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Crostini mit Püree von weißen Bohnen

Püree von weißen Bohnen auf Crostini mit Lardo

Immer wenn ich ein bisschen Zeit finde und auf der Suche nach schönen Rezepten durch meine Kochbücher blättere fällt mir auf, wie sehr mein Kochen eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt und wie viele Lebensmittel ich noch nie gegessen oder verarbeitet habe.

Ich habe zwar in den letzten paar Monaten, in denen ich halbwegs regelmäßig selbst am Herd stehe, meinen Horizont um einiges erweitert und schon viele kulinarische Erfahrungen gesammelt, aber es gibt noch so verdammt viele Gerichte, auf die ich neugierig bin.

Püree von weißen Bohnen auf Crostini mit Lardo

Bohnenpüree ist zum Beispiel so eine Gericht. Das begegnet mir immer wieder in verschiedensten Kochbüchern und immer wenn ich es sehe, macht es mich irgendwie an. Vor ein paar Tagen war es dann endlich an der Zeit, zum ersten Mal Bohnenpüree zu kochen und zu essen.

Meine Rezeptwahl fiel auf Crostini mit Püree von weißen Bohnen, nach einem Rezept von Christian Rach aus seinem Buch – “Das Kochgesetzbuch“. Das Püree wird als Aufstrich auf einem Baguette serviert und mit Lardo belegt. Und Lardo wollte ich schon längst mal in einem Rezept verwenden, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen  🙂

Leider konnte ich eine wichtige Zutat nicht bekommen und zwar Canellini-Bohnen. Als Ersatz habe ich die hochwertigsten weißen Bio-Bohnen verwendet, die ich bekommen konnte. Ich hoffe, geschmacklich ist der Unterschied nicht zu groß.

Die Bohnen werden mit Staudensellerie, Knoblauch und Chilli gekocht

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Gut sah es auf dem Teller dann auf jeden Fall aus. Mein Fazit fällt aber eher ein bisschen durchwachsen aus. An und Pfirsich fand ich das Püree lecker und den Geschmack sehr interessant. Ich mag Bohnen ja auch sehr und das Püree hatte schon etwas. Aber, die Konsistenz war nicht so meins. Es war ein bisschen zu fest und ein bisschen zu “mehlig”. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, bevor ich überhaupt den Geschmack wahrnehmen konnte.

Es wird nicht mein letztes Bohnenpüree gewesen sein, dafür finde ich es geschmacklich doch zu interessant. Aber das nächste wird ein bisschen “aufgeflufft”. Vielleicht, indem ich geschlagene Sahne unterziehe. Mal schauen, welches Rezept mir da zwischen die Kochlöffel kommt.


Zubereitung • Weiße-Bohnen Püree •

Die Zubereitung ist ziemlich unkompliziert, so wie ich das mag. Die getrockneten Bohnen werden über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht und am nächsten Tag unter fließendem Wasser abgewaschen. Dann werden 2 Knoblauchzehen geschält und leicht angedrückt sowie 1 Stange Staudensellerie geputzt und halbiert.

Die Bohnen kommen zusammen mit dem Sellerie, den Knoblauchzehen und einer Chilischote in reichlich (ungesalzenes) Wasser, werden kurz aufgekocht und dann bei kleiner Hitze ca. 1 – 1,5 Stunde vollständig weich gekocht. Zwischendurch muss man evtl. ein bisschen Wasser angießen. War jedenfalls bei mir der Fall.

Sobald die Bohnen weich gegart sind werden sie abgegossen und der Knoblauch, Sellerie und die Chilischote werden entfernt.  Nun wird das Olivenöl und der Zitronensaft hinzugefügt und die Bohnen  werden mit dem Püriertsab so fein wie möglich püriert. Das Bohnenpüree wird jetzt noch einmal durch ein feines Sieb gestrichen, damit evtl. Häutchen entfernt werden. Dann kann man das Püree mit Salz, Pfeffer und etwas Cayennepfeffer abschmecken und warm stellen.

Das Püree wird mit goldbraun gebratenen Crostinis serviert. Für die Crostinis Olivenöl in der Pfanne erhitzen, angedrückten Knoblauch sowie Rosmarinzweige und Thymianzweige in die Pfanne geben und die Baguettescheiben von beiden Seiten goldbraun braten.

Zum Servieren die warmen Brotscheiben mit ca. 1 EL Bohnenpüree bestreichen, die Kräuter aus der Pfanne auf das Püree geben und das Crostini mit einer Scheibe Lardo belegen. Noch ein bisschen frischen Pfeffer drüber geben und wer mag, kann die Crostini auch noch mit ein ein paar Tropfen gutes Olivenöl beträufeln.

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Rezept Zutaten für ca. 24 Crostinis • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten – Kochzeit ca. 1 – 1,5 Stunden – Einweichzeit: über Nacht

Für das Bohnenpüree:

  • 200 g weiße Bohnen (wenn möglich Canellini-Bohnen)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 Chilischote
  • 70 ml sehr gutes Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Prise Cayennepfeffer

Für die Crostini:

  • 24 Scheiben Baguette
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 Rosmarinzweige
  • 6 Thymianzweige
  • 7-9 EL gutes Olivenöl
  • 12-24 Scheiben Lardo
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

über

Ich koche mit viel Leidenschaft und liebe die einfache Küche. Schnell und lecker schließen sich nicht aus und genau das versuche ich auf meinem Blog zu zeigen. Neben meiner Leidenschaft für das Kochen bin ich glücklicher Papa des tollsten Jungen auf der Welt und ein unverbesserlicher Optimist.

2 Kommentare zu “Crostini mit Püree von weißen Bohnen

  1. Bin gerade dabei, das Püree zu basteln! Ich habe einen Teelöffel Natron in Das Bohnenwasser gegeben, dadurch verkürzt sich die Kochzeit enorm

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