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Fleischbällchen mit Tomatensauce

Rezept für Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce

Heute gibt es mal ein absolutes Lieblingsessen im Blog und ein Gericht das viele vielleicht auch mit ihrer Kindheit verbinden. Bei mir Zuhause gab es jedenfalls recht häufig Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce und als kleiner Pups habe ich mich darauf auch immer gefreut.

Klopse, Bällchen, Frikadellen, in runder Form mochte ich Hackfleisch immer schon lieber als zum Beispiel klein zerhackt in einer Bolognese. Keine Ahnung, warum das so war und ist. Jungs halt, wir lieben eben Bälle!

Fleischbällchen in einer fruchtigen Tomatensauce mit Spaghetti

Bei der Tomatensauce gibt es übrigens immer große Diskussionen mit meiner Frau. Sie liebt ihre Tomatensauce wirklich sehr süß, ich nenne es mal vorsichtig (sie liest mit!) pappsüß, während ich gerne noch etwas von der Säure schmecken möchte. Glücklicherweise sind wir jetzt schon lange genug zusammen, so dass wir locker einen Kompromiss finden und ich die Sauce so zubereite, wie meine Frau sie mag.

Das Rezept für die Fleischbällchen stammt übrigens aus dem wirklich gelungenen Kochbuch “MAD Hungry – So machen sie Männer und Jungs satt und glücklich“. Bei mir funktioniert’s.


Zubereitung • Tomatensauce •

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Einen großen Topf aufsetzen, auf mittlerer Hitze heiß werden lassen, 2 EL Olivenöl hineingeben und im Olivenöl den Zucker hellbraun karamellisieren lassen.

Die Zwiebelwürfel, den Knoblauch, Tomatenmark, Rosmarin, Thymian, Basilikum und Sojasauce hinzufügen und mehrmals kurz durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Dosentomaten angießen und die Sauce bei reduzierter Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Nach 30 Minuten die Kräuter entfernen und mit Salz, Pfeffer ggfls. Zucker abschmecken.

Die Sauce beiseite stellen, bis die Fleischbällchen zubereitet sind.

Zubereitung • Fleischbällchen •

Den Knoblauch und die Zwiebel fein würfeln, die Petersilie fein hacken sowie den Pecorino fein reiben. Die Milch in eine Schüssel geben und das Brot (entrinden) in der Milch einweichen. Die Zwiebelwürfel in einer Pfanne in etwas Olivenöl bei kleiner Hitze glasig anschwitzen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Das Hackfleisch, Knoblauch, Zwiebeln, Eier, Pecorino, Petersilie und das eingeweichte Brot (vorher zerkleinern!) in eine große Schüssel geben, 1/4 TL frisch geriebenen schwarzen Pfeffer und 1/2 TL Salz hinzufügen und alle Zutaten gründlich miteinander verkneten. Einen Probeklops in etwas Olivenöl und bei mittlerer Hitze braten und die Masse bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Eine Schüssel mit Wasser bereitstellen und aus der Hackmasse mit angefeuchteten Händen Fleischbällchen formen. Eine große Pfanne auf mittlere Hitze aufsetzen, heiß werden lassen und 2 EL Olivenöl hinein geben. Die Fleischbällchen portionsweise anbraten, dann die Hitze etwas reduzieren und die Bällchen sanft garen. Das kann, je nach Größe der Bällchen, 8-10 Minuten dauern.

Du darfst gerne ein Bällchen in der Mitte halbieren, wenn du der Meinung bist das sie Gar sein sollten. Bei Hackbällchen, Klopsen etc. mache ich das immer so, weil das der einfachste Weg ist den Gargrad herauszufinden. Aber nur 1 Bällchen und nicht die ganze Pfanne killen, sonst gibt es auf die Pfoten!

Während die Bällchen garen, die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen und die Sauce wieder erwärmen. Die fertig gegarten Fleischbällchen in die Sauce und die Spaghetti mit etwas Kochwasser in eine große Pfanne geben. Die Sauce samt Fleischbällchen zu den Spaghetti geben und gut miteinander vermischen. Auf tiefen Tellern anrichten und mit etwas geriebenen Pecorino bestreut servieren.

