Heute kommt ein klassisches Rezept für Plätzchen, die in meinen Augen an Weihnachten auf jeden Plätzchenteller gehören – Bethmännchen! Wenn du Marzipan auch so gerne magst, sind die kleinen knubbeligen Bethmännchen genau das Richtige für dich. Mit ihrer charakteristischen Optik erkennt man sie sofort und weiß auf Anhieb, welch leckerer Geschmack dahinter steckt.

Die Geschichte und damit auch das Rezept der Bethmännchen ist alt. Sie sollen 1838 vom Konditor der wohlhabenden Frankfurter Familie Bethmann erfunden worden sein. Er hat, symbolisch für jeden der vier Söhne der Familie, eine Mandelhälfte in die Teigkugeln gedrückt. Einer der Söhne starb sieben Jahre später und fortan wurden die Bethmännchen nur noch mit drei Mandelhälften belegt.
Die Bethmännchen reisten um die Welt und wohl jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Meine Oma bestand darauf, dass in Bethmännchen kein Gramm Mehl gehört und ich halte mich an Omas Rezept, sie weiß schließlich, was am besten ist. <3

Die wichtigsten Zutaten für Bethmännchen
Die Zutaten für Bethmännchen sind übersichtlich und es zeigt sich, dass man nicht viel braucht, um leckeres Gebäck herzustellen. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Marzipan – Marzipanrohmasse ist die Hauptzutat und es empfiehlt sich, auf Qualität zu achten. Sie sollte zu mindestens 50 % aus Mandeln bestehen.
- Puderzucker – unbedingt sieben, bevor er verknetet wird.
- gemahlene Mandeln – am besten blanchierte Mandeln, also die ohne Haut. So erhalten die Bethmännchen ihre schöne, helle Farbe.
- ganze Mandeln – für die Optik der Bethmännchen und auch für den Geschmack. Die Mandelhälften sind schön knackig, während der Teig weich ist. Du kannst bereits blanchierte Mandeln kaufen oder die Mandeln selbst schälen. Das geht ganz einfach, im Rezept erkläre ich das.
- Ei – Das Eiweiß kommt in den Teig zur Bindung, das Eigelb wird zum Bestreichen der Bethmännchen genutzt.
- Milch – wird mit dem Eigelb verrührt und zum Bestreichen der Bethmännchen genutzt.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Was ist beim Backen der Bethmännchen zu beachten?
Die Bethmännchen gehören zu den einfachen Plätzchen. Kein Ausstechen, kein Firlefanz! Der Teig wird einfach zu Kugeln gerollt und dann gebacken. Ein paar Tipps habe ich dennoch für dich:
- Trenne unbedingt die Eier, denn das Eigelb gehört nicht in den Teig.
- Sollte dir der Teig noch zu sehr kleben, kannst du 1-2 TL gemahlene Mandeln hinzugeben. Je nach Größe des Eiweißes kann das variieren.
- Der Teig sollte unbedingt 30 Min. kalt stehen. So klebt er weniger und lässt sich einfacher rollen.
- Wenn du es gerne genau magst, wiegst du die Teigmenge für jedes Bethmännchen ab. So werden sie alle gleich groß und backen auch gleichmäßig. Ich nehme pro Kugel 15 g.
- Lasse die Bethmännchen nach dem Backen kurz auf dem Backblech abkühlen. Frisch aus dem Ofen sind sie noch sehr weich und würden kaputtgehen.
- Die Bethmännchen können in einer Metall- oder Plastikdose aufbewahrt werden. Sie bestehen nicht aus einem mürben Teig, sondern sind angenehm weich. Sie halten locker 2-3 Wochen, sind meist aber vorher aufgegessen. 🙂
Du kennst noch weitere Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Sie sehen doch hübsch aus, oder? 🙂
Ich würde mich sehr freuen, wenn du die Bethmännchen mal ausprobierst. Für Marzipan-Fans sind sie perfekt und selbst mein Sohn, der sonst kein Marzipan mag, isst diese Plätzchen gerne.

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Hast du jetzt noch mehr Lust auf Weihnachtsplätzchen bekommen? Dann probiere mal meine Mandelhörnchen, ebenfalls mit Marzipan. Vanillekipferl gehören zu den Klassikern und schmecken das ganze Jahr. Ebenfalls nicht wegzudenken ist Omas Spritzgebäck.

Bethmännchen mit Marzipan und Mandeln
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 200 g Marzipan
- 100 g Puderzucker
- 60 g gemahlene Mandeln ohne Haut
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 1 EL Milch
- 40 ganze Mandeln, ca. 50 g
Rezept Zubereitung
- Das Marzipan grob würfeln und in eine Schüssel geben. Puderzucker, gemahlene Mandeln und die Prise Salz dazu geben.
- Das Ei trennen und das Eiweiß zum Marzipan geben. Das Eigelb zur Seite stellen.
- Das Marzipan mit den zugefügten Zutaten mit der Hand verkneten. Sollte der Teig zu sehr kleben, etwas mehr gemahlene Mandeln dazu geben. Den Teig anschließend abgedeckt für ca. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
- In der Zeit die Mandeln schälen, falls du keine blanchierten Mandeln verwendest. Dafür die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen und ca. 1 Minute warten. Das Wasser abgießen. Die Haut lässt sich nun ganz leicht von den Mandeln lösen.
- Anschließend die ganzen Mandeln mit einem scharfen Messer halbieren.
- Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Aus dem Teig gleichmäßige Kugeln formen. Meine sind je 15 g schwer.
- Die Kugeln auf das Backblech setzen und jeweils drei Mandelhälften auf die Kugel drücken.
- Das Eigelb mit der Milch verrühren und vorsichtig mit einem Pinsel über die ungebackenen Bethmännchen streichen. Die Bethmännchen auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen, bis die Mandeln einen Hauch von Farbe bekommen.
- Die Bethmännchen kurz auf dem Backblech abkühlen lassen, weil sie sonst zu weich sind. Dann auf ein Kuchengitter setzen und dort vollständig abkühlen lassen.
Anmerkungen
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Die Bethmännchen sind bei mir auch so toll geworden, dass erste Mal solche gemacht 😋🎄😊🥰 danke für die schöne Anleitung
Es ist wirklich richtig schön, dass sie dir auf Anhieb gelungen sind. Dass sie dir auch noch geschmeckt haben, ist umso schöner. Herzlichen Dank für dein nettes Feedback und die tolle Bewertung! 🙂
Zum ersten Mal ausprobiert und ich bin happy
Das freut mich natürlich, Werner. Danke für das nette Feedback! 🙂
Genau so mache Ich sie auch. Gehören einfach Weihnachten auf den Teller.
Die sind wirklich Pflicht und einfach immer super lecker. 🙂