Italienischer Tomatensalat

Für das ver­gan­gene Wochenende war end­lich mal wie­der schö­nes son­ni­ges Wetter ange­sagt und da wollte ich den Aufwand in der Küche so klein wie mög­lich hal­ten und lie­ber auf der Sonnenliege schwit­zen anstatt am Herd. Normalerweise werfe ich mir in sol­chen Fällen gerne etwas Leckeres auf den Grill, aber ein saf­ti­ges Rindersteak gril­len funk­tio­niert nur, wenn das Rindviech am Grill auch noch Gas im Gasbehälter hat. Gute Arbeit Junge :ovation:

Dann eben die Pfanne, das Club Steak hat trotz­dem sehr lecker geschmeckt! Fotos sagen mehr als tau­send Worte, guckst du hier:

Saftiges Club Steak mit Tomatensalat

Zum Steak gab es einen ita­lie­ni­schen Tomatensalat, weil ich am Tag zuvor auf dem Markt so schöne bunte Tomaten ein­kau­fen konnte. Der Tomatensalat ist nix dol­les, nur ein paar typi­sche Zutaten und eine klas­si­sche Vinaigrette. Aber manch­mal sind es ja gerade die ein­fa­chen Gerichte, die rich­tig Bock machen.

Ein schneller italienischer Tomatensalat

Zubereitung • Italienischer Tomatensalat •

Die Schalotte ganz fein wür­feln und das Basilkum zup­fen und hacken. Von den Tomaten den Strunk ent­fer­nen und sie, je nach Größe, hal­bie­ren oder vier­teln und in eine Schüssel geben. Vom Parmesan die Späne run­ter­schnei­den bzw. hobeln.

Für die Vinaigrette die Schalotten zusam­men mit dem Balsamico, mit Salz und Pfeffer sowie dem Zucker in eine Schüssel geben und die Zutaten gut mit­ein­an­der ver­rüh­ren. Nun das Olivenöl hin­zu­ge­ben und ordent­lich mit dem Schneebesen in die Zwiebel-Essig-Mischung ein­ar­bei­ten, bis eine Bindung ent­steht. Nun den Senf unter­rüh­ren und die Vinagrette abschme­cken. Evtl. noch nach­zu­ckern, das hängt auch von der Süße der Tomaten und der Qualität des Balsamico ab.

Die Vinaigrette über die Tomaten geben, das Basilikum hin­zu­fü­gen und gut durch­mi­schen. Anrichten, mit dem Parmesanspänen bestreuen und ein paar Tropfen gutes Olivenöl über den Salat träufeln.

Fazit: Ein wirk­lich sehr ein­fa­cher Tomatensalat, der aber immer Prima schmeckt und gerade im Sommer eine tolle Beilage zu gebra­te­nem Fleisch dar­stellt. Wer mag, kann den Salat auch nach Belieben vari­ie­ren und zum Beispiel Mozzarella oder ein paar Oliven untermischen.

Rezept Zutaten für 2 Personen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • ca. 400 g bunte Tomaten
  • 10 Blätter Basilikum, gehackt
  • 1 Handvoll Parmesanspäne
  • 1 Schalotte
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL sehr guter Balsamico
  • 1/2 TL Senf
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Olivenöl zum Beträufeln

Bulgur-Salat

Mit Bulgur hatte ich bis­her ziem­lich wenig zu tun. Genau genom­men hatte ich Bulgur, bevor ich ihn selbst zube­rei­tet habe, erst ein­mal in mei­nem Leben pro­biert. Das war in einem tür­ki­schen Imbiss und das war lei­der echt kein Highlight. Trocken, ziem­lich geschmacks­neu­tral und total öde *Zzzzzzzzz*. Ich hasse lang­wei­li­ges Essen! :help:

Gottseidank koche ich ja mitt­ler­weile sel­ber und bin nicht mehr auf ödes Imbiss-Futter ange­wie­sen. Und so bin ich vor ein paar Tagen, als ich eine Beilage zu einem Steak suchte, ein­fach mal ein biss­chen durchs Netz gesurft und habe mir aus ver­schie­dens­ten Quellen ein eige­nes Rezept für einen Bulgur-Salat zusam­men gesucht. Und das kommt jetzt!

