung • Graupenrisotto mit mariniertem Feta •

Die Schalotten und Knoblauchzehen in kleine Würfel schneiden, beim Sellerie die Fäden ziehen und ebenfalls fein würfeln. Die Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und 4 Scheiben von der Schale mit dem Sparschäler oder Messer abschneiden. Nur das Gelbe der Schale, nicht das bittere Weiße.

Die Graupen unter fließendem kalten Wasser gründlich abspülen und gut abtropfen lassen. Die Butter mit 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin den Sellerie, Knoblauch und die Zwiebeln 5 Minuten anschwitzen. Die Graupen, Thymianzweige, Zitronenschale, Lorbeerblatt, Paprikapulver und Chilliflocken sowie die stückigen Tomaten, die passierten Tomaten und die Brühe hinzufügen.

Mit einem 1/2 TL Salz würzen und alle Zutaten gut verrühren. Alles einmal aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und das Ganze für ca. 45 Minuten bei geringer Hitze (und ohne Deckel) köcheln lassen, bis die Graupen weich sind und die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen wurde. Es soll am Ende eine schlotzige Konsistenz bekommen, dem Risotto ähnlich. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit nichts ansetzt.

In der Zwischenzeit die Kümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten und mit dem Mörser grob zerstoßen. Den Feta in Stücke brechen oder in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit dem restlichen Olivenöl (90 ml abzüglich der 2 EL) begießen, die Kümmelsamen hinzugeben und die Zutaten vorsichtig mischen. Achte darauf, dass du hier wirklich sehr hochwertiges Olivenöl verwendest, möglichst ohne Bitterstoffe.

Ich habe bei meinen Teller die Kümmelsamen übrigens weggelassen, nur falls du auf dem Foto vergeblich den Kümmel suchst :zwinker: . Kümmel ist irgendwie nicht so mein Ding!

Den fertigen Risotto nach 45 Minuten abschmecken und abhängig von der Qualität deiner Dosentomaten evtl. etwas zuckern. Zusammen mit dem marinierten Feta und ein paar Oreganoblättern servieren.

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Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 80 Minuten

  • 200 g grobe Perlgraupen
  • 2 kleine Stangen Sellerie
  • 2 kleine Schalotten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4 Streifen Schale einer Bio-Zitrone
  • 4 Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL frische Oreganoblätter
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1/4 TL Chilliflocken
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 1 Dose passierte Tomaten (300 g)
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 30 g Butter
  • 90 ml sehr gutes! Olivenöl
  • 300 g Feta
  • 1 EL Kümmelsamen

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