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So lautete das schöne Motto des Blogger-Café 4.0 by Seidl, an dem ich am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal teilnahm. Zusammen mit vier anderen kochbegeisterten Foodbloggern habe ich unter der Anleitung eines Profikochs ein schönes Menü mit erstklassigem Kalbfleisch der VanDrie Group zubereitet. Per Zoom verbunden, konnten wir uns gegenseitig in die Küchen gucken und uns während des Kochens austauschen, sofern wir bei der heißen Kochaction Zeit dafür fanden.

Wir haben gelacht, gelernt, geschwitzt und sehr gut gekocht und gegessen. 🙂

Da ich Kalbfleisch sehr mag und als Hobbykoch immer gerne den wahren Profis zuschaue, um meine eigenen Kochfähigkeiten zu verbessern, wollte ich dieses Mal unbedingt dabei sein. Das Thema klang natürlich auch sehr verführerisch und ich war gespannt darauf zu sehen, welche Gerichte sich unsere Gastgeber ausgedacht hatten. Als dann das Päckchen mit dem tollen Kalbfleisch ankam und ich darin neben einer Trüffel-Tapenade und Trüffelöl auch noch Blattgold fand, wusste ich: Alles richtig gemacht, Malte!

Hast du schon mal echtes Blattgold gesehen? Also nicht im Fernsehen, sondern so richtig im wahren Leben? Vor dir auf dem Tisch und zum Anfassen? Ich vorher nicht. Meine Frau übrigens auch nicht. In ihrer Funktion als Finanzministerin hat sie auch erstmal gegoogelt, ob wir uns jetzt zur Ruhe setzen könnten. Das war dann doch nicht der Fall. Schade Marmelade.

Blattgold.

Noch eine lustige Geschichte am Rande: Natürlich musste ich meinem Sohn ebenfalls vom Blattgold erzählen und es ihm zeigen. Er konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich das Blattgold essen werde und raffiniert, wie er ist, hat er mich gebeten, nicht alles aufzuessen. Wenn ich etwas übrig ließe, wäre es ja vielleicht doch möglich, nochmal über seinen Weihnachtswunsch, eine Spielkonsole, nachzudenken.

Auf jeden Fall versprach das Blattgold schon mal einiges und das Menü las sich ebenfalls richtig interessant, wenn auch ungewöhnlich. Wir durften uns auf eine typische niederländische Spezialität freuen, die berühmten Bitterballen. Daneben stand ein festlicher Burger aus zartem Kalbfleisch mit einer selbstgemachten Trüffelmayo auf dem Programm und als Highlight sollte es ein Tomahawksteak vom Kalb mit Sauce Béarnaise geben. Yummy!

Burger vom Kalb mit Trüffelmayo.

Als Kind gab es bei uns an Heiligabend oft den berühmten Kartoffelsalat mit Würstchen oder auch mal ein schnelles Roastbeef mit Remoulade. Das musste meine Mutter nur kurz anbraten und in den Ofen schieben. Während es von allein garte, konnte sie sich um die Vorbereitungen für die Bescherung kümmern. Gerade wenn man eine große Familie hat, ist man an Heiligabend wirklich mit vielen Dingen beschäftigt und eigentlich muss man sich da nicht auch noch Stunden in die Küche stellen, um ein Menü zu kochen.

Mit gefällt die Idee, an diesem Tag einen festlichen Burger zu servieren. Puristisch sollte er sein und nicht 10 verschiedene Zutaten enthalten, sondern schlicht, aber gut sein. Genau in diese Richtung ging der Burger aus Kalbfleisch und deshalb gefiel er mich richtig gut.

Semerrolle vom Kalb.

Wir haben den Burger aus einem ganz tollen Stück Fleisch zubereitet, aus der Semerrolle. Einem Stück aus dem hinteren Bereich der Keule, das sehr fein und sehr mager ist. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass es beim Braten trocken werden könnte, weil es kaum Fett enthält. Beim ersten Bissen war ich dann total überrascht davon, wie schön saftig es war. Die Fleischqualität war auch einfach überragend.

