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Nudeln kochen: Menge, Garzeit & die besten Tipps

Nudeln kochen ist doch wirklich kein Hexenwerk, oder? Wasser kochen, Nudeln rein, fertig. Das dachte ich auch eine Zeit lang. Durch das Feedback und die vielen Fragen meiner Leser weiß ich mittlerweile, dass es tatsächlich erstaunlich viele Fragen zu diesem Thema gibt. Wie koche ich meine Nudeln eigentlich richtig und warum werden meine Nudeln manchmal matschig?

Tipps zum Nudeln kochen

Genau um diese Fragen und noch um ein paar mehr geht es in diesem Artikel. Innerhalb des Artikels findest du auch noch eine kleine Infografik, die du dir abspeichern kannst, falls es doch mal zu einer Situation kommen sollte, bei der du unsicher bist, ob du deine Nudeln gerade richtig kochst.

Wie viel Nudeln pro Person?

Das ist wahrscheinlich die häufigste Frage beim Nudeln kochen, die mir gestellt wird, und die Antwort hängt starkt davon ab, wofür die Nudeln gedacht sind.

Verwendung Menge trocken pro Person
Hauptgericht (Erwachsene) 90 bis 100 g
Hauptgericht (Kinder) 60 bis 70 g
Beilage 50 bis 60 g
Nudelsuppe 40 bis 50 g

Ich plane für hungrige Erwachsene grundsätzlich 100 g pro Person, dann bleibt meist noch etwas übrig. Lieber etwas mehr kochen als zu wenig, denn gekochte Nudeln lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag mit Butter oder Pesto aufbrauchen.

Wichtig: Die Mengenangaben sind für trockene Nudeln. Beim Kochen nehmen Nudeln Wasser auf und werden schwerer. Aus 100 g trockenen Nudeln werden nach dem Kochen ungefähr 230 bis 250 g.

Nudeln

Wie lange Nudeln kochen?

Die einfachste Antwort: Schaue auf die Packung und koche die Nudeln 1 bis 2 Minuten kürzer, wenn du sie al dente haben möchtest. Dazu gleich mehr! Hier ein paar konkrete Richtwerte für die gängigsten Sorten:

Nudelsorte Typische Garzeit
Spaghetti 8 bis 12 Minuten
Penne & Rigatoni 10 bis 14 Minuten
Fusilli & Farfalle 10 bis 12 Minuten
Bandnudeln & Tagliatelle 4 bis 8 Minuten
Frische Pasta 2 bis 4 Minuten
Lasagneblätter (trocken) nach Packung

Al dente bedeutet, dass die Nudeln noch etwas Biss haben. Dafür kannst du sie 1 bis 2 Minuten kürzer kochen, als auf der Packung angegeben. Die Nudel soll beim Beißen keinen weißen Kern mehr zeigen, aber noch leichten Widerstand bieten.

Wenn die Nudeln nach dem Abgießen noch in einer heißen Soße weitergaren, empfehle ich sogar, sie 2 bis 3 Minuten früher aus dem Wasser zu nehmen. Die restliche Garzeit übernimmt die Soße.

Deine Nudeln sind nach der Garzeit auf der Verpackung nicht gar?

Das liegt meistens daran, dass du schon anfängst, die Uhr zu stellen, nachdem du die Nudeln in das kochende Wasser gegeben hast. Häufig kühlt das Wasser durch die Nudeln sofort herunter und braucht erneut 1-2 Minuten, bevor es wieder sprudelnd kocht. Diese Zeit musst du berücksichtigen!

Tipps zum Nudelkochen

Die goldenen Regeln fürs Nudeln kochen

Mit diesen fünf Punkten werden Nudeln fast immer gut:

  • Ausreichend Wasser verwenden. Pro 100 g Nudeln braucht man mindestens 1 Liter Wasser. Zu wenig Wasser sorgt dafür, dass die Nudeln beim Kochen verkleben und ungleichmäßig garen.
  • Kräftig salzen. Das Kochwasser sollte nach dem Probieren deutlich salzig schmecken. Als Faustregel gilt etwa 10 g Salz pro Liter Wasser (ein gehäufter Teelöffel). Das klingt viel, aber ein Großteil bleibt im Wasser. Gut gesalzenes Kochwasser ist entscheidend für den Geschmack der Nudeln selbst.
  • Kein Öl ins Kochwasser. Dieser Tipp hält sich hartnäckig, ist aber kontraproduktiv. Öl und Wasser verbinden sich nicht. Das bisschen Öl landet nicht zwischen den Nudeln, sondern schwimmt oben. Schlimmer noch: Wenn die Nudeln nach dem Abgießen mit Öl bedeckt sind, haftet die Soße schlechter. Also weg damit.
  • Kochwasser aufheben. Bevor man die Nudeln abgießt, eine Tasse oder ein Glas Kochwasser abschöpfen und aufbewahren. Dieses stärkehaltige Wasser ist Gold wert für Soßen. Es bindet sie, macht sie cremiger und hilft, die Konsistenz zu korrigieren, wenn die Soße zu dick geworden ist. Das mache ich inzwischen bei fast jeder Pasta.
  • Nudeln nicht abschrecken. Abschrecken mit kaltem Wasser stoppt den Garprozess und spült die Stärke von der Nudeloberfläche, die eigentlich dabei hilft, dass die Soße haftet. Ausnahme: Für Nudelsalat ist Abschrecken sinnvoll, weil die Nudeln kalt serviert werden und nicht weiterkleben sollen.

Was tun gegen klebrige Nudeln?

Klebrige Nudeln sind meist das Ergebnis von zu wenig Wasser beim Kochen oder davon, dass die Nudeln nach dem Abgießen zu lange ohne Soße liegenbleiben. So kannst du klebrige Nudeln vermeiden:

  • Zu wenig Wasser: Immer mindestens 1 Liter pro 100 g (+ 10 g Salz) nehmen und sicherstellen, dass das Wasser wirklich kochend heiß ist, bevor die Nudeln reinkommen.
  • Nudeln liegen zu lang ohne Soße: Nudeln direkt nach dem Abgießen mit der Soße vermengen. Wenn das nicht sofort möglich ist, einen Schuss Kochwasser unter die abgegossenen Nudeln rühren.
  • Aufgewärmte Nudeln kleben fast immer: Beim Erwärmen in der Pfanne einfach ein paar Esslöffel Wasser oder Brühe hinzufügen und kurz bei mittlerer Hitze durchschwenken. Die Nudeln lösen sich sofort wieder voneinander.

Falls du jetzt Lust auf ein konkretes Rezept bekommen hast: In meiner Nudelgerichte-Übersicht findest du alles, von schneller Feierabendpasta bis zur klassischen Spaghetti Bolognese. Und wenn du wissen möchtest, ob Nudeln ungesund sind, findest du hier die Antwort: Sind Nudeln gesund?

Hast du noch Fragen rund ums Thema Nudeln kochen? Dann schreib mir gerne einen Kommentar!

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