Stachelbeerkuchen mit Baiser

Stachelbeerkuchen mit Baiser: süß-saures Kuchenglück

Wenn ich Stachelbeeren sehe, bin ich sofort wieder acht Jahre alt und stehe im Garten meiner Großeltern zwischen den Sträuchern. Vorher habe ich mich mit meiner Schwester gestritten, wer auf die Schaukel darf. Ich bin bockig abgezogen, Oma sah meine Laune und motivierte mich, ihr beim Pflücken der Stachelbeeren zu helfen. Da wusste ich, dass sie am nächsten Tag Stachelbeerkuchen mit Baiser backen würde und meine Laune wurde gleich besser!

Stachelbeerkuchen mit Baiser

Stachelbeeren gibt es bei uns in Deutschland ja tatsächlich nur im Sommer, was ich sehr gut finde. Obst schmeckt einfach immer dann am besten, wenn es Saison hat. Ab und zu naschen wir die Stachelbeeren natürlich auch pur, aber ich finde, sie sind das perfekte Obst zum Backen. Gerade beim Kuchen gleichen sie durch ihre schöne Säure die Süße des Kuchens wunderbar aus.

Mein Stachelbeerkuchen ist das beste Beispiel dafür. Es besteht aus einem Rührteig mit ganzen Stachelbeeren, mit einer beeindruckenden Haube aus luftigem Baiser. Diese Kombination aus den leicht säuerlichen Früchten, dem saftigen Kuchenteig und luftig-zartem Eischnee ist wirklich grandios. Für mich einer der leckersten Sommerkuchen überhaupt. Kuchenglück auf dem Teller. 🙂

Stachelbeerkuchen mit Baiserhaube

Wichtige Zutaten für Stachelbeerkuchen mit Baiser

Wie immer gibt es jetzt ein paar kurze Worte zu den wichtigsten Zutaten für diesen tollen Kuchen. Für mein Rezept brauchst du unter anderem:

  • Stachelbeeren – schöne, reife, aber noch feste Früchte. Sie sollen ganz bleiben, nur die kleinen Stiele solltest du abschneiden.
  • Speisestärke – die verhindert, dass die Stachelbeeren beim Backen auf den Boden sinken.
  • Butter und Zucker – für den Rührteig. Die Butter sollte wirklich Zimmertemperatur haben, sonst lässt sie sich nicht aufschlagen.
  • Eier – ich trenne vier Eier und verwende die Eigelbe für den Teig, das Eiweiß brauche ich später komplett für das Baiser.
  • Mehl, Backpulver und eine Prise Salz – die Basis für einen lockeren, saftigen Boden, der die Stachelbeeren gut trägt.
  • Eiweiß und Zucker für das Baiser – zu einem steifen, glänzenden Eischnee aufgeschlagen. Das ist für mich das i-Tüpfelchen auf diesem Kuchen.

Tipps zur Zubereitung für Stachelbeerkuchen mit Baiser

Der Stachelbeerkuchen macht natürlich optisch einiges her und sieht gerade durch die Haube aus Baiser wirklich aufwendig und beeindruckend aus. Aber er ist einfacher zu backen, als man vielleicht auf den ersten Blick denken würde.

  • Fette den Rand der Springform nur bis zur halben Höhe. Das Baiser braucht später etwas Halt an der Form, damit es sich beim Backen nicht wieder zusammenzieht.
  • Die Butter muss unbedingt Zimmertemperatur haben und weich sein, sonst lässt sie sich nicht schön schaumig aufschlagen.
  • Achte beim Trennen der Eier darauf, dass kein Eigelb in das Eiweiß gelangt, sonst lässt es sich nicht steif schlagen.
  • Backe den Kuchen auf der untersten (!) Schiene. Der Boden mit den saftigen Stachelbeeren braucht ordentlich Unterhitze, damit er trotz der Feuchtigkeit der Früchte durchgart.
  • Vermenge die Stachelbeeren gut mit der Speisestärke und schüttle überschüssige Stärke im Sieb ab, bevor du die Beeren auf den Teig gibst.
Baiserhaube
  • Lass beim Verteilen des Baisers einen kleinen Rand zur Form frei. Der Eischnee dehnt sich beim Backen noch aus und soll im besten Fall nicht an der Springform kleben bleiben. Passiert es doch, löse den Baiser mit einem Messer von der Form. Er fällt beim Abkühlen leicht in sich zusammen und reißt so dann nicht ein.
  • Beobachte den Kuchen in den letzten Minuten der zweiten Backzeit genau. Das Baiser darf höchstens ein leichtes Beige annehmen, dunkler oder gar schwarz sollte es auf keinen Fall werden.
  • Lasse den Kuchen nur 1 Stunde in der Springform abkühlen und löse ihn dann aus der Springform. Die Hitze sollte entweichen können, damit das Baiser nicht matschig wird.
  • Das frisch gebackene Baiser schmeckt am selben Tag am besten. Möchtest du den Stachelbeerkuchen über Nacht aufbewahren, decke ihn locker mit einem Küchentuch ab. In einem Tortencontainer wird das Baiser schnell matschig.
Knusprige Baiserhaube

