Weiße Pizza Mortadella mit Pistazien und Ricotta.

Pizza mit Mortadella, Pistazien, Ricotta und Fior di Latte

Seit dem der fantastische Koda 16 Pizzaofen bei mir eingezogen ist, fühle ich mich tatsächlich ein bisschen wie ein italienischer Pizzabäcker. Niemals hatte ich mehr Spaß am Pizzabacken wie derzeit und meine Pizzen werden auch mit jedem Mal etwas besser. Zum Beweis zeige ich dir heute meine hausgemachte italienische Pizza. Eine tolle Pizza mit Mortadella, Ricotta, Pistazien und Fior di latte. Unglaublich lecker!

Pizza Mortadelle mit Pistazien und Ricotta.

Sieht sie nicht toll aus? Es ist eine Pizza Neapolitana Style und Dank des tollen Pizzaofens bekommt die Pizza beim Backen dieses typische fleckige Leopardenmuster. Der hohe Rand enthält richtig viel Luft und wird dadurch richtig schön knusprig. So tolle Pizzen zu Hause backen zu können macht richtig viel Freude. Und wenn man ein Herz für eine gute Pizza hat, dann ist man mit so einem Ergebnis einfach nur glücklich.

Du findest auf meinen Blog schon einige Pizza Rezepte und natürlich auch das ein oder andere richtig gute Rezept für einen tollen Pizzateig. Für meine italienische Pizza bereite ich einen Pizzateig vor, der einen Tag vor dem Backen der Pizzen zubereitet werden muss. Zumindest einen Teil des Pizzateiges muss am Vortag zubereitet werden und zwar der Vorteig. Dieser Teig besteht aus Mehl, Wasser, Hefe und etwas Honig.

Pizza mit Mortadella, Ricotta, Pistazien und Fior di latte.

Diese Zutaten kommen in einen verschließbaren Behälter und werden nur mit einer Gabel oder einem Löffel gut miteinander verrührt. Dann wird der Behälter luftdicht verschlossen und nach einer Stunde bei Raumtemperatur, wandert der Vorteig über Nacht in den Kühlschrank. Im Kühlschrank kann dann der Fermentationsprozess beginnen und am nächsten Tag sieht man sehr schön, wie der Vorteig Blasen geworfen hat.

Vorteil für die Pizza.

Nun wird der Vorteig mit den restlichen Zutaten (Wasser, Mehl, Salz) verknetet und zu einer Kugel geformt. Der Pizzateig geht dann abgedeckt gute 30 Minuten, bevor er portioniert und zu kleinen Kugeln geformt wird. Diese Kugeln gehen dann noch einmal 2 Stunden und dann kann der Teig belegt und gebacken werden.

Ich verwende für meinen Pizzateig Mehl vom Typ 00. Je höher der Proteingehalt des Mehls ist, umso elastischer wird er, weil beim Kneten das Gluten austritt. Optimal sind 12 g oder 13 g Eiweißgehalt im Mehl. Du findest diese Angabe auf jeder Mehlpackung und wirst feststellen, dass sich Pizzamehle da auch unterscheiden. Falls du kein Mehl vom Typ 00 bekommen kannst, tut es aber auch das 405er Mehl.

Wenn du die Pizzakugeln formst, solltest du auf keinen Fall ein Nudelholz dafür verwenden. Während der Teig aufgeht, bildet sich im Teig viel Luft und diese Luft sollte möglichst nicht wieder rausgerollt werden. Durch diese Luft bilden sich beim Backen Luftblasen, die den Teig knusprig machen.

Bei der neapolitanischen Pizza drückt man diese Luft in Richtung Rand und erhält so den charakteristischen hohen Rand. Nach dem Backen sieht man schöne Luftlöcher im Rand und wenn man hineinbeißt, knuspert es ganz herrlich. Das macht einfach Spaß. 🙂

Der Rand der Pizza wird fluffig und knusprig.

