In ein paar Tagen ist St. Martin und natürlich machen wir uns auch mit unserem Sohn wieder auf den Weg zum Umzug. Wir treffen uns jedes Jahr mit Freunden, die Kinder ziehen mit ihren Laternen singend durch die Straßen und werden am Ende mit Weckmännern oder Martinsbretzeln belohnt. Wir backen morgens die Weckmänner selbst und das Rezept dafür, habe ich dir heute aufgeschrieben.

Dass wir sie selbst backen hat hauptsächlich einen Grund: die Tonpfeife. Die Weckmänner liegen zwar auch wieder beim Bäcker in der Auslage, nur leider in letzter Zeit immer ohne Tonpfeife. Anscheinend wurde auch dieses wegrationalisiert, dabei lieben die Kinder die Tonpfeifen sehr. Ich fand sie als Kind auch immer toll und habe damit meinen Pfeife rauchenden Papa imitiert. Für mich gehört sie zu einem Weckmann dazu.
Außerdem schmeckt ein selbst gebackener Weckmann sicher nicht schlechter, als ein gekaufter. Im Gegenteil. Unser Hefeteig wird wunderbar weich und buttrig, die abgeriebene Zitronenschale und der Vanillezucker geben ihm eine feine, frische Note. Die Zubereitung ist jetzt auch nicht allzu schwer und braucht lediglich etwas Zeit, damit der Teig schön aufgehen kann. Frisch gebacken schmeckt er natürlich am allerbesten. Ich denke, er wird dir gefallen.

Wichtige Zutaten für die Weckmänner
Weckmänner bestehen ja aus einem süßen Hefeteig und dafür sind die Basiszutaten eigentlich immer gleich. Ich backe so viel und habe die Grundzutaten eigentlich immer auf Vorrat. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Weizenmehl Typ 405: Das klassische Haushaltsmehl, mit dem der Teig schön fein und locker wird.
- Frische Hefe: Sorgt dafür, dass die Weckmänner so herrlich fluffig aufgehen.
- Milch, Butter und Eier: Die Butter sollte weich sein und bei der Milch wähle ich gerne eine Vollmilch mit 3,5 % Fett.
- Zucker, Vanillezucker: Die Menge an Zucker ist immer auch Geschmacksache. Meine Weckmänner sind, glaube ich, nicht zu süß. Spätestens beim zweiten Backen passt du die Menge sicher an deinen persönlichen Geschmack an.
- Prise Salz: Die Prise Salz gehört in jeden süßen Hefeteig, weil sie den Geschmack abrundet und weil Oma mir das so beigebracht hat.
- Bio-Zitrone: In den Teig kommt nur etwas Zitronenschale.
- Rosinen: Jeder Weckmann braucht süße, kleine, niedliche Augen, oder?
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung der Weckmänner
Ich weiß aus Erfahrung und dem vielen Feedback meiner Leser, dass nicht jeder gerne mit Hefeteigen backt. Offensichtlich ist der Hefeteig gelegentlich mal etwas zickig Ich kann dir aber versichern und mein Rezept ist wirklich erprobt und das gelingt garantiert. Ein paar Backtipps gebe ich dir auch gerne mit auf dem Weg:
- Die Milch sollte nur lauwarm sein und auf keinen Fall heißer als 40 Grad werden. Bei höheren Temperaturen stirbt die Hefe ab und der Teig geht nicht mehr auf.
- Gönn dem Vorteig ruhig die 15 Minuten Ruhezeit. In dieser Zeit wird die Hefe richtig aktiv und der Teig geht später deutlich zuverlässiger auf.
- Knete den Teig in jedem Fall die vorgegebenen 10 Minuten. Er braucht diese Zeit, um glatt und glänzend zu werden die elastische Struktur zu bekommen, die die Weckmänner so schön fluffig macht.
- Wiege die Teiglinge nach dem Teilen am besten kurz ab. Gleich schwere Weckmänner backen gleichmäßig und keiner wird dunkler als die anderen.
- Forme die Arme und Beine so, dass die Schnittkanten nach unten zum Backblech zeigen. So bleibt die sichtbare Seite schön glatt und die Weckmänner sehen richtig ordentlich aus.
- Drück die Rosinen vor dem Backen fest an, damit die Weckmänner nicht ihre Augen verlieren!
- Damit die Weckmänner eine schöne Backfarbe bekommen, sollten sie gleichmäßig mit dem Ei bestrichen werden.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
Es macht wirklich Freude zu sehen, wie viel Spaß die Kinder beim St. Martinsumzug mit ihren hübschen, oft selbstgebastelten Laternen haben. Mein Sohn scheint zwar langsam aus dieser Tradition herauszuwachsen, weil er sich dafür vielleicht schon ein wenig zu alt fühlt, aber die Weckmänner nimmt er gerne mit! Ganz der Papa. 😀

