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Hennes’ Finest Pfeffermühle und weißer Kampot Pfeffer {getestet}

Hennes Finest Pfeffermühle und Kampos Pfeffer

Als mir vor ein paar Wochen die Möglichkeit geboten wurde die Hennes’ Finest Pfeffermühle sowie den Hennes´ Finest weißen Kampot Pfeffer zu testen, fiel mir zum ersten Mal richtig auf, das weißer Pfeffer bei mir in der Küche überhaupt keine Rolle spielt(e). Nahezu sämtliche Gerichte werden bei mir mit meinem schwarzen Lieblingspfeffer, dem Tellycherry-Pfeffer, gewürzt.

Weißer Pfeffer spielte bei mir auch gedanklich überhaupt keine Rolle und als ich mich an das Testen der Pfeffermühle machte, habe ich mir zum ersten Mal ernsthaft Gedanken über Pfeffer gemacht. Wenn man das Kochen autodidaktisch lernt, so wie ich das mit Pausen seit 2 Jahren mache, ist man zumeist mit anderen Dingen wie z.b Warenkunde, Garzeiten etc. beschäftigt. Pfeffer ist da erstmal nur Pfeffer.

Die Hennes Finest Pfeffermühle sowie der Hennest Finest weiße Kampot Pfeffer

Irgendwann habe ich dann mal Tellycherry-Pfeffer geschenkt bekommen und von da an flog die alte, billige Pfeffermühle samt billigen schwarzen Pfefferkörnern aus dem Supermarkt in den Müll und wurde durch eine WMF-Pfeffermühle ersetzt. Der geschmackliche Unterschied zwischen dem “Billigpfeffer” und dem Tellycherry-Pfeffer war enorm und anstatt nur dumpfe Schärfe zu liefern, hatte der Pfeffer nun tatsächlich Geschmack und (ein deutlich milderes) Aroma.

Entsprechend neugierig war ich jetzt auf den weißen Kampot Pfeffer.

• Hennes’ Finest Pfeffermühle im Test •

Zunächst möchte ich euch aber die Pfeffermühle zeigen, die mich optisch auf den ersten Blick überzeugt. Ich mag es ohnehin sehr gerne klassisch und Schwarz ist für eine Pfeffermühle, aus meiner Sicht, genau die richtige Farbe. Die edle Holzoptik aus schweizer Buche macht zudem echt was her und die Mühle ist ein echter Hingucker. Dafür schon mal Daumen hoch.

Jetzt wollte ich natürlich auch mal das Mahlwerk testen und es mit der WMF-Pfeffermühle vergleichen. Im Vergleich fällt sofort auf, wie leicht und mit wie wenig Umdrehungen die Hennes’ Pfeffermühle eine ausreichende Menge gemahlenen Pfeffer liefert. Durch diese Kraft des Mahlwerks kann man den Pfeffer sehr gut dosieren. Das finde ich super!

der frisch gemahlene Pfeffer

Das Mahlwerk ist von unten stufenlos einstellbar und liefert auf diese Weise grobkörnig oder fein gemahlenen Pfefferkörner. Hier muss ich auch einen kleinen Kritikpunkt anbringen, ich würde mir auf kleinster Stufe eine noch etwas feinere Körnung wünschen.

• Hennes’ Finest Pfeffermühle Testergebnis •

Unterm Strich bin ich jedoch von der Qualität der Hennes’ Finest Pfeffermühle wirklich begeistert und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen. So viel Qualität hat jedoch auch ihren Preis, der hier mit 69,00 € zu Buche schlägt.

Damit ist sie für mich auf jeden Fall mal ein tolles Geschenk für kochbegeisterte Freunde. Für den Eigengebrauch hätte ich sie mir wahrscheinlich nicht zugelegt und zu einer guten, aber etwas günstigeren Alternative gegriffen. Die Pfeffermühle ist auf jeden Fall ihren Preis wert, aber 69,00 € übersteigt hier ein wenig mein persönliches Budget, welches ich für eine Pfeffermühle ansetzen würde.

• Hennes’ Finest Weißer Kampot Pfeffer •

Nun aber zum weißen Kampot Pfeffer und da wird es auch gleich etwas schwierig, denn Geschmack und Aroma zu beschreiben, ist sicherlich nicht so einfach. Ich lasse erstmal den Hersteller selbst zur Wort kommen, der Folgendes über den weißen Pfeffer zu sagen hat:

Weißer Kampot Pfeffer besitzt ein intensives Bouquet und deliziöse Aromen: seinen intensiven, scharfen Geschmack begleiten Noten von frischem Gras und Zitrone. Die Beeren zur Gewinnung dieser Pfefferrarität ernten die Bauern, wenn sie reif sind und ihre Farbe am Strauch rot ist. Die frischen, roten Körner werden einige Tage in Wasser eingelegt, wobei sich die äußere Schale, das Fruchtfleisch des Pfeffers, löst. So erhält man die weißen Körner, die anschließend in der Sonne getrocknet werden.

