Wenn es draußen ungemütlich wird und der Dauerregen gegen die Scheiben prasselt, ist bei vielen direkt Suppenzeit angesagt – wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich normalerweise gar nicht der allergrößte Suppenfan bin. Selten schafft es ein Süppchen, mich so richtig rundum glücklich zu machen, aber diese asiatische Nudelsuppe nach einem Rezept von Nigel Slater hat mich auf ganzer Linie überzeugt!

Was diese Suppe so besonders macht, ist die selbstgemachte Würzpaste, die eine wahre Geschmacksexplosion im Mund auslöst. Während Nigel Slater es mit 3–4 Chilischoten ordentlich krachen lässt, bin ich bei der Schärfe eher vorsichtig unterwegs und dosiere so, dass man die feinen Nuancen von Zitronengras und Ingwer noch richtig schön schmecken kann.
Das Tolle an diesem Gericht ist die Flexibilität: Ich habe zusätzlich noch zarte Hähnchenbrust hineingegeben, was wunderbar mit den Garnelen harmoniert. Die Basis aus cremiger Kokosmilch und kräftiger Hühnerbrühe fängt die Würze der Paste perfekt auf und verbindet sich mit den dicken Udon-Nudeln zu einem echten Wohlfühlessen. Ein Spritzer Limette und etwas Fischsauce sorgen am Ende für den nötigen Kick Frische.
Die wichtigsten Zutaten für die asiatische Nudelsuppe
Natürlich wirst du für diese Nudelsuppe ein paar „exotische“ Zutaten einkaufen müssen. Das geht einfach nicht anders, wenn man einen möglichst authentischen Geschmack erzielen möchte. Für das Rezept brauchst du u.a.:
- Zitronengras – nimm hier nur das zarte Innere der Stängel, damit die Paste schön fein wird und ihr volles Zitrusaroma entfalten kann.
- Ingwer und Knoblauch – diese beiden sind das aromatische Herzstück der Würzpaste und sorgen für die nötige Wärme und Tiefe.
- Kokosmilch – sie verleiht der Suppe ihre wunderbare Cremigkeit und mildert die Schärfe der Chilischoten angenehm ab.
- Udon-Nudeln – diese dicken, japanischen Weizennudeln saugen die würzige Brühe perfekt auf und haben einen tollen Biss.
- Kurkuma und Koriandersamen – Kurkuma gibt der Nudelsuppe eine fantastische Farbe.
- Fischsauce (Nam Pla) – statt nur Salz zu verwenden, bringt die Fischsauce das nötige Umami in die Suppe, das den Geschmack erst richtig rund macht.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist bei der Zubereitung der asiatischen Nudelsuppe zu beachten?
Wie immer, gibt es jetzt ein paar schnelle Tipps, damit dir beim Nachkochen auch alles gut gelingt!
- Gib beim Mixen der Würzpaste das Öl nur nach und nach dazu, damit eine richtig schöne, homogene Paste entsteht und keine flüssige Soße.
- Achte darauf, das Hähnchen nicht zu dick zu schneiden, damit es in den 10 Minuten Kochzeit schön saftig gar wird.
- Beim Koriander scheiden sich die Geister; wenn du kein Fan bist, nimm nur eine ganz kleine Handvoll oder ersetze einen Teil durch die frische Minze.
- Gib die Garnelen wirklich erst zum Schluss für 2-3 Minuten in die heiße Suppe, damit sie knackig bleiben und nicht trocken werden.
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Diese asiatische Nudelsuppe ist für mich der Beweis, dass auch ein „Suppenmuffel“ schwach werden kann, wenn die Aromen so perfekt zusammenspielen. Sie ist würzig, cremig frisch und macht einfach gute Laune, egal wie trübe es draußen aussieht. Probier es unbedingt mal aus, besonders die selbstgemachte Paste macht hier den entscheidenden Unterschied!
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Probiere auch gerne mal meine deutsche Hühnersuppe oder Mamas Linsensuppe. Meine Tom Ka Ghai wird dir bestimmt auch gefallen.

Asiatische Nudelsuppe mit Huhn und Garnelen
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Rezept Zutaten
Für die Paste:
- 2-3 dicke Stängel Zitronengras
- 2-3 kleine Zehen Knoblauch
- 2 kleine rote Chillischoten
- 1 daumengroßes Stück Ingwer
- 1 kleine handvoll Koriander
- 1/2 TL Koriandersamen
- 1 TL gemahlener Kurkuma
- Pflanzenöl
Für die Suppe:
- 12 Garnelen
- 300 g Hühnerbrust
- 200 g Udon Nudeln
- 500 ml Hühnerfond
- 400 ml Kokosmilch
- Saft von 1 Limette
- 1-2 TL Nam Pla, thailändische Fischsauce
- 1 kleine Handvoll Minze, Blätter
- Salz und Pfeffer
Rezept Zubereitung
- Als Erstes wird die Würzpaste hergestellt und hierzu die Chillis halbiert und entkernt. Das zarte Innere der Zitronengräser fein schneiden und den Ingwer schälen und klein hacken. Die Koriandersamen in einen Mörser geben und zerstoßen.
- Die Zutaten zusammen mit dem frischen Korianderblättern und dem Kurkuma in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zunächst wenig (1 EL) Pflanzen zufügen und zu einer homogenen Massen verarbeiten. Die Masse sollte eine glatte Paste ergeben, also vorsichtig etwas zusätzliches Pflanzenöl zugießen. So wenig wie möglich, bis die Masse zur Paste wird.
- Nun die Hähnchenbrust in kleine, mundgerechte Stücke bzw. Streifen schneiden und die Garnelen schälen, den Darm entfernen und die Garnelen abwaschen. Die Limette auspressen und die Minzblätter abzupfen.
- Einen tiefen Top bei mäßiger Hitze aufsetzen, heiß werden lassen und die Hälfte der Würzpaste hineingeben. Unter Rühren etwa 1 Minuten erhitzen, dann die Brühe und die Kokosmilch angießen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, damit die Suppe nicht zu stark kocht und nach 2 Minuten die Hähnchenstreifen in die Suppe geben. Die Suppe weitere 8 Minuten köcheln lassen, dann die Garnelen zufügen und weitere 2-3 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln gar kochen, abgießen und in vorgewärmte Suppenschüsseln verteilen.
- Die Suppe vom Herd nehmen, die Minze unterrühren und die Suppe mit Limettensaft, Fischsauce und Salz abschmecken. Wer mag, gibt noch etwas Pfeffer an die Suppe. Die Suppe nach dem Abschmecken über die Nudeln geben und sofort servieren.
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Yummy!
Gerade verputzt und für sehr lecker befunden. Werde ich – muss ich – nochmal machen, ich habe ja noch eine zweite Portion Paste übrig.
Ich musste allerdings die Suppe vor Zugabe der festen Zutaten passieren, da der Ingwer sehr faserig war.
Garnelen lasse ich das nächste mal weg. Irgendwie fand ich sie überflüssig.
Danke fürs Rezept
Ich freue mich das es dir geschmeckt hat Christine. Und die Garnelen kannst du ja bedenkenlos weglassen, Hühnchen reicht. Die Suppe würde sogar ganz ohne Fleisch oder Fisch funktionieren, weil sie so schön würzig ist, aber ich brauchs. :biggrin:
Beim nächsten Mal kannst du den Ingwer auch fein hacken, das geht auch und dann sparst du dir das passieren. Beim Ingwer ist das echt Glücksache, ich habe auch schon sehr faserige Stücke gehabt.
Danke für dein Feedback, ist immer wieder wichtig und schön für mich!