Fleisch Köche

Flank-Steak London Style

Rezept für Flankensteak

Wer mir auf Facebook folgt hat es schon mitbekommen, bei Edeka gab es die eher seltenen Flankensteaks im Angebot. Geschnitten aus dem hinteren Teil der Flanke beim Rind, in Deutschland manchmal auch als Rinderlappen bezeichnet, ist das Flankensteak bei uns eher schwierig zu bekommen. In Amerika ist das Flank-Steak fester Teil der Steakhouse-Küche, hat mir mein Steakbuch verraten.

Natürlich habe ich sofort zugeschlagen und mir eine Marinade aus meinen liebsten Steakbuch – Das perfekte Steak –  rausgesucht: Flank-Steak London Style. Yeah.

Das Flank-Steak London Style in voller Pracht.

Wer keinen Edeka in seiner näheren Umgebung hat, der kann sich das Flankensteak natürlich auch Online einkaufen. Ich kann den Online-Shop von Gourmetfleisch wärmstens empfehlen. Bisher wurden alle meine Bestellungen flott geliefert und die Fleischqualität war immer top!

Ein tolles Stück Rindfleisch, das Flankensteak.

Warum das Flankensteak in Deutschland nicht so bekannt ist, verstehe ich wirklich nicht. Natürlich ist das kein Filet und ja, es wird auch nicht so butterzart wie ein Filet, aber der pure, rindige Geschmack ist richtig toll. Das schmeckt anders, intensiv, aromatisch. Da ist es auch ok, wenn man mal die Zähne benutzen muss und mal ne Runde kaut und das Fleisch nicht gleich im Mund schmilzt. Und wenn es richtig zubereitet ist (auf jeden Fall medium rare, zu blutig wird es zäh) ist das auch kein Stück zäh.


Zubereitung • Flank-Steak •

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in Würfel schneiden sowie den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Laut Originalrezept wird der Ingwer auch gewürfelt, aber da ich zu viel Ingwer nicht so mag, habe ich ihn in Scheiben geschnitten. So verteilte er sich nicht so stark in der Marinade, wie es feine Würfel tun würden.

Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, (bei Bedarf gehackten Koriander) Rotwein, Rapsöl und Teriyaki-Sauce in eine Schüssel geben, gut salzen,  pfeffern und alles gut vermischen. Das Flankensteak hinzugeben und ordentlich mit der Marinade vermengen. Schüssel abdecken und für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Bei mir schlummerte das Schätzchen 24 Stunden in der Marinade. Es sollte es ja gut haben!

Das Steak 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank holen und richtig gut trocken tupfen. Die Pfanne mit ordentlich Power heiß werden lassen, 2 EL Rapsöl hinein geben und das Flankensteak von beiden Seiten scharf anbraten. Da darf ruhig eine richtige Kruste entstehen und wenn es etwas dunkel wird ist das ok und liegt auch ein bisschen an der Teriyaki-Sauce, die leicht verbrennt. Tiefschwarz sollte es natürlich nicht werden, also aufpassen.

Nachdem die leckere Kruste entstanden ist, die Hitze auf mittlere Temperatur reduzieren und das Steak, je nach Dicke, noch rund 10 Minuten von jeder Seite braten. Dabei häufig wenden. Ich brate es immer, bis es eine Kerntemperatur von ca. 55 °C hat, so mag ich es am liebsten (medium rare). Hier macht sich ein Bratenthermometer wirklich bezahlt. Wer keines hat, muss den Drucktest machen.

Ist die richtige Kerntemperatur erreicht, das Fleisch in Alufolie packen und ca. 5 Minuten ruhen lassen. Und beim Flankensteak gaaaaaaaaanz wichtig, beim Anrichten wirklich dünn und gegen die Faser aufschneiden.

Von mir gibt es den Daumen hoch für das Flankensteak und auch das Flank-Steak London Style kommt wieder auf den Tisch. Die Marinade hat gut funktioniert und dem Fleisch eine Klasse Note mitgegeben. Es ist übrigens auch kalt echt lecker. Also Zähne rein und Flankensteaks testen!

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Rezept Zutaten für 4 Personen

  • 1200 g Flank-Steak
  • 2 Rote Zwiebeln
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • Ingwer, ca. 5 cm Stück
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Rapsöl
  • 4 EL Teriyaki-Sauce
  • Salz und Pfeffer

Im Originalrezept kommen noch 2 EL gehackter Koriander in die Marinade. Darauf habe ich verzichtet, weil kein frischer Koriander zu bekommen war.

5 Kommentare zu “Flank-Steak London Style

  1. Sieht lecker aus! Hab jetzt Lust auf ein Stück Rind. ;-)
    • Gibt es bei euch eigentlich Flankensteaks oder ist das ähnlich wie in Deutschland eher nicht so verbreitet?
  2. Ich hatte das marinierte Steak schon bei Facebook bewundert und mein Neid war dir gewiss :sabber: Das Flankensteg kannte ich bisher allerdings auch noch nicht.
  3. Sieht geil aus, muss man aber bei Metzger wohl vorbestellen den "Bauchlappen"...
  4. Sieht toll aus - als Fleischtiger begeistert mich so ein Stück natürlich immer. Noch ein Tipp: Nimm das Fleisch mal drei bis vier Stunden bevor Du es brätst aus dem Kühlschrank, so dass es wirklich durch und durch Zimmertemperatur hat.

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