Kann man genug Marmelade auf Vorrat haben? Ich glaube nicht! Darum bekommst du heute mein Rezept für eine wunderbare Renekloden-Marmelade. Ich habe nämlich einen Korb voll Renekloden von unseren Nachbarn aus ihrem Schrebergarten bekommen und mich sehr darüber gefreut. Den Geschmack der Renekloden wollte ich mit der Marmelade konservieren und nun duftet es in meiner Küche herrlich nach Vanille und Zimt und ich freue mich über noch mehr Marmelade in der Vorratskammer.

Weißt du eigentlich, was Renekloden sind? Ich kannte sie lange auch nicht unter diesem Namen. Für mich waren das immer nur grüne Pflaumen. Renekloden haben, je nach Region, verschiedene Namen. Sie heißen auch Ringlotten, Ringlo oder Reineclauden. Vielleicht kennst du sie auch unter Edelpflaume oder Zuckerpflaume. Die Saison geht von Juli bis September.
Wie auch immer wir sie am Ende nennen, wir wissen, sie schmecken gut! Süß und saftig und in Kombination mit Vanille und Zimt ergeben sie ein tolles Geschmacksbild für eine Marmelade. Leider gibt es Renekloden in meiner Region nicht so oft zu kaufen, umso mehr freue ich mich über diese nette Gabe unserer Nachbarn. 🙂

Wichtige Zutaten für Renekloden-Marmelade
Meine Renekloden-Marmelade kommt mit einer Handvoll Zutaten aus, mehr braucht es für diese tolle Marmelade gar nicht. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Renekloden: Die Basis der Marmelade. Reif sollten sie sein, dann schmecken sie schön süß und aromatisch. Sie sollten sich leicht weich, aber nicht matschig anfühlen, dann sind sie genau richtig. Du bekommst sie auf dem Wochenmarkt zu kaufen, manchmal auch im Supermarkt.
- Gelierzucker 2:1: Dadurch bleibt der fruchtige Eigengeschmack der Renekloden besser erhalten als mit normalem Gelierzucker im Verhältnis 1:1. Du kannst auch Gelierzucker im Verhältnis 3:1 nutzen, dann reduziert sich allerdings die Haltbarkeit der Marmelade.
- Vanilleschote: Gibt der Marmelade eine warme, runde Note. Ich verwende das Mark und die ausgekratzte Schote gleich mit.
- Zimt: Passt einfach herrlich zu Pflaumen und sorgt für dieses herbstliche Aroma.
- Zitronensäure – brauchst du nur, falls die Marmelade beim Kochen nicht richtig gelieren möchte.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.
Tipps zur Zubereitung der Renekloden-Marmelade
Das Einkochen von Renekloden-Marmelade ist wirklich recht einfach, aber ein paar Kleinigkeiten solltest du beachten, damit sie dir auch wirklich gelingt. Hier sind meine Tipps:
- Achte darauf, dass die Renekloden schön reif sind, denn nur dann bringen sie genug natürliche Süße und Aroma für die Marmelade mit.
- Lasse die entsteinten Renekloden mit dem Gelierzucker eine ganze Stunde ziehen, denn dabei zieht der Zucker schon Saft aus dem Obst und die Marmelade gelingt gleichmäßiger.
- Koche die Masse wirklich sprudelnd unter Rühren auf, weil der Gelierzucker nur bei ausreichender Hitze seine Wirkung entfalten kann und die Marmelade sonst nicht fest wird.
- Entferne die Vanilleschote unbedingt, bevor du pürierst, sonst landen zähe Schotenstückchen in deiner Marmelade.
- Ob du die Marmelade fein pürierst oder etwas stückiger lässt, ist reine Geschmackssache. Für uns darf ruhig noch ein bisschen Struktur zu erkennen sein.
- Mache unbedingt eine Gelierprobe, bevor du die Marmelade abfüllst, denn nur so weißt du sicher, ob sie später auch schön fest wird. Dafür gibst du einen Löffel Marmelade auf einen Teller und lässt sie kurz abkühlen. Zieht die Masse an und läuft nicht flüssig über den Teller, ist die Gelierprobe gelungen und du kannst deine Marmelade abfüllen.
- Sollte deine Marmelade nicht gelieren, kannst du mit etwas Zitronensäure nachhelfen. Es gibt sie fertig im Tütchen zu kaufen oder du presst eine Zitrone aus und verwendest den Saft.
- Ich empfehle zum Einfüllen immer einen Einfülltrichter, so geht garantiert nichts daneben und die Gläser bleiben sauber.
- Spüle Gläser und Deckel vorher mit kochendem Wasser aus, weil die Marmelade dadurch länger haltbar bleibt. Alternativ kannst du die Gläser auch im Kochtopf oder im Backofen sterilisieren.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Dann schreibe mir doch einen Kommentar!
Diese Renekloden-Marmelade kann von mir aus ruhig öfter auf dem Frühstückstisch stehen. Ich mag einfach solche fruchtigen Marmeladen und wenn ich im Herbst Vanille und Zimt dazu geben kann, lacht mein Herz. Auf frischem Brot mit ordentlich Butter schmeckt mir die Renekloden-Marmelade übrigens am allerbesten!
Kanntest du Renekloden und hast du davon schon mal Marmelade gekocht? Ich kann es dir auf jeden Fall sehr empfehlen! Wir sind große Marmeladen-Fans und freuen uns über diese Ergänzung in Form der kleinen grünen Pflaumen.

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Wenn du Pflaumen auch so gerne magst wie wir, findest du hier auf dem Blog noch mehr Rezepte dafür. Mein Pflaumenmus ist ein echter Klassiker für den Vorrat, mein Pflaumenkompott nach Omas Rezept schmeckt herrlich zu Grießbrei oder Pfannkuchen, und meine Zwetschgenknödel sind ein wunderbares Gericht für die ganze Familie.

Renekloden Marmelade mit Vanille & Zimt
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Verwendetes Zubehör
Rezept Zutaten
- 1,1 kg Renekloden
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 1 Vanilleschote
- 1 TL Zimt
- Zitronensäure, bei Bedarf
Rezept Zubereitung
- Die Renekloden waschen, vierteln und entsteinen.
- Im Kochtopf mit dem Gelierzucker mischen, den Zimt dazugeben sowie die halbierte Vanilleschote, deren Mark zuvor ausgekratzt und ebenfalls in den Topf gegeben wurde. Alles vermengen und eine Stunde ziehen lassen.
- In der Zeit die Einmachgläser und die Deckel mit kochendem Wasser ausspülen und auf einem Handtuch abtropfen lassen.
- Die Renekloden nun erhitzen und sprudelnd zum Kochen bringen und 3-4 Minuten kochen lassen, zwischendurch umrühren. Die Vanilleschote entfernen und die Masse mit dem Pürierstab fein pürieren oder etwas stückiger lassen, wie du magst.
- Eine Gelierprobe durchführen. Sollte die Masse noch nicht gelieren, noch einmal eine Minute köcheln lassen und eventuell etwas Zitronensäure hinzufügen.
- Die kochend heiße Marmelade mithilfe des Einfülltrichters in die Gläser füllen und fest verschließen. Abkühlen lassen.
Anmerkungen
- Die Menge ergibt bei mir vier Einmachgläser zu je 250 g.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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