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Schnelle und richtig leckere Spaghetti Bolognese

Leckeres Spaghetti Bolognese Rezept

Heute habe ich ein Rezept für einen der beliebtesten Klassiker aller Zeiten für euch, für ein Gericht das jeder kennt und wahrscheinlich auch jeder mag. Ein Gericht, bei dem Groß und Klein große Augen kriegen, wenn es vor ihnen auf dem Teller liegt und auf das sich alle tagelang freuen, wenn sie wissen das sie es bald serviert bekommen. Die Rede ist von Spaghetti Bolognese! Jaaaaaaaaaaa!

Ihr liebt es, ich weiß es und ich liebe es auch. Meine Frau könnte es sogar jeden Tag essen und mein kleiner Junge ist geradezu verrückt danach. Weil es noch kein Spaghetti Bolognese Rezept auf meinem Blog gab und das nun wirklich nicht sein darf, gibt es heute das Rezept für eine schnelle Variante der Spaghetti Bolognese. 

Leckere Spaghetti Bolognese

Ich weiß genau, was viele von euch jetzt denken werden: eine Bolognese-Sauce muss laaaange köcheln, nur dann wird sie richtig gut. Wisst ihr was, da habt ihr Recht. Je länger sie köcheln kann, umso besser wird die Sauce. Und aufgewärmt schmeckt sie am nächsten Tag gleich nochmal so gut. Das ist so und das wird immer so bleiben.

Aber manchmal macht mich auch schon eine schnelle Variante von Spaghetti Bolognese glücklich. Die Sauce mag dann nicht so perfekt sein, nicht so wundervoll aromatisch, aber es ist trotzdem Spaghetti Bolognese und besser als nichts! Wenn mir also wirklich mal die Zeit für eine lange Koch-Session fehlen sollte, dann koche ich mir das trotzdem, einfach weil ich Bock darauf habe. Ich bin der schlimmste Perfektionist aller Zeiten, aber manchmal muss man auch mal einen Kompromiss eingehen, wenn man seine Gelüste stillen möchte. So sehe ich das jedenfalls.

Spaghetti Bolognese mit Hackfleisch

Meine schnelle Bolo-Variante enthält gemischtes Hackfleisch, halb Rind und halb Schwein, so kenne ich das auch aus meiner Kindheit. Ihr kennt sicher die Geschichte das es die “deutsche” Bolognese in Italien gar nicht gibt und das dort die Bolognese eher ein Fleisch-Ragout ist. Das mag zwar so sein, aber für uns Deutsche bleibt Bolognese eine Hackfleischsauce und das ist auch gut so. Die italienische Variante kann man dann ja auch mal Nachkochen, schmeckt sicher ebenfalls ganz toll.

Ansonsten ist meine Bolo recht “normal” und enthält Staudensellerie, Möhre und Zwiebeln und als besonderen Clou durchwachsen-geräucherten Speck, der den fleischigen Charakter der Sauce noch einmal erhöht. Ich mag das sehr gerne und falls ihr das noch nie ausprobiert habt, müsst ihr das unbedingt nachholen! Daneben bekommt die Sauce auch Rotwein spendiert, der sorgt für einen kräftigen Geschmack. Ich verwende gerne Rotwein für dunkle Saucen, weil das geschmacklich wirklich einen Unterschied macht und der Rotwein den Saucen Kraft gibt.

Ein paar frische Kräuter in der Bolognesesauce können auch nie schaden, ich nehme gerne Oregano oder Thymian. Ich verwende auch lieber frische Kräuter als Getrocknete, dann lasse ich sie aber nicht stundenlang mitkochen, weil sonst der ganze Geschmack verloren geht. Bei langer Kochzeit sind getrocknete Kräuter die bessere Wahl.

Spaghetti mit Bolognese-Sauce

Ich bin sicher das jeder von euch schon mal Spaghetti Bolognese gegessen hat und das vielleicht der ein oder andere von euch auf “sein” Rezept schwört. Vielleicht ist es ja sogar ein Familienrezept das man von Mama oder Oma vererbt bekommen hat. Falls das so sein sollte, dann nehmt meine schnelle Bolognese doch einfach nur zum Anlass mal wieder eine leckere Bolo zu kochen. Da wäre ich schon glücklich mit!

Fall ihr Lust auf eine neue Variante habt, eine schnelle Variante, die keine Stunden köchelt und die man auch nach Feierabend noch schnell ansetzen kann, dann viel Spaß mit dem folgenden Rezept. Und guten Hunger!

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Solltet ihr dieses Rezept ausprobiert haben, tagt doch bitte Fotos davon mit: #MALTESKITCHEN

Bis demnächst mal wieder,

Malte.

