Schweizer Magenbrot - Lebkuchengebäck

Leckeres Magenbrot – so würzig & saftig | Lebkuchengebäck

Zum Rezept

Hiermit läute ich offiziell die Weihnachtszeit in der Küche ein! In diesem Jahr starte ich die Plätzchenbäckerei mit Omas Magenbrot. Kein graziles Gebäck, eher rustikal und einfach, dafür umso leckerer! In Magenbrot steckt der Geschmack von Weihnachten und ich liebe alles daran! Wenn du ein Fan von Lebkuchen bist, musst du mein Rezept für Magenbrot unbedingt probieren.

Schweizer Magenbrot - Lebkuchengewürz

Das Magenbrot kommt ursprünglich aus der Schweiz und aus dem Süden Deutschlands. Man sieht es ganz oft auf Weihnachtsmärkten und da scheint es viele Fans zu finden! Ich finde allerdings, dass die Qualität gerade auf Weihnachtsmärkten oft zu wünschen übrig lässt. Daher backe ich mein Magenbrot selbst und ich verspreche dir, die Konsistenz und der Geschmack sind viel besser, als du es vielleicht vom Weihnachtsmarkt kennst.

Woher kommt der Name Magenbrot? Für das Rezept werden verschiedene Gewürze wie Zimt, Anis, oder Muskat genutzt, die früher als besonders magenfreundlich galten. Ich finde die Vorstellung niedlich, dass man früher dachte, sich etwas Gutes mit dem Magenbrot zu tun. Heute weiß man, dass die Menge Zucker es zu einer Süßigkeit macht, die man sich ab und zu gönnen kann, man aber nicht übertreiben sollte. Schade! 😀

Magenbrot wie vom Wiehnachtsmarkt

Die wichtigsten Zutaten für das Magenbrot

Das Magenbrot kommt mit herkömmlichen Backzutaten aus und nach einer Runde im Supermarkt solltest du alles zusammen haben. Du brauchst u.a.:

  • Honig – eine klassische Zutat für Magenbrot. Ich achte darauf, Honig von deutschen Imkern aus der Umgebung zu kaufen.
  • Mehl – Weizenmehl Typ 405.
  • Kakao – sorgt für die dunkle Farbe des Magenbrots. Es sollte Backkakao verwendet werden, kein Kaba o.ä.
  • Orangeat – kandierte Orangenschale. Keine Sorge, wenn du das nicht magst. Es wird ganz fein gemixt und ist von der Konsistenz her nicht schmeckbar. Es sorgt nur für eine schöne Geschmacksnote und hält das Magenbrot saftig.
  • Gewürze – Ich mache es mir einfach und verwende eine Würzmischung für Lebkuchen. Die enthält alle benötigten Gewürze wie Zimt, Kardamom, Muskat, Anis, Fenchel, Piment, Nelke und Ingwer.
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Was ist beim Backen des Magenbrotes zu beachten?

Das Backen von Magenbrot ist an sich eine einfache Sache und auch für Grobmotoriker geeignet, die keine Plätzchen ausstechen oder gar verzieren möchten. Hier kommen ein paar Hinweise zur Zubereitung von mir:

  • Magenbrot braucht seine Zeit. Der Teig sollte über Nacht stehen, damit sich die Gewürze vollkommen entfalten können. Außerdem muss das Magenbrot nach dem Glasieren für 12-24 Stunden trocknen. Das solltest du mit einplanen, wenn du es zubereitest.
  • Das Magenbrot entfaltet seinen vollen Geschmack, wenn es ein paar Tage in einer Blechdose durchziehen konnte. Dann hat es auch die (für mich) richtige Konsistenz und die Glasur klebt nicht mehr.
  • Nachdem der Teig geknetet wurde, sollte er für 12 Stunden in einer verschließbaren Dose oder Schüssel aufbewahrt werden. Diese sollte bei Zimmertemperatur stehen, denn der Teig mag keine Kälte.
  • Wenn du die gebackenen Teigstangen in Stücke schneidest, gibt es eine wichtige Regel: Die Endstücke gehören dem Bäcker und dürfen sofort gegessen werden.
  • Das Magenbrot hält sich gute 4 Wochen, wenn es gut verschlossen in einer Blechdose gelagert wird. Wahrscheinlich wird es eher aufgegessen sein!
Lebkuchengebäck für Weihnachten

Würzig, saftig, weich und voller Geschmack, so muss Magenbrot sein! Ich liebe den Geschmack der Gewürze und könnte sie das ganze Jahr über essen. Die Glasur sorgt dafür, dass das Magenbrot schön saftig bleibt und du und deine Lieben lange Freude daran habt.