Zudem soll der Pfeffer über eine ätherische Kopfnote (direkt nach dem Mahlen) aus u.a Kampfer, Salbei, Muskatblüte, Grapefruitzeste und Zederholz sowie eine Herznote (2-3 Minuten nach dem Mahlen) aus Muskatnote, Getreidenote, Blüten, Thymian, Zitronenmelisse und schwarzer Tee verfügen. Geruchstest!

Spätestens hier brauche ich die Hilfe meiner Frau, weil meine Nase im Grunde nur 2 Gerüche wirklich unterscheiden kann: Steak und Bier! :ovation:

Meine Frau hingegen hat eine feine Nase und beim Riechtest hat sie tatsächlich a) einen Unterschied zwischen frisch gemahlen und ein paar Minuten nach dem Mahlen festgestellt und b) als Kopfnote das ätherische sowie die Grapefruitnote und als Herznote das Muskat und die Zitrone rausgeschnuppert. Ich selbst habe ebenfalls einen Unterschied riechen können und einen leichten zitronigen Duft erschnuppert. Damit war dann aber auch schon Schicht im Schacht bei Herrn Nase.

Wir waren uns jedoch beide einig, dass der Pfeffer einen angenehmen und keinesfalls beißenden Duft verströmt, den man ab und zu schon bei anderem Pfeffer gerochen hat. Es riecht irgendwie angenehm und rund pfeffrig, so würde ich das beschreiben.

Geschmacklich hat der Pfeffer eine deutliche, aber keine beißende Schärfe, mehr Schärfe als zum Beispiel der schwarze Tellycherry-Pfeffer. Mein erstes Gericht, welches ich mit dem weißen Pfeffer gewürzt hatte, war dann auch etwas zu pfeffrig. Hier muss man sich vorsichtig an den persönlichen Geschmack rantasten und die optimale Dosierung finden. Ich schmecke auch eine ganz leichte ätherische Note, bei der ich sofort daran denken muss, dass sie sehr gut zu Fisch passen sollte.

• Hennes’ Finest weißer Kampos Pfeffer Testergebnis •

Insgesamt überzeugt mich der Hennes’ Finest weiße Kampot Pfeffer sowohl vom Geschmack als auch vom Geruch. Das ist ganz klar und eindeutig ein sehr hochwertiger Pfeffer der mit seiner Qualität ein gutes Essen noch aufwerten kann. Diese Qualität hat natürlich ebenfalls ihren Preis und so kostet eine Packung mit 37 g ganze 13,50 €.

Da ich den weißen Pfeffer deutlich seltener nutzen werde als schwarzen Pfeffer und er damit auch nicht so schnell verbraucht wird, würde ich ihn mir auch zu diesem Preis nachkaufen.

Du findest weitere Informationen zur Hennes’ Finest Pfeffermühle und auch zum weißen Kampos Pfeffer direkt auf der Webseite von Hennes’ Finest.

Natürlich habe ich den Pfeffer auch schon bei dem ein oder anderen Gericht getestet. Unter anderem habe ich bei meinem Gericht Steinbeißer mit Senfspinat sowohl den Steinbeißer als auch den Senfspinat mit dem weißen Kampot Pfeffer gewürzt.

Steinbeißer mit Senfspinat gewürzt mit dem weißen Kampot Pfeffer von Hennes`Finest

Der Pfeffer hat sehr gut zum weißen Fisch gepasst! Bisher habe ich Fisch mit weißem Fleisch fast ausschließlich mit schwarzem Pfeffer gewürzt. In Zukunft werde ich häufig den weißen Pfeffer verwenden, u.a. auch deshalb, weil er optisch so gut dazu passt und die Optik auf dem Teller spielt bei mir eine sehr wichtige Rolle. Aber auch geschmacklich passt er mit seiner leichten ätherische Note sehr gut zum Fisch.

