Rezept für den besten Pizzateig und eine neapolitanische Pizza

Neapolitanische Pizza & der beste Pizzateig!

Pizza liebt doch jeder, oder? Irgendwas Mystisches muss eine Pizza jedenfalls haben, wenn sogar mein kleiner einjähriger Sohn, der noch kaum Zähnchen im Mund hat, überglücklich und laut schmatzend an seinem Stückchen Pizzateig knabbert. Dabei reibt er sich das Bäuchlein und macht vergnügt „nomnomnom“ Geräusche und Papa sitzt daneben und grinst glücklich wie ein Honigkuchenpferd.

Eine gute selbstgemachte Pizza, mit gelingsicherem Pizzateig macht eben richtig Freude.

Bester Pizzateig von Gennaro Contaldo

Mein Sohn hat natürlich auch Glück, das muss ich mal ganz unbescheiden anmerken, weil sein Papa eine superleckere Pizza mit einem ganz tollen Boden macht. Das Rezept für den Pizzateig wollte ich schon längst verbloggt haben, bin aber bisher nie dazu gekommen. Heute ist es endlich soweit. Das Rezept ist für eine Pizza ohne lange Wartezeit gedacht und der Pizzateig hat entsprechend eine sehr kurze Gehzeit.

Welcher Pizzateig ist der Beste?

Das lässt sich nicht endgültig beantworten, weil es immer davon abhängt, wie viel Zeit du der Pizzaherstellung widmen möchtest. Möchtest du ganz spontan eine leckere Pizza essen, möglichst noch am gleichen Tag oder planst du deine Pizza ein paar Tag im Voraus?

Der Pizzarand wird geformt

Wenn du deine Pizza innerhalb von 1-2 Stunden auf den Teller zaubern möchtest, dann hast du mit dem Pizzateig Rezept in diesem Beitrag dein Rezept gefunden. Dazu gleich mehr. 🙂

Falls du auf der Suche nach einem Pizzateig mit länger Gehzeit bist, dann schau dir das Rezept für meine Pizza “Neapolitana”, mit Zucchini, Tomaten und Pancetta an. Der dort verwendete Pizzateig geht gute 6 Stunden.

Für meine Pizza mit Burrata, Kirschtomaten und Parmaschinken habe ich einen Pizzateig mit einer Gehzeit von 2 Tagen ausprobiert. Ebenfalls ein richtig toller Teig. 🙂

Falls es „schnell“ gehen soll, dann probiere unbedingt das heutige Rezept für meinen „schnellen“ Pizzateig aus, das vom italienischen TV-Koch Gennaro Contaldo stammt. Alle Jamie Oliver Fans werden bei diesem Namen aufmerken. Gennaro ist ein italienischer Koch und Restaurantbesitzer und früherer Lehrmeister von Jamie und dem deutschen Koch Tim Mälzer.

Laut Jamie ist Gennaro im Laufe der Jahre so etwas wie sein Ziehvater geworden und die beiden haben auch schon diverse Male für Jamies TV-Shows vor der Kamera gestanden. Mittlerweile ist Gennaro selbst eine kleine Berühmtheit geworden.

Der Pizzateig ist nach dem Kneten super alastisch

Ich kannte Gennaro Contaldo vor Jamie Oliver nicht und bin erst durch Jamies Shows und Bücher auf ihn aufmerksam geworden. Seine Leidenschaft für die einfache und gute Küche Italiens hat mich gleich angesteckt und als dann sein Kochbuch „Trattoria Küche“ auf deutscher Sprache veröffentlicht wurde, habe ich sofort zugeschlagen und es mir gekauft. Ich bin ja selber großer Fan der italienischen Küche und Gennaro ist ein Meister dieser Küche.

Das Buch hat mich nicht enttäuscht und es gibt einen Grund, warum es mittlerweile immer vergriffen und überall ausverkauft ist. Ich bin froh, noch ein Exemplar erwischt zu haben.

Mittlerweile stehen sämtliche Bücher von Gennaro in meinem Schrank und ich kann jedes einzelne davon empfehlen. 🙂

Bevor ich den Pizzateig von Gennaro entdeckt und ausprobiert habe, hatte ich meinen Pizzateig immer nach einem Jamie Oliver Rezept zubereitet. Sorry mein lieber Jamie, Gennaros Teig ist leider noch besser als deiner und wird ab sofort zu meinem Rezept Nummer 1. Da schlägt der Meister doch noch mal den berühmten Schüler.

Bester Pizzateig

Neben dem Rezept für den tollen Pizzateig gibt es heute auch gleich noch das Rezept für einen Pizzabelag, wie er bei der weltberühmten neapolitanisch Pizza verwendet wird.

