Über­ba­cke­ner Blumenkohl

Vor eini­ger Zeit war ich mal wie­der mit mei­ner Frau unter­wegs, zum Shoppen. Oder wie meine Frau es nennt: zum Gucken! »Ich will nur gucken!« Nur gucken. Wir waren in einem Laden mit dem Namen „Depot“ shop­pen gucken. Glaubt mir, die hat­ten abso­lut nix Interessantes in ihrem Geschäft, alles nur Krempel, außer einem hüb­schen Kochbuch mit dem Namen „das per­fekte Steak“.

Blumenkohl überbacken mit toller Sauce

Während sich meine Frau so 7–8 Dekoartikel erguckte und wie ein Panter von Krempel zu Krempel tän­zelte, blät­terte ich hung­rig im Steakbuch und mir gefiel was ich sah. Für läp­pi­sche 10 Euro durfte es mich dann nach Hause beglei­ten und heute gibt es auch schon das erste Rezept aus die­sem Buch: Über­ba­cke­ner Blumenkohl.

Zubereitung • Über­ba­cke­ner Blumenkohl •

Den Backofen auf 200° C vor­hei­zen. Die Blumenkohlröschen in kochen­dem, leicht gesal­ze­nem Wasser für 6–8 Minuten noch leicht biss­fest garen. Blumenkohl abgie­ßen, abschre­cken und bei­seite stellen.

Den Weißwein zusam­men mit dem Lorbeerblatt in einen Topf geben, zum Kochen brin­gen und die Flüssigkeit auf die Hälfte redu­zie­ren. Die Milch, die Butter und das Mehl hin­zu­ge­ben, unter rüh­ren auf­ko­chen und so lange wei­ter rüh­ren, bis die Sauce andickt. Noch 1 Minute wei­ter köcheln las­sen und dann die Sauce vom Herd nehmen.

Das Lorbeerblatt aus der Sauce ent­fer­nen und den gerie­be­nen Gouda sowie Parmesan mit­ein­an­der ver­mi­schen und zwei Drittel des Käses in die noch heiße Sauce rüh­ren, bis der Käse voll­stän­dig geschmol­zen ist. Danach den Senf, Schnittlauch und die Petersilie unterrühren.

Leckerer Blumenkohl mit viel Käse überbacken

So viel Sauce in eine Auflaufform geben, bis der Boden leicht bedeckt ist. Den Blumenkohl in die Auflaufform geben, ver­tei­len und mit der rest­li­chen Sauce bede­cken. Den übri­gen Käse über den Blumenkohl ver­tei­len und den Auflauf im Ofen für gute 20 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Ich bin wirk­lich nicht der größte Blumenkohl-Fan, eher das Gegenteil ist der Fall. Aber mein Fazit ist hier ganz klar posi­tiv. SO mag auch ich Blumenkohl! Die Sauce ist lecker cre­mig / sämig, man schmeckt den Käse gut her­aus, der Blumenkohl ist geschmack­lich nicht so domi­nant — das passt für mich. Gutes Rezept!

Rezept Zutaten für 3–4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

  • 600 g Blumenkohl
  • 450 ml Milch
  • 150 ml tro­cke­ner Weißwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 70 g alter Gouda
  • 40 g Parmesan
  • 1 TL (eng­li­scher) Senf
  • 1 EL Schnittlauch, gehackt
  • 1 EL glatte Petersilie, gehackt
  • Salz

Lauch-Kasseler-Gratin

Vor knap­pen 2 Jahren habe ich den Lauch lie­ben gelernt, als ich um die Weihnachtszeit einen über­ba­cke­nen Lauch nach einem Jamie Oliver Rezept nach­kochte. Das war unglaub­lich lecker und seit­dem kommt die­ses Gericht jedes Jahr um die Weihnachtszeit wie­der auf den Tisch.

Zuvor hat mich der Lauch ziem­lich kalt gelas­sen und ich wusste gar nicht, wie lecker die­ses Gemüse schme­cken kann. In mei­ner Kindheit hat Lauch lei­der keine Rolle gespielt und stand eher nicht auf der Speisekarte. Mittlerweile habe ich schon einige Gerichte damit aus­pro­biert und ich freue mich immer, wenn ich irgendwo ein neues Gericht ent­de­cke. Das heu­tige Lauch-Kasseler-Gratin habe ich aus der Zeitschrift „essen & trin­ken — für jeden Tag — Ausgabe 11 | 2012″

Ein sehr leckeres Lauch-Kasseler-Gratin

Zubereitung • Lauch-Kasseler-Gratin •

Den Lauch in ca. 4 cm lange Stücke schnei­den und in kochen­dem Salzwasser ca. 4 Minuten kochen, dann abgie­ßen und abtrop­fen las­sen. Die Sahne mit der Milch auf­ko­chen las­sen, mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronensaft und Meerrettich bzw. Senf wür­zen und die gehackte Petersilie untermischen.

Gleich gibt es einen Lauch-Kassler-Gratin

Eine Auflaufform mit Butter ein­pin­seln, erst den Lauch hin­ein­ge­ben, dar­über das Kassler schich­ten. Alles mit der Meerrettichsauce begie­ßen und mit dem geras­pel­ten Käse bestreuen. Im vor­ge­heiz­ten Ofen bei 220 Grad auf der mitt­le­ren Schiene ca. 15–20 Minuten gold­braun überbacken.

Lauch mit Kassler im Ofen überbacken

Total easy in der Zubereitung und auf dem Teller dann wirk­lich lecker. Laut Rezept pas­sen dazu Salzkartoffeln, aber uns hat das Gratin auch solo völ­lig aus­ge­reicht. Wer Lauch mag wird das Gericht bestimmt auch mögen.

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 50 Minuten

  • 2 Stangen Lauch
  • 100 g Kasseler Aufschnitt
  • 50 g mit­tel­al­ter Gouda, geras­pelt oder gerieben
  • 200 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 2 TL Tafelmeerretich (Glas) bzw. mit­tel­schar­fer Senf
  • 2 TL wei­che Butter
  • 3 Stiele glatte Petersilie, Blätter fein gehackt
  • 2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Blumenkohl-Hack-Auflauf

Gemüse. Ich werde mit dem Zeugs ein­fach nicht so rich­tig warm. Manches ist ja ganz lecker, Spargel zum Beispiel oder grüne Bohnen, dicke Bohnen, süße Möhren oder gegrillte Paprika, aber so rich­tig tiefe Liebe gibt es zwi­schen mir und dem ollen Gemüse noch nicht.

Trotzdem kommt es ab und zu auf den Tisch, wer nicht wagt der nicht gewinnt und Liebe kann sich ja auch laaaa­ang­sam ent­wi­ckeln. Ganz lang­sam. Dieses Mal habe ich mit dem Blumenkohl geflir­tet (das Rezept habe ich in der essen&trinken Ausgabe 6|2013 gefun­den) und mit einer gro­ßen Portion Hackfleisch, Schmand und Käse haben sich bei mir sogar echte Gefühle eingestellt.

Blumenkohl-Hack-Auflauf

Das schöne am Blumenkohl-Hack-Auflauf ist die Tatsache, dass er super­schnell  zube­rei­tet ist — ein Quickie sozu­sa­gen. Zunächst wird der Blumenkohl in Röschen geteilt und dann für ca. 3 Minuten im kochen­dem Wasser blan­chiert.

Nun wird das gemischte Hackfleisch in einer rich­tig hei­ßen Pfanne, mit etwas Öl, scharf ange­bra­ten. Wenn es Farbe ange­nom­men hat, wird das Hack mit Salz, Pfeffer und getrock­ne­tem Majoran gewürzt und dann mit Rinderfond abge­löscht (im Rezept wurde mit Wasser abge­löscht, aber ich hatte noch Rinderfond übrig und das scha­det nie.).

Als nächs­tes wird die Sahne zum Hack gege­ben, alles wird kurz auf­ge­kocht und kommt dann in eine Auflaufform. Auf die Hackmischung kommt nun der Blumenkohl sowie der gerie­bene Käse und On Top kom­men ein paar Kleckse Schmand (ruhig groß­zü­gig mit dem Schmand sein, wir sind ja alle keine Singles mehr. Also watt solls.)

Der Auflauf kommt nun bei 200 Grad in den Ofen und darf dort ca. 15 Minuten über­ba­cken. Wenn der Käse und der Schmand gold­gelb sind, ist der Auflauf fer­tig. Ein biss­chen glatte, gehackte Petersilie drü­ber geben und fer­tig ist die Laube.

Ich traue es mich kaum zu sagen, aber es hat mir echt rich­tig gut geschmeckt. So gut, dass ich den Auflauf bald wie­der machen werde. Die Frau war näm­lich auch begeis­tert und Blumenkohl steht bei ihr ganz oben auf der (eben­falls sehr klei­nen) Liste der meist gelieb­ten Gemüsesorten.

Zutaten für 2–3 Portionen • Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

  • ein klei­ner Blumenkohl (ca. 400 g)
  • 300 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 100 ml Schlagsahne
  • 100 g Schmand
  • 100 g gerie­be­ner Käse zum gratinieren
  • 1–2 Tl getrock­ne­ter Majoran
  • 1–2 El glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer und Olivenöl

Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver

Vor ein paar Monaten hatte ich für meine Frau eine Zwiebelsuppe nach einem Rezept von Jamie Oliver gekocht. Gefunden hatte ich das Rezept in sei­nem Buch „Jamie Oliver — Essen ist fer­tig“ auf Seite 160.

Laut Jamie ist diese Zwiebelsuppe die Beste aller Zwiebelsuppen und mein Frau war begeis­tert von ihr. Ich habe ihr damals ver­spro­chen, die Zwiebelsuppe bald wie­der zu kochen und sie freute sich schon tie­risch darauf.

Die laut Jamie Oliver Beste aller Zwiebelsuppen.

Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 1 Stunde und 15 Minuten

  • 1 kg Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 hand­voll Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/4 l Gemüsebrühe
  • 1 Baguette
  • 100 g Gruyere-Käse
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl
  • Salz und schwar­zer Pfeffer

Vorbereitung der Zutaten

Bei einer Zwiebelsuppe besteht die Vorbereitung natür­lich in ers­ter Linie aus Zwiebeln schnei­den oder bes­ser, hobeln. Meinen Gemüsehobel benutze ich so gut wie nie, aber in die­sem Fall macht er sich dann doch mal bezahlt.

1 kg Zwiebeln müssen für die Zwiebelsuppe geschält und fein gschnitten bzw. gehobelt werden.

Nachdem man also die 1 kg Zwiebeln geschält und fein geho­belt hat, muss man nur noch die Blättchen von den Thymianzweigen abzup­fen (Das ist mir immer zu auf­wen­dig, ich würde gerne bereits abge­zupfte Blättchen kau­fen kön­nen, ich fau­ler Sack. :rolleyes: ), den Knoblauch schä­len und in feine Scheiben schneiden.

Wer kei­nen bereits gerie­be­nen Gruyere-Käse bekommt, muss ihn jetzt natür­lich noch rei­ben. Das war es dann aber auch schon an Vorbereitung und es kann ans Kochen gehen.

Zubereitung der Zwiebelsuppe

Einen gro­ßen Topf auf den Herd stel­len und erhit­zen (etwas weni­ger als mitt­lere Hitze). Ist der Topf heiß, das Olivenöl zusam­men mit der Butter, den Zwiebeln, dem Thymian, dem Knoblauch und dem Lorbeerblatt in den Topf geben. Die Zwiebeln jetzt ca. 15 Minuten zuge­deckt andüns­ten, ohne das sie Farbe anneh­men. Zwischendurch umrüh­ren, damit die Zwiebeln nicht am Boden ansetzen.

Nach 15 Minuten den Deckel abneh­men, die Hitze hoch­dre­hen und die Zwiebeln jetzt unter rüh­ren gold­gelb bra­ten. Ich war da zu Beginn ein biss­chen vor­sich­tig mit der Hitze, was nicht nötig war. Man kann schon zu Anfang ordent­lich Power geben und dann die Hitze schritt­weise redu­zie­ren, dann dau­ert es auch nicht so lange bis die Zwiebeln anfan­gen Farbe zu bekommen.

Die Suppe bekommt ein kräftiges und leicht süßliches Aroma durch das goldgelbe Anbraten der Zwiebeln.

Sobald die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, die Hitze wie­der redu­zie­ren und die Brühe angie­ßen. Den Backofen schon mal auf 200 °C vor­hei­zen und der­weil die Suppe 20 Minuten köcheln las­sen, dann mit Salz und schwar­zem Pfeffer wür­zen und abschmecken.

Die abge­schmeckte Suppe in 4 ofen­feste Suppenschalen fül­len, das Baguette in die Suppe geben (In Scheiben oder zer­rupfte Stücke, wie man mag.) und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträu­feln. Jetzt noch den Käse dar­über geben und dann rein in den Backofen. Alles über­ba­cken las­sen, bis der Käse gold­gelb zer­lau­fen ist.

Die vielleicht beste Zwiebelsuppe der Welt.

Mein Resümee:

Ein paar Mal habe ich es schon geschrie­ben; Suppen haben es bei mir schwer. Das gilt auch für diese Zwiebelsuppe, die zwar rich­tig schön wür­zig und aro­ma­tisch schmeckt, aber eben eine Suppe bleibt. Ich esse sie, aber ich möchte nicht darin baden.

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Wie erwähnt liebt meine Frau Suppen und fand die Zwiebelsuppe damals schon toll. Sie war auch die­ses Mal wie­der abso­lut hin– und weg und fand die Suppe ein­fach nur groß­ar­tig. Herzhaft, leicht süß, mit tol­ler Thymiannote und dazu das knusp­rige Baguette und der wür­zige, über­ba­ckene Käse. Sie würde darin baden (Und Schluck für Schluck das Badewasser schlür­fen.), da hat Jamie dann wohl wirk­lich nicht zu viel versprochen!

Scamorza-Kartoffeln

Vor ein paar Tagen hat mir meine Frau ein neues Kochbuch mit dem zau­ber­haf­ten Titel „Das per­fekte Steak“ geschenkt. Natürlich hat es nicht lange gedau­ert und das erste Steak brut­zelte in der Pfanne. Als Beilage zum Steak wur­den Scamorza-Kartoffeln emp­foh­len. Dein Wort ist mir Befehl, oh hei­li­ges Steakbuch.

Scamorza-Kartoffeln - im Ofen gratiniert

Zubereitung • Scamorza-Kartoffeln •

Als ers­tes wer­den die Kartoffeln gewa­schen, danach in Alufolie gewi­ckelt und bei 250° C im Ofen ca. 1 Stunde gegart. Die Garzeit ist natür­lich auch wie­der abhän­gig von der Größe der Kartoffeln und man sollte zwi­schen­durch mal über­prü­fen wie weit sie sind, indem man mit einer Gabel in die Kartoffeln sticht. Wenn sie weich sind, wer­den die Kartoffeln aus der Folie genom­men und kom­men noch ein­mal für 10 Minuten in den Ofen.

Während die Kartoffeln im Ofen sind, habe ich den Scamorza gewür­felt, den Parmesan gerie­ben und den Schnittlauch geschnitten.

Jetzt die Kartoffeln aus dem Ofen neh­men, hal­bie­ren und ein biss­chen abküh­len las­sen. Einen Löffel neh­men und die Kartoffeln bis auf 1 cm aus­höh­len und dabei mög­lichst die Schale nicht beschädigen.

Die Kartoffeln werden mit einem Löffel ausgehöhlt und später wieder gefüllt.

Die Kartoffeln wer­den mit einem Löffel aus­ge­höhlt und spä­ter wie­der gefüllt.

Das her­aus­ge­löste Kartoffelinnere wird nun mit der Butter, der Sahne, dem Senf und dem Parmesan zu einer glat­ten Masse ver­mischt. Ist das erle­digt, wer­den die Scamorzawürfel und der Schnittlauch unter­ge­ho­ben. Probieren und noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken. Zum Abschluss kommt die fer­tige Kartoffelmasse wie­der zurück in die aus­ge­höhl­ten Kartoffelhälften.

Die fertig gewürzte Kartoffelmasse kommt wieder zurück in die Kartoffelhälften und wird überbacken.

Die fer­tig gewürzte Kartoffelmasse kommt wie­der zurück in die Kartoffelhälften und wird überbacken.

Die Kartoffeln wer­den nun für ca. 10–15 Minuten im Ofen über­ba­cken (220–250 ° C). Zwischendurch mal rein­schauen, sie sind fer­tig, wenn sie eine schöne bräun­li­che Kruste bekom­men haben.

Die Scamorza-Kartoffeln sind fertig, wenn sie eine schöne Kruste bekommen haben.

Die Scamorza-Kartoffeln sind fer­tig, wenn sie eine schöne Kruste bekom­men haben.

Fazit: Eigentlich habe ich die Scamorza-Kartoffeln nur als Pflichtübung zum Pfeffersteak aus­ge­wählt. Man(n) braucht ja eine Sättigungsbeilage, wenn man nur 2 Steaks auf dem Teller lie­gen hat. Aber Hoppla, die sind ja rich­tig geil. Ich konnte nicht mehr genug von den Kartoffeln bekom­men und fand sie unglaub­lich lecker. So lecker, dass ich sie im Laufe der Woche unbe­dingt noch ein­mal machen werde.

Rezept Zutaten für 4 Portionen

  • 4 fest­ko­chende Kartoffeln
  • 100 g Scamorza
  • 25 g Parmesan
  • 20 g wei­che Butter
  • 3 EL Sahne
  • 1 EL gro­ber Dijonsenf
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer

Die Zutaten sind zwar laut Rezept für 4 Personen aus­ge­legt, das ist aber sicher abhän­gig von der Größe der Kartoffeln. Ich habe mit­tel­große Kartoffeln ver­wen­det und da haben die 4 Kartoffeln für 2 Personen gereicht.

Über­ba­cke­nes Schweineschnitzel

Vor ein paar Tagen wurde meine Bestellung des schwäbisch-hallischen Hausschweins gelie­fert und vor lau­ter Aufregung habe ich glatt ver­ges­sen, die 1 kg Schnitzelfleisch por­tio­niert ein­zu­frie­ren. Ein zwei­tes Mal ein­frie­ren geht nicht, also musste ich armer Bub 2 Tage hin­ter­ein­an­der Schnitzel ver­drü­cken. Schreckliche Sache.

Am ers­ten Tag gab es ganz klas­si­sche Schnitzel, paniert und in Butterschmalz aus­ge­ba­cken. Für den zwei­ten Tag wollte ich aber etwas Neues aus­pro­bie­ren und ein biss­chen vari­ie­ren. In Jamie Olivers Buch „Jamies Amerika“ fand ich ein Rezept für über­ba­ckene Kalbsschnitzel, wel­ches mich echt anmachte. Geht sicher auch mit Schweineschnitzel (stand sogar im Rezept, wie ich spä­ter fest­stellte), also keine Zeit ver­trö­deln, mir tropfte schon der Zahn.

Überbackene Schweineschnitzel nach einem Jamie Oliver Rezept

Zutaten für 4 Personen — (Quelle: Jamies Amerika / Seite 57)

In Klammern ste­hen die Angaben aus dem Original-Rezept.

Für die Tomatensauce

  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnit­ten (3 Knoblauchzehen)
  • (3 Sardellenfilets, gehackt) — die musste ich weg­las­sen, meine Frau fin­det sie ganz schreck­lich)
  • 1 klei­nes Bund Basilikum
  • 1 fri­sche rote Chillischote, fein gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Für die Schweineschnitzel

  • 4 große Schweineschnitzel je 200 g, auf ca. 2 cm flach geklopft (Kalbsschnitzel)
  • 200 g Semmelbrösel (fri­sche Brotbrösel)
  • einige Zweige fri­scher Thymian, Blätter abge­zupft
  • 1 hand­voll frisch gerie­be­ner Parmesan
  • Abrieb einer hal­ben Bio-Zitrone (Abrieb einer gan­zen Zitrone)
  • 2 große Freiland Eier, ver­quirlt
  • 150 g Mehl
  • 125 g Büffelmozzarella, in Stücke zerpflückt
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Wie im Rezept vor­ge­ge­ben, habe ich mich zuerst um die Sauce geküm­mert. Jamie hackt für die Sauce einige Basilkum-Stiele, das habe ich nicht gemacht. Dafür habe ich spä­ter in die Sauce 2 Basilkum-Zweige samt Blätter gege­ben und mit­ge­kocht. Das habe ich aus einem Rezept von Cornelia Poletto und das hat mir ganz gut gefallen.

Los geht’s! Einen Topf auf­set­zen, heiß wer­den las­sen (mitt­lere Stufe) und einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben. Den Knoblauch (die Basilikumstiele und die Sardellenfilets) einige Minuten anschwit­zen und die Chillischote mit­bra­ten. Die gehack­ten Tomaten in den Topf geben (in mei­nem Fall die Basilikumstiele eben­falls in den Topf geben), auf­ko­chen las­sen und dann auf klei­ner Stufe ca. 20 Minuten köcheln las­sen. Jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschme­cken und schon ist die Sauce fertig.

Schnitzel — jetzt! :rocka: (Aber vor­her noch schnell den Ofen auf 200 ° C vorheizen.)

Die Schnitzel habe ich platt geklopft und dann in 8 Portionen geteilt, sonst hät­ten sie nicht in die Auflaufform gepasst. 3 tiefe Teller hin­ge­stellt und in Teller 1 die Semmelbrösel gege­ben, den Thymian, den Zitronenabrieb und den gerie­be­nen Parmesan unter­ge­mischt. In Teller 2 die Eier und in Teller 3 das Mehl gege­ben und das Mehl mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Die Schnitzel zuerst im Mehl wen­den (über­schüs­si­ges Mehl abschüt­teln), dann durch das Ei zie­hen (abtrop­fen las­sen) und zum Schluss in die Semmelbröseln legen. Mit den Bröseln bestreuen und leicht and­rü­cken. Kurz über­schüs­sige Panade abschüt­teln, durch­at­men, Schnitzel anschauen, lächeln, Schluck Wein trin­ken und eine Pfanne auf mitt­lere Hitze aufsetzen.

Pfanne heiß wer­den las­sen und einen gro­ßen Schuss Olivenöl hin­ein geben. Jetzt die Schnitzel nach­ein­an­der hell­braun (Nicht ver­ges­sen, die kom­men noch in den Ofen und bräu­nen dort nach!) bra­ten und auf Küchenpapier legen.

Die Schnitzel werden mit Mozzarella und Basilikum belegt

Die Schnitzel wer­den mit Mozzarella und Basilikum belegt — tolle Farben oder?

Endspurt. Die Tomatensauce in die Auflaufform ver­tei­len und die Schnitzel auf die Sauce legen. Den Mozzarella und die Basilikumblätter über die Schnitzel geben und die Form für 20 Minuten in den Ofen packen. (Vor)Freuen!

Mein Resümee:

Das Wetter war toll, der erste rich­tig schöne son­nige Tag seit Wochen. Da haben die über­ba­cke­nen Schweineschnitzel wirk­lich wie Urlaub geschmeckt. Das schwäbisch-hallische Hausschwein war zart, die Panade lecker wür­zig und die Sauce tomatig-fruchtig. Die Schnitel waren dazu noch lecker über­ba­cken mit dem guten Büffelmozzarella — ich könnte mich buch­stäb­lich hin­ein legen. Tolles Rezept. Danke Jamie, das gibt es garan­tiert häufiger.

Das überbackene Schweineschnitzel in seiner ganzen Schönheit

Sonne, diese lecke­ren über­ba­cke­nen Schweineschnitzel, ein eis­kal­tes Weizen und das Leben ist schön.

Wie mögt ihr eigent­lich eure Schnitzel? Klassisch paniert nach Wiener Art mit Zitrone, als Jägerschnitzel oder Zigeunerschnitzel? Und vari­iert ihr bei der Zubereitung häu­fi­ger mal?