Dies & Das

MaltesKitchen goes clean baking

Gesund Ernährung ist gar nicht so einfach

Schon seit geraumer Zeit denke ich darüber nach meine Ernährungsweise zu ändern und insbesondere meinen hohen Konsum an industriell hergestellten Zucker einzuschränken oder noch besser, ganz einzustellen. Wenn ich mir mal ganz sachlich anschaue welche Zuckermengen ich am Tag in mich hinein stopfe, dann kann ich nur zu dem Schluss kommen das ich zuckersüchtig bin.

Das fängt schon mit den ersten 3 Tassen Kaffee am Morgen an, bevor man sich versieht hat man dadurch schon 3 TL Zucker und somit die ersten 20 g gefrühstückt. Ich habe es nachgewogen, weil ich die irrsinnige Idee hatte meinen Zuckerkonsum mal genau festzuhalten. Das funktioniert blöderweise nicht so einfach wie ich es mir vorgestellt habe, weil ja überall versteckter Zucker enthalten ist. Selbst in der Wurst, die ich mir beim Frühstück auf mein {gezuckertes} Weizenbrötchen lege. Folglich hatte ich dann auch schnell keine Lust mehr auf das Zucker zählen, weil ohnehin absolut klar war das mein Zuckerkonsum durch die Decke geht.

20 g Zucker durch die ersten Tassen Kaffee und damit fängt der Tag ja erst an. Während ich diese Zeilen schreibe, grillen gerade ein paar Spareribs gemütlich vor sich hin, mit denen ich heute Abend verabredet bin. Im Rub {Gewürzmischung} für die Ribs sind 4 EL brauner Zucker enthalten. Später werden die Spareribs noch mit einer BBQ-Soße glasiert, die ebenfalls braunen Zucker und Ketchup {voll mit Zucker} enthält. Gib ihm! 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt übrigens, weniger als 10% des täglichen Kalorienbedarfs aus Zucker aufzunehmen. Das wären ca. 25 g Zucker. Ein guter Witz und von meiner Realität so weit entfernt wie Helena Fürst von einem sympatischen Auftreten. Die 25 g darf ich ganz sicher verdrei- oder vervierfachen, wenn ich damit hinkommen.

Welche Ernährungsweise ist wirklich gesund?

Ich möchte euch nicht langweilen und hier lang und breit aufführen, warum {industriell hergestellter} Zucker in so großen Mengen nicht gut für unseren Körper ist. Was eine zu hohe Zuckeraufnahme im Körper auslöst und welche Auswirkungen das auf die Gesundheit hat. Wer sich für das Thema interessiert, googelt sich da recht schnell entsprechende Infos zusammen. Ich wollte euch nur schnell erklären, warum es in Zukunft im Bereich “Süßes” vermehrt Rezepte mit “natürlichen Süßungsmitteln” geben wird.

Ha! Natürliche Süßungsmittel sind ja auch Zucker! Und überhaupt, warum nur beim Backen auf Haushaltszucker und Co verzichten und nicht auch beim Kochen? 

Ganz einfach. Ich kenne mich und meine Frau gut genug, um zu wissen das wir uns langsam in dieses Thema vertiefen müssen. Kleine Schritte führen bei uns viel eher zum Ziel. In Zukunft wird weniger Süßes gekauft, mehr selbst gebacken und dann als ersten Schritt ohne industriell hergestellte Produkte. Kein Haushaltszucker, kein brauner Zucker, stattdessen Kokosblütenzucker, Ahornsirup und Co.

Langfristig wäre mein Wunsch auf so viele industriell hergestellte Lebensmittel wie möglich zu verzichtet. Beim Kochen gelingt mir das schon seit Längerem ganz ordentlich und ich verwende keine Fertigsoßen, keine Tütchen, kaufe keine Pizza und Co. Ab und zu landen mal abgepackte Gnocchi im Einkaufswagen und regelmäßig diverse Fonds, aber ansonsten schlage ich mich da schon vergleichsweise tapfer. Für Süßkram gilt das aber leider nicht.

Die Tafel Schokolade, Pralinen, Kekse, Eis, Schokoriegel, bei jedem Einkauf darf irgendwas davon mit nach Hause und überall ist reichlich Zucker drin. Von den weiteren Zusatzstoffen mal ganz abgesehen. Und genau hier, beim Süßkram, will ich ansetzen und die Industrie draußen lassen. Ein erster Schritt. Ein Test. Sehen, ob ich es mag und ob es mich glücklich und zufrieden macht. 

Ich finde den Verzicht auf industriell veränderte Produkte wie raffinierten Zucker auch ziemlich spannend und freue mich darauf mit natürlichen Produkten zu backen und die natürliche Süße von zum Beispiel Bananen oder Süßkartoffeln zu nutzen. Es wird interessant sein zu sehen, ob sich mein „Süß-Empfinden“ und das “Süß-Empfinden” meiner Frau wieder auf ein gesundes Maß einstellen lässt. Im Moment ist das komplett over the Top. We will see.