Sehr leckerer Bulgur-Salat

Zubereitung • Bulgur-Salat •

250 Bulgur mit Gemüsebrühe über­gie­ßen, so das er gerade so bedeckt ist, und 10 Min. quel­len las­sen. 6 EL Tomatenmark und 2 EL Paprikapaste hin­zu­fü­gen und sorg­fäl­tig unter den Bulgur mischen, bis der Bulgur eine gleich­mä­ßig rote Farbe ange­nom­men hat. 1 EL Granatapfelsirup und 4 EL neu­tra­les ÖL unterrühren.

Ein Bund glatte Petersilie und ein hal­bes Bund Minze fein hacken, 4 Frühlingszwiebeln in fein Ringe schnei­den, 1–2 Spitzpaprika (kommt auf die Größe der Paprika an) fein wür­feln sowie 2 Tomaten ent­ker­nen und eben­falls fein wür­feln. Alle Zutaten sorg­fäl­tig unter den Bulgur mischen und noch­mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Da meine Frau zum Bulgur gerne eine ein­fa­che Knoblauchsauce essen wollte, habe ich an den Bulgur kein Knoblauch mehr gege­ben. Wer auf die Knoblauchsauce ver­zich­ten möchte, kann natür­lich noch 1–2 Zehe(n) fein gehack­ten Knoblauch unter den Bulgur mischen. Ich würde den Knoblauch dann aber kurz andüns­ten, um die unan­ge­nehme Schärfe von rohem Knoblauch zu reduzieren.

Ansonsten für die ein­fa­che Joghurtsauce 1 Knoblauchzehe fein hacken und mit etwas Salz betreuen. Jetzt den Knoblauch und das Salz mit dem Messerrücken zu einer Paste zer­drü­cken /zerreiben. Die Knoblauchpaste in den fet­ten grie­chi­schen Joghurt geben und gut verrühren.

Super aromatischer Bulgur-Salat

Fazit: Super — stehe ich voll drauf. Der Bulgur bekommt eine ganz tolle Würze durch die Paprikapaste, das Tomatenmark und den Granatapfelsirup. Dazu das leckere Gemüse, die milde Schärfe der Frühlingszwiebeln, das Süße der Spitzpaprika und das fruch­tige der Tomaten. Geiles Zeug, macht mich total an :rocka: und ich frage mich echt, wie der Imbiss so ein gei­les Zeug so ver­sauen konnte. Wurscht — jetzt habe ich ja wie­der mei­nen Frieden mit Bulgur geschlossen!

Rezept Zutaten für 4 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 250 g Bulgur, fein (im tür­ki­schen Köftelik)
  • Gemüsebrühe
  • 6 EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapaste
  • 1 EL Granatapfelsirup
  • 4 EL neu­tra­les ÖL, z.b Pflanzenöl
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1–2 Spitzpaprika
  • 1–2 Tomaten
  • 250 g grie­chi­scher Joghurt
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer

Mozzarella-Sticks mit Tomatensauce

Endlich läuft die Fußball-WM auf vol­len Touren und die Jagd nach dem vier­ten Weltmeistertitel wird hof­fent­lich von Erfolg gekrönt sein. Wir wären mal wie­der an der Reihe, also auf geht’s Jungs!

Super leckere Mozzarella Sticks.

Während der Spiele ver­drü­cke ich ganz gerne den ein oder ande­ren Snack und weil ich nicht stän­dig nur Chips und Nüsse fut­tern will, habe ich mich jetzt mal an selbst­ge­mach­ten Mozzarella-Sticks ver­sucht. Hammer Lecker!

Zubereitung • Mozzarella-Sticks •

Mozzarella abtrop­fen las­sen und mit Küchenpapier ein biss­chen tro­cken tup­fen. Den Käse in 4 gleich­große Stücke schnei­den (längs hal­bie­ren und die Hälften noch ein­mal hal­bie­ren) und erst in Mehl, dann in leicht ange­schla­ge­nem (mit Salz und Pfeffer gewürz­tem) Ei und danach durch die Semmelbrösel (ich habe zusätz­lich auch noch Panko benutzt) ziehen.

