Mmmh, in meiner Küche duftete es! Der Duft von Zimt und warmen Äpfeln zieht durch alle Ritzen und ich freue mich schon sehr auf meinen gedeckten Apfelkuchen, den ich heute gebacken habe. Ich weiß, dass er uns gut schmecken wird, denn es ist ein altes Rezept meiner Oma, dass ich heute hier mit dir teilen möchte. Die Kombination aus mürben Teig, saftiger Füllung und süßen Guss hat bisher jeden begeistert.

Immer zu Beginn der Apfelsaison fahren wir zu einem nahegelegenen Hof und pflücken die ersten Äpfel der Saison selbst. Mein Sohn hat beim Pflücken gefühlt alle Bäume leer geräumt, weil er genau wusste, dass ich dann Kuchen backen werde, um die Äpfel zu verbrauchen. Kluges Kind. 🙂 Sein Einsatz sollte belohnt werden und so stand ich am Morgen in der Küche und habe Teig geknetet und Äpfel geschält.
Malte hat mich gebeten, den nächsten Apfelkuchen mit Rosinen zu backen. Ich bin immer noch kein Fan von diesen Dingern, aber heute habe ich ihm seinen Wunsch erfüllt. Neben den Rosinen besteht mein gedeckter Apfelkuchen aus einem schönen Mürbeteig, natürlich leckeren Äpfeln und einem Guss aus Puderzucker. Ganz klassisch, so wie ihn meine Oma früher immer gebacken hat.

Wichtige Zutaten für den gedeckten Apfelkuchen
Der Kuchen besteht aus drei Teilen, für die du die Zutaten benötigst: Dem Mürbeteig, der Apfelfüllung und dem Guss. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Weizenmehl und Butter: Mehl Type 405 nehme ich hier. Die Butter sollte richtig kalt sein, damit der Teig schön mürbe wird.
- Gemahlene Mandeln: Sie geben dem Teig einen feinen Geschmack. Alternativ kannst du auch gemahlene Haselnüsse verwenden.
- Zucker, Vanillezucker und Salz: Für die Süße im Teig. Die Prise Salz rundet alles ab.
- Ei, Backpulver und Milch: Das Ei bindet den Teig, das Backpulver lockert ihn leicht und die Milch macht ihn geschmeidig.
- Äpfel: Ich nehme die Sorte Boskoop, weil er schön säuerlich ist und beim Garen nicht gleich zu Mus zerfällt. Welche Äpfel sich außerdem eignen, zeige ich dir in meiner Apfelsorten-Tabelle für Apfelkuchen.
- Rosinen: Ich weiche sie vorher in warmem Wasser ein, damit sie später saftig bleiben.
- Zimt: Benutze ich im Herbst und Winter sehr gerne für Apfelkuchen.
- Speisestärke: Sie bindet den Saft der Äpfel. Alternativ geht auch Vanillepuddingpulver.
- Puderzucker: Wird mit etwas Wasser zum Guss verrührt.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung des gedeckten Apfelkuchens
Der Kuchen ist nicht schwer zu backen und auch der Deckel auf dem Kuchen ist keine große Schwierigkeit. Es braucht aber etwas Geduld, weil die Arbeitsschritte eben ihre Zeit brauchen. Hier wieder ein paar Backtipps von mir:
- Den Mürbeteig solltest du nur so lange kneten, bis er glatt ist. Die kalte Butter wird sonst warm und der Teig wir dann nicht mehr so schön mürbe.
- Lasse den Teig auf jeden Fall im Kühlschrank ruhen, damit er sich leichter formen lässt.
- Den Deckel formst du zuerst auf Frischhaltefolie im Boden der Springform und stellst ihn kalt. So hast du später eine fertige Teigplatte in genau der richtigen Größe, die nicht reißt, wenn du sie auf die Äpfel legst.
- Lege den Deckel so auf die Füllung, dass die Folie zu dir zeigt. Dann kannst du sie abziehen, ohne den Teig zu verschieben.
- Für den Rand formst du fingerdicke Teigwürste und ziehst sie mit den Fingern hoch. Ich habe die passende Menge abgewogen und im Rezept angegeben.
- Stich den Boden mehrmals mit einer Gabel ein, damit er beim Backen keine Blasen wirft.
- Lasse die Füllung lauwarm abkühlen, bevor sie in die Form kommt. Heiße Äpfel weichen den kalten Teig sonst auf.
- Gib den Guss erst auf den vollständig abgekühlten Kuchen. Auf einem warmen Kuchen läuft er einfach weg und wird nicht schön fest.
- Ich stelle den gedeckten Apfelkuchen gerne für mindestens 2 Stunden noch in den Kühlschrank, weil er gekühlt besser schmeckt.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!

