Vanille-Millefeuille mit Strudelteig {nach Mälzer und Witzigmann}

Heute lasse ich es mal so richtig krachen! Aber nicht wie ihr vielleicht denkt mit Wein, Weib und Gesang, sondern mit einem traumhaften Nachtisch. Eine luftig-leichte Vanillemousse darf es sich auf wunderbar knusprigen Strudelteig- bzw. Filoteigblätter gemütlich machen, die vorab gebuttert, gezuckert und dann im Ofen karamellisiert wurden.

Das klingt doch so, als wolle man schon mal Nachschlag bestellen, bevor die erste Portion überhaupt serviert wurde oder nicht? Das Rezept für dieses Dessert wurde von Tim Mälzer und Eckart Witzigmann „verbrochen“ und als ich es im Kochbuch „Mälzer & Witzigmann“ entdeckte war sofort klar, dass ich es nachmachen muss!

Superleckere Vanillemouse mit gebackenem Filoteig

Der Filoteig wird ausgestochen, gebuttert und gezuckert.

Knusprig, knackig und wunderbar vanillig!

Optisch ist das ein richtig schönes Dessert.

Fazit: Es knuspert, knackt und knistert im Mund! Das macht Spaß! :rocka: Ein wirklich ganz toller Nachtisch, der durch sein Aussehen auch etwas Festliches hat. Dazu passt natürlich auch jederzeit noch ein Fruchtspiegel aus den persönlichen Lieblingsfrüchten.

Die Vanillemousse schmeckte mir auch richtig gut, sehr intensiv nach Vanille. Wem das zu viel ist (meine Frau fand es ein bisschen zu vanillig) sollte vielleicht die Vanilleschoten nicht noch mit auskochen. Wer volle Möhre Vanille mag, kann sich hier die Dröhnung geben.

Portionen 4 Portionen

Vanille-Millefeuille mit Strudelteig {nach Mälzer und Witzigmann}

40 minGesamtzeit

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Zutaten

Vanillemousse:

250 ml Milch

80 g Zucker

15 g Vanillepuddingpulver

3 Eigelbe

250 ml Sahne

15 ml Orangenlikör

1 Vanilleschote

2 1/2 Blatt Gelatine

Teigblätter:

1-2 Blätter Filoteig oder Strudelteig

ca. 30 g Puderzucker

2 EL zerlassene Butter

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Zubereitung

    Vanille-Mousse:
  1. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. 200 ml Milch, 50 g Zucker, das Vanillemark und die Vanilleschote in einen Topf geben und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen.
  2. Eine große Schüssel mit Eiswasser (kaltes Wasser + Eiswürfel) griffbereit vorbereiten, darin wird gleich die Vanillecreme kaltgerührt. 3 Eigelbe, 50 ml Milch, 30 g Zucker sowie das Puddingpulver (15 g) in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. Den Topf mit der Vanillemilch wieder aufsetzen und die Eigelb-Milch-Mischung unter die Vanillemilch rühren und einmal aufkochen lassen, dabei stetig rühren.
  3. Nach dem Aufkochen die Creme in eine Schüssel geben und die gut ausgedrückte Gelatine unter die Vanillecreme rühren. Die Schüssel mit der Vanillecreme in die Schüssel mit dem Eiswasser geben und kaltrühren, dabei den Orangenlikor zugeben. Die Vanillemousse aus der Schüssel mit dem Eiswasser nehmen, die Sahne (250 g) steif schlagen und vorsichtig unter die abgekühlte, aber noch nicht feste Mousse heben. Die Mousse kalt stellen.
  4. Filoteig bzw. Strudelteig:
  5. Den Backofen auf 160°C vorheizen. Den Filoteig auslegen und mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) 20 Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben (ggfls. auf 2 Bleche verteilen und hintereinander backen). Die Kreise mit der zerlassenden Butter bestreichen und mit dem Puderzucker bestreuen. Das Blech in den Ofen geben und auf der mittleren Schiene backen, bis eine leichte Bräune entsteht. Beim Filoteig hat das ca. 10 Minuten gedauert, einfach eine Auge auf den Teig haben. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  6. Beim Anrichten die Filokreise bzw. Blätter noch einmal leicht mit Puderzucker bestreuen. Die Vanillecreme in einen Spritzbeutel füllen und ein Blatt auf einen Teller legen und etwas Vanillemousse darauf spritzen. Die Mousse mit einem Blatt belegen und auf das Blatt wieder etwas Vanillemousse spritzen und so weiter verfahren, bis pro Millefeuille 5 Blätter benutzt wurden. Auf dem letzten Blatt natürlich mit einem schönen Kleks Vanillemousse abschließen (der bei den ersten paar Versuchen auch gerne mal wie ein Hundehäufchen aussieht. Dranbleiben!)
6.6.15
http://www.malteskitchen.de/vanille-millefeuille-mit-strudelteig-nach-maelzer-witzigmann/

Bei diesem Rezept verwendete oder empfohlene Kochbücher / Utensilien / Produkte:

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Lasst es euch schmecken und bis demnächst mal wieder,

Malte.

15 Kommentare

  1. Ansch sagt

    Hmmm, ich liebäugele für ein Dinner am Sonntag sehr mit diesem Nachtisch… aber die MilleFeuille muss man wohl frisch machen, oder? Mein Problem ist, es gibt zum Hauptgang Lammkeule (ausm Ofen) und dann hängt im Ofen ja noch der entsprechende Duft und da dann was für den Nachtisch drin backen,… hmmm… aber am Abend vorher die Teigdinger backen, ist wohl auch nich so der Knaller, oder?

    • Hey Ansch 😉

      das ist eine gute Frage. Ein paar Stunden stehen (6-7 waren es bei mir), hatte den Teigblättern nichts ausgemacht. Wie das über einen längeren Zeitpunkt aussieht, weiß ich allerdings nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Teigplatten das noch halbwegs ordentlich überstehen. Börek ist am nächsten Tag ja eigentlich auch noch knusprig.

      Oder einfach ausprobieren und heute Abend mal ein Kreis ausstechen, buttern und zuckern und dann Probebacken. Wenn er morgen nicht mehr knusprig sein sollte, machst du mit dem Teig in ein paar Tagen halt gefüllte Schafskäserollen oder ähnliches. Der hält sich ja auch ein paar Tage.

  2. Ansch sagt

    Danke, das hilft! Wenn die bei Dir 6 bis 7 Stunden standen und noch gut waren, dann mache ich die Blätter vor der Lammkeule und alles wird schick :happy:

    • Dann hoffe ich nur noch, dass es dir auch schmeckt. Sonst wäre es doof :biggrin: Wenn du noch Luft hast, ein kleiner leicht säuerlicher Fruchtspiegel oder ein Kleks säuerliche Marmelade oder ähnliches, machen das Dessert perfekt. Viel Erfolg! 😉

  3. Ansch sagt

    War super, vielen Dank für das tolle Rezept :happy:
    (Die Ingwer-Kipferl und Marzipankissen hab ich übrigens auch nachgebacken), vielleicht klappt das so mit dem Foto? Das Schichten fand ich etwas anstrengend so als Grobmotorikerin und hab es bei drei Schichten belassen, aber die Reste dann auf den Tisch gestellt, so kan doch noch alles weg 😎
    https://scontent-b-fra.xx.fbcdn.net/hphotos-xfp1/v/t1.0-9/1656333_10204125099066881_2824932853163727265_n.jpg?oh=2e4e644c112d6dc15590d96e525de780&oe=553B20AF

    • Foto funktioniert! Super, ich freu mich 🙂 Das Anrichten war bei mir auch ein bisschen anstrengend, hat beim zweiten Mal dann aber ganz ordentlich geklappt. Und die restlichen Plätzchen habe ich auch dazugestellt :biggrin:

      Danke fürs Feedback Ansch. 😉

  4. Astrid sagt

    Großartiges Rezept! Ich habe es gestern mit Kumquatkompott serviert. Allerdings mit eckigen Strudelblättern, da das Ausstechen nicht funktionierte. Alle waren verzückt 🙂

    • Auf jeden Fall eine gute Idee, etwas fruchtiges dabei zu servieren. 🙂 Ich muss das auch mal wieder machen, fand das damals wirklich toll!

  5. Dein Rezept sieht wirklich sehr lecker aus, habe mir den kompletten artikel durchgelesen und werde mir gleich die zutaten zulegen, meine kinder werden sich freuen.
    danke und liebe grüße
    anni

    • Oh, ich hoffe den Kids wird es schmecken. 🙂 Ich bin aber fast sicher, das ist immer noch eines meiner liebsten Desserts, weil es echt richtig lecker ist. 🙂

      Liebe Grüße
      Malte

  6. Pingback: Was man aus einem Mille-feuille alles zaubern kann - cookin'

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