Panierstraße für die Mozzarella-Sticks

Die losen Semmelbrösel leicht abklop­fen und die panier­ten Stücke ein zwei­tes Mal erst durch das Ei, dann durch die Semmelbrösel zie­hen. So wird die Panade schön dick und schützt den Käse beim Frittieren besser.

In einem aus­rei­chend gro­ßem Topf Öl hin­ein­ge­ben (maxi­mal bis zur Hälfte des Topfes das Öl fül­len) und das Öl erhit­zen. Mit einem klei­nen Holzspieß die Hitze des Öl prü­fen. Fängt es am unte­ren Ende des Spießes an zu schäu­men und blub­bern, hat das Öl die rich­tige Temperatur. Die panier­ten Mozzarellastücke in Portionen nach­ein­an­der in das Öl geben und ca. 45–60 Sekunden frit­tie­ren, bis die Panade eine schöne gold­gelbe Farbe hat.

Selbstgemachte Mozzarella-Sticks schmecken großartig.

Die Mozzarella-Sticks kurz auf einem Küchentuch ent­fet­ten und dann mit einer fruch­ti­gen Tomatensauce ser­vie­ren. Das schmeckt wirk­lich abso­lut fan­tas­tisch, ver­spro­chen. So viel bes­ser, als diese merk­wür­di­gen Mozzarella-Sticks die man als Convenience-Produkt so häu­fig ser­viert bekommt. Ich konnte gar nicht mehr genug von den lecke­ren Sticks bekommen!

Rezept Zutaten für 2 Personen • Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 2 Kugeln Büffelmozzarella
  • 2 Eier
  • 50 g Mehl
  • 100 g Semmelbrösel
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Frittieren
  • Tomatensauce

Tomatensalat mit Hühnchen

Mein ers­ter rich­ti­ger Tomatensalat den ich selbst zube­rei­tet habe, war natür­lich nach einem Rezept von Jamie Oliver. Der Salat bekam ein Dressing mit Worcestersauce und als Beilage gab es eine panierte Blutwurst. Alle Mädels die jetzt noch wei­ter­le­sen und beim Gedanken an Blutwurst nicht davon gelau­fen sind, kön­nen sich ja mal das Rezept für den Tomatensalat mit panier­ter Blutwurst anschauen.

Jamies Tomatensalat hat mir damals super geschmeckt und seit­dem bin ich offen für sämt­li­che Tomatensalat Rezepte. An Jamies Rezept kam bis­her zwar noch kei­ner ran, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Leckerer Tomatensalat mit Hühnchen

In der Ausgabe der „Lecker — das Beste aus 10 Jahren“ ent­deckte ich dann vor ein paar Tagen einen Sommersalat mit Hähnchen und war vom appe­tit­li­chen Foto direkt ange­tan. Der Salat war aller­dings mit fri­schen Aprikosen und die gibt es der­zeit noch nicht zu kau­fen. Dann eben nur mit Tomaten und anstelle des Frischkäse habe ich Büffelmozzarella ver­wen­det. Den mag ich ein­fach lie­ber und der geht immer Perfekt mit Tomaten, zusam­men sind die bei­den quasi Brangelina.

Zubereitung • Tomatensalat mit Hühnchen •

Zunächst die Tomaten waschen und je nach Größe ein paar Tomaten hal­bie­ren. Ich finde es immer ganz schön, wenn kleine Tomaten im Ganzen blei­ben und zwi­schen­durch ein paar hal­bierte „rum­lie­gen“. Ist das erle­digt, kann man schon mal den Mozzarella zup­fen und bei­seite stel­len. Der darf ruhig ein paar Minuten an der Luft lie­gen, um sein Aroma zu entfalten.

Nun das Basilikum in feine Streifen schnei­den und wer mag, kann auch hier ein paar Blätter unver­sehrt las­sen. Das sieht nach­her auch ganz schön aus und das Auge isst ja mit. Jetzt kann man schon die Vinaigrette anrüh­ren, indem man den Weißweinessig mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker würzt und danach das Öl hin­zu­gibt und alles gut mit­ein­an­der ver­rührt. Ordentlich rüh­ren, damit eine gute Bindung entsteht.