Dieser Belag besteht lediglich aus (zerdrückten) Eiertomaten aus der Dose, (Büffel)Mozzarella, Parmesan, Basilikum und Olivenöl. Eine wundervoll einfache Pizza, die ich wirklich über alles Liebe und die ich dir wärmstens ans Herz legen möchte.

Pizza Neapolitana

Sieht sie nicht toll aus? Und sie ist so lecker! Eine schlichte Pizza mit wenigen, aber dafür guten Zutaten, auf einem wirklich guten Pizzaboden. Gutes kann so einfach sein und eine Pizza braucht keine zehn Zutaten!

Klar, ich mag auch mal üppig belegte Pizzen. Vielleicht mit Parmaschinken, Parmesan und Rucola oder mit Hühnchen und Rucola, gerne auch mal mit scharfer Sucuk oder Peperoni-Salami und natürlich dann auch mit viel Pizza-Käse. Aber die neapolitanische Pizza ist in ihrer Schlichtheit einfach grandios. Da passt alles zusammen, ein echter Genuss!

Wie backe ich meine Pizzen?

Als jemand der wirklich jeden Monat 2-3 mal Pizza und Pizzateig selbst zubereitet, bin ich ein großer Fan vom Pizzastein. Ich habe jahrelang alle Pizzen ausschließlich auf einem Pizzastein gebacken und nicht mehr auf einem Backblech. Der Unterschied war einfach zu groß.

Pizza vom Meateor Helios Beef Maker

Ein Pizzastein nimmt die Hitze wesentlich effektiver auf und gibt sie von unten an die Pizza ab. Das hat den großen Vorteil, dass der Pizzateig eben auch viel stärker als bei einem Backblech von unten gebacken wird und dadurch wunderbar knusprig wird. Zudem bleiben die Zutaten durch die kurze Backzeit herrlich saftig.

Wenn ich Pizzen im Backofen backe, benutze ich einen Schamotte-Stein, heize ihn 60 Minuten vor und backe darauf in 10-12 Minuten die knusprigsten Pizzen. Das funktioniert wirklich toll und war über Jahre meine liebste Variante!

Pizza wie in Italien, aus dem Pizzaofen!

Mittlerweile backe ich meine Pizzen jedoch auf dem Koda 16 Pizzaofen von Ooni. Dieser fantastische Pizzaofen wird mit Gas betrieben und macht es möglich, Pizzen in knappen 60 Sekunden zu backen. Die Pizzen lassen wirklich jede Pizzeria vor Neid erblassen und seitdem ich dieses Schätzchen besitze, bemühe ich keinen Lieferdienst mehr. Meine Homemade Pizzen schmecken einfach so viel besser.

Der Koda 16 erreicht bis zu 500 Grad und durch diese enorme Hitze, die wunderbar im Ofen zirkuliert, heizt sich der Pizzastein sehr schnell und stark auf. Nach 20 Minuten vorheizen kann man schon mit dem Backen anfangen und die Pizzen sind in 60 Sekunden fertig gebacken. Das ist einfach grandios und macht richtig viel Spaß.

Beim Koda 16 von Ooni kommt die Hitze von zwei Seiten und wenn man den Ofen benutzt, kommt man sich wirklich vor, wie ein italienischer Pizzabäcker. Man dreht die Pizza im Ofen (ungefähr nach 30 Sekunden), damit sie rundum schön gebräunt und gebacken wird. Wenn man die Pizza dann aus dem Ofen holt, ist man richtig stolz aus das Ergebnis.

Für alle, die eine Leidenschaft für Pizza haben, ist dieser Ofen eine echte Offenbarung. Das man heutzutage auch Zuhause Pizzen backen kann, für die man sonst nach Italien reisen müsste, ist einfach nur Klasse. Ich bin wirklich verliebt in meinen Koda 16 von Ooni und möchte ihn hier aus vollster Überzeugung weiterempfehlen.

Probiere auch mal meine leckere Spargelpizza aus, die ich im Koda 16 gebacken haben. Die wird dir bestimmt auch schmecken.

Aber natürlich schmeckt eine schön belegte Pizza auch sehr lecker, wenn sie ganz normal auf dem Backblech im Ofen gebacken wird. Das Wichtigste ist ein guter Pizzateig, dann hat man schon die halbe Miete. Beim Belag darf man ohnehin immer experimentieren und da sind der Fantasie auch keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was einem schmeckt. Vom Klassiker bis zu ganz verrückten Kombinationen, bei einer Pizza ist einfach alles möglich.