Wenn du dich schon mal in Weihnachtsstimmungen bringen willst, probiere mein Rezept unbedingt mal aus. Du wirst nicht enttäuscht werden!

Saftiges Schweizer Magenbrot

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!

Hast du Lust auf noch mehr Rezepte für Weihnachten bekommen? Dann probiere mal meine Kokosmakronen mit Schokolade. Oder soll es etwas mit Marzipan sein? Dann sind meine Mandelhörnchen genau das Richtige. Mein Sandgebäck mit Marmelade schmeckt wie früher bei Oma und ist ein echter Weihnachtsklassiker.

Schweizer Magenbrot - Lebkuchengebäck

Leckers Magenbrot – so würzig & saftig | Lebkuchengebäck

Mein selbstgemachtes Magenbrot passt ganz wunderbar in die vorweihnachtliche Zeit. Dieses tolle Lebkuchengebäck schmeckt wunderbar würzig und saftig und hält sich bis zu 4 Wochen!

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5 von 5 Bewertungen
Vorbereitung 45 Minuten
Koch- / Backzeit 20 Minuten
Ruhezeit 12 Stunden
Zeit Gesamt 1 Stunde 5 Minuten
Gericht Plätzchen
Küche Deutschland
 Anzahl
 Personen
84 Stücke

Verwendetes Zubehör

Rezept Zutaten
 

  • 120 g Honig
  • 120 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 450 g Weizenmehl Typ 405
  • 30 g Backkakao
  • 15 g Natron
  • 1 1/2 TL Zimtpulver
  • 1 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Orangeat
  • 125 ml Milch
Für die Glasur
  • 250 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 20 g Backkakao
  • 1 EL Zitronensaft

Rezept Zubereitung
 

  • Honig, Zucker und Wasser in einen kleinen Topf geben und sanft erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Nicht kochen! Zwischendurch immer mal mit einem Löffel durchrühren, damit nichts anbrennt. Dann zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
  • Die trockenen Zutaten, also Mehl, Backkakao, Natron, Zimtpulver, Lebkuchengewürz und Salz in eine große Schüssel sieben.
  • Die Milch leicht erwärmen, lauwarm genügt.
    Das Orangeat in einen Universalzerkleinerer geben und einen guten Schluck Milch hinzufügen. Das Orangeat dann ganz fein mixen. Mit der restlichen Milch zur Honigmischung geben und verrühren.
  • Die Honigmischung in die Schüssel mit dem Mehl gießen und mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig klebt noch etwas, das ist normal.
  • Den Teig in eine verschließbare Schüssel oder Dose geben und über Nacht (gute 12 Stunden) stehen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen!
  • Am nächsten Tag den Backofen auf 170 Grad Umluft/Heißluft vorheizen. (Alternativ 190 Grad O/U).
    Den Teig in sechs gleich große Portionen teilen (je ca. 150 g) und jede Portion zu gleich dicken Rollen formen, die ungefähr so breit sind wie die lange Seite des Backblechs (bei mir ca. 35 cm).
  • Die sechs Rollen mit etwas Abstand auf das Backblech setzen und für 20 Minuten backen. Dann aus dem Backofen holen und vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und dort leicht abkühlen lassen.
    Das Backblech mit Backpapier aufbewahren.
  • Anschließend die Stangen schräg in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Diese vollständig abkühlen lassen.
Für die Glasur
  • Zucker, Wasser, Kakao und Zitronensaft in einen Topf geben und unter Rühren einmal aufkochen lassen.
  • Die geschnittenen Stücke Magenbrot in eine große Schüssel geben und mit der Glasur übergießen. Alles gut vermengen, sodass jedes Stück mit Glasur überzogen ist.
  • Die einzelnen Stücke Magenbrot dann auf das Blech mit Backpapier setzen und dort 12-24 Stunden trocknen lassen, bis es nicht mehr klebt. Zwischendurch einmal wenden.
  • Am nächsten Tag das Magenbrot in eine Blechdose setzen, die einzelnen Lagen mit Backpapier trennen. Sollte es noch leicht kleben, macht das nichts. Es wird weiter trocknen und das Magenbrot so saftig halten.

Anmerkungen

Das frisch glasierte Magenbrot muss mind. 24 Stunden trocknen. Plane also entsprechend Zeit ein. 
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Kalorien: 45kcal | Kohlenhydrate: 11g | Eiweiß: 1g | Fett: 0,2g | Zucker: 6g

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