Das Hühnchen fehlt noch, das gesal­zen und dann bei mitt­le­rer Hitze in der Pfanne gebra­ten wird. Ich brate es auf bei­den Seiten schön kross an, gehe dann mit der Temperatur ein biss­chen run­ter und lasse es in der Pfanne lang­sam gar zie­hen. Dabei wende ich es mehrmals.

Kurz bevor das Fleisch gar ist, mische ich die Tomaten mit dem Basilikum und gebe die Vinaigrette hinzu. Die Tomaten gut durch­mi­schen, damit sie auch über­all von der Vinaigrette bedeckt sind. Auf einem Teller anrich­ten und den gezupf­ten Büffelmozarella über die Tomaten geben. Wer mag, kann jetzt noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl über den Salat träufeln.

Der Tomatensalat mit Huhn ist ein sehr sommerliches Gericht,

Die Hühnerbrust schräg auf­schnei­den, neben dem Tomatensalat anrich­ten und noch mit rich­tig gutem Balsamico beträu­feln. Fertig.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Tomatensalat ganz lecker war. Zusammen mit dem lecke­ren Hühnchen, dem Balsamico hat das schon rich­tig gut geschmeckt. Allerdings war die Vinaigrette sehr ein­fach gehal­ten, nur Essig und Öl, und hätte ruhig noch etwas Pfiff ver­tra­gen kön­nen. Eine fruch­tige Note durch fri­sche saf­tige Aprikosen hätte den Salat auf jeden Fall noch aufgewertet.

Jamies Tomatensalat bleibt bei mir damit wei­ter­hin auf Platz 1 ste­hen. Was ist dein liebs­ter Tomatensalat? Hast du ein spe­zi­el­les Dressing / Vinaigrette, das so lecker ist, dass du dir die Finger danach lecken kannst?

Rezept Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 2 Hühnerbrüste a ca. 150 g
  • 250 g bunte Kirschtomaten
  • ca. 60–80 g Büffelmozzarella
  • 2 EL Weißweinessig
  • 4–6 El Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • hal­bes Bund Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Büffelmozzarella mit Tomate und Creme Fraiche

Einen Rudi Völler, es gibt nur einen Rudi Völler, einen Rudi Vööööööööller!

Dieser Gassenhauer wurde noch vor ein paar Jahren Deutschlandweit in allen Stadien immer laut­hals gesun­gen, wenn Tante Käthe in der Nähe war. Mittlerweile ist der Lack bei Rudi aber auch ab, was wohl nicht unwe­sent­lich mit sei­ner Managertätigkeit beim Pillenclub zu tun hat. Kann passieren.

Für mein heu­ti­ges Rezept leihe ich mir den alten Gassenhauer mal eben aus und dichte ihn kur­zer­hand um und zwar in: Einen Mozzarella, es gibt nur einen Mozzarella, einen Mozzarella! (Na, wer hat alles im Geiste mit­ge­sun­gen? :biggrin:Und zwar den Büffelmozzarella! Ohne Büffelmozzarella funk­tio­niert die­ses Gericht näm­lich nicht, also ver­su­che es bitte erst gar nicht mit die­sem schreck­li­chen Kuhmilch Mozzarella!

Büffelmozzarella mit Tomate und Creme Fraiche

Wenn du aber einen rich­tig guten, lecke­ren Büffelmozzarella bekom­men kannst, dann pro­biere mal diese inter­es­sante Caprese–Variante, die ich in der Zeitschrift deli (Ausgabe 1 | 2014) ent­deckt habe. Die Zubereitung geht super­schnell und ist auch noch total unkom­pli­ziert. Belohnt wird man mit einem tol­len Geschmack!

Die Tomaten in dünne Scheiben schnei­den, auf dem Teller anrich­ten und mit Meersalz und Pfeffer wür­zen. Den Mozzarella eben­falls in Scheiben schnei­den und auf den Tomaten verteilen.

Den Zitronensaft zusam­men mit dem Puderzucker sowie etwas Salz unter das Creme Fraiche mischen. Das Creme Fraiche gleich­mä­ßig über die Mozzarellascheiben strei­chen und die Chilliwürfel, das Basilikum sowie die Majoranblätter eben­falls über den Mozzarella verteilen.