Wir haben das Fleisch zusammen mit der Trüffel-Tapenade durch den Fleischwolf gegeben und dann mit etwas Salz sehr intensiv und lange geknetet. Dadurch konnte das Eiweiß austreten und hat für die Bindung gesorgt.

Für die Zubereitung der Trüffelmayo hatte ich mir schon fuchsiger Weise den Pürierstab zurecht gelegt, weil ich Mayo nur noch mit dem Stab hochziehe und nicht mehr per Hand aufschlage. Da hatte ich die Rechnung aber ohne den Koch des Abends gemacht. Wir Hobbyköche sollen ja auch mal etwas lernen und uns nicht nur verwöhnen lassen und deshalb war Handarbeit angesagt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe Immer noch Muskelkater. Büroheini halt. Aber die Mayo war super lecker, sodass sich das Workout immerhin gelohnt hat.

Auf den Burger kamen noch Feldsalat und in heißem Essig marinierte rote Zwiebeln und natürlich etwas Blattgold. Das sieht übrigens nur schön aus, schmeckt aber sehr neutral, falls du dich das gefragt haben solltest. Und es klebt auch an den Zähnen, was nicht verkehrt sein muss. Wer träumt nicht von einem goldenen Lächeln?

Das Tomahawk-Steak vom Kalb.

Bevor ich zu meinem heimlichen Highlight des Abends komme, geht es erstmal mit einem Stück Kalbfleisch weiter, welches so ziemlich das zarteste Stück Fleisch war, das ich seit langem auf dem Teller hatte. Das Tomahawksteak vom Kalb mit dem markant geschwungenem Knochen. Schon beim Auspacken konnte man fühlen, wie zart dieses Stück war.

Die Zubereitung war schnell erledigt. Wir haben das Fleisch scharf von beiden Seiten angebraten und dann im Ofen bei 160 Grad auf eine Kerntemperatur von ca. 54 – 60 Grad (je nach Geschmack) gegart.

Tomahawk-Steak vom Kalb mit Sauce Bérnaise.

Serviert wurde es mit einer selbstgemachten Sauce Béarnaise, die wir natürlich über dem Wasserbad aufgeschlagen haben. Um es kurz zu machen: Die Sauce war göttlich und ich habe immer noch Muskelkater. Du weißt Bescheid.

Zum Tomahawksteak gab es bei mir einen getrüffelten Kartoffelstampf und grüne Böhnchen im Speckmantel. Die Sauce wurde wieder mit etwas Blattgold getoppt. Ja, das war genau so lecker, wie es sich anhört. Das wäre ein perfektes Gericht für den ersten oder zweiten Weihnachtstag.

Leckeres Tomahawk-Steak mit Sauce Bernaise und grünen Bohnen im Speckmantel.

Zum guten Schluss kam dann mein Highlight des Abends, die Bitterballen. Dafür hatten wir bereits am Vortag aus einem Kalbsonglet (dem Nierenzapfen, der aber nichts mit Nieren oder Innereien zu tun hat. Schau mal hier: Nierenzapfen) ein leckeres Kalbsragout gekocht. Hierfür haben wir das Fleisch in Kalbsfond 2 Stunden gegart, dann wie ein Pulled Pork gezupft. Danach wurde es mit Senf, Ei und Kräutern gewürzt und mit einer selbstgemachten Béchamelsauce vermischt.

Am nächsten Tag haben wir aus der Masse Bällchen geformt, sie in Panko paniert und dann frittiert. Ich habe sie mit gehacktem Römersalat und Sojasauce serviert und muss sagen, die Bällchen haben fantastisch geschmeckt. Außen knusprig und innen soft. Wenn man reinbeißt, schmilzt die Béchamel im Mund. Das ist soooo lecker und hat mich wirklich überrascht und begeistert.

Knusprige Bitterballen.

Es war wieder eine sehr schöne Erfahrung, über das Internet und zusammen mit anderen Hobbyköchen solche Leckereien zu kochen. Unser Koch Franklin hat uns tolle Ideen mitgebracht und viele Tipps gegeben und uns auf eine sehr sympathische Art durch den Abend begleitet. Die Küche war ein Schlachtfeld, aber wo gehobelt wird, da fallen Späne. 😀

Meine Begeisterung für das Produkt Kalbfleisch ist mit diesem Abend noch gewachsen. Vielleicht schaffe ich es ja mal, im nächsten Jahr ein paar Rezepte mit Kalbfleisch zu verbloggen und dich auf den Geschmack zu bringen. 🙂

Vielen Dank an „Kochen mit Kalbfleisch“ und die Seidl PR & Marketing GmbH für die Einladung zum Blogger-Cafe 4.0. Das hat Spaß gemacht!

