Pasta, Reis & Getreide

Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

Gerade ist ja Kürbiszeit und da ich Kürbis zuvor noch nie gegessen und geschweige denn selbst verarbeitet hatte, durfte letzte Woche ein Hokkaido Kürbis mit nach Hause. Das war ein spontaner Einkauf und ich musste erstmal ein Rezept suchen, welches kompatibel zu dem war, was an Zutaten in den Schränken steckte.

Gefunden habe ich dann im Buch “Kerners Kohbuch” ein Rezept von Lea Linster; Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt. Ich bin kein Sekt-Fan und so eine kleine Pulle stand hier schon seit Monaten rum, die musste endlich mal weg. Die restlichen Zutaten waren auch vorhanden und Risotto liebe ich wirklich abgöttisch. Also ran an den Reis!

Einige Zutaten für den cremigen Kürbis Risotto

Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

Ich mag Kürbis, das ist für mich mal die wichtigste Erkenntnis. Selbst zu Kochen hat eben auch den Vorteil, endlich mal neue Lebensmittel zu probieren. Sonst wäre der Kürbis wohl auch weiter an mir vorbeigegangen.

Diesen Risotto mag ich auch, obwohl ich ein bisschen skeptisch war. Sekt im Risotto, na ich weiß nicht! Aber das schmeckt, sogar gut. Vom eigentliche Sekt schmeckt man am Ende nichts mehr, aber der Risotto bekommt eine feine Süße, die sehr gut zum Kürbis passt. Die typische Säure, durch das Ablöschen mit Wein, fehlt hier natürlich völlig, aber das macht die Sache nicht unbedingt schlechter.

Der Risotto ist sehr cremig und so mag ich ihn mit Abstand am liebsten. Für mich muss Risotto leben und sich auf dem Teller bewegen, dann ist er am Besten. Mir gefällt diese Variante wirklich gut und ich würde das Gericht genau so auch wieder kochen.


Zubereitung • Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt •

Zuerst habe ich die Schalotte geschält und in feine Würfel geschnitten. Danach meinen ersten Hokkaido geschält (Wobei ich gelesen habe, dass man bei diesem Kürbis auch die Schale essen kann. War aber im Rezept nicht angegeben.), die Kerne mit einem Löffel entfernt und die Fäden ausgekratzt. Schnell in kleine Würfel geschnitten und das war es dann auch schon an Vorbereitung. So mag ich das.

Dann eine Pfanne aufsetzen (mittlere Hitze), heiß werden lassen, 1 EL Butter und 2 EL Olivenöl hineingeben und die Schalotte glasig anschwitzen. Den Reis hinzugeben, mit etwas Salz würzen und unter ständigem Rühren ebenfalls glasig anschwitzen (dauert 2-3 Minuten).

Im Rezept spült Frau Linster den Reis zuvor unter fließendem Wasser ab und lässt ihn gut abtropfen. Das habe ich noch nie gemacht und auch in diesem Fall darauf verzichtet. Bisher schien mir das einfach nicht nötig zu sein.

Weiter mit dem Risotto. Ist der Reis glasig angeschwitzt, wird er mit dem Sekt abgelöscht. Den Sekt vollständig verkochen lassen und die zuvor erhitze Brühe nach und nach hinzugeben. Ich mache das Kelle pro Kelle und rühre zwischendurch den Risotto immer mal wieder um, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Dann kommt die nächste Kelle hinein. Ich rühre allerdings nicht permanent, sondern immer vor dem Aufschütten 2-3 mal.

Laut Rezept soll der Risotto nun ca. 18 Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Ich mag Risotto am liebsten, wenn der Biss nur noch gaaaaaaanz leicht zu spüren ist und brauche etwas länger als die angegebenen 18 Minuten.

Während der Risotto köchelt, eine Pfanne aufsetzen und den Kürbis in einem EL Butter anschwitzen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, nach dem Anschwitzen vom Herd nehmen und nach ca. 12 Minuten (oder 5-6 Minuten bevor der Risotto gar ist) zum Risotto geben.

Ist der Reis soweit, den Topf vom Herd nehmen und die restliche Butter in kleinen Stücken hinein geben. Den Parmesan und die Sahne unterheben und noch ein letztes Mal abschmecken.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Das Originalrezept ist für 4 Personen ausgelegt, ich habe die Mengen entsprechend angepasst und zusätzlich die Menge für den Parmesan (1 TL für 300 g Reis) erhöht. Das war mit sonst ein bisschen zu wenig.

