Nicht alle Suppen sind gleich und die Art der Suppe entscheidet oft über den Geschmack und die Konsistenz. Eine klare Kartoffelsuppe mit Stückchen von Kartoffeln und Gemüse unterscheidet sich geschmacklich ganz deutlich von einer Kartoffelcremesuppe.

Suppen lassen sich grob in drei Typen einteilen, die sich in Konsistenz, Zubereitungsart und Sättigungsgrad deutlich unterscheiden.
Die Cremesuppe: Der samtige Seelenschmeichler
Cremesuppen werden am Ende püriert und haben eine samtige, cremige Textur. Die Basis ist meistens Gemüse, Brühe und ein Schuss Sahne oder Kokosmilch. Sie eignen sich hervorragend als Vorspeise für Gäste und lassen sich gut vorbereiten. Typische Vertreter: Kürbiscremesuppe, Spargelcremesuppe, Brokkolicremesuppe oder Champignoncremesuppe.
- Wie sie entsteht: Meistens bildet Gemüse (wie Kürbis, Tomaten oder Spargel) die Basis. Das wird gekocht und anschließend so lange püriert, bis auch das kleinste Stückchen verschwunden ist.
- Der Trick: Damit es so richtig luxuriös auf der Zunge zergeht, kommt oft eine klassische Mehlschwitze, ein ordentlicher Schluck Sahne, Crème fraîche oder ein Stück kalte Butter im Finale dazu.

Der Eintopf: Der ehrliche Sattmacher
Eintöpfe und herzhafte Suppen bleiben ungepüriert und haben deutlich mehr Einlage mit Biss. Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, Kartoffeln, Fleisch oder Graupen sorgen dafür, dass diese Suppen lange satt machen. Omas Linsensuppe, eine Gulaschsuppe oder Kartoffelsuppe sind keine Vorspeisen, sondern vollwertige Mahlzeiten.
- Wie er entsteht: Fleisch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (wie Linsen oder Erbsen) und Gemüse werden zusammen in relativ wenig Flüssigkeit geschmort. Das Ganze kocht so lange, bis die Zutaten ihre Stärke abgeben und die Flüssigkeit von ganz alleine sämig und dickflüssig wird.
- Der Unterschied zur Suppe: Bei einer Suppe schwimmen die Zutaten in der Flüssigkeit. Beim Eintopf ist es genau umgekehrt: Da ist die Flüssigkeit eigentlich nur das Bindeglied, das die dicken Brocken zusammenhält. Wenn der Löffel im Topf von alleine stehen bleibt, seid ihr auf dem richtigen Weg!
Die klare Brühe: Konzentration auf das Wesentliche
Klare Suppen, Brühen und Consommés werden aus Fleisch, Knochen oder Gemüse langsam ausgekocht. Die Brühe bestimmt das Aroma und den Geschmack und die Einlage an Fleisch, Nudeln oder Gemüse bleibt überschaubar. Die Hühnersuppe, Graupensuppe oder Rinderkraftbrühe zählen zu den typischen Beispielen für klare Suppen.
- Wie sie entsteht: Ihr werft Fleisch, Knochen oder haufenweise Gemüse in kaltes Wasser und lasst das Ganze stundenlang ganz leise vor sich hin köcheln (bloß nicht wild kochen lassen, sonst wird’s trüb!).
- Das Ergebnis: Die Flüssigkeit saugt sich voll mit allen Aromen, wird danach durch ein Sieb gegossen und übrig bleibt eine goldgelbe, klare Flüssigkeit.

Die Nummer 4 im Bunde: die Kaltschale
Sie mögen immer mehr in Vergessenheit geraten, aber gerade im Sommer machen sie richtig Freude: kalte Suppen. Hierzu gehören der spanische Sommerklassiker Gazpacho, die kalte Gurkensuppe mit Buttermilch oder auch süße Fruchtkaltschalen. Sie werden explizit kalt zubereitet oder gekühlt serviert und unterscheiden sich geschmacklich ganz klar von den oben erwähnten Suppenarten.
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