Viel Spaß macht auch der Belag, der dich nach Italien entführt. Ich liebe die italienische Mortadella, die hauchdünn aufgeschnitten wird und dadurch ein ganz tolles Aroma hat. Ich kaufe sie oft bei einem italienischen Händler, aber es gibt sie mittlerweile auch im gut sortierten Supermarkt zu kaufen. Die italienische Mortadella enthält kleine Fettstückchen, die sie ganz besonders schmackhaft macht. Fett ist eben immer noch der allerbeste Geschmacksträger.

Meine Pizza Mortadella wird nicht mit Tomatensoße belegt, sondern mit Ricotta, der mit Fior di latte vermengt wird. Es ist also eine weiße Pizza, eine sogenannte Pizza Bianca. Eine klassische Pizza mit Tomatensoße ist immer lecker, aber eine Pizza Bianca ist einfach ein bisschen außergewöhnlich und geschmacklich einfach mal was anderes. Ich mag sie wirklich total gerne und meisten wenn ich Pizza backe, backe ich auch mindestens eine Pizza Bianca.

Mortadella für die Pizza.

Sie kommt auch bei Freunden immer richtig gut an, weil sie nicht so bekannt ist und immer für ein bisschen Verwunderung sorgt. Falls du noch keine Pizza Bianca probiert hast, musst du meine Pizza Mortadella unbedingt ausprobieren!

Für meine italienische Pizza wähle ich heute als Käse den Fior di latte, weil er so herrlich auf der Pizza gratiniert. Fior di latte ist ein spezieller Mozzarella aus Kuhmilch, der bei der neapolitanischen Pizza traditionell benutzt wird. Ich kaufe ihn meist in der Metro, aber es gibt ihn auch schon an gut sortierten Käsetheken. Und falls er dort mal nicht zu haben sein sollte, kann man ihn eigentlich auch bestellen.

Pizza mit Fior di Latte

Wie bei italienischen Pizzen üblich, wird die Mortadella nicht mitgebacken, sondern erst nach dem Backen auf der Pizza verteilt. Genauso wie man das zum Beispiel bei einer Pizza mit Parmaschinken macht. Würde man die Mortadella mitbacken, würde sie nicht nur sehr trocken werden, sondern auch verbrennen. Gerade bei der unglaublichen Hitze, die der Koda 16 Pizzaofen von Ooni entwickelt, würde die Mortadella in wenigen Sekunden angekokelt werden. In jedem Fall würde sie sehr trocken werden und das würde einfach sehr viel von ihrem tollen Geschmack wegnehmen.

Damit bin ich jetzt auch schon thematisch bei meinem tollen Pizzaofen angelangt und muss natürlich noch ein paar Worte zu diesen fantastischen Ofen loswerden. Der Koda 16 Pizzaofen von Ooni wird mit Gas betrieben und ist ein mobiler Pizzaofen, den man im Grunde überall aufstellen kann. Ich backe meine Pizzen bei gutem Wetter im Garten und bei schlechtem Wetter auf dem Balkon.

Der Koda 16 von Ooni.

Der Koda 16 wiegt 18 kg und steht auf drei einklappbaren Beinen. Das ist einfach super gelöst, weil man den Ofen dadurch wirklich überall mit hinnehmen kann. Ich packe ihn auch schon mal in den Kofferraum und nehme ihn mit zu Freunden. Pizza geht halt überall. 🙂

Der Koda 16 hat im hinteren und im linken Bereich Gasbrenner mit Wasserfall-Effekt-Flamme, was echt richtig beeindruckend aussieht. Kein Wunder, dass wir Männer ständig in den Ofen starren. 😀 Aber es macht auch Riesenspaß, der Pizza beim Backen zuzuschauen. Und wenn die Flammen dann noch so schön lodern, dann kommt echtes Pizza-Feeling auf.