Da ich leider kein erfahrener Bäcker bin und auch nicht die Zeit für ausgiebige Experimente habe, backe ich mich in den nächsten Wochen durch diverse Kochbücher zu diesem Thema.  Zum Beispiel durch das Buch “Sweets – Ohne Zucker” von Inga Pfannebecker. Den Link zum Buch füge ich am Ende des Artikels ein. Falls ihr noch tolle Bücher zum Thema “clean backing”, “Backen ohne Zucker” etc. kennt, bin ich für interessante Tipps sehr dankbar.

Falls jemand von euch Erfahrungen im Bereich “natürliche Süß”  hat, freue ich mich total wenn er sich einklingt und mit mir darüber schreibt. Womit backst oder kochst du so, was muss ich unbedingt nachbacken, worauf sollte ich achten? Ich freue mich auch über deinen persönlichen Erfahrungsbericht, warum verzichtest du auf industriellen Zucker, was verwendest du stattdessen und wie geht es dir damit?  Das Thema ist spannend und extrem komplex und mich interessieren alle Meinungen dazu, also klinge dich gerne ein.

Am Sonntag zeige ich euch ein erstes Rezept aus dem Buch “Sweets – ohne Zucker” und zwar Zimtschnecken, die ihre Süße durch Süßkartoffeln, Datteln und Ahornsirup bekommen haben. Meine Nachbarin musste als Testesserin herhalten und fand sie richtig toll. Meine Frau war sogar der Meinung das man keinen Unterschied zu “normal” gezuckerten Zimtschnecken herausschmecken würde, wenn man es nicht wüsste. Das macht doch neugierig, oder nicht?

Das soll es jetzt auch erstmal gewesen sein. Nun widme ich mich den wirklich wichtigen Dingen im Leben, nämlich meinen Spareribs. Kleine Zuckerbomben, aber leider geil.

Ich liebe Spareribs

Empfohlenen Kochbücher zum Thema clean eating:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