Portionen 2 Portionen

Spaghetti Bolognese

40 minKochzeit

40 minGesamtzeit

Recipe Image

Zutaten

400 g Spaghetti

400 g gemischtes Hackfleisch

1 Dose 850 ml (stückige) Tomaten

200 ml trockener Rotwein

75 g Parmesan

75 g durchwachsener geräucherter Speck

2 Stangen Staudensellerie

1 Möhre

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1-2 Handvoll frischer Oregano

2 EL Tomatenmark

Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

  1. Die Möhre, den Staudensellerie sowie die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, den Knoblauch fein hacken. Sollte der Oregano sehr große Blätter haben, diese ebenfalls fein hacken. Kleine Blätter kann man später auch im Ganzen unter die Bolognese mischen.
  2. Den Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett langsam und bei nicht zu hoher Hitze ausbraten. Das Hackfleisch in die Pfanne geben und unter rühren krümelig braun anbraten. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch hinzugeben und kurz anschwitzen. Das Tomatenmark in die Pfanne geben und ebenfalls kurz anschwitzen.
  3. Den Wein zugießen und die Flüssigkeit bis ca. zur Hälfte einkochen lassen. Nun die Tomaten zugeben, das Oregano unterrühren, die Sauce kurz aufkochen und dann 15-20 Minuten köcheln lassen. Wer mehr Zeit hat, kann sie auch noch ein bisschen länger köcheln lassen. Das tut einer Bolognese nur gut.
  4. Während die Sauce köchelt, die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Ein bisschen von dem Nudelwasser aufheben, für den Fall das die Sauce zu stark einköchelt. Dann einfach ein bisschen Nudelwasser an die Sauce geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  5. Die Bolognese mit Salz, Pfeffer und Zucker nach eigenem Geschmack abschmecken. Die abgegossenen Nudeln am Besten mit in die Pfanne zur Bolognese geben, damit sich die Sauce richtig mit den Nudeln verbinden kann. Die Bolo mit geriebenem Parmesan servieren.
7.8.1.2
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https://www.malteskitchen.de/spaghetti-bolognese/

über

Ich koche mit viel Leidenschaft und liebe die einfache Küche. Schnell und lecker schließen sich nicht aus und genau das versuche ich auf meinem Blog zu zeigen. Neben meiner Leidenschaft für das Kochen bin ich glücklicher Papa des tollsten Jungen auf der Welt und ein unverbesserlicher Optimist.

3 Kommentare zu “Schnelle und richtig leckere Spaghetti Bolognese

  1. Puh, anfangs dachte ich das du echt frische Tomaten verheizt hast :o Die wären mir dafür viel zu schade bzw. bekommt man aus der Dose hier einfach bessere, süßere und reifere raus. Ich mach meine ähnlich. Allerdings nehme ich Weißwein und Kalbsfond und lasse die Pampe auch eher 2,5 bis 3 Stunden köcheln. Die Angewohnheit diese mit Spaghetti zu vespern habe ich aber auch. Da würde sich jeder Italiener im zukünftigen Grabe um drehen :D Lecker! Gruß Tom
    • Für Bolognese nehme ich eigentlich immer nur Dosentomaten, ich kriege bei mir in der näheren Umgebung eh keine richtig reifen Tomaten. Das man auch Weißwein verwenden kann, ist mit total neu. Ich hab das Rezept aber gerade schon bei dir im Blog gefunden und abgespeichert. Wird demnächst dann auch mal ausprobiert. Und das mit den Spaghettis ist ein Überbleibsel aus der Kindheit, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern :biggrin: Beste Grüße Malte
  2. Spaghetti, genauer gesagt Mirácoli, war mein erstes richtiges Lieblingsessen, jedenfalls so weit ich mich erinnern kann. Und Mirácoli waren dann auch der erste Grund, mich motiviert mit kochen zu beschäftigen. Die selbstgestellte Aufgabe: irgendwie dieser Kräutermischung beizukommen... :-) Als man mich dann mit dem Hinübergleiten in die Pubertät gelegentlich auch mal unter "Aufsicht" meines Bruders 2-3 Tage alleine lassen konnte, haben Brüderchen und ich immer die Gelegenheit genutzt, daran herumzubasteln und ganz beiläufig auch entdeckt, wie wundervoll variationsreich Spaghettisaucen sein können. :-) Spaghetti-Bolo habe ich dabei tatsächlich auch erst in dem griechischen Restaurant kennengerlernt, dem gegenüber ich mal während des Studiums gewohnt habe. Da gab es göttliche Spaghetti-Bolo und göttliches Kanninchen-Stifado. Bolo passte dabei allerdings besser zum studentischen Budget. :-) Ungelenke und kenntnislose Selbstversuche mit Bolo habe ich frustriert nach einer Weile eingestellt. Die Diskrepanz zur griechischen Vorlage war einfach zu deprimierend. Erst vor kurzem bin ich wieder in die Bolo-Kocherei eingestiegen - animiert durch ein ganzes Bolo-Konzept aus Tim Mälzers-Heftreihe "Für jeden Tag".. Dort hat Tim ein sehr puristisch gehaltenes Bolo-Grundrezept vorgestellt - und eine Reihe darauf basierender Variationen. Die Grundidee: Man nehme sich einmal Zeit (lange kochen, mindestens 1-2 h ist echt wichtig) und mache richtig viel Bolo und friere die dann portionsweise ein. Je nach Bedarf wird dann diese Grundlage weiter ausgebaut: Als Pilz-Wirsing-Bolo, Gemüse-Bolo, Asia-Bolo etc. Mir hat besonders gut die genial einfache Weiterverarbeitung mit (Käse-) Ravioli gefallen. Die gibt es ja im Kühlregal fertig in sehr guter Qualität. Die Bolo wird erwärmt und mit den gar gekochten Ravioli zu einer Lasagne!!! in einer Auflaufform geschichtet. und mit Ricotta und Parmesan 20 Min. bei 200° im Ofen überbacken. Lecker, schnell, bei überschaubarem Arbeitsaufwand (wenn die Bolo fertig ist).. :-)

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