  • 150 g Arborio Risotto-Reis
  • 1/2 Hokkaido Kürbis
  • 1 kleine Schalotte, fein gewürfelt
  • ca. 30-40 g Butter
  • 700 ml Geflügelfond
  • 50 ml Sekt
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1 TL Sahne
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

13 Kommentare zu “Cremiger Risotto mit Kürbis und Sekt

  1. Da ich ständig auf der Suche nach Kürbisrezepten bin und Risotto auch liebe, ist das genau das richtige Rezept für mich! Schau doch mal bei mir - ich hab erst vor kurzem Kürbiscannelloni gemacht - auch sehr sehr lecker und vielleicht was für dich! Lg, Miriam
  2. Hattest Du denn einen süssen Sekt? Denn bei einem trockenen hättest Du dann wieder die Säure im Risotto. Ich würde zum Kochen eher einen trockenen Sekt bevorzugen. Aber Du musstest ja endlich die Flasche aufbrauchen, gell.
  3. Überall so köstliches Risotto...Malte, sehr fein sieht das aus.
  4. Auch in der 2013er Kürbissaison wieder lecker. Und wenn "der" Risotto wie hier auf dem Foto besonders cremig geworden ist (nicht wie man oft sieht diese trocknen Reisklumpen bei manchen Rezepten) kann man es auch als "das Risotto" bezeichnen :D
  5. Ok, das wird mein nächster Risotto-Test. Das liest sich, als könnte es schmecken...:-)
  6. So, jetzt war es soweit. Nachdem mein Initiations-Risotto ja geschmacklich eher die Vollpleite war, hatte ich noch einen halben Hokaido übrig. Ber der Frage, was ich mit dem anstellen soll, erinnerteich mich an dieses Rezept. Aber auch noch an andere leckere Möglichkeiten, den Kürbis zu verarbeiten. Ich muss schon sagen, es hat mich wirklich Überwindung gekostet, mich erneut auf eine Risotto-Nummer einzulassen... :-))) Schlussendlich hat aber jeder eine 2. Chance verdient, auch der Risotto. Fazit: Diesmal war die Reisbreipampe geschmacklich aber so richtig geil! Wirklich megalecker und wärmstens zu empfehlen - sagt einer, der Talent zum Risotto-Hasser hätte. Weitgehnd habe ich mich sklavisch an das Rezept gehalten. Nur habe ich 3 statt einer Schalotte genommen. Man gönnt sich ja sonst nichts... Und umständehalber (kein Sekt im Haus) habe ich saisonal besonders gut passend auf Federweißer zurückgegriffen. Der Planidee einer fruchtigen, süss-säuerlichen Richtung hat das definitiv keinen Abbruch getan. Und natürlich verträgt gesalzenes Gemüse zum hervorkitzeln des Eigengeschmacks immer auch ein Prise Zucker, Die habe ich dem Kürbis beim anschwitzen gegönnt und neben Pfeffer auch mit etwas Cayennpfeffer abgeschmeckt. Köstlich! Mindestens zur Kürbissaison werde ich dann wohl doch auch mal wieder einen Beutel Risotto kaufen... :-)
    • There is always hope :biggrin: Irgendwann wirst du noch zum glühenden Risotto-Liebhaber, warte es nur ab! Ich finde es super, dass du einen neuen Versuch gestartet hast. Manchmal liegt es auch an Kleinigkeiten, an Zutaten die man nicht so mag oder fehlender Harmonie der Zutaten und schon ist der gesamte Eindruck schlecht. Ein zweite Chance zu geben ist nie schlecht, nicht nur beim Essen.
  7. Mit meinem Cheflebensmitteldealer vom Markt hatte ich neulich eine Diskussion übers Hokkaido schälen. Eigentlich bin ich eher der Schälertyp... Aber er hat mich überzeugt, es auch mal ohne zu versuchen und mich mit mehr Aromatik gerade bei Suppen geködert. Deshalb habe ich sie diesmal auch beim Risotto drangelassen. Lohnt aber nicht. Im Süppchen wird die Schale fein püriert und stört nicht, hier schon. Also unbedingt weiterschälen! :-)

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