Schau‘ auch mal bei den anderen Foodbloggern vorbei, die mit mir zusammen am Blogger-Cafe 4.0 teilgenommen haben und sicher auch darüber schreiben werden. Bei Lindenthalerin, LeLaLecker, Ina isst und Graziellas Foodblog.

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Festtagsrezepte mit Kalbfleisch

Kalbsburger von der Semerrolle mit Trüffelmayo

Ein super leckerer Burger mit saftigem Hackfleisch vom Kalb, einer cremigen Trüffel-Mayo, mit marinierten roten Zwiebeln, Feldsalat und Blattgold, für ein bisschen festlichen Luxus.
5 von 2 Bewertungen
Vorbereitung 15 Min.
Koch- / Backzeit 20 Min.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Deutschland
Portionen 2

Zutaten
  

Für die marinierten Zwiebeln

  • 1 rote Zwiebel
  • 25 ml Weißweinessig
  • 15 ml Wasser
  • Salz

Trüffelmayo

  • 2 Eigelbe
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 5-6 Tropfen Zitronensaft
  • 5-6 Tropfen Trüffelöl
  • 1 Prise Salz

Burger-Patty

  • 250 g Kalbhackfleisch von der Semerrolle
  • 2 EL Trüffel-Tapenade
  • 10 g Salz

weitere Zutaten

  • 1 Handvoll Feldsalat
  • 2 Burgerbrötchen
  • etwas Parmesan

Anleitungen
 

Marinierte Zwiebeln

  • Die rote Zwiebel in dünne Ringe schneiden oder reiben und in einem Topf mit Weißweinessig, Wasser und einer Prise Salz vermengen und 1 ½ Minuten heiß werden lassen. Danach beiseitestellen.

Trüffelmayo

  • Für die Trüffelmayonnaise die beiden Eigelbe zusammen mit dem Zitronensaft und der Prise Salz in einer Schüssel mit einem Rührbesen verrühren. Anschließend das Sonnenblumenöl vorsichtig zur Eimischung geben, bis die Masse langsam eindickt.
    Zum Schluss einen großzügigen Spritzer Trüffelöl dazugeben und die Mayonnaise im Kühlschrank kühl stellen.

Kalbfleisch-Patty & Buns

  • Das Kalbshackfleisch von der Semerrolle mit der Trüffel-Tapenade, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen und daraus Bratlinge formen. Diese bei mittlerer Hitze in der Pfanne von beiden Seiten braten (ca. 4 Minuten pro Seite).
    Die Brötchen längs halbieren und die Innenseiten kurz in einer heißen Pfanne anrösten, bis sie leicht gebräunt sind.
    Die untere Brötchenhälfte auf einen Teller legen und mit der Trüffelmayonnaise bestreichen. Mit Feldsalat und Zwiebelringen belegen, dann den Kalbsburger darauf geben.
    Anschließend noch mit etwas Salat und Zwiebeln belegen, Parmesankäse darüber raspeln und etwas Blattgold und die obere Brötchenhälfte auflegen.
Rezept bereits ausprobiert?Dann tagge mich doch auf Insta unter @malteskitchen mit dem Hashtag #malteskitchen, damit ich dein Foto nicht verpasse. 🙂
Gefällt dir dieses Rezept? Hast du es ausprobiert? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Dein Feedback motiviert mich und interessiert auch meine Leser, die das Rezept vielleicht auch nachkochen möchten.
Dieser Beitrag wurde von der VanDrie Group gesponsert und enthält Werbung für das Produkt Kalbfleisch. Auf den Inhalt dieses Beitrages sowie auf die Entwicklung des Rezeptes wurde keinerlei Einfluss genommen. Ich bedanke mich bei meinem Sponsor für die Unterstützung von MaltesKitchen.de.

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