Super leckere Pizza Neapolitana mit Mozzarella, Parmesan, Basilikum

Jetzt bin ich aber auch neugierig auf deine liebste Pizza. Womit belegst du sie am liebsten und machst du deinen Pizzateig auch selbst oder greifst du lieber auf ein Fertigprodukt zurück? Machst du überhaupt Pizza selber oder reicht dir auch eine gute Pizza vom Lieferdienst (Die es bei mir selbstverständlich auch mal gibt!)?

Wenn dir mein Rezept gefällt, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar und über eine Bewertung des Rezeptes (Klicke auf die Sternchen in der Rezeptvorlage, die gleich folgt) freue ich mich natürlich auch immer. Dankeschön 🙂 Viel Spaß bei der nächsten Pizza-Party!

Rezept für den besten Pizzateig und eine neapolitanische Pizza

Neapolitanische Pizza & der beste Pizzateig!

Diese Pizza besticht durch einen sehr leckeren und knusprigen Pizzaboden, der immer gelingt und in der Zubereitung total unkompliziert ist. Ein Teig, für eine schnell gemachte Pizza, nach Rezept des italienischen Star-Kochs Gennaro Contaldo.
4.5 von 186 Bewertungen
Vorbereitung 1 Std. 20 Min.
Koch- / Backzeit 15 Min.
Gehzeit 45 Min.
Zeit Gesamt 1 Std. 35 Min.
Gericht Hauptgericht, Pizza
Land & Region Italienisch
Anzahl

Personen
4

Zutaten
 

Für den Pizzateig:
  • 500 g Mehl Typ 550 + etwas Mehl zum Bestäuben
  • 10 g frische Hefe
  • 10 g Salz
  • 325 ml warmes Wasser
  • Semmelbrösel
Belag neapolitanische Pizza:
  • 200 ml passierte oder Eiertomaten, aus der Dose
  • 200 g Büffelmozzarella, grob zerkleinert
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Zucker und Pfeffer

Zubereitung
 

Pizzateig:
  • Das Mehl zusammen mit dem Salz in einer großen Schüssel vermengen und die Hefe in 325 ml lauwarmen Wasser auflösen. Die aufgelöste Hefe nach und nach unter das Mehl mischen und in der Schüssel zu einem glatten Teig vermengen.
    Wer darin nicht so geübt ist, vermengt die Zutaten kurz in der Schüssel und knetet den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche. Sollte der Teig zu klebrig sein, noch etwas Mehl zufügen.
  • Nachdem der Teig glatt ist, den Teig (in der Schüssel) zu einer Kugel formen und mit einem Tuch abdecken und für 5 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und 10 Minuten kneten und danach in 2 Hälften teilen und jede Hälfte noch einmal 5 Minuten kneten. Danach die Hälften zu 4 Kugeln formen.
  • Ein sauberes Küchentuch auf ein Backblech geben und mit etwas Mehl bestäuben. Die Kugeln darauf legen und mit einem feuchten Tuch abdecken und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach kann der Teig ausgerollt und belegt werden, siehe nachfolgendes Rezept.
Neapolitanische Pizza:
  • Die Eiertomaten in eine Schüssel geben und mit einer Gabel leicht zerdrücken, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und 2 Backbleche mit Semmelbröseln bestreuen.
  • Alternativ den Pizzastein (sehr empfohlen) im Backofen auf höchster Stufe für 1 Stunde vorheizen.
  • Den Pizzateig ausrollen und jede Portion auf einer leicht bemehlten Fläche möglichst dünn zu einem Kreis von ca. 20 cm Durchmesser ausrollen und dabei aufpassen, dass er nicht reißt. Den Rand ruhig etwas dicker lassen.
  • Etwas von der Tomatensauce auf der Pizza verteilen und mit ein wenig von dem frisch geriebenen Parmesan bestreuen. Den Mozzarella zupfen und auf der Pizza verteilen.
  • Ich backe die Pizzen nacheinander auf dem Pizzastein des Meateor Helios. Hier sind sie nach 4-5 Minuten schon perfekt. Auf dem Pizzastein im Backofen sollten sie ca. 10-12 Minuten benötigen und auf dem mit Semmelbröseln belegten Backblech gebacken, brauchen sie ca. 25-30 Minuten.
  • Nach dem Backen die Pizzen mit Basilikumblättern belegen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Pizzaofen Koda 16 von Ooni. Auf den Inhalt dieses Beitrages wurde keinerlei Einfluss genommen und er stellt ausschließlich meine persönliche Meinung dar.