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Rezept Zutaten für ca. 30 Fleischbällchen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Für die Tomatensauce:

  • 2 Dosen stückige Tomaten a 800 g
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 1 Thymianzweig
  • 1 Rosmarinzweig
  • 1 Basilikumzweig
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl

Für die Fleischbällchen:

  • 1 kg gemischtes Gehacktes (Rind und Schwein)
  • 2 Scheiben altbackenes Brot ohne Rinde
  • 75 ml Milch
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier, Größe L
  • 350 g Pecorino fein gerieben
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Pfeffer und Salz
  • Olivenöl

10 Kommentare zu “Fleischbällchen mit Tomatensauce

  1. Oh, das klingt ja wirklich deliziös. :) Könnte sein, das ich meinen Mann damit demnächst auch mal sättigen muss. ;) Liebe Grüße aus Stade, Jasmin
  2. Miam, das Foto sieht wieder einmal zum niederknien megalecker aus! Selber kenne ich Tomatensauce mit Hackbällchen zu Spaghetti eigentlich gar nicht. Ich bin vielmehr ein klassisches Mirácoli-Kind. Tomatensauce gab es also immer pur zu Spaghetti. Das war mein absolutes Lieblingsessen und auch der Grundstein für meine eigene Kochbegeisterung. Denn alles fing eigentlich damit an, dass mein Bruder und ich immer wenn wir mal alleine zu Hause waren und uns selber versorgen mussten, versucht haben, diese Käutermischung nachzubasteln... :-) Weiter fällt mir auf, dass ich in den letzten Jahren immer seltener Pasta und eben meinen fleischlosen Tomatensaucenklassiker zubereite... Wird also mal wieder Zeit. Und warum nicht mal mit Fleischklopsen.
    • Bei mir Zuhause gab es nicht sooo viel typisches Kinderessen, aber komischerweise gehörten Fleischbällchen in Tomatensauce dazu. Deswegen dachte ich auch die Fleischbällchen wären bei ganz vielen Familien so ein typischen Kinderessen, das stimmt aber wohl nicht. Ist wohl doch eher untypisch für "deutsches" Kinderessen. Miracoli gab es bei uns natürlich auch, das gehört definitiv zu den All-Time-Klassikern. Probiere das mal mit den Klopsen, das gefällt dir bestimmt. :smile:
  3. Ich bin ein großer Fan von Fleischbällchen und bereite sie gerne in vielen unterschiedlichen Ausprägungen zu. Aber die Variante mit Pecorino kannte ich noch nicht und muss sagen, das ist der absolute Knaller! Vielen dank für die tolle Inspiration. Das Rezept ist schon ins Standard-Repertoire gewandert :-)
    • Bevor ich das Rezept im Kochbuch gesehen habe, hatte ich früher schon Fleischbällchen mit Parmesan zubereitet. Die waren auch superlecker. Mit Percorino war jetzt auch für mich eine Premiere und ich fand auch ziemlich gut. Das kann man definitiv wieder machen! Falls du das ultimative Fleischbällchen-Rezept hast, immer her damit!
  4. Wirklich sehr lecker. Auch die Bällchen mit dem Pecorino haben mich überzeugt. Aber insgesamt habe ich einmal mehr festgestellt, dass ich zu Spaghetti keine fleischigen Soßen brauche. Ich fremdel da etwas. Lecker war es trotzdem.
    • Jo, die Bällchen können schon was, fand ich auch gut. Ich glaube, Italiener essen zu Spaghetti auch eher keine fleischigen Saucen. So richtig haftet die Sauce ja auch nicht an den Spaghettis, da gäbe es Sorten die besser geeignet wären. Aber bei diesem Gericht setzt sich bei mir die familiäre Tradition immer durch.
  5. Dein Beitrag hat mir gerade nochmal vor Augen geführt: Die Zubereitung von Tomatensauce ist ein prägsames Ereignis! Pasta mit Tomatensauce ist ein Gericht, das ich sehr sehr selten bestelle und auch nur, wenn ein Restaurant explizit für herrausragende Pasta bekannt ist, weil mir mein eigenes Sugo meist besser schmeckt :angel: Das liegt aber v. A. daran, dass ich mit einer pikanteren Variante groß geworden bin, in die eine gute Prise Rosmarin gehört! Es macht mir total Spaß mich durch deinen Block zu klicken, er ist so ehrlich! Ich nehme Rezepte allerdings immer nur als Inspiration, ich schaffe es NIE mich an eines zu halten (Ausnahme sind Backrezepte) Kochen ist für mich aber eher so, als würde ich ein Bild/ eine Skulptur o.Ä. machen (ich studiere Kunst): Das Zusammenspiel von Farben, unterschiedlichen Texturen, gespickt mit ein paar "Highlights"... Und oje ich spiel grad verrückt, wenn ich mich durch deinen Blog klicke hier muss jetzt ganz schnell ein "crispy Salat"- a la Tomatenbröseln her.
    • Oh, Maike! Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Dein Kommentar ist mir irgendwie nicht angezeigt worden und durchgerutscht. :-( Ich freu mich sehr, dass dir die Rezept im Blog gefallen. Und ich finde es auch völlig ok, dass du dich nicht an alle Vorgaben hältst und "frei" kochst, so sollte das eigentlich auch sein. LG Malte

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