Meinen Test schließe ich heute mit der einfachen Empfehlung: Nutzt Pfeffer von guter Qualität. Das macht einfach Sinn, damit das lecker gebratene Steak nicht durch einen dumpfen, nur sauscharfen Pfeffer seinen tollen Eigengeschmack verliert. Guter Pfeffer unterstützt ein liebevoll und gut zubereitetes Essen wirklich. Das habe ich mittlerweile gelernt! 🙂

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  1. tobloehr sagt:
    Moin, der Pfeffer ist wirklich Klasse! Ich kaufe Kampot Pfeffer immer bei The Pepper Hill (www.thepepperhill.com)! Die haben eine eigene Farm in Kambodscha!
    1. Maren sagt:
      The Pepper Hill ist Kopie von Hennes Finest... Solltest du die Gelegenheit bekommen, dann besuch die Jungs von Hannes Finest einmal in einem ihrer Läden. Die haben Ahnung von dem was sie verkaufen und stecken dich sofort mit ihrer Leidenschaft für Pfeffer an. Definitiv einen besuch wert. Super coole Jungs. Auch Hennes Finest bezieht den Pfeffer auf Kompott, arbeitet jedoch mit einer französischen Organisation zusammen, die garantiert das alle Bauern fair entlohnt werden und somit ihre Familie gewissenhaft ernähren können.
      1. Than Thaong sagt:
        Da liegst du nicht richtig. Ich habe die Farm von the Pepper Hill in Kambodscha besucht. The Pepper Hill ist eine Pfefferfarm, Hennes Finest ist ein Label. Der Pfeffer von Hennes Finest kommt von unterschiedlichen Farmen. The Pepper Hill kommt immer von der Farm The Pepper Hill. Und ist als einziger Kampot Pfeffer 100% biozertifiziert. LG Than
  2. daddau61 sagt:
    Hi, der rote von hennesfinest ist auch ein genialer Begleiter. Sehr aromatisch. Dazu die rote Pfeffermühle.... einfach g... :)
    1. Malte sagt:
      Den kenne ich noch nicht, weil ich roten Pfeffer so selten benutze. Ich merke es mir aber mal, Danke für den Tipp. Optisch sind die Mühlen auf jeden Fall superklasse!
  3. Benjamin sagt:
    Hallo zusammen und erst einmal vielen Dank für diesen liebe- und mühevollen Test! Danke auch für eure Reaktionen auf den Kampot Pfeffer, wenn man seit 8 Jahren in seiner „Kampot-Pfeffer-Blase“ sitzt ist es auf jeden Fall sehr spannend zu lesen, wie die „Außenwelt“ dieses Thema wahrnimmt.
    Wir als Hennes‘ Finest haben bereits 2010 angefangen, den Kampot Pfeffer zu importieren. Anfangs wurde der Pfeffer von nur 12 Pfefferbauern in winzigen Mengen angebaut, mittlerweile beziehen wir unseren Pfeffer von mehr als 100 Kleinbauern aus der Region Kampot. Und hier beginnt schon eine wichtige Unterscheidung: Kleinbauern bedeutet, dass der Farmer nur so viele Pfefferpflanzen hat, dass er sie mit seiner Familie in Handarbeit bewirtschaften kann, also ungefähr 400 Stück. Nur so kann garantiert werden, dass sein „Pfeffergarten“ nachhaltig und sorgfältig bewirtschaftet wird und er beispielsweise den natürlichen Dünger selbst herstellen kann, unter anderem mit dem Dung seiner 1-2 Kühe.
    In den letzten Jahren ist sehr viel passiert in der Region und es sind auch einige Farmen entstanden, die nicht von kambodschanischen Kleinbauern betrieben werden, sondern von Europäern. Einige dieser Farmen sind sogar „gigantisch“ in ihren Ausmaßen, verglichen zu den oben beschriebenen „Pfeffergärten“. Uns war und ist es immer wichtig, die allerbeste Qualität („Premium Selection“) zu importieren und die Kleinbauern der Region zu unterstützen. Beides geht unserer Meinung nach nur in Kombination.
    Wir sind deutlich mehr als nur „ein Label“ wie oben behauptet, weil wir seit jeher ganz eng mit unserem Partner vor Ort und den Bauern der Region zusammenarbeiten. Wir sind jedes Jahr in Kampot, treffen, unterstützen und beraten die Kleinbauern und stellen einen Bezug vom Kunden zum Bauern und vom Bauern zum Kunden her. Wir haben den Pfeffer überhaupt erst nach Deutschland gebracht und bekannt gemacht. Wir können ohne Übertreibung aber ein bisschen stolz behaupten, dass der Erfolg des Kampot Pfeffers sehr eng mit der Marke Hennes‘ Finest verknüpft ist.
    Wer mehr über Pfeffer, Kampot Pfeffer, verschiedene Qualitäten und die Region Kampot erfahren möchte, der sollte sich auf unserer Homepage (www.hennesfinest.com) umschauen. Da steht alles, was man wissen muss und noch etwas mehr.
    Hier außerdem einen Link zu unserer Pfeffer-Dokumentation aus Kampot:
    https://youtu.be/AHvXn-oYhJA

    Ihr seid alle herzlich in unsere Pfeffer-Boutique in Köln oder zu einer unserer Food-Messen eingeladen. Da gibt es dann eine ausführliche Pfefferprobe mit allen Infos.

    Liebe Grüße, Benny von Hennes‘ Finest

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