Der Pizzaofen erreicht nach 20 Minuten ca. 500 Grad. Die Pizzen werden auf dem riesigen Pizzastein in knapp 60 Sekunden gebacken! Ich drehe die Pizza einmal nach 30 Sekunden, damit sie auch rundum das schöne fleckige Muster bekommt und knusprig wird. 60 Sekunden für eine echte Steinofen-Pizza! Ich bin jedes mal wieder komplett begeistert davon.

Ich lebe im Ruhrgebiet und habe hier wirklich an jeder Ecke eine Pizzaria bzw. einen Imbiss, der Pizza backt. 95% der Pizzen, die ich hier im Umkreis bestellen kann, haben keine Chance gegen meine hausgemachte Pizza. Nicht nur, dass mein Teig einfach viel besser schmeckt. Die Pizza wird auch so viel schöner gebacken und durch die unglaublich kurze Backzeit, bleiben alle Zutaten auf der Pizza saftig. Das ist echt ein Traum!

Pizza aus dem Koda 16 von Ooni.

Meine Freunde haben schon vorgeschlagen, dass ich im Garten ganz schnell eine Pizzeria eröffnen sollte, so gut werden die Pizzen in diesem Pizzaofen. Vielleicht sollte ich das echt machen und du kommst vorbei und probierst vor Ort meine Pizza Mortadella? Gar kleine schlechte Idee, oder? 🙂

Du kannst meine Pizza Mortadella auch im Backofen backen, auch wenn ich dir den Koda 16 nur ans Herz legen kann. Für Pizza-Fans gibt es nichts besseres und es ist eine Investition, an der man viele Jahre Freude haben wird.

Falls du die Pizza im Backofen backen möchtest, braucht die Pizza deutlich länger und wird sicher nicht so ein schönes Muster aufweisen. Aber der Teig wird trotzdem sehr gut schmecken und der Belag natürlich auch. 🙂

Leckere hausgemachte Pizza.

Neben der leckeren Mortadella gebe ich nach dem Backen noch einige Kleckse Ricotta auf die Pizza und bestreue alles mit gehackten Pistazien. Die Kombination aus cremigen Belag, hauchdünner Mortadella und knusprigen Pistazien ist einfach der Oberhammer, versprochen!

Ich würde mich wirklich total freuen, wenn du meine italienische Pizza Mortadella mit Ricotta und Pistazien probieren würdest. Für mich ist diese Pizza eine der leckersten Pizzen, die ich bisher gegessen habe. Sie wird dich ganz bestimmt auch überzeugen und vielleicht wird sie ja auch zu einer Lieblingspizza von dir.

Italienische Pizza mit Mortadella.

Falls du Fragen zu dem tollen Pizzaofen von Ooni haben solltest, dann kannst du sie mir gerne in den Kommentaren stellen. Ich versuche gerne deine Fragen zu beantworten. 🙂

Solltest du in der Umgebung von Berlin lebst, empfehle ich dir das True Italian Pizza Festival powered by Ooni, am 16. und 17. Juli. Da wirst du mit richtig tollen Pizzen verwöhnt werden und ein Besuch lohnt sich ganz bestimmt.

 Ich wünsche dir gutes Gelingen beim Nachbacken und einen guten Appetit. 

Weiße Pizza Mortadella mit Pistazien und Ricotta.

Pizza mit Mortadella, Pistazien, Ricotta und Fior di Latte

Diese italienische Pizza ist einfach super lecker. Sie ist eine weiße Pizza, belegt mit Ricotta, hauchdünner Mortadella, Pistazien und Fior di Latte Käse. Der Rand der Pizza knuspert herrlich beim Reinbeißen.
5 von 4 Bewertungen
Vorbereitung 25 Min.
Koch- / Backzeit 5 Min.
Gehzeit 14 Stdn.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Italienisch
Anzahl

Personen
10

Zutaten
 

Vorteig
  • 300 ml Wasser, Zimmertemperatur
  • 300 g Mehl, Typ 00
  • 5 g Trockenhefe
  • 5 g Honig
Teig
  • 700 ml Wasser, Zimmertemperatur
  • 1250 g Mehl, Typ 00
  • 40 g Salz
  • etwas Olivenöl
Belag für 1 Pizza
  • 5 Scheiben italienische Mortadella
  • 3 EL Ricotta
  • 2 handvoll Fior de Latte, gerieben, alternativ normaler Mozzarella, gerieben
  • 1 TL gehackte Pistazien
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung
 

Vorteig
  • Eine verschließbare Dose oder Schüssel bereitstellen und das Wasser einfüllen. Hefe und Honig dazu geben und verrühren, bis sich beides aufgelöst hat. Das Mehl dazu geben und mit einer Gabel alles verrühren, so dass ein glatter Teig entsteht.
  • Dose mit einem Deckel verschließen und für 1 Stunde stehen lassen. Danach in den Kühlschrank stellen und über Nacht stehen lassen.
Teig
  • Eine große Rührschüssel nehmen und den Vorteig einfüllen. Das Wasser dazu geben und alles glatt rühren/kneten.
  • Nun die Hälfte des Mehls dazu geben sowie das Salz und halbwegs glatt kneten. Dann das restliche Mehl dazu geben und für mindestens 10 Minuten mit der Maschine kneten. Mit der Hand 20 Minuten kneten.
  • Den Teig auf eine gemehlte Arbeitsfläche geben und mit einer großen Schüssel abdecken. So 10 Minuten ruhen lassen.
  • Die Hände mit Olivenöl einreiben und den Teig vorsichtig zu einer Kugel formen. Diese in eine leicht geölte Schüssel geben, mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig auf die gemehlte Arbeitsfläche stürzen und in 10 Portionen a 260 g teilen. Jede Portion zu Kugeln falten, die schön straff sind. Die Kugeln in eine Teigbox legen, leicht an der Oberfläche mit Olivenöl bestreichen und verschließen.
    Alternativ die Kugeln auf ein Backblech legen, ebenfalls ölen und mit Frischhaltefolie abdecken – sie würden sonst austrocknen!
    Die Kugeln für zwei Stunden ruhen lassen. Sie sollten schön kugelig dick aufgehen und nicht flach zerlaufen.
Belag
  • Den Ooni Koda 16 20-25 Minuten auf höchster Stufe vorheizen. Der Pizzastein sollte in der Mitte des Steins 400 °C heiß sein.
    Alternativ einen Pizzastein in den Backofen legen und gute 45 Minuten auf höchster Stufe (250 Grad oder mehr) vorheizen.
  • In der Zeit 2 EL Ricotta mit einer handvoll Fior di Latte, einer Prise Salz und Pfeffer verrühren.
  • Eine Teigkugel nehmen und von innen nach außen flach drücken. Dabei nicht den äußeren Rand zerdrücken und diesen durch das Drücken im Inneren schön hoch formen. Kein Nudelholz benutzen. 🙂
  • Den Teig, bis auf den Rand, mit dem Ricotta bestreichen. Eine handvoll Fior di Latte darüber verteilen und in den Ooni Koda 16 schieben. Für ca. 60 Sekunden backen, dabei einmal drehen.
    Im Backofen ca. 20-25 Minuten backen.
  • Die gebackene Pizza mit der Mortadella belegen und 1 EL Ricotta (ohne Käse) in kleinen Tupfen dazwischen verteilen. Pistazien darüber streuen und servieren.

Anmerkungen

Das Teigrezept ergibt 10 Pizzen.

Dieser Beitrag enthält Werbung für den Pizzaofen Koda 16 von Ooni. Auf den Inhalt dieses Beitrages wurde keinerlei Einfluss genommen und er stellt ausschließlich meine persönliche Meinung dar.