Ich liebe ja Kuchen mit Zuckerguss, schon immer! Beim gedeckten Apfelkuchen kommt dann ja auch noch dieses Wechselspiel zwischen knusprig und weich dazu und das macht den Kuchen so verführerisch lecker. Malte sagt sogar, es sei sein liebster Apfelkuchen und der Mann verdrückt alles an Apfelkuchen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Sieht er nicht toll aus? Ich kann dir versprechen, dass er so gut schmeckt, wie er aussieht! Kein Wunder, dass mein Sohn so fleißig beim Äpfelpflücken war. Wir backen den Kuchen ja jedes Jahr und er liebt ihn sehr. Ich hoffe, er schmeckt dir genauso gut wie uns!
Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Du hast noch Äpfel übrig? Dann probiere als Nächstes meinen versunkenen Apfelkuchen oder den Apfelkuchen mit Pudding. Du kannst natürlich auch mal Apfelkompott selber machen oder holst dir hier weitere Ideen: 10 beliebte Apfelrezepte.

Gedeckter Apfelkuchen
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
Boden und Decke
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 125 g Butter, kalt
- 60 g Zucker
- 50 g Gemahlene Mandeln
- 1 Ei, Größe M
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1/2 Pck. Backpulver
- 2 EL Milch
- 1 Prise Salz
Apfelfüllung
- 1,2 kg Äpfel, z.Bsp. Boskoop
- 100 g Rosinen
- 30 g Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 TL Speisestärke, oder Vanillepuddingpulver
Guss
- 150 g Puderzucker
- 2-3 EL Wasser
Rezept Zubereitung
Boden und Decke
- Die Zutaten mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten.
- Zwei Teigportionen zu je 200 g abwiegen. Eine davon flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Den restlichen Teig (ca. 170 g) zu 6 dicken Würsten formen und ebenfalls in Folie wickeln. Den Teig für 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.
- Für den Teigdeckel den Boden der Springform mit Frischhaltefolie auslegen und die übrigen 200 g Teig darin gleichmäßig verteilen. Anschließend ebenfalls für 30 Min. kalt stellen.
- Nach der Kühlzeit die Springform öffnen und den Teigdeckel aus der Form auf ein Brett ziehen und weiterhin im Kühlschrank kühlen.
- Den Boden der Springform nun mit Backpapier auslegen und den Rand leicht fetten und mehlen. Mit den übrigen 200 g Teig nun einen gleichmäßigen Boden formen. Aus den 6 Teigrollen fingerdicke Würste formen und diese als Rand anlegen und mit den Fingern hochziehen.Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Springform kalt stellen.
Apfelfüllung
- Die Rosinen in etwas warmen Wasser einweichen.
- Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Die Viertel in Spalten und dann in kleine Würfel schneiden.
- Die Apfelwürfel in einen Topf geben, zusammen mit dem Zucker, dem Zimt und 150 ml Wasser erhitzen. Dabei immer wieder umrühren, damit die Äpfel leicht dünsten und garen.
- Die Stärke mit einem Schluck kalten Wasser verrühren und unter die heiße Apfelmasse ziehen. Alles gut vermengen und den Topf vom Herd nehmen. Die Rosinen abgießen und unter die Äpfel mischen. Alles lauwarm abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
- Anschließend die Apfelmasse gleichmäßig in der Springform verteilen.
- Den Teigdeckel aus dem Kühlschrank nehmen und so auf die Äpfel legen, dass die Folie zu dir zeigt. Diese dann abziehen und den Deckel mit den Fingern vorsichtig plazieren, damit er gut am Rand aufliegt.
- Eventuell zu hocher Teigrand mit einem Messer abschneiden und die entstandenen Kanten oder Lücken mit den Fingern leicht am Teigdeckel abdrücken.
- Den Kuchen auf mittlerer Schiene für 50-55 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Ich stelle ihn gerne für mindestens 2 Stunden noch in den Kühlschrank, weil er gekühlt besser schmeckt.
Guss
- Puderzucker sieben und esslöffelweise Wasser hinzugeben, dabei mit einem Schneebesen verrühren, sodass ein zähflüssiger Guss entsteht. Diesen auf dem Apfelkuchen verteilen und fest werden lassen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Der Kuchen wurde super lecker. ich habe zerkleinerte Haselnüsse in den Teig gegeben das war dann mit Biss sozusagen. 😆
Am besten gefiel mir die Beschreibung für den Deckel.
danke, mache ich zu Weihnachten wieder.
LG
Liebe Ines, vielen Dank für die 5 Sterne und deinen lieben Kommentar. Es ist schön, dass dir der Apfelkuchen so gut gelungen ist und ich freue mich riesig, dass dir die Anleitung gefallen hat. 🙂
…mein Lieblingskuchen aus der Kinderzeit, den ich so noch nie wieder gefunden habe…, klasse und danke und Gruß
Liebe Christine, ich freue mich riesig, dass du mit dem Apfelkuchen deinen Lieblingskuchen aus der Kinderzeit wiedergefunden hast! Ich hoffe, er wird dir schmecken. 🙂
Super super
Liebe Angelika, herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar!
Das Rezept ist sehr gut beschrieben und einfach gehalten. Die Zutaten hat man in der Küche und Ich freue mich auf den Anschnitt.
Liebe Konstanze, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es ist schön, dass dir die Beschreibung gefallen hat und ich drücke mir selbst die Daumen, dass dir der gedeckte Apfelkuchen schmecken wird. 🙂