22 Kommentare zu “MaltesKitchen goes clean baking

  1. Ich bin gerade auch dabei meine Ernährung und vor allem den Zuckerkonsum umzustellen - und sehr gespannt auf Deine Rezepte. Der bisher einzige gebackene Süsskartoffelkuchen wollte erst mal 400g Zucker als "Ausgleich" - daher bin ich sehr neugierig was Du auftischst...
  2. Ich finde es auch erschreckend, wieviel versteckten Zucker wir zu uns nehmen. Ich mache auch viel selbst u versuche auf zusätzlichen Zucker zu verzichten. Palmzucker oder Birkenzucker benutze ich in Maßen. Über Birkenzucker= Xylit habe ich auch einen Beitrag auf meinem Blog www.Wombelskochundbackblogg.blogspot.com Liebe Grüße Ute
    • Ja, es ist der Wahnsinn, wo heutzutage überall Zucker versteckt wird. Man kommt kaum daran vorbei. Mit Xylit habe ich schon gebacken, u.a einen tollen New York Cheesecake (https://www.malteskitchen.de/new-york-cheesecake-ohne-zucker/). Allerdings ist Xylit auch ein hochverarbeitetes (industriell hergestelltes) Produkt und ich möchte jetzt erstmal nur mit natürlichen Produkten experimentieren und mich noch weiter über Xylit informieren. Es gibt ja auch noch Bedenken, ob Xylit durch seien Süße in Verbindung mit fehlenden Kalorien den Stoffwechsel durcheinander bringt und unter Umständen zu Heißhunger führen kann. Da muss ich mir erst noch eine fundierte Meinung bilden. Grundsätzlich will ich langfristig aber so wenig "Industrie" wie möglich zu mir nehmen.
      • Da bin ich gespannt was du rausfindest. Hatte Xylit zum Testen und da weiü man ja auch nicht. Ob das alles richtig ist. Wir verbrauchten sonst ca 2 Kg Zucker in der Woche. Da haben wir schon drastisch eingespart. Aber die versteckten Zucker Hatte eben Tee Bären zum Testen on der Bären Company. Geschmack Ingwer - Zitrone. Ein Schluck getrunken u ausgespuckt nur Zucker. Zucker u Glukosesirup als erstes. Frucht 10%. Ein Unding. So gute Nacht
  3. klingt spannend und ich werde dein Projekt verfolgen. Ich praktiziete es schon länger, keinen weißen Zucker kaufen, nur Rohrohrzucker oder Datteln. Eis süssen wir mit Bananen und mixen es selbst. gekauftes Eis war die Ausnahme und ehrlich manche Sorten sind mir jetzt viel zu süß. Rezept für Fruchtsorbet gibts u.a.hier bei mir: www.morelivingpure.wordpress.com Zuckerfreien Genuss wünscht Sandra
    • Bananen werden bei meinen Backversuchen sicherlich auch ein große Rolle spielen. Gut für mich, ich liebe die Dinger. Schlecht für meien Frau, sie mag sie gar nicht. Da muss ich in Zukunft immer eine gute Balance finden, sonst greift meine Frau wieder zur Tafel Schokolade, Keksen und Co. Danke für den Link zu deinem Fruchtsorbet!
  4. Kauf einfach Produkte, die nich mehr als 10 Gramm Zucker pro 100 Gramm haben
    • Das funktioniert bei mir definitiv nicht. :D Und ich möchte ja auf industriell hergestellten Zucker langfristig ganz verzichten und eine gute Alternative dazu finden.
  5. Hallo Malte! Das Thema ist einfach super spannend und ich habe auch schon mehrere Anläufe hinter mir, den Zucker aus meinem Leben zu verbannen. Vor Kurzem habe ich noch kleines Experiment zu Zuckeralternativen gemacht: Ich habe mit verschiedenen Produkten, u.a. Xylit, Kokosblütenzucker, aber auch Banane und Reissirup gebacken und natürlich auch verköstigt.... Wenn Du Interesse daran hast, hier der Link: http://www.fraustillerbackt.de/2016/08/18/backen-mit-zuckeralternativen-und-was-macht-frau-stiller-im-tv/ An dem Thema bleibe ich auf jeden Fall dran und probiere mich durch die Welt des "Nicht-weißen-Zuckers". Bin sehr gespannt, was Du über Deine Erfahrungen berichten wirst!!! Liebe Grüße, Ria
    • Hey Ria! Danke für den Link, ich bin sehr interessiert und lese ihn mit gleich beim Frühstück durch. :) Es gibt so viele Möglichkeiten den weißen Zucker zu ersetzen, auch durch natürliche Produkte, dass man davon echt ein wenig erschlagen wird. Aber ich finde das spannend und habe Lust auf Experimente. Ich bin auch davon überzeugt, dass weniger und "gesünderer" Zucker für mich persönlich ein wichtiger Schritt zu mehr Gesundheit ist. Deswegen bleibe ich auf jeden Fall auch dran. Liebe Grüße zurück, Malte
  6. Hi Malte, ich freue mich total über diese Veränderung, da ich ebenfalls seit einer Zeit (komplett) auf Zucker verzichte. Beschäftige dich mal mit Xucker, v.a. Xucker light ist ein super Ersatz (aus Mais gewonnen), der den Insulinspiegel in Ruhe lässt. Meine Erfahrung ist, dass die Lust auf Süßes allmählich verschwindet und alle Gesunde wie Obst etc. viel besser schmeck! Fand ich sehr beeindruckend. Neugierig wäre ich ja, wie man mit Xucker (light) Eis herstellen kann, da ich die Anschaffung einer Eismaschine zu diesem Zweck in Betracht ziehe ;-) Vielleicht lese ich hierzu ja demnächst mehr von dir! Wieder viel Freude mit dem tollen Blog wünscht Mara
    • Xucker Light kann ich auch empfehlen, bin auf den auch gekommen, weil er eben den Insulinspiegel in Ruhe lässt. Außerdem merke ich wenn ich den benutze keinen Unterschied zu normalem Zucker, dieser fiese Süßstoffnachgeschmack ist nicht vorhanden. Allerdings ist Zucker light (Erythrit) natürlich genauso industriell verarbeitet wie Xylit.
      • Xucker Light hab eich auch noch im Schrank, von früheren Versuchen. Aber im Moment konzentriere ich ich mal auf die natürlichen Süßstoffe und gucke mal, wohin mich das führt.
  7. Ich gebe Honig ins Eis. Auf 1,5 Liter Joghurteis 2 Eßlhonig oder Agavendicksaft.
  8. Kennst du das Buch "Natürlich Backen" von Amber Rose? Dort wird auch viel Honig, Ahornsirup & co als Süßstoff verwendet. Und hübsche Fotos gibt es oben drauf. https://www.amazon.de/Natürlich-Backen-mit-Amber-Rose/dp/3868736867/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1473883722&sr=1-1&keywords=amber+rose
    • Danke für den Tipp Natalia! Ich kenne es noch nicht und gucke es mir gerade an. Ich glaube, das wird hier bald einziehen dürfen. :)
  9. Das Problem mit dem Honig ist, dass er den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lässt. Zwar nicht so stark wie Zucker, aber immernoch signifikant. Kokosblütenzucker hat hier einen niedrigeren glykämischen Index, was ihn wie ich finde sehr interessant macht, zumal es sich um ein Naturprodukt handelt.
    • Ich will ja auch nicht komplett auf Zucker verzichten, sondern erst einmal die Industrie raus lassen und mit natürlichen Süßungsmitteln meinen Zuckerkonsum einschränken. Deswegen ist es auch ok, Honig zu verwenden,auch wenn der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel immer noch hoch genug ist. Aber für jetzt, kann ich damit leben. Priorität hat eine Ernährung mit möglichst "reinen" Produkten, erst als zweiter Aspekt kommt dann der Verzicht auf Zucker hinzu. Kokosblütenzucker ist super. Leicht malzig im Geschmack, damit kann man gut backen. Aber er ist auch sehr teuer, das haben alle natürlichen Süßungsmittel leider gemeinsam.
  10. Ich verbanne Zucker auch immer mehr aus meiner Ernährung und habe bis dato damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Geschmacklich muss ich eigentlich kaum Abstriche machen und ich fühle mich gesundheitlich einfach viel besser als vorher.

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