Wer mag, kann noch ein paar Tropfen Olivenöl über den „Salat“ geben und noch mit Meersalz und Pfeffer nach­wür­zen. That’s it.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

  • 2 Kugeln Büffelmozzarella
  • 2–3 reife Tomaten
  • 150 g Creme Fraiche
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL abge­rie­bene Zitronenschale
  • 1/2 TL Puderzucker
  • 1 rote Chillischote, fein gewürfelt
  • ein paar Basilikum Blätter, gezupft oder gehackt
  • ein paar Majoran Blätter
  • Meersalz, fri­scher Pfeffer

Bucatini all’ ama­tri­ciana oder so, mit Salsiccia. Geboren aus dem Chaos.

Manchmal wün­sche ich mir tat­säch­lich, ich hätte eine Glaskugel und könnte damit in die Zukunft schauen. Dann würde ich abends vor dem zu Bett gehen immer noch schnell die Kugel online brin­gen (die hat WLAN und Bluetooth) und schauen, was der nächste Tag an Über­ra­schun­gen bereit hält.

An beson­ders ner­vi­gen Tagen würde ich ein­fach lie­gen blei­ben und auf mei­ner Glaskugel ein paar Games zocken (die hat eine ein­ge­baute PS3)  oder ein paar Filme bzw. Serien gucken oder gleich den gan­zen Tag Sport schauen (habe auf der Kugel Sky abon­niert). Über das ein­ge­baute Glöckchen würde ich meine Frau anklin­geln, wann immer ich Hunger oder Durst bekäme. Ja, genau so würde das wohl laufen.

Leider hat noch nie­mand meine Glaskugel erfun­den und so bin ich heute mor­gen, wie an jedem ande­ren Morgen auch, fro­hen Mutes auf­ge­stan­den und habe mich ahnungs­los wie immer in den Tag gestürzt. Der fing auch rich­tig gut an, mit einer sehr posi­ti­ven Nachricht aus der Familie (Yes, you can!) So durfte es ruhig wei­ter gehen und weil ich von guten Nachrichten immer Appetit bekomme, fing ich prompt an über den Essensplan des Tages zu grübeln.

Baked Beans wollte ich mir auf jeden Fall zube­rei­ten, für ein def­ti­ges Abendbrot. Und was es zum Mittag geben sollte, wollte ich spon­tan ent­schei­den, wenn ich spä­ter auf dem Markt unter­wegs war. Kaum zu Ende gedacht, ent­schied sich der gute Tag spon­tan dazu nun doch lie­ber ein rich­tig Mieser zu wer­den und das Chaos über­nahm die Regie.

Irgendwann, als der Wahnsinn eine kurze Verschnaufpause machte, und der Magen schon knurrte, fie­len mir die Baked Beans wie­der ein. Komm Malte, die kannst du heute Abend gut gebrau­chen — Soulfood und so. Gute Absichten, gemischt mit kom­plet­ter gedank­li­cher Abwesenheit, lässt den Fehlerteufel jauch­zen und so schlich sich irgend­wie bei der Berechnung der Flüssigkeiten ein Fehler ein und aus den geba­cke­nen Bohnen wur­den abge­sof­fene Bohnen.

Abgesoffene Baked Beans, nicht die beste Variante.

Nach 3 Stunden im Ofen tauch­ten die Bohnen immer noch in einem Meer aus Flüssigkeit ab.

Gerochen haben sie echt toll, die klei­nen Mistviecher. Aber auf eine Bohnensuppe hatte ich dann doch keine Lust. Gibt es zum Abendbrot eben eine Schnitte, da kann ich dann auch mal stur sein.

Mittlerweile war es spä­ter Nachmittag und der Hunger zerrte genauso an den Nerven wie der Rest die­ses Scheißtages. Der Markt war längst geschlos­sen und so blieb mir nichts ande­res übrig, als in den Kühlschrank zu schauen und irgend­et­was aus den vor­han­de­nen Zutaten zu kochen.

Allerdings koche ich wirk­lich nie spon­tan und ohne Plan und Rezept schon mal über­haupt nicht — das kann ich näm­lich garnicht.