Diese Baiserhaube ist wirklich jedes Mal ein toller Anblick. Am ersten Tag, wenn sie noch leicht knusprig ist, könnte ich sie auch ohne Kuchen essen! 😀

Für mich ist dieser Kuchen jedes Mal wie eine kleine Zeitreise. Die Süße des Baisers, die Säure der Stachelbeeren und dieser saftige Boden, das schmeckt einfach nach Sommer und nach Kindheit gleichzeitig. Ich hoffe, du hast mit diesem Rezept genauso viel Freude wie meine Familie und lässt ihn dir mit deinen Lieben schmecken.

Ein toller Obstkuchen

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Die Kuchen meiner Oma sind für mich einfach die allerbesten, darum teile ich auch so gerne ihre Rezepte. Kennst du schon ihren Kleckselkuchen mit Mohn, Quark und Marmelade? Der Mooskuchen ist ein altes DDR Rezept. Der Mandarinen-Schmand-Kuchen ist ein Klassiker, den du unbedingt probieren musst.

Stachelbeerkuchen mit Baiser

Stachelbeerkuchen mit Baiser

Omas Stachelbeerkuchen mit Baiser ist das beste Rezept für einen Stachelbeerkuchen, das ich kenne! Ein lockerer Rührteig, schön saftig und eine Baiserhaube wie gemalt.

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Vorbereitung 20 Minuten
Koch- / Backzeit 55 Minuten
Zeit Gesamt 1 Stunde 10 Minuten
Gericht Kuchen
Küche Deutschland
 Anzahl
 Personen
12

Rezept Zutaten
 

Stachelbeeren
  • 650 g Stachelbeeren
  • 50 g Speisestärke
Rührteig
  • 200 g Butter, Zimmertemperatur
  • 100 g Zucker
  • 4 Eigelbe Größe M, Eiweiß aufheben
  • 3 Eier Größe M
  • 200 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 30 ml Milch
Baiser
  • 4 Eiweiß Größe M
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Rezept Zubereitung
 

  • Den Boden der Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand bis auf die halbe Höhe mit etwas Butter fetten.
    Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die weiche Butter mit 100 g Zucker für 10 Minuten mit der Küchenmaschine weißschaumig aufschlagen. Zwischendurch die Butter vom Schüsselrand einmal mit einem Silikonschieber nach unten schieben.
  • In der Zwischenzeit die Stachelbeeren waschen und verlesen. Kleine Stiele abschneiden, die Früchte sonst ganz lassen.
  • Die 4 Eier trennen, das Eiweiß für das Baiser zur Seite stellen.
    Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen.
  • Die 4 Eigelbe sowie die restlichen 3 Eier zur Butter geben und gut unterrühren.
  • Nun die Mehlmischung sowie die Milch in die Schüssel geben und alles kurz verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig in die Springform füllen und glatt streichen.
  • Die Stärke zu den Stachelbeeren geben und alles gut miteinander vermengen. Die Stachelbeeren in ein Sieb geben und alles vorsichtig durchschütteln, damit überschüssige Stärke entfernt wird. Die Stachelbeeren dann gleichmäßig in der Springform verteilen.
    Für 30 Minuten auf der untersten (!) Schiene backen.
  • Nach 25 Minuten Backzeit das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Sobald es schaumig wird, die restlichen 200 g Zucker einrieseln lassen und steif schlagen, dauert insgesamt ca. 5 Minuten.
  • Den Kuchen nach Ablauf der 30 Minuten aus dem Ofen nehmen und den Eischnee mit zwei Esslöffeln darauf verteilen. Dabei einen Rand von ca. 1,5 cm lassen, da sich der Eischnee beim Backen noch ausdehnt und nicht an der Form kleben soll. Mit den Löffeln eine Art Wellenmuster oder Spitzen im Eischnee formen.
  • Den Kuchen nochmal für 25-30 Minuten auf der untersten (!) Schiene bei 175 Grad Ober-/Unterhitze backen. Das Baiser sollte ein leichtes Beige annehmen und auf keinen Fall zu dunkel oder gar schwarz werden. Die letzten Minuten also gut beobachten!
  • Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter halbwegs abkühlen lassen. Anschließend die Springform lösen und komplett auskühlen lassen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Kalorien: 357kcal | Kohlenhydrate: 47g | Eiweiß: 6g | Fett: 17g | Zucker: 25g

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