Gibt es bei deinem Bäcker noch Weckmänner mit traditioneller Tonpfeife oder backst du auch lieber selbst? Verrate es mir doch in den Kommentaren.
Ich hoffe, ich konnte dir wieder Lust aufs Nachbacken machen. Meine Weckmänner werden dir sicher schmecken. Der erste Weckmann überlebt bei uns übrigens selten, bis er richtig abgekühlt ist. Lauwarm und mit einem Klecks Butter ist er einfach zum Reinlegen gut!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Du hast Lust auf noch mehr Gebäck aus süßem Hefeteig? Dann probiere unbedingt auch meinen klassischen Hefezopf, meine saftigen Zimtschnecken oder Omas ofenfrische Buchteln. Ich backe wirklich oft süßen Hefeteig und meine Rezepte gelingen dir garantiert.

Weckmänner wie vom Bäcker
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 500 g Weizenmehl , Typ 405
- 80 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 220 ml Milch, und 1 EL mehr
- 21 g Frische Hefe
- 100 g Butter, weich
- 2 Eier, Größe M
- 1 Bio-Zitrone
- 1 Prise Prise Salz, Salz
- Rosinen
- Tonpfeifen
Rezept Zubereitung
- Die Rosinen in etwas warmem Wasser einweichen und zur Seite stellen.
- Das Mehl in eine große Rührschüssel geben. Die Schale der Zitrone abreiben und zusammen mit dem Zucker und der Prise Salz untermischen. Eine große Mulde im Mehl formen.
- Die Milch mit dem Vanillezucker leicht erwärmen (Nicht heißer als 40 Grad, sonst stirbt die Hefe!) und die Hefe hineinbröckeln. Mit einem Schneebesen verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
- Die Milch in die Mehl-Mulde gießen und mit einer Gabel etwas Mehl einrühren, sodass ein dünner Brei entsteht. Die Schüssel abdecken und für 15 Minuten an einen warmen Ort stellen.
- Die weiche Butter und ein Ei in die Schüssel geben und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine für 10 Minuten durchkneten, so dass ein schöner, glatter und glänzender Teig entsteht. Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel abdecken und für 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.
- Den aufgegangenen Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsplatte geben und mit der Teigkarte in sechs gleich große Teile teilen. (Bei mir ca. 160 g pro Teigling).
- Jeden Teigling zu einer rechteckigen, dicken Wurst rollen und einzeln auf das Backblech legen. Mit der Teigkarte die Einschnitte für Kopf, Arme und Beine machen (siehe Fotos oben) und die einzelnen Gliedmaßen nach unten (Richtung Backblech) formen, so dass die sichtbare Teigseite schön glatt ist.
- Mit einem Stiel für Cakepops o.ä. eine Vertiefung für die Augen in den Teig drücken und die Rosinen mit dem Stiel leicht eindrücken.
- Das zweite Ei in eine kleine Schale geben und mit 1 EL Milch verquirlen. Mit einem Pinsel über die Weckmänner streichen, so dass deren Oberfläche vollständig benetzt wurde. Für 18 Minuten backen, bis die Weckmänner eine schöne goldbraune Farbe haben.
- Die Weckmänner vom Blech heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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