Beim Blick in den Kühlschrank lach­ten mich noch 3 Salsiccias an und eine leckere Salsiccia liebe ich abgöt­tisch. Bisher habe ich sie jedoch fast nur als Zugabe für Risotto verwendet.

Salsiccia - hier mit entferntem Darm

Da ich die Salsiccia im Sugo kochen wollte, habe ich die Haut entfernt.

Viel mehr als ein paar Peperonis konnte ich im Kühlschrank jedoch nicht erbli­cken. Schnell noch in den Vorratsschrank geblickt und ein Päckchen Bucatini entdeckt.

Hmmm, irgendwo hatte ich doch mal etwas von Bucatini all’amatriciana (Speck, Zwiebeln, Peperoni) oder so ähn­lich gele­sen, nur wo? Suchen kam nun wirk­lich nicht mehr in Frage und nach der gan­zen Rezepte-Nachkocherei sollte ich eigent­lich auch mal in der Lage sein, ein paar Nudeln mit lecke­rer Sauce aus dem Stand zu kochen. Anstelle des Specks würde ich halt ein­fach die Salsiccia nehmen.

Also ran an den Speck, bzw. die Salsiccia, der ich zuerst die Haut abge­zo­gen und sie danach gewür­felt habe. Dann habe ich eine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe geschält und fein gewür­felt sowie eine halbe Peperoni eben­falls fein gewür­felt. Zuvor habe ich die Kerne der Peperoni entfernt.

Einen Topf auf mitt­le­rer Hitze erhit­zen, einen guten Schuss Olivenöl hin­ein geben und darin nun die Zwiebel, den Knoblauch und die Peperoni kurz (1–2 Minuten) anschwit­zen. Als nächs­ten die Salsiccia in den Topf geben und kurz mit­bra­ten (2–3 Minuten). Sie riecht wirk­lich toll.

Jetzt aus­rei­chend pas­sierte Tomaten in den Topf geben, die Hitze redu­zie­ren und das Sugo min­des­tens 30 Minuten lang­sam kochen las­sen. Wer mag (ich mag), kann auch noch einen Stengel Basilkum dazu­ge­ben, den man vor dem Servieren aber wie­der raus­fischt. Nach der Kochzeit das Sugo mit Salz und Pfeffer (und bei Bedarf mit etwas Zucker) abschmecken.

Vor Ende der Kochzeit die Bucatini in reich­lich Salzwasser biss­fest kochen, abgie­ßen und in eine Sauteuse geben. Das fer­ti­gen Sugo dazu geben und mit den Nudeln ver­mi­schen (durch­schwen­ken) bis sich Sauce und Nudeln ver­bun­den haben. Mit etwas frisch gerie­be­nen Pecorino oder Parmesan servieren.

Bucatini all amatriciana mit Salsiccia

Meine Bucatini all’amatriciana mit Salsiccia sind sicher nicht die große Kochkunst, aber sie haben gut geschmeckt. Beim nächs­ten Mal würde ich etwas mehr Peperoni hin­ein geben (die Schärfe war prak­tisch nicht vor­han­den) und die Salsiccia nicht so fein wür­feln. Sie hat dadurch ein biss­chen an Geschmack ver­lo­ren, wie ich finde.

Der heu­tige Tag ist mal wie­der Beweis dafür, dass auch aus dem Chaos etwas Positives ent­ste­hen kann und in Zukunft werde ich deut­lich häu­fi­ger spon­tan und ohne Rezept kochen. Anscheinend habe ich in den letz­ten Monaten tat­säch­lich schon ein wenig Kochen gelernt, also auf zu neuen Ufern.

Ein Früh am Abend

Jetzt wird der Tag mit dem ein oder ande­ren Früh (Prost Björn!) begra­ben und mor­gen früh geht es fro­hen Mutes in einen neuen Tag.

Zutaten für 2 Portionen • Zubereitungszeit ca. 15 Minuten • Kochzeit ca. 30 Minuten

  • 240 g Bucatini
  • ca. 250 g Salsiccia
  • 1 1/2 bis 2 kleine Dosen pas­sierte Tomaten
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Peperoni, bei Bedarf mehr
  • frisch gerie­